INHALTSVERZEICHNIS
1 PROBLEM UND ZIELSTELLUNG DER ARBEIT 1
2 EINFÜHRUNG IN DIE KOSTENRECHNUNG 3
2.1 Abgrenzung und Erklärung relevanter Begriffe 3
2.2 Merkmale und Aufgaben der Kostenrechnung 4
2.3 Aufbau der KLR 5
2.4 Systeme 7
3 STUFEN DER KOSTENRECHNUNG 9
3.1 Kostenartenrechnung 9
3.1.1 Aufgaben der Kostenartenrechnung und Unterscheidung
von Kostenarten 9
3.1.2 Die Erfassung der wichtigsten Kostenarten 9
3.2 Kostenstellenrechnung 15
3.2.1 Definition und Aufgaben der Kostenstellenrechnung 15
3.2.2 Kostenstellen und ihre Einteilung 15
3.2.3 Betriebsabrechnungsbogen (BAB) und seine Aufgaben 16
3.2.4 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung 16
3.3 Kostenträgerrechnung 17
3.3.1 Aufgaben und Grundbegriffe der Kostenträgerrechnung 17
3.3.2 Prinzipien 18
3.3.3 Kostenträgerstückrechnung 19
3.3.4 Kostenträgerzeitrechnung 21
4. Kostenrechnung für den Straßenpersonenverkehr 27
4.1 Linienverkehr 27
4.2 Schülerverkehr und Behinderten-Beförderung
nach Freistellungs-Verordnung 28
4.3 Gelegenheitsverkehr nach § 48 PBefG und § 49 BefG 28
4.4. Schienenersatzverkehr 29
5 Beurteilung und Fazit 30
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ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AfA Absetzung für Abnutzungen AN Arbeitnehmer AV Anlagevermögen ÄZ Äquivalenzziffern ÄZK Äquivalenzziffernkalkulation BAB Betriebsabrechnungsbogen BDI hier: Bundesverband der Deutschen Industrie BE Betriebsergebnis EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft FK Fremdkapital GKR Gemeinschaftskontenrahmen GKV Gesamtkostenverfahren GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung JA Jahresabschluss Kfz Kraftfahrzeug KLR Kosten- und Leistungsrechnung KST Kostenstelle(n) KTR Kostenträgerrechnung LSP Leitsätze für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten MDV Mitteldeutscher Verkehrsverbund MES Materialentnahmeschein PBefG Personenbeförderungsgesetz PVM mbH Personengesellschaft Muldental mbH RE Rechnungseinheit(en) SKR Spezialkontenrahmen UKV Umsatzkostenverfahren UN Unternehmen UV Umlaufvermögen VOL Verdingungsverordnung für Leistungen VPöA Verordnung PR 30/53 über die Preise bei öffentlichen Aufträgen
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ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb.1: Kostenträgerblatt 25
TABELLENVERZEICHNIS
Tab. 1: Konkretes Beispiel der einstufigen Divisonskalkulation am Beispiel der PVM mbH 20
ANHANGSVERZEICHNIS
Anhang 1 : Kostenartenliste der PVM Anhang 2 : SKR 04 Anhang 3 : Kostenstellenliste der PVM Anhang 4: BAB I und II Anhang 5: Kostenträgerliste der PVM Anhang 6: Kostenermittlungsbogen
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1 Problem und Zielstellung der Arbeit
Aufgabe eines jeden Unternehmens ist es, sich ständig zu verbessern, um das Oberziel Wirtschaftlichkeit fortlaufend zu erreichen. Wenn selbiges dies nicht berücksichtigt, wird es kurz- oder langfristig von seinen Konkurrenten abgehängt und vom Markt verdrängt. Die letzten Jahre sind durch die starke Zunahme von Wettbewerb und Produktion gekennzeichnet. Die Zunahme der Umweltdynamik und -komplexität und der rasante technische Wandel, besonders im Bereich der Informationstechnologie, haben die Wettbewerbsbedingungen für viele Unternehmen grundlegend verändert. Die Anforderungen an die Steuerung von Unternehmen zur Sicherung der Existenz- und Überlebensfähigkeit sind gewachsen. Eine erhöhte Gefahr des Kurses auf die Verlustzone macht sich breit. Nun ist in dem speziellen Fall des betrachteten Unternehmens zu sagen, dass es sich hierbei um ein öffentlich bzw. kommunal gestütztes Unternehmen handelt.
Das Controlling als Informationslieferant zur Unterstützung der Unternehmens-Führung bei der Planung, Steuerung und Überwachung des Unternehmens-Geschehens ist aus ähnlichen Ausgangssituationen in mittelständischen Unternehmen entstanden und zu einem notwendigen Bestandteil geworden. Ein wesentliches Instrument eines Controllers ist die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR). Denn sie -und das kann nur sie- liefert Informationen zu zwei wichtigen Bereichen: 1. Kalkulation - Preisbildung und 2. Kostensituation des Unternehmens. Im Unternehmen fehlte diese bis zum Ende 2005 weitestgehend. Dem Management standen somit im laufenden Geschäftsjahr keine aktuellen und komprimierten Daten aus dem internen Rechnungswesen zur Verfügung. Die Daten waren meistens zu spät, zu pauschal oder gar nicht vorhanden. Dies erschwerte eine Entscheidungsfindung in vielen Bereichen. Die Anbindung der Kosten- und Leistungsrechnung an die Finanzbuchhaltung wurde vom Leiter Finanzwesen angeregt. Die Daten werden im internen Rechnungswesen mit der Buchung in der Finanzbuchhaltung aktualisiert. Ein aufwendiges Nacharbeiten und Zusammenstellen der Daten entfällt.
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Nun sind erste Vorbereitungen für die Einführung der KLR getroffen. Diese Studienarbeit zeigt den eingeschlagenen Weg zur Implementierung einer KLR am Beispiel der Personenverkehrsgesellschaft Muldental mbH unter dem Aspekt, schnellstens aktuelle Aussagen zur Ergebnisentwicklung liefern zu können. Im Gliederungspunkt 2 werden zunächst gängige und häufig benutzte Begriffe definiert, die theoretischen Grundlagen eines Kostenrechnungssystems genannt und die Vollkostenrechnung als gewählte Variante vorgestellt. Danach werden unter Punkt 3 die Stufen der Kostenrechnung, d.h. Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung in ihren Details erklärt. Der Gliederungspunkt 4 setzt sich mit der Kostenrechnung im Straßenpersonenverkehr am Beispiel der PVM auseinander. Mit Gliederungspunkt 5 endet diese Studienarbeit. Er enthält eine kritische Beurteilung des eingeführten Systems und zeigt kurz das weitere Vorgehen im neuen Betätigungsfeld auf.
2 EINFÜHRUNG IN DIE KOSTENRECHNUNG 2.1 Abgrenzung und Erklärung relevanter Begriffe
Wird Geldvermögen durch Geschäftsfälle verändert, dann handelt es sich um Einnahmen und Ausgaben. Alle Geschäftsfälle, die das Geldvermögen erhöhen, sind Einnahmen. Einnahmewirksame Vorgänge können z. B. Fahrgeldeinnahmen sein. Ausgaben sind alle Geschäftsfälle, die das Geldvermögen vermindern. Das können z. B. Bar- und Zielkäufe von Betriebs- und Geschäftsausstattung sein. Wenn Geschäftsfälle das Eigenkapital verändern, spricht man von Aufwendungen und Erträgen, sofern es sich nicht um Kapitaleinlagen oder -entnahmen durch den Gesellschafter handelt. Aufwendungen vermindern das Eigenkapital, z.B. Zinszahlung und Abschreibung. Sie stellen einen Verbrauch an Gütern oder Leistungen dar. Erträge dagegen erhöhen das Eigenkapital, z.B. eine Zinsgutschrift
1 der Bank oder eine Zuschreibung.
1 Vgl. Schmolke/Deitermann: (Rechnungswesen), S. 349
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Zum Zweck der Kostenrechnung werden Aufwendungen unterschieden nach betrieblichen Aufwendungen (entspricht den Kosten) und neutralen Aufwendungen (entspricht den Nichtkosten).
„Kosten stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Betriebszweck. Sie erfassen den Verzehr an Gütern, Diensten und Abgaben, der im Rahmen der geplanten betrieblichen Leistungserstellung (d.h. die Produktion bzw. Dienstleistung) und Leistungsverwertung (entspricht dem Absatz) anfällt, d.h. sie sind Zweckaufwand. Dazu kommen kalkulatorische Kosten, auf die ich später näher eingehen werde. Diese Aufwendungen werden in der Regel als Kosten in die Kosten-
und Leistungsrechnung übernommen.“
Leistungen und unterscheiden sich von neutralen Erträgen (z.B. betriebsfremde Erträge, können Mieterträge sein) und stellen das Ergebnis der geplanten betrieblichen Leistungserstellung und -verwertung dar.
2.2 Merkmale und Aufgaben der Kostenrechnung
Die Kostenrechnung ist ein Teilgebiet des Rechnungswesens. Sie entspricht der Betriebsbuchhaltung, in die auch die Leistungsrechnung eingegliedert ist. Es gelten keine rechtlichen Vorschriften. Die KLR stellt eine kalkulatorische Erfolgsrechnung
3 . dar, die kurzfristig, regelmäßig erstellt und freiwillig ausgeführt wird
Eine Ausnahme sind die Leitsätze für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP), die bei öffentlichen Aufträgen zu beachten sind.
Die Kostenrechnung gliedert sich in 3 große Bereiche, d.h. in die Aufgaben, den Aufbau und in die Systeme.
Die Hauptaufgaben liegen in der Ermittlung des Betriebsergebnisses d.h. Gegenüberstellung von Kosten und Leistungen einer Abrechnungsperiode, der Überwachung, der Entscheidung (d.h. Steuerung) und Bewertung.
2 Quelle: Schmolke/Deitermann: (Rechnungswesen), S. 350
3 Vgl. Olfert/Rahn: (Betriebswirtschaftslehre), S. 536
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„Folgende wichtige Aufgaben sind für ein Dienstleistungsunternehmen zu erfüllen:
1. Ermittlung der Selbstkosten und Leistungen einer Abrechnungsperiode. Durch die Erfassung aller Kosten und Leistungen einer Abrechnungsperiode außerhalb der Finanzbuchhaltung wird die Kosten- und Leistungsrechnung zu einem hervorragenden Instrument der kurzfristigen (z. B. monatlichen) betrieblichen Erfolgsermittlung.
4 . Die Kostenrechnung 2. Ermittlung der Selbstkosten der Erzeugniseinheit ermittelt auch die Selbstkosten der Erzeugniseinheiten und schafft damit die Grundlage für die Berechnung der Verkaufspreise. Die Kenntnis der Selbstkosten gestattet dem Unternehmer die Entscheidung darüber, wel cher Preis für ihn wirtschaftlich noch vertretbar ist.
3. Kontrolle der Wirtschaftlichkeit (Controlling). Es genügt nicht, lediglich die Selbstkosten zu ermitteln. Sie sollen vielmehr auch beeinflusst, d.h. gesenkt werden. Die Wirtschaftlichkeit der Leistungserstellung und -verwertung muss ständig gesteigert werden, wenn der Betrieb im Wettbewerb nicht unterliegen will. Kosten und Leistungen sind daher laufend zu planen und zu überwachen. Die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit zählt heute zu den wichtigsten Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung.
4. Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse in der Jahresbilanz. Nach den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften sind die Schlussbestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen höchstens zu Herstellungskosten in die Jahresbilanz einzusetzen. Die genauen Herstellungskosten können aber nur mithilfe einer ordnungsgemäßen Kostenrechnung ermittelt werden. 5. Ermittlung von Deckungsbeiträgen auf der Basis der Teilkostenrechnung. Ausgehend von erzielbaren Umsatzerlösen kann mithilfe der
Teilkostenrechnung festgestellt werden, ob ein Erzeugnis einen ausreichenden Beitrag zur Deckung der fixen Kosten und zur Erzielung von Gewinn leistet.
4 Erzeugnis(einheit): "Erzeugnisse sind in sich geschlossene, aus einer Anzahl von Gruppen und/oder Teilen
bestehende funktionsfähige Gegenstände (z. B. Maschinen, Geräte) als Fertigungs-Endergebnisse" (DIN 6789).
Häufig werden auch Dienstleistungen und Tarife als Produkte bezeichnet. Diese fallen jedoch nicht unter die
klassische Definition, da sie nicht in einem Produktionsprozess erzeugt werden. Der Begriff muss daher immer
in seinem Zusammenhang betrachtet werden.
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Arbeit zitieren:
Sebastian Regber, 2006, Aufbau einer Kostenrechnung zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation des Betriebes im Hinblick auf Kalkulationen für die einzelnen Leistungsarten bis hin zu Investitionsentscheidungen, München, GRIN Verlag GmbH
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