- 2 -
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Neuplatonismus
2.1 Entwicklung und Bedeutung
2.2 Einfluss auf die Wahl des Themas der Liebe im Heptaméron
2.2.1 externe Faktoren
2.2.2 interne Faktoren
3. Marguerites Auffassung von Liebe
3.1 Die Quintessenz nach der 19. Novelle
3.2 Die 10. Novelle
4. Zusammenfassung
5. Literaturverzeichnis
- 3 - 1.Einleitung
Die 1549 im Alter von 57 Jahren verstorbene Marguerite de Navarre wurde 1492 als erstes von zwei Kindern des Grafen Charles d´Angoulême und seiner Gattin Louise de Savoie geboren. Sie wuchs im Schatten ihres Bruders François, dem späteren König von Frankreich, auf. Ihre Jugendjahre verbrachte sie hauptsächlich in Blois, wo sie durch ihre Mutter eine ausgeprägte sprachlichliterarische und philosophische Erziehung genoss. Hier fand sie zum christlichen Glauben und wurde begeisterte Leserin der Bibel. Als sie 17 Jahre war, bestimmte Louis XII ihr den Herzog von Alençon zum Mann. Die nächsten Jahre verbrachte sie mit ihrem Gemahl in dessen Residenz in der öden Provinzstadt Alençon. Im Jahre 1515 holte ihr Bruder sie samt ihres Gatten an den Hof, wo sie nun genügend Gelegenheit fand, ihre Liebe der Literatur, der Kunst und der Wissenschaft zu widmen. Sie suchte die Freundschaft der Dichter und lernte 3 Jahre später Clément Marot, den bedeutendsten Dichter der Renaissancegeneration kennen. 1521 trat sie mit Briçonnet, dem Bischof von Meaux und Lefèvre d´Etaples, dem berühmten Bibelübersetzer, sowie anderen Männern, denen die Erneuerung des Glaubens durch Besinnung auf das Evangelium am Herzen lag, in Verbindung.
„Die göttliche Gnade hielt sie für notwendig, um das ewige Heil zu erlangen.“ 1
Marguerites Position zur Reformation und zur Kirche fand in ihrem ersten bekannten Gedicht ›Dialogue en forme de vision nocturne‹, um 1525, Ausdruck. Als politische Beraterin ihres Bruders nahm sie neben ihrer Mutter eine hohe Stellung im Königreich ein. Nachdem ihr erster Gatte gestorben war, entschloss sie sich, den jungen König von Navarra, Henri d´Albret, zu heiraten. Aus dieser Ehe ging 1528 die Tochter Jeanne d`Albret hervor. In ihrem ersten religiös geprägten Gedichtband, der 1531 erschien, der ›Miroir de l´âme pécheresse‹, verarbeitete sie ihre Enttäuschungen über diese Ehe. Noch im selben Jahr verlor sie ihren Sohn Jean als Säugling. Kurze Zeit später starb ihre Mutter. 1534 löste die‘Affaire des Placards’ Protestantenverfolgungen aus. Marguerite gewährte Verfolgten wie Calvin, Lefèvre und Marot Unterschlupf in ihrem Königreich, nachdem ihr Bruder den Verleger ihres religiösen Bandes, Antoine Augereau, auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ. Meist lebte sie in ihrer Residenz in Nérac, wo sie neben Bonaventure des Périers, der 1544 durch Selbstmord starb, einen Kreis gebildeter Menschen um sich versammelte. Werke wie ›Il libro del Cortegiano‹ von Castiglione lagen ihr am Herzen. Sie ließ Werke Platons und seiner italienischen Interpreten des 15. Jahrhunderts übersetzen. _______________
1 Amelung, 1979, S. 765.
- 4 -Selbst verfasste sie neben weltlichen Schriften religiöse und mystische Gedichte, vier biblische Dramen mit eingeschobenen geistlichen Liedern und Meditationen sowie diverse Theaterstücke: ›Le malade‹ (1535), ›L`inquisiteur‹ (1536), ›Trop, Prou, Peu, Moins‹ (1544). In der allegorischen Dichtung ›Les prisons‹ (1547) faßt Marguerite ihre religiösen Grundüberzeugungen zusammen. In ihrer religiösen Lyrik griff sie vielfach auf die Sprache der Liebeslyrik zurück. 2 Die Übersetzung des ›Decamerone‹ von Boccaccio, die ihr Sekretär Antoine le Maçon 1545 dem Druck übergab, war höchstwahrscheinlich die Ursache dafür, dass heute das ›Heptaméron‹ existiert. In den Novellen verarbeitete sie verschiedene Erfahrungen und erörterte das Geschlechterverhältnis ihrer Zeit. In den letzten Lebensjahren erschütterten sie noch einmal der Tod ihres Bruders und die zweite Ehe ihrer Tochter mit Antoine de Bourbon. Henri II, der Sohn ihres Bruders, war nun an der Regierung. Bevor sie sich im einsamen Schlösschen Odos im Pyrenäenvorland auf ihren Tod vorbereitete, unternahm Marguerite noch einmal eine Badereise nach Cauterets in den Pyrenäen, wo sie oft geweilt hatte und das auch für die Rahmengeschichte ihrer Novellensammlung als Ausgangspunkt diente.
Der Rahmen stellt im ›Heptaméron‹ den wichtigsten Teil dar. Im Gegensatz zum ›Dekameron‹ dient dieser nicht als Verknüpfung der einzelnen Novellen, sondern enthält im ›Heptaméron‹ die Thesen, zu denen die Novellen die Beispiele liefern. 10 Reisende erzählen sich in sieben Tagen wahre Geschichten, nachdem sie von einem Unwetter überrascht wurden. Das ›Heptaméron‹ umfasst 72 Novellen. Wahrscheinlich ereilte Marguerite der Tod bevor sie die 100 Novellen nach dem Vorbild des ›Dekameron‹ fertig stellen konnte. Im Gegensatz zu Boccacio interessierten sie künstlerische Probleme wenig, da sie mit ihrem Werk die Absicht hatte zu lehren und zu unterhalten. 3 Hauptthema fast aller Erzählungen ist neben der Religion die Liebe mit ihren verschiedenartigen Vorkommnissen. Auch diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Liebe. Ich werde untersuchen, wie Marguerites neuplatonisches Liebesideal im ›Heptaméron‹ durch Parlamente zum Ausdruck kommt. Als erstes werde ich den Neuplatonismus und den Einfluss auf die Wahl des Themas der Liebe im ›Heptaméron‹ durch Marguerite näher erläutern. Nachdem ich kurz auf die Quintessenz nach der 19. Novelle eingehen werde, wird sich diese Arbeit hauptsächlich mit der Interpretation der 10. Novelle beschäftigen.
„Die 10. Geschichte erscheint mir geeignet, in jeder Weise charakteristisch für das Buch ...“ 4 ________________
2 Vgl. Grewe, 1999, S. 37f.
3 Vgl. Febvre, 1971, S. 269.
4 Febvre, 1998, S. 205.
- 5 - 2.Der Neuplatonismus
2.1 Entwicklung und Bedeutung
Der Neuplatonismus ist eine Synthese der Platonlehren und des Christentums. Nach Platon strebt die Seele nur nach einem Ziel: Der Wahrheit. Dieser Gedanke kehrt in der letzten Phase der griechischen Philosophie wieder. Im Plotinismus gehen die Eroslehren Platons in die christliche Theologie über. Ab dem 15. Jahrhundert kann man eine Wiederaufnahme der Gedanken Plotins (204 - 270) in Italien und ab dem 16. Jahrhundert in Frankreich beobachten. Da seit den 20er Jahren des Quattrocento die Dialoge Platons in der Muttersprache zugänglich geworden sind, bildeten sich Platoninterpreten heraus. Einer der ersten war Plethon (gestorben 1450). Cosimo de´ Medici hörte regelmäßig seine Vorlesungen und wurde auf diese Weise angeregt, die Accademia Platonica zu gründen. Dies geschah 1459. Anfangs noch von einem synkretistischen Geist geprägt - es verschmolzen Platonlehren mit vorderasiatischen Religionen und dem Christentum - wurde unter Ficino (1433- 1499) und Mirandola (1463 - 1494) eine spekulative Theologie betrieben. Unter der Accademia Platonica hat man sich eine Geselligkeit geistreicher Leute vorzustellen, die öffentlich Vorlesungen hielten oder etwa den Geburtstag Platons gemeinsam feierten. Es wurden politische und wissenschaftliche Themen behandelt sowie Dante´s Werk ›Divina Commedia‹ neuplatonisch erklärt. Die Accademia Platonica übte großen Einfluss auf die Verbreitung des Plotinismus aus. Nach Plotin ist Eros eine treibende Kraft, die die empirisch-sinnenhafte mit der göttlichen Welt verbindet. Eros veredelt den, der von ihm ergriffen ist und benutzt den Menschen nur als Werkzeug. Der Geliebte ist nur der „Erwecker zum Verlangen des Liebenden, auf die hohe See der Schönheit hinauszusteuern.“ (Platon, Symposion 210 d)
Auf „Verähnlichung mit Gott“ (Theaitet 176 b) käme es an. Mittels Eros kehrt die Seele zu ihrem Ursprung im All-Einen zurück (bei Platon wird die Seele durch schauendes Wissen veredelt, d. h. sie existiert weiterhin mit dem Leib auf der Erde). Dieser Prozess beginnt damit, dass die Seele durch das Auge in der sichtbaren Schönheit die unsichtbare erkennt. - Der Leib wird als Träger des schauenden Auges verstanden, nicht als Begehren. Er ist der einzige Anfang zum Aufstieg - Eros wird geweckt und bewegt die Seele in einem Akt der mystischen Ekstase zum Transzendieren des Leibes und dem Irdischen. Der Verliebte verspührt den schmerzhaften Anfang eines Verwandeltwerdens. Doch gleichzeitig ergreift ihn neben diesem Beängstigungszustand auch ein Beseeligungszustand, da die Seele die Erinnerung an das Urschöne in sich trägt und sie dorthin
Arbeit zitieren:
Christin Meinecke, 2006, Das Liebesideal der Marguerite de Navarre im Heptameron, München, GRIN Verlag GmbH
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Prima Prefazione Sulla base della poesia "Una sera d'inverno" di Georg Trakl Martin Heidegger vuole sapere che cosa è il linguaggio. Che cosa rende una lingua all'altra e come parli la lingua? Vuole andare al luogo della lingua e non si guardano l'esterno di una descrizione. Guidati dalla frase: "parla la lingua," Heidegger ha cercato di avvicinarsi al linguaggio attraverso la parola della poesia. Pertanto, il suo studio sembra una interpretazione poesia, rivela nel corso della quale i modi del linguaggio. Heidegger usato per il suo studio sulla lingua di un concetto allargato del linguaggio. Il linguaggio non è solo espressione umana, ma il linguaggio stesso avviene in ogni stato di uomo. Sia nella veglia, conscio sognare comunicata nello stato di uomo. Per gli uomini questo è tutto secondo Heidegger, il più naturale, poiché l'uomo stesso parla nei suoi pensieri. Pertanto, non ha bisogno di particolare desiderio di parlare, noi rispondiamo con l'esterno e il mondo interiore di parlare, "La lingua è dappertutto." Per ogni percezione che abbiamo di lingua incontriamo. Ogni performance e ogni emozione è seguita da una risposta verbale alla parola. Tutto ciò che abbiamo incontrato è che parla la lingua anche se non abbiamo ancora capito e non può accadere per il termine. Il passaggio deve essere inteso come individuo o come un insieme di caratteri. Uomo tiene a seconda della lingua già l'orizzonte, solo all'interno del linguaggio della coscienza è possibile. Mentre pensiamo di entrare nella traccia della lingua. Tuttavia, possiamo pensare solo della lingua. Il linguaggio è in primo luogo perché, anche prima della nomination. Ogni processo è il risultato delle parole dette. L'uomo è quindi in prossimità della lingua. Egli è l'unico animale in grado di agire attivamente con la lingua. Né l'uomo è costretto a percepire il mondo in un solo modo di seguire ancora i voti contro un pattern istintivo. Il lavoro domestico è la questione di come il linguaggio è costituito e se si può parlare di una essenza del linguaggio? Qual è la validità generale del linguaggio, che si caratterizza come un linguaggio e ciò è provato dal linguaggio?
am Thursday, May 06, 2010-