Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Müllproblematik 4
2.1 Definition 5
2.2 Arten von Müll 6
2.3 Probleme der Entsorgung 8
2.3.1 Deponien 8
2.3.2 Verbrennungsanlagen 10
2.3.3 Andere Entsorgungsprobleme 11
2.4 Probleme der Verwertung 12
3 Aufgaben und Möglichkeiten der Schule 15
3.1 Bezug zum Bildungsplan 17
3.2 Konkrete Beispiele für den Unterricht 18
4 Fazit 26
5 Literaturverzeichnis 28
2
1 Einleitung
Meine Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „Müll“ im Rahmen des HuS-Seminars „Was ist los mit unserer Umwelt“. Der Umfang ist auf ca. 10 Seiten beschränkt. Daher ist eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem großen Themenkomplex „Müll“ nicht möglich. Aus diesem Grund verzichte ich auf aktuelle Statistiken.
Mein Ziel ist es vielmehr einen Überblick über die verschiedenen Arten von Müll, die Müllentsorgung bzw. Müllverwertung und die Müllvermeidung zu geben, d.h. ich werde mich mit den Ursachen und Problemen beschäftigen.
In einem Kapitel werde ich ausführlich auf die Behandlung des Themas „Müll“ in der Grundschule eingehen.
2 Müllproblematik
Nach der Abfallbilanz 2002 ist die aus baden-württembergischen Haushalten und Unternehmen zu entsorgende Müllmenge weiter zurückgegangen. Die Masse lag im vergangenen Jahr im Landesdurchschnitt bei 201 Kilogramm pro Einwohner. Das sind 3 Kilogramm weniger als im Jahr davor. Insgesamt fielen 2,14 Millionen Tonnen Restabfall an. 1
So war in der Tageszeitung Südkurier vom 24.7.2003 zu lesen. Die Abfallmengen gehen zwar zurück, doch der Landes-Umweltminister von Baden-Württemberg warnt vor Versorgungs-Engpässen.
Vom 1. Juni 2005 an dürfen nur noch vorbehandelte Abfälle auf Deponien gelagert werden. Im Südwesten gebe es derzeit Kapazität für die Behandlung von 1,5 Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Insgesamt müssten aber jährlich 2,1 Millionen Tonnen Abfall zur Lagerung vorbereitet werden, sagte Müller bei der Vorlage der Abfallbilanz 2002. Er betonte, es gelte der Grundsatz, wonach Abfälle, die im Land entstehen, auch hier entsorgt werden müssen. Nach dem Endausbau der Anlagen im Land werden nach Müllers Worten im Südwesten voraussichtlich etwa 80 Prozent der Abfälle verbrannt, bevor die Reststoffe auf die Deponie wandern. Die übrigen 20 Prozent würden in Anlagen zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung für die Lagerung aufbereitet.
Die Lage könne sich noch zuspitzen, wenn die Thermoselect-Anlage in Karlsruhe geschlossen werden sollte. Dort würden derzeit etwa 225.000 Jahrestonnen Müll verarbeitet. Allerdings habe sich die Betreibergesellschaft Energie Baden-Württemberg (EnBW) vertraglich verpflichtet, für weitere fünf Jahre den Abfall zu entsorgen. 2
In der Bundesrepublik Deutschland müssen jährlich etwa 195 Millionen Tonnen Industriemüll, etwa 30 Millionen Tonnen Hausmüll und 3 Millionen Tonnen Giftmüll entsorgt werden (alte Bundesländer). Aus den neuen Bundesländern kommen weitere 60 Millionen Tonnen hinzu. Die jährlich in der BRD weggeworfene Menge Abfall, einschließlich Müll, würde einen Güterzug von Berlin bis Zentralafrika füllen.
1 vgl. www.suedkurier.de, 24. Juli 2003
2 vgl. www.suedkurier.de, 24.7.2003
Doch damit steht Deutschland nicht an der Spitze. Den Müll-Superlativ markiert der New Yorker: 600 Kilogramm pro Kopf und Jahr sind Weltspitze. Ein Pole produziert im Schnitt nur 280 Kilogramm Müll. Die These, dass mit steigendem Wohlstand die Müllmenge wächst, ist eindeutig belegt. Höherer Wohlstand bedeutet mehr Müll und damit größere Probleme. 3
2.1 Definition
Für die Beschäftigung mit dem Thema Müll ist es unerlässlich zu untersuchen, was sich eigentlich hinter den Begriffen „Müll“ oder „Abfall“ verbirgt.
Nach der Brockhaus Enzyklopädie Band 15, S.166 definiert sich der Begriff Müll wie folgt: „Müll, feste Abfallstoffe von Haushalten und Unternehmen, die in bestimmten Behältern gesammelt und von der Müllabfuhr abgeholt werden. In Haushalten wird unterschieden zwischen Hausmüll und Sperrmüll (grober Hausmüll, v.a. Verpackungsmaterial und großvolumige Abfälle), bei Gewerbe- oder Industriemüll zwischen hausmüllartigen Abfällen und Sondermüll (der jedoch auch in Haushalten anfallen kann).“
Umfassendere Informationen ergeben sich aus der Definition des Synonyms Abfall in Band 1 der Brockhaus Enzyklopädie, S.37: „Abfall, Rückstände, Nebenprodukte oder Altstoffe, die bei Produktion, Konsum, und Energiegewinnung entstehen. Nach dem Kreislaufwirtschafts-und Abfallgesetzt sind Abfälle bewegliche Sachen, deren sich der Besitzer entledigen will (subjektiver Abfallbegriff) oder deren er sich entledigen muss, wenn ihr Zustand das Wohl der Allgemeinheit, v.a. der Umwelt, gefährden kann (objektiver Abfallbegriff).“
Der Gesetzgeber und mit ihm das Umweltbundesamt verwenden den Begriff Müll nur für Abfälle, die in den einzelnen Haushalten anfallen und dann über die kommunale Müllabfuhr eingesammelt werden (Hausmüll).
3 www.swr.de/wiesoweshalbwarum, März 2004, S.4
2.2 Arten von Müll
Auch ich möchte mich im weiteren Verlauf meiner Arbeit auf den in Haushalten anfallenden Müll beschränken.
Dazu gehören:
a) Biomüll: Hier wird alles gesammelt, was von Pflanzen ist. Das sind Obstreste, Gemüserest, Kaffeesatz, Gartenabfälle usw.
b) Gelber Sack: Darin wird alles gesammelt, was diese Zeichen hat:
Das sind Dosen, alles aus Plastik, Folien, Tetrapacks, usw.
c) Altpapier: Dazu zählt alles, was aus Papier oder Karton ist; z.B. Papiere, Zeitungen, Eierschachteln usw.
d) Altglas: alles, was aus Glas ist; z.B. Glasflaschen, Trinkgläser, Gurkengläser usw. Meistens muss Altglas nach Farben (braun, grün, weiß) getrennt werden. e) Restmüll: In die Restmülltonne kommt alles, was man nicht in einen Altpapier-Behälter, einen Altglasbehälter, in den Gelben Sack, in die Biomülltonne
f) Sperrmüll: Wie der Name schon sagt: große, sperrige Dinge wie Möbel, Wasch-Maschinen, Matratzen usw.
g) Sondermüll: Zum Sondermüll zählt alles, was giftig ist; z.B. Farben, Lacke, Batterien, Medikamente, Altöl, Altreifen.
h) Altholz: behandelt oder unbehandelt
i) Altkleider: Für alte Kleider und auch Schuhe gibt es vielerorts aufgestellte Behälter oder sie werden von zu Hause von sozialen Einrichtungen abgeholt.
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Simone Knack, 2004, Müll, Munich, GRIN Publishing GmbH
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