Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Einheit. 3
1.1 Lehr- und Lernziele 3
1.1.1 Grobziele 3
1.1.2 Feinziele 3
2. Bedingungsanalyse. 5
3. Sachanalyse 6
4. Didaktisch - methodische Analyse 7
5. Verlaufsplanung 11
6. Übersicht über die differenzierten Schülerarbeiten in dieser Stunde 14
7. Anhang
Literatur
2
1. Angaben zur Einheit
1.1 Lehr- und Lernziele
1.1.1 Grobziele
N Die Schüler festigen ihre Kenntnisse im Zahlenraum 0 - 100 durch verschiedene Übungen (Tastübung, Ordnen, Vergleichen, Zählen).
N An drei Stationen vertiefen die Schüler ihre Kenntnisse und werden im Umgang mit dem Hunderterfeld gefördert.
N Der jahreszeitliche Bezug zum „Frühling“ wird durch ansprechendes Material hergestellt.
1.1.2. Feinziele
N Kognitive Ziele:
N Die Schüler lernen sich anhand der Piktogramme in den Unterrichtsphasen orientieren (Chr., P.). N Wiederholen und Festigen des Gelernten durch anregendes Material - Motivation (alle) N Rekapitulieren von Vorwissen hinsichtlich des ZR 0 - 100 durch Zählen (vorw./rückw.), Ordnen und Vergleichen (alle)
N Um Erkenntnisprozesse zu stützen, werden Verstehenssicherungen durch Wiederholung der Aufgabenstellungen durch die Schüler (bes. Chr., F.) eingebaut.
N Die Gedächtnisleistung - besonders die Merkfähigkeit - wird in der Zusammenfassung durch Wiedergabe des Inhaltes der Stationen (alle, bes. Chr.).
N Schaffung von Transparenz hinsichtlich des Stundenablaufs durch die ZO und die Piktogramme (Chr., P.)
N Sicherung des Aufgabenverständnisses durch Erklären der Stationen sowie die Verwendung von Piktogrammen (A., Chr., D.)
N Hilfestellung hinsichtlich der Handlungsplanung durch Verwendung von Laufzetteln (F.)
Sprachheilpädagogische Lernziele:
syntaktisch - morphologische Ebene:
N Förderung von Satzbildung durch Satzmusterangebote in Form freien Sprechens zum Einstieg/ im Gespräch/ beim Auswertungsgespräch zur Ergebnisdarstellung (alle, bes. Chr., A.). N Erweiterung sprachlicher Kompetenzen, im Besonderen Artikulation und syntaktische Komplexität durch Vorgabe von Satzmustern, Sprechen im Satz (bes. Chr., A.) N Schulung der Sprechflüssigkeit, Ausdrucksfähigkeit durch Sprachbegleitung und durch (taktil,
semantisch - lexikalische Ebene
N Der Inhalt der Stationen wird durch selbständiges Erlesen bzw. Bildunterstützung richtig erkannt und bearbeitet (alle, bes. A.).
N Arbeit am Wortschatz durch Satzmuster- bzw. Wortgruppenvorgaben während der Einstiegsphase, Ergebnisdarstellung und im Auswertungsgespräch (Chr., A.). N Förderung der Lesefähigkeit durch Unterstützung mit Bildern (A., D.) N Förderung der Synthesefähigkeit durch Erfassen des Wortes „Frühling“ während der Auflösung des Rätsels von Station 3 (Chr., A.)
pragmatisch - kommunikative Ebene
N Förderung der Sprachentwicklung und Sprechfähigkeit durch anregende Unterrichtsmaterialien und Kommunikation während der Freiarbeit (A., D., Chr.)
N Förderung der Selbstregulation durch Einhalten der Kommunikationsregeln (z.B. „Ich melde mich“)- P., I., M.
phonetisch - phonologische Ebene
N Korrektives Feedback fördert die Satzbildung (Julia, Chr.).
N Durch das Angeben der Anlaute der Namen in der ersten Unterrichtsphase wird die phonetischphonologische Differenzierungsfähigkeit geschult (Max, Chr.).
N Förderung deutlicher Artikulation durch Aufzeigen von Lautgebärden (D., Philipp, Julia, Chr.)
Sensomotorische Lernziele:
R Förderung der optischen Wahrnehmung und Differenzierung durch das Erkennen und Zuordnen der
Zahlen im Hunderterfeld, Ordnen und Vergleichen (alle).
R Förderung der Figur - Grund - Wahrnehmung durch das Erkennen der Grapheme im Hunderterfeld, die
sich durch das Eintragen von Zahlen in demselben ergeben (A., I., M.)
Sozial - affektive Lernziele:
N Anregung der Lernfreude und Motivation durch den freudvollen Einstieg (alle, bes. P., Chr., D.) N Förderung sozialer Kompetenzen innerhalb des Stationslernens durch Anregung zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung (bes. Chr., I., P.)
N Rituale am Tagesbeginn schaffen Sicherheit und tragen zu einem angenehmes Klassenklima bei N Schaffung von Transparenz hinsichtlich des Stundenablaufs durch die ZO und die Piktogramme (Chr., P.)
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N Schulung Selbstkontrolle durch den Einsatz von Verhaltens-Kärtchen (kleine Helfer):
N Förderung der Selbständigkeit durch das Bearbeiten der Stationen (A., M.)
N Förderung Selbst- u Fremdeinschätzung durch d. Auswertung der Arbeit und d. Verhaltens (I., Chr.)
N Stärkung des Selbstvertrauens durch Schaffung von Erfolgserlebnissen durch differenziertes Anforderungsniveaus (alle)
Diagnostische Absichten:
Gelingt A. das selbständige Erfassen und Bearbeiten der Stationen? Wird es P. gelingen, selbst regulierend auf sein Verhalten einzuwirken und seinen „kleinen Helfer“ zu benutzen?
2. Bedingungsanalyse
2.1 Beschreibung der Lerngruppe hinsichtlich der Stunde
In der Klasse lernen zurzeit 15 Kinder - sechs Mädchen und neun Jungen. Carolin, A. und P. sind neu in die Klasse gekommen und wurden von allen gut aufgenommen.
Aufgrund der Schülerzahl wurde die Klasse in den Fächern Deutsch und Mathematik geteilt, um das individuellere Arbeiten möglich zu machen. Da das Lernniveau sehr heterogen ist, wurden die Lerngruppen in eine leistungsstarke und -schwächere zusammengestellt.
Insgesamt ist die Zusammensetzung der Klasse hinsichtlich des Lernniveaus als sehr heterogen zu bewerten. Während D., M. und I. weitestgehend selbständig arbeiten können, brauchen besonders Kay, Julia, Tim, Carolin und Sven individuelle Betreuung.
Die räumlichen Bedingungen machen offene Unterrichtsformen, wie zum Beispiel Partnerarbeit möglich. Der Klassenraum ist groß, übersichtlich und hell. Partnerlernen, Wochenplan oder Freiarbeit werden von den Schülern gern angenommen, da sie ihre Selbständigkeit fördert und auch das Selbstbewusstsein stärkt (bes. D.).
Das soziale Klima der Lerngruppe zeichnet sich durch einen offenen, toleranten und freundlichen Umgang miteinander aus. Es ist immer wieder zu beobachten, dass einige Schüler (leistungs-) schwächeren in der Bewältigung schulischer und alltagsbezogener Anforderungen ohne erzieherischen Hinweis helfen.
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Zentrale Rolle hierbei nehmen I. und P. ein. P., der mit seinem ausgeprägten Kommunikationsdrang häufig in unsachlich und undurchschaubar erscheinende Äußerungen abrutscht, wird häufig durch seine Mitschüler in die Schranken gewiesen. Phasenweise scheint die Klasse durch P.`s Verhaltensauffälligkeiten etwas eingeschüchtert - es ist zu beobachten, dass sie sich dadurch im Lern- und Unterrichtsprozess gestört fühlen. Max, A. und Sven zeigen oft ängstliche Reaktionen auf P.’s impulsives und ausagierendes Verhalten. In diesen Situationen wird sofort pädagogisch eingegriffen (z.B. durch den Versuch von Verhaltensmodifikationen oder der Umstellung des ursprünglichen Unterrichtskonzeptes). P. fällt es schwer, konstruktive Beziehungen zu seinen Mitschülern zu entwickeln. Er benötigt zur Bewältigung des Unterrichtsalltags feste und sich ständig wiederholende Strukturen. Unangenehm hingegen sind für ihn unübersichtliche, hektische und neuartige Situationen. P. wird von seinen Mitschülern trotz seines unvorhersehbaren Verhaltens akzeptiert und als Mitglied der Klasse geschätzt.
Die Lernatmosphäre der Lerngruppe ist weitestgehend als positiv zu bezeichnen. Insgesamt ist die Klasse durch viel emotionale Zuwendung und Lob zu motivieren und arbeitet ihren Fähigkeiten entsprechend mit. Es ist wichtig, mit hohem Persönlichkeits- und Handlungsbezug zu arbeiten, damit alle Schüler in der Lage sind, gesetzte Unterrichtsziele mit gutem individuellem Erfolg zu erreichen.
3. Sachanalyse
Zur Erschließung ihrer Lebensumwelt ist es wichtig, dass die Schüler grundlegende mathematische Kenntnisse erwerben. Dazu gehört unter anderem ein gesichertes Zahlenverständnis. Die Schüler werden von Zahlen und Ordnungen umgeben. Sei es die Anzahl der Stifte in ihrer Federtasche, die Anzahl der Mitschüler, das Ordnen von Spielkarten, beim Telefonieren oder beim Einkauf, u.v.m. Zukünftig werden auch ihre Zensuren Zahlen ausgedrückt. Aus dieser Sichtweise heraus ergibt sich die Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des Mathematikunterrichts. Im Mathematikunterricht der Förderstufe I lernen die Schüler den sicheren Umgang mit natürlichen Zahlen im Zahlenraum von 0 - 100. Ziel ist es, ihre Ordnung sowie einige grundlegende Beziehungen zwischen ihnen kennen zu lernen und beherrschen zu lernen. Für die Erweiterung des Zahlenraumes stellt der Aufbau des dezimalen Stellenwertes eine wichtige Grundlage dar. Zehn Einer werden zu einem Zehner, ein Zehner zu einem Hunderter. Die Ergebnisse solcher Bündelungen werden in einer Stellenwerttafel dargestellt. Eine weitere Variante, den Zahlenraum bis 100 zu erschließen, bietet die Arbeit mit der Hundertertafel, die einen Schwerpunkt in dieser Stunde darstellt. Die Hundertertafel betont den Ordinalzahlaspekt der natürlichen Zahlen, mit deren Hilfe die Schüler in dieser Stunde ordnen und vergleichen sollen.
Im Folgenden wird auf den Vermittlungsaspekt der Stunde eingegangen.
Das Stationenlernen als eine Form des offenen Unterrichts bietet durch seine Struktur die Möglichkeit, ganzheitliche Betrachtungsweisen von Inhalten umzusetzen.
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Arbeit zitieren:
Katrin Niemann, 2006, Unterrichtsstunde: Entdeckungen im Hunderterfeld - Orientierung im Zahlenraum bis 100 (3. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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