I. Die Isar als Naherholungsgebiet. 2
II. Gewässerbelastungen 2
1. Punktuelle Einträge. 2
2. Diffuse / flächenhafte Einträge 3
3. Abwärme. 3
III. Selbstreinigung 4
IV. Messung der Gewässerbelastung 4
1. Chemisch-physikalische Beschaffenheit. 4
2. Biologische Zustandserhebung 5
3. Gewässergütekarte 6
4. Hygienisch-bakteriologischer Belastungszustand. 6
V. Maßnahmen zur Verminderung der Belastung
der Isar 7
1. Sonderprogramm Badegewässerqualität „Obere Isar“ 7
2. Erhöhung des Mindestwasserabflusses der Isar. 9
VI. Verringerung der diffusen Belastungen der Isar 9
Literaturverzeichnis 10
1
I. Die Isar als Naherholungsgebiet
Die Isar gilt als ein wichtiges Naherholungsgebiet, nicht nur für den Stadtbereich München. Mit ihren weiten Uferbereichen und einem großen Waldbestand bietet sie Raum für zahlreiche Freizeitaktivitäten und Erholung. Gerade in den Sommermonaten ist das Gebiet der Isar ein vielbesuchtes Ausflugsziel und wird in vielen Bereichen zum Baden genutzt, auch wenn aufgrund der erhöhten Keimzahlen immer wieder Warnungen ausgesprochen wurden.
Aus diesem Grund wurde vermehrt nach Möglichkeiten gesucht, die Wasserqualität der Isar zu verbessern, um ihre Bedeutung sowohl als Naherholungsgebiet als auch als Ökosystem wieder zu steigern. Dazu ist es zunächst einmal nötig, vorhandene Belastungsquellen zu erkennen und das Ausmaß der Belastung zu erfassen, um zu wissen an welcher Stelle angesetzt werden muss, um bestmögliche Erfolge erzielen zu können.
II. Gewässerbelastungen
Definition: Belastung eines Gewässers:
„Menge der einem Gewässer zugeführten Verschmutzungsstoffe oder thermische Energie innerhalb eines Zeitabschnittes; Kriterium bei organischen Stoffen ist der biochemische Sauerstoffbedarf 1 “. Um den Grad der Belastung eines Gewässers messen zu können, ist es zunächst notwendig herauszufinden, welchen Ursachen solche Belastungen zugrunde liegen. Erst dann ist es möglich mit Maßnahmen zur Verminderung der Verschmutzung an richtiger Stelle ansetzen zu können.
1. Punktuelle Einträge 2
Zu den punktuellen Einträgen in ein Gewässer zählen zum Beispiel Einleitungen aus kommunalen Kläranlagen, Regenentlastungen aus Mischkanalisationen und Regenentwässerungskanäle.
Diese Art von Einträgen ist relativ klar definierbar, da räumlich beschränkt und somit auch durch Sanierungsmaßnahmen eingrenzbar.
1 Umweltdatenbank (o.A.)
2 Lenhart 2003
2
2. Diffuse / flächenhafte Einträge 3
Zu den diffusen Einträgen gehören vor allem Belastungen aus der Landwirtschaft wie zum Beispiel Abschwemmungen aus Gülle und Festmist, des weiteren Abläufe von Hofflächen, Straßenabschwemmungen oder auch Ausscheidungen von Wasservögeln.
Da diese Belastungen von allen Seiten des Gewässers eingetragen werden können, sind sie eher schwierig zu definieren und aus diesem Grund auch schwer einzugrenzen.
Die Isar selbst ist eher von Belastungen durch punktuelle Einträge betroffen, diffuse Belastungen kommen aufgrund des weitläufigen Uferbereiches und des vorhandenen Auwaldbestandes kaum zum Tragen. 4
3. Abwärme 5
Mit der Einleitung von Kühlwasser tragen auch Kraftwerke sowie verschiedene Industriebetriebe erheblich zur Belastung von Fließgewässern bei. Das Kühlwasser führt zur Aufwärmung des Flusses und beschleunigt so den Abbau organischer Stoffe, was aufgrund des erhöhten Stoffwechsels der Organismen den Sauerstoffverbrauch steigen lässt. Gleichzeitig sinkt durch die Erhöhung der Temperatur auch die Sauerstoffsättigung. Die verringerte Menge an Sauerstoff führt dann zu einer Beeinträchtigung der Selbstreinigungskraft (siehe III.) Des Fließgewässers.
Dies gefährdet möglicherweise den Fischbestand und kann zur Ablagerung von Faulschlamm führen.
Aufgrund der erheblichen Belastung der Fließgewässer durch Abwärme sollte deshalb die maximale Mischtemperatur nicht höher als 28°C liegen.
3 Lenhart 2003
4 Popp; Schertler 2003
5 Odzuck 1982 Sommerhoff 1987
3
Arbeit zitieren:
Miriam Rottmann, 2004, Isar - Belastung und Belastbarkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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