II
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 1
2. ÜBERBLICK ZUR NUTZWERTANALYSE 1
2.1. Definition und Herkunft. 1
2.2. Wichtige Begriffe 2
2.3. Aufbau der Methode. 2
2.4. Zweck der Methode 4
3. ANWENDUNG ANHAND EINES FALLBEISPIELS. 5
3.1. Fallbeispiel "Kauf eines Transporters" 5
3.2. Festlegung der Zielkriterien 6
3.2.1. Auswahl der Zielkriterien. 7
3.2.2. Methoden zur Gewichtung der Zielkriterien 8
3.3. Ermittlung der Teilnutzwerte. 12
3.3.1. Skalierung von qualitativen Kriterien. 12
3.3.2. Skalierung von quantitativen Kriterien 13
3.4. Ermittlung der Gesamtnutzwerte 14
3.5. Kontrolle des Ergebnisses 15
3.5.1. Diskriminanz. 16
3.5.2. Akzeptanz. 17
3.5.3. Sensitivitätsanalyse. 17
4. KRITIK DER NUTZWERTANALYSE 18
4.1. Kriterienauswahl 18
4.2. Einbeziehung von Kosten. 18
4.3. Festlegung der Zielgewichte. 19
4.4. Festlegung der Nutzenfunktion 19
4.5. Nivellierung des Gesamtergebnisses 19
4.6. Zerlegung eines Gesamtproblems in Einzelprobleme 19
5. ÜBERLEGUNGEN ZUR WEITERENTWICKLUNG 20
5.1. Kombination mit anderen Verfahren 20
5.2. Erhöhung der Akzeptanz bei politischen Entscheidungsträgern 20
III
6. ANWENDUNGSFÄLLE IM ÖFFENTLICHEN SEKTOR. 21
6.1. Raum- und Umweltplanung. 21
6.2. Investitionsentscheidungen und qualitative Ziele. 22
6.3. Privatisierung von öffentlichen Leistungen. 23
6.4. Fallbeispiel "Verlängerung der Airbus Landebahn" 23
7. FAZIT. 25
Quellenverzeichnis
IV
Abkürzungsverzeichnis
A Akzeptanz D Diskriminanz GNW Gesamtnutzwert GwF Gewichtungsfaktor (eines Zielkriteriums) NWA Nutzwertanalyse TNW Teilnutzwert TU Technische Universität VH Vorzugshäufigkeit
V
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Die drei angebotenen Transporter auf einen Blick.
Abb. 2: Präferenz - Matrix mit den Zielkriterien.
Abb. 3: Skala für qualitative Zielkriterien.
Abb. 4: Skala für quantitative Zielkriterien.
Abb 5: Entscheidungsmatrix für die Verlängerung der Airbus Landebahn
VI
Tabellenverzeichnis
Seite
Tab. 1: Entscheidungsmatrix in Form einer Tabelle........................................4 Tab. 2: Tabelle mit gewichteten Zielkriterien................................................10 Tab. 3:
1
1. Einleitung
Komplexe Entscheidungsprobleme treten in der Praxis häufig auf. Der monetäre Aspekt eines Projekts ist, gerade im öffentlichen Sektor, nicht ausreichend für eine Entscheidungsbegründung. Die Nutzwertanalyse ist eine Methode, die eine nachvollziehbare Bewertung von Handlungsalternativen ermöglicht.
Sie wird insbesondere zur Lösung von Entscheidungsproblemen genommen, bei denen es um qualitative Aspekte geht.
Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Notwendigkeit und die praktischen Möglichkeiten der Nutzwertanalyse für den öffentlichen Sektor darzustellen.
2. Überblick zur Nutzwertanalyse
Die Nutzwertanalyse ist eine Bewertungstechnik und wurde unter der Bezeichnung "utility analysis" in den USA in den 1960er Jahre entwickelt. Sie wurde aus den Ingenieurwissenschaften begründet, um Probleme der Nutzen-Kosten-Analyse zu überwinden, denn diese ist nur auf monetär bestimmbare Ziele ausgerichtet. In Deutschland wurde sie in den 1970er Jahren durch Christof Zangemeister, Professor am Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft der TU Berlin, bekannt.
2.1. Definition und Herkunft
„Nutzwertanalyse ist die Analyse einer Menge komplexer Handlungsalternativen mit dem Zweck, die Elemente dieser Menge entsprechend den Präferenzen des Entscheidungsträgers bezüglich eines multidimensionalen Zielsystems zu ordnen. Die Abbildung dieser Ordnung erfolgt durch die Angabe der Nutzwerte (Gesamtwerte) der Alternativen.“ 1
Im Gegensatz zur Nutzen-Kosten-Analyse, welche die Effizienz eines Projektes ermittelt, ist das Ziel der NWA, die Effektivität, also den Gesamtbeitrag zu den gegebenen Zielen zu bestimmen. 2
1 Zangemeister (1976), S. 45
2 Vgl. Scholles ( 2000), S.2 ff
2
2.2. Wichtige Begriffe
Der Nutzwert ist der subjektive Wert, der durch die Tauglichkeit zur Bedürfnisbefriedigung bestimmt wird 3 .
Die Nutzenfunktion ist die mathematische Funktion zur Transformation von Mess- und Schätzwerten in Zielerreichungsgrade.
Der Zielerreichungsgrad ist ein dimensionsloser Wert, der ausdrückt, wie gut ein bestimmtes Ziel aus der Sicht des Bewerters erreicht ist.
Die Teilnutzen sind die Nutzen einer Handlungsalternative in bezug auf ein Zielkriterium 4 .
2.3. Aufbau der Methode 5
Festlegung der Zielkriterien: „Dient ein Ziel direkt, d.h. ohne weitere Detaillierung als Grundlage für die Bewertung, so wird hier vom Zielkriterium gesprochen.“ 6 Zielkriterien sind also die der Projektbeurteilung zugrunde liegenden Kriterien. Der erste Schritt der Nutzwertanalyse ist, einen Kriterienkatalog zu erstellen. Bei diesem Schritt muss gewährleistet sein, dass die verschiedenen Kriterien bezüglich ihres Nutzens unabhängig voneinander sind. Das bedeutet, dass die Erreichung eines Zielkriteriums nicht die Erreichung anderer Ziele zur Voraussetzung hat. Ferner ist zu prüfen, ob sie jeweils verschiedene Projekteigenschaften erfassen. Falls dieses der Fall sei, sind sie substitutiv und können bis auf eins eliminiert werden. Im unter Kapitel 3 beschriebenen Fallbeispiel „Kauf eines Transporters“ sind die Zielkriterien Anschaffungspreis, Unterhaltungskosten, Laderaum, Fahreigenschaften und Qualität.
Gewichtung der Zielkriterien: Im Hinblick auf den Nutzwert haben die einzelnen Zielkriterien nicht die gleiche Gewichtung. Ein Ziel kann dem Entscheidungsträger wichtiger als ein anderes erscheinen. Daher können sie verschiedene Gewichtungen bekommen.
3 Zangemeister (1976), S. 45
4 Blohm/Lüder (1995), S. 1183
5 Vgl. Blohm/Lüder (1995), S. 177 ff
6 Zangemeister (1970), S. 12
Arbeit zitieren:
M.A. Jochen Weber, 2005, Die Nutzwertanalyse zur Beurteilung von Entscheidungsalternativen im öffentlichen Sektor, München, GRIN Verlag GmbH
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