Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Soziologie
Lektürekurs: Max Webers Religionssoziologie
Sommersemester 2001
Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen:
Konfuzianismus und Taoismus II
von: Catherine Kimmle
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die protestantische Ethik 4
2.1. Die Berufsidee 4
2.2. Der Prädestinationsglaube 4
2.3. Freikirchen 5
2.4. Die innerweltliche Askese als Ergebnis 5
3. Der „Geist des Kapitalismus“ 5
4. Konfuzianismus und Taoismus 6
4.1. Die konfuzianische Lebensorientierung 6
4.1.1. Ideologie 6
4.1.2. Praktische Auswirkungen 7
a) staatlich 7
b) wirtschaftlich 8
c) wissenschaftlich 8
4.2. Orthodoxie und Heterodoxie oder Konfuzianismus und Taoismus 9
4.3. Weltreligion vs. Volksreligion 10
4.3.1. Intellektualismus vs. Antiintellektualismus 10
4.3.2. Jenseitsglaube 11
4.3.3. Magie 12
4.4. Sekten- und Ketzerverfolgung in China 12
4.5. Die Verbreitung des Taoismus 13
4.6. Ergebnis 15
5. Einordnung der Studie in den Handlungszusammenhang 16
6. Resümee18
Literaturverzeichnis 19
1. Einleitung
Max Webers Religionssoziologie untersucht ausgehend von seinem Werk „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ den grundlegenden Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein einer bestimmten religiösen Ethik und der Entwicklung eines kapitalistischen Geistes. Dieser wiederum bildet schließlich eine entscheidende Voraussetzung für das Entstehen des modernen Kapitalismus, wie er Kennzeichen des Okzidents ist.
Grund zu der Annahme gab die These, dass Protestanten oft führende Rollen einnahmen, im Gegensatz zu den Katholiken, bei denen diese Tatsache nicht zu beobachten war1 In dem Zusammenhang untersucht er auch Wirtschaftsethiken der Weltreligionen, um Aufschluss darüber zu erlangen, ob deren Gesinnungen die Voraussetzung dafür gaben, dass in anderen Kulturen die Entstehung des modernen Kapitalismus ausblieb. Im folgenden möchte ich nun so vorgehen, dass ich zuerst die „protestantische Ethik“ und den „Geist des Kapitalismus“ nach Weber vorstelle. Dann werde ich zum Haupteil dieser Arbeit kommen, nämlich der Ausarbeitung meines Referatthemas „Konfuzianismus und Taoismus“, und der Schluß beinhaltet die Einordnung des Referatthemas in den Handlungszusammenhang.
2. Die protestantische Ethik
Während der Reformation wurde versucht, das kirchliche Leben mehr in den Alltag der Gläubigen miteinzubeziehen, um einen Bruch mit den bisherigen Idealen des Christentums zu erlangen, die beschränkt waren auf einen kleinen elitären Kreis von Klerikern. Daraus ergaben sich drei Merkmale für die neue Lebensweise der Protestanten: 1. die Berufsidee, 2. die Prädestinationslehre und 3. die Herausbildung von Freikirchen.
2.1. Die Berufsidee
Durch den Protestantismus erhielt die Arbeit eine Art von Aufwertung, indem sie zur Lebensaufgabe und zur Erfüllung derselben wurde. Sie wurde zu einem Produkt der Nächstenliebe, indem sie aufgrund der Arbeitsteilung den einzelnen zwang, sowohl für sich als auch für andere zu arbeiten. Nur auf diese Weise konnte man ein Leben führen, das nach Gottes Willen war, so die Reformatoren. Dennoch durfte man nicht versuchen, seinen Stand zu verlassen, um einen besseren Beruf zu erlangen, denn er war Gottes Wille und als gleichwertig zu betrachten2
Natürlich konnte eine solche Einstellung den Kapitalismus nicht fördern. Dies mussten also andere Strömungen verrichten, wie der Kalvinismus und die puritanischen Sekten. So sah Calvin die Welt nicht als starre, gottgewollte Ordnung an, sondern durch sie musste Gottes Reich auf Erden erst errichtet werden. Auch Reichtum wurde als Zeichen für Erfolg angesehen und war damit erwünscht. Luxus und verschwenderischer Umgang mit Geld dagegen galten als gottlos und waren nicht erlaubt.
2.2. Der Prädestinationsglaube
Der kalvinistische Destinationsglaube besagt, dass alle Menschen durch Gott für ein Leben bestimmt sind und es nicht durch gute oder schlechte Taten versuchen können zu verändern.
Gottes Wille ist hier nicht beeinflussbar und hat absolute Gewalt. Man brachte den Menschen später die Überzeugung bei, selbst von Gott erwählt worden zu sein. Ungewissheit zeugte von unsicherem Glauben und ungenügender Wirkung von Gottes Gnade. Auf diese Weise machte man die Menschen zu selbstbewußten Gläubigen, indem sie sich nun ihrem Beruf unterwarfen, um ihre individuelle Aufgabe zu meistern.
2.3. Freikirchen
[...]
1 Vgl. Weber, Max, Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I. Tübingen, 1988, 23
2 Vgl. Weber, 71
Quote paper:
Catherine Kimmle, 2001, Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus II, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
George Herbert Mead - Geist, Identität und Gesellschaft
Sociology - Individual, Groups, Society
Scholary Paper (Seminar), 19 Pages
Theorien der Erwachsenenbildung: Die Systemtheoretische Theorieperspek...
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 25 Pages
Gibt es international gültige Werte? Zur Universalität der Menschenrec...
Politics - International Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Erklärungsansätze für rechtsextremistische Orientierungen bei Jugendli...
Sociology - Law, Delinquency, Abnormal Behavior
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Der Supreme Court in der Vetospielertheorie
Politics - International Politics - Region: USA
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 28 Pages
"Asiatische Werte" vs. (westliche) Moderne: Unvereinbarkeit ...
Orientalism / Sinology - Miscellaneous
Presentation (Elaboration), 10 Pages
Die "negative" und "positive" Erziehung Emils bei ...
Pedagogy - History of Pedagogy
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Rechtsextremismus bei Frauen - Von der Einstellungs- bis zur Handlungs...
Termpaper, 16 Pages
Darstellung der Möglichkeiten einer Workout-Abteilung für notleidende ...
Diploma Thesis, 56 Pages
Rezension zu: Jean-Jaques Rousseau - Emile oder über die Erziehung
Literature Review, 10 Pages
Kollektive Identität - Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren eines Konst...
Psychology - Social Psychology
Scholary Paper (Seminar), 16 Pages
Marcel Mauss - Magie und Rituale
Sociology - Classics and Theoretical Directions
Scholary Paper (Seminar), 32 Pages
Catherine Kimmle has published the text Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus II
Catherine Kimmle has uploaded a new text
Schriften und Reden XIX. Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konf...
Schriften 1915-1920
Helwig Schmidt-Glintzer, Petra Kolonko
Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Konfuzianismus und Taoismus
Schriften 1915 - 1920
Helwig Schmidt-Glintzer
Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Hinduismus und Buddhismus
Schriften 1916 - 1920
Max Weber, Helwig Schmidt-Glintzer
Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Hinduismus und Buddhismus 191...
Helwig Schmidt-Glintzer
Max Weber Gesamtausgabe I/21, 1. Halbband. Schriften und Reden / Die W...
Max Weber, Eckart Otto
0 comments