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Das Prélude op. 28/2 von Frédéric Chopin

Analyse

Title: Das Prélude op. 28/2 von Frédéric Chopin

Scientific Essay , 2008 , 12 Pages

Autor:in: Manfred Schwenkglenks (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Das zweite der CHOPINschen Préludes op.28 gehört mit Sicherheit zu den am schwersten zugänglichen Stücken des Komponisten - und ist wohl gleichzeitig romantisch par excellence. Sowohl melodisch wie auch harmonisch und rhythmisch beschreibt es einen Schwebezustand, die Momentaufnahme eines "Klangs" und seine vielfältigen Farbnuancen, die Suche nach einem wie auch immer zu definierenden Ziel, nicht ohne auf Konkretes zurückzugreifen wie etwa die gregorianische "Dies-irae"-Melodie; autobiographische Intendenzen schimmern durch. - Das Stück, das im eigentlichen Sinne keines ist, wird auf seine Inhalte hin untersucht mit der Absicht, sie strukturell zu entschlüsseln und zu deuten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Notentext

1. Überblick

2. Das Melodische

3. Die Harmonik

4. Die Begleitung

5. „Dies irae“ als Perpetuum mobile

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Analyse untersucht das Prélude op. 28/2 von Frédéric Chopin, um die tiefgreifenden harmonischen, melodischen und rhythmischen Strukturen dieses hochgradig eigenartigen Klavierstücks zu entschlüsseln und in einen biographischen Kontext zu setzen.

  • Analyse der melodischen Motivik und ihrer rhythmischen Entwicklung.
  • Untersuchung des harmonischen Verlaufs hinsichtlich Amorphität und Modulation.
  • Erläuterung der rhythmischen Proportionalitäten und der Begleitstruktur.
  • Deutung der Bezüge zur „Dies irae“-Sequenz und des Trauermarsch-Rhythmus.
  • Einordnung des Werks in das biographische Umfeld Chopins während des Mallorca-Aufenthalts.

Auszug aus dem Buch

3. Die Harmonik

Im einzelnen ergibt sich nach Eliminierung der alterierten Wechselnoten usw. in der Begleitung der folgende harmonische Ablauf:

Die Auffassung, die ersten vier Segmente seien dem doppel-Subdominantischen bzw. Subdominantischen Bereich zugehörig, setzt eine Dur-Tonika (A-Dur) voraus, wogegen die andere Möglichkeit, das anfängliche e-moll beispielsweise (und fälschlich!) als "moll dominante" zu betrachten, verkennt (deshalb "fälschlich"), daß eine Dominante als Charakteristikum die "Hinführung" auf die Tonika in sich trägt und daher den Leitton enthalten muß; um ihre dominantische F u n k t i o n also erst ausüben zu können, muß sie ein Dur-Klang sein. Harmonisch erweist sich CHOPINs Stück daher als außerordentlich amorph - ja es entzieht sich sogar bis zum Ende einer eindeutigen Standortbestimmung. Das "Umherirren" und "ständige Suchen" vollzieht sich im harmonischen Bereich gleichermaßen, und das "Ziel", die tonika, ist erst im letzten Klang erreicht - nun aber ist das Stück zu Ende!

Zusammenfassung der Kapitel

Notentext: Dient als primäre Grundlage der Analyse durch Bereitstellung des vollständigen Notenbildes von Chopins Prélude op. 28/2.

1. Überblick: Betrachtet das Stück unter biographischen Gesichtspunkten, insbesondere die Entstehung auf Mallorca, und charakterisiert den eigenartigen, beinahe skurrilen Gestus des Werks.

2. Das Melodische: Analysiert die zwei gegensätzlichen Motive der Melodie, deren rhythmische Ausfüllung und Dehnung sowie die strukturellen Zusammenhänge der Wiederholungen.

3. Die Harmonik: Untersucht die harmonische Amorphität des Stücks und die Problematik einer eindeutigen tonalen Standortbestimmung bis zum finalen Erreichen der Tonika.

4. Die Begleitung: Dekonstruiert das ostinate Begleitmuster als Perpetuum mobile, das trotz seiner zweistimmigen Notation eine latente Dreistimmigkeit und eine Fülle von Vorhaltsbildungen aufweist.

5. „Dies irae“ als Perpetuum mobile: Deckt die motivische Verwandtschaft der Begleitung mit der gregorianischen „Dies irae“-Sequenz auf und interpretiert das Werk als ein Stück, das von Todesahnungen gezeichnet ist.

Schlüsselwörter

Frédéric Chopin, Prélude op. 28/2, Musikanalyse, Romantik, Mallorca-Aufenthalt, Dies irae, Harmonik, Melodik, Ostinato, Perpetuum mobile, Trauermarsch-Rhythmus, Tonika, Modulation, Klavierstück, Musikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert eine tiefgehende musikalische Analyse des Prélude op. 28/2 von Frédéric Chopin, wobei strukturelle Merkmale mit biographischen Hintergründen verknüpft werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die harmonische Analyse, die motivische Entwicklung der Melodie, die Struktur der ostinaten Begleitung sowie die hermeneutische Deutung unter Einbeziehung biographischer Faktoren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Eigenart dieses Klavierstücks durch eine detaillierte Untersuchung seiner musikalischen Parameter verständlich zu machen und die Frage zu klären, inwiefern sich die physische und psychische Verfassung des Komponisten darin widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine analytische Herangehensweise, die musikalische Strukturanalyse mit kompositionsgeschichtlichen und biographischen Kontextualisierungen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Melodie, der komplexen Harmonik, der Begleitstimme (Ostinato) und den Nachweis von motivischen Zitaten wie der „Dies irae“-Sequenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Chopin, Prélude, Musikanalyse, Harmonik, Romantik und „Dies irae“ definieren.

Warum wird das Stück als „amorph“ beschrieben?

Das Stück wird als amorph bezeichnet, da es sich einer eindeutigen harmonischen Standortbestimmung und tonalen Verortung weitgehend entzieht, was den Eindruck eines „Umherirrens“ vermittelt.

Welche Bedeutung hat die „Dies irae“-Sequenz für das Prélude?

Die „Dies irae“-Sequenz dient als motivische Grundlage der Begleitung und unterstreicht den Charakter des Stücks als Ausdruck einer von Todesahnungen gezeichneten Stimmung.

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Details

Title
Das Prélude op. 28/2 von Frédéric Chopin
Subtitle
Analyse
Author
Manfred Schwenkglenks (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V5323
ISBN (eBook)
9783638132404
ISBN (Book)
9783638951708
Language
German
Tags
Prélude Frédéric Chopin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manfred Schwenkglenks (Author), 2008, Das Prélude op. 28/2 von Frédéric Chopin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5323
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