Web Services I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1 Einführung in die Web Services 1
2 Der Web Services Protokollstapel 2
2.1 Exkurs: Die Extensible Markup Language 2
2.2 Kommunikation mittels SOAP 4
2.2.1 Der Aufbau einer SOAP-Nachricht 5
2.2.2 Der Transport einer SOAP-Nachricht 7
2.3 Die Web Services Description Language 8
2.4 Universal Description Discovery and Integration 9
3 Integration mit Web Services 11
3.1 Enterprise Application Integration 11
3.2 Business-to Business Application Integration 13
4 Probleme beim Einsatz von Web Services 14
4.1 Sicherheit von Web Services 14
4.1.1 Sicherheitsprobleme 14
4.1.2 Lösungsansätze 15
4.2 Management von Geschäftsprozessen 16
5 Ausblick 16
Literaturverzeichnis 18
Web Services II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 XML-Dokument 3
Abbildung 2 XML-Elemente 4
Abbildung 3 XML-Element mit Attribut 4
Abbildung 4 Aufbau einer SOAP-Nachricht 5
Abbildung 5 SOAP Envelope 6
Abbildung 6 SOAP Header 6
Abbildung 7 SOAP Body Request 7
Abbildung 8 SOAP Body Response 7
Abbildung 9 Elemente eines WSDL-Dokuments 9
Abbildung 10 Funktionsweise von UDDI 10
Web Services III
Abkürzungsverzeichnis
BPEL Business Process Execution Language
B2B Business-to-Business
CORBA Common Object Request Broker Architecture
DCOM Distributed Component Object Model
DTD Document Type Definitions
EAI Enterprise Application Integration
FTP File Transfer Protocol
HTTP Hypertext Transfer Protocol
IKS Informations- und Kommunikationssysteme
ISO International Standards Organisation
IT Informationstechnologie
OASIS Organization for the Advancement of Structured Information
Standards
RMI Remote Method Invocation
RPC Remote Procedure Calls
SAML Security Assertion Markup Language
SMTP Simple Mail Transport Protocol
SOAP Simple Object Access Protocol
UDDI Universal Description, Discovery and Integration
URI Uniform Resource Identifier
URL Uniform Resource Locator
W3C World Wide Web Consortium
WSDL Web Services Description Language
XML Extensible Markup Language
Web Services 1
1 Einführung in die Web Services
Nahezu keine Industrie wird von Innovationen und Paradigmenwechseln so geprägt wie die IT-Branche. Regelmäßig erscheinen neue Akronyme und Schlagworte und durchlau- fen einen bestimmten Zyklus. Nach einer Phase der Euphorie folgt eine Phase der Desil- lusion. Erst nach diesem Prozess zeigt sich, welche Innovationen die Erwartungen erfül- len und produktiv eingesetzt werden können. Diesen Zyklus durchliefen die Web Servi- ces ebenfalls. Heute sind sie soweit, die Softwarelandschaft in Unternehmen nachhaltig zu verändern. 1 Web Services sind eine Integrationstechnologie, die eine dynamische Zusammenarbeit von Anwendungen im Netzwerk unter Nutzung von offenen Internet-Technologien er- möglicht. 2 Sie bestehen aus „Web-Applikationen, welche eine Netzwerkschnittstelle enthalten, über die sie veröffentlicht, lokalisiert und aufgerufen werden können“. 3 Innerhalb der Web Services kommen mehrere Protokolle zum Einsatz. Das Simple Ob- ject Access Protocol (SOAP), die Web Services Description Language (WSDL) und Universal Description, Discovery and Integration (UDDI) bilden die Kern- Spezifikationen der Web Services. Alle drei Standards basieren auf der Extensible Mar- kup Language (XML). Darüber hinaus werden das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) sowie das Internet Protocol (IP) in Verbindung mit dem Transmission Control Protocol (TCP) als Transport- bzw. Netzwerkprotokolle verwendet.
Während mit SOAP Nachrichten ausgetauscht werden können, beschreibt WSDL die Schnittstellen der Web-Applikationen. UDDI ermöglicht das Publizieren und Suchen der Web Services. 4 Methoden werden bei Web Services in separaten, wieder verwendbaren Softwaremodu- len gekapselt. Dadurch können Altanwendungen nach außen geöffnet und integriert werden. Die modulare und lose gekoppelte Struktur der Web Services ermöglicht es, sie nach eigenen Bedürfnissen zu kombinieren.
Durch die Standardisierung der Protokolle SOAP, WSDL und UDDI sind die Web Ser- vices weitestgehend plattform- und programmiersprachenunabhängig.
1 Vgl. Laue 2005 / Fundamente / S. 55 und McCoy u. a. (WWW) / Hype Cycle / S. 7
2 Vgl. Kuschke, Wölfel 2002 / Web Services kompakt / S. 3
3 Speyerer 2004 / Web Services und Integration / S. 19
4 Vgl. Kuschke, Wölfel 2002 / Web Services kompakt / S. 3 f.
Web Services 2
Diese Eigenschaften der Web Services lassen sie als Integrationstechnologie interessant werden.
Web Services stellen eine Alternative zur klassischen Enterprise Application Integration (EAI) mit Middleware-Konzepten wie Common Object Request Broker Architecture (CORBA), Distributed Component Object Model (DCOM) oder Remote Method Invo- cation (RMI) dar. Darüber hinaus ist auch der Einsatz zur unternehmensübergreifenden Business-to-Business (B2B) Application Integration vorstellbar. 5 Im Rahmen dieser Arbeit werden die Web Services als Integrationstechnologie näher erläutert. Dazu wird zunächst auf die Web-Service-spezifischen Protokolle und ihre Funktion detailliert eingegangen und anschließend der Einsatz als EAI- und B2B- Application-Intergration-Lösung erörtert werden. Darüber hinaus werden die Probleme bei der Nutzung von Web Services aufgezeigt.
2 Der Web Services Protokollstapel
Die Web Service Protokolle lassen sich in Anlehnung an das Referenzmodell der Inter- national Standards Organisation (ISO) in fünf Ebenen unterteilen. Auf der untersten Stufe sorgt IP zusammen mit TCP für die Übertragung der Nachrichten. Auf der sich darüber befindlichen Ebene vollzieht sich der Datenaustausch zwischen den Anwen- dungen. Zu diesem Zweck wird hauptsächlich HTTP verwendet. Es können aber ebenso das Simple Mail Transport Protocol (SMTP) oder das File Transfer Protocol (FTP) zum Datenaustausch eingesetzt werden. Auf der dritten Stufe verpackt SOAP die Informati- onen und überführt sie in ein einheitliches Format. WSDL gibt auf der vierten Ebene alle nötigen Informationen für eine automatische Nutzung der Web Services. Schließ- lich sorgt UDDI auf der obersten Ebene dafür, dass Web Services strukturiert aufgefun- den werden können.
In diesem Teil werden XML und die Web Service Kerntechnologien SOAP, WSDL und
UDDI näher erläutert.
2.1 Exkurs: Die Extensible Markup Language
Die Web Service Technologien SOAP, WSDL und UDDI basieren auf der Beschrei- bungssprache XML. Deshalb wird im Folgenden eine kurze Einführung in XML gege-
5 Vgl. hierzu und dem Folgenden Speyerer 2004 / Web Services und Integration / S. 19 f.
Web Services 3
ben. Es werden in diesem Rahmen lediglich einige Grundlagen erläutert, die zum besse- ren Verständnis der Web Service Technologien beitragen sollen. 6
XML ist ein einfaches, sehr flexibles Textformat, welches den Austausch unterschied-
lichster Daten ermöglicht. 7 Mit XML können einfache und komplexe Datenstrukturen inklusive der Beziehungen zwischen den Datensätzen abgebildet werden. 8 Ein XML-Dokument besteht aus einem Kopf, der Informationen über die Version der XML-Spezifikation beinhaltet und einem Rumpf, der die eigentlichen Daten enthält (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1 XML-Dokument
(Quelle: in Anlehnung an Kuschke, Wölfel 2002 / Web Services kompakt / S. 16)
Innerhalb des Rumpfes beschreiben Elemente die einzelnen Daten. Diese Elemente tre- ten immer paarweise auf. Ein Elementpaar besteht aus einem öffnenden und einem schließenden Element. Zwischen den beiden Elementteilen befinden sich die eigentli- chen Nutzdaten. Abbildung 2 zeigt die Struktur der XML-Elemente. Der Wert „Koston“ wird von den XML-Elementen eingeschlossen. Durch sie erkennt man, um welche Art von Information es sich handelt. Folglich ist der Wert „Koston“ ein Name.
6 Eine detaillierte Beschreibung der XML ist unter der URL: „http://de.selfhtml.org/xml/index.htm“ zu finden.
7 Vgl. W3C XML Protocol Group (Hrsg.) (WWW) / XML / 8 Vgl. hierzu und dem Folgenden Kuschke, Wölfel 2002 / Web Services kompakt / S. 15-21
Arbeit zitieren:
Sebastian Auth, 2005, Web Services, München, GRIN Verlag GmbH
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