II
Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis...........................................................................................................II
Abbildungsverzeichnis................................................................................................. III
1 Einleitung 1
2 Grundlagen der Motivationspsychologie 2
2.1 Motiv Motivation und weitere grundlegende Begrifflichkeiten 2
2.2 Motivationstheorien Aufteilung und Einordnung 3
3 Die VIE Theorie von Victor Vroom im Hinblick auf die Arbeitsmotivation 5
3.1 Grundlegende Darstellung begrifflicher Determinanten und Sachverhalte 5
3.2 Modellierung der VIE Theorie in Teilmodelle 7
3.2.1 Valenzmodell ( Concept of Valence ) 7
3.2.2 Handlungsmodell ( Concept of Expectancy ) 8
3.2.3 Kraftmodell ( Concept of Force ) 9
4 Kritische Würdigung der VIE Theorie von Victor Vroom............................10
5 Praxisrelevante Folgerungen der Führung von Mitarbeitern aus Sicht der
VIE-Theorie 11
5.1 Grundlagen des Projektmanagements 12
5.2 Die VIE Theorie im Hinblick auf die Projektdurchführung 13
6 Fazit 15
Literaturverzeichnis......................................................................................................16
III
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1: Phasen der Motivation (Rubikon-Modell) 4
Abbildung 2: Phasen der Motivation nach Victor Vroom 6
Abbildung 3: Valenzmodell ( Concept of Valence ) 8
Abbildung 4: Kraftmodell ( Concept of Force ) 9
1
1 Einleitung
Motivation und Arbeitszufriedenheit sind zwei Schlagwörter, die in der Gesellschaft immer wieder genannt und genutzt werden. Abgeleitet von dem lateinischen Verb „movere”, bezieht sich der Begriff Motivation auf Dinge, die den Menschen etwas tun
lassen und ihn in Bewegung versetzen. 2 Was auch in dem vorangestellten Zitat deutlich
wird ist, dass dieser Bewegungstatbestand vor allem in der heutigen Arbeitswelt von hoher Bedeutung ist, da die Gesamtheit der derzeitigen Arbeitsumstände, wie zum Beispiel die permanente Unsicherheit, zwischenmenschliche Rivalitäten und enormer Leistungsdruck, nicht unbedingt motivierend wirkt.
Der Übergang von einer Produktionsindustriegesellschaft in eine wissensintensive Dienstleistungsgesellschaft schreitet voran, wobei Informationen, Wissen und Kreativität eine erfolgsentscheidende Bedeutung für die unternehmerische Wertschöpfung darstellen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind mit ihrem Humankapital ein Erfolgsfaktor von besonders hoher Bedeutung, was sich im Hinblick auf den demographischen Wandel sogar noch verstärken wird.
Führungskräfte der Unternehmen müssen mehr und mehr in der Lage sein, die emotionalen Signale der Mitarbeiter richtig zu deuten und entsprechend darauf zu reagieren. Motivation und Arbeitszufriedenheit sind mögliche Handlungsgebiete, mit deren Hilfe der Einsatz von Mitarbeitern effizienter gestaltet werden kann.
Die vorliegende Arbeit beginnt mit einer grundlegenden Einführung in die Motivationspsychologie, in der die unterschiedlichen Theoriemodelle vorgestellt werden und eine Einordnung der VIE – Theorie von VICTOR VROOM (1964) ermöglicht wird. Diese Theorie wird im dritten Kapitel ausgiebig erläutert und in seine Teilmodelle aufgespalten. Der theoretische Teil der Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Theorie und leitet den praxisrelevanten Bereich der Arbeit ein. In Kapitel 5 werden die Erkenntnisse von VROOM genutzt, um auf das wichtige Thema Projektmanagement angewendet, die möglichen Folgerungen für Führungskräfte eines Unternehmens herauszustellen. Das abschließende kurze Fazit stellt wichtige Punkte noch einmal in den Vordergrund und rundet das Thema der Motivationspsychologie ab.
1 Zitat SAINT-EXUPERY.
2 Vgl. RUDOLPH (2003), S. 1.
2
2 Grundlagen der Motivationspsychologie
2.1 Motiv, Motivation und weitere grundlegende Begrifflichkeiten
In der Literatur der Motivationspsychologie werden „Motiv“ und „Motivation“
unterschiedlich definiert und bezeichnet. Motive sind dabei zeitlich relativ
überdauernde, inhaltlich spezifische psychische Dispositionen, die zum Teil angeboren
sind oder im Zuge der Sozialisation in der Person entwickelt werden. 3 Während die eigentliche Aktion eines Individuums beobachtbar ist, kann auf die dahinter stehenden
Motive nur geschlossen werden. Von dem Begriff Motiv ist im weiteren die Motivation
zu unterscheiden, welche einen inneren Zustand des Organismus bezeichnet, der das
menschliche Verhalten in Bezug auf die Veranlassung, Hartnäckigkeit, Energie und
Richtung bezüglich eines Ziels leitet. 4 Motivation ist zudem nicht direkt beobachtbar, sondern kann aus dem beobachtbaren Verhalten in komplexer Weise erschlossen
werden. 5 Um Verhalten erklären zu können, muss stets die Situation berücksichtigt
werden, in der man es beobachtet. 6 Das damit angesprochene Zusammenspiel einer Person mit einer Situation zeigt auf, dass bestimmte Sachverhalte so wahrgenommen
werden, dass sich diese zu Anreizen 7 entwickeln. Diese wirken ihrerseits aktivierend auf die Motive in der Person und bestimmen entsprechend das Verhalten in seiner
Intensität, Richtung, Form und Dauer. 8
LUTZ VON ROSENSTIEL sieht Motivation als dualistischen Begriff. Auf der einen Seite
dient Motivation zur Erklärung von beobachtbarem Verhalten, wobei die oben
beschriebenen Motive dabei nicht unmittelbar zu sehen und eher unbewusst sind. Der
Begriff Motivation dient auf der anderen Seite auch direkt Erlebtem, welches je nach
Person und Situation verschieden wahrgenommen wird. Als ein Beispiel dafür kann der
Hunger angesehen werden, welcher sehr unterschiedlich empfunden und meist dennoch
mit dem gleichen Wort ausgedrückt wird. 9 Zusätzlich von großer Bedeutung ist die Unterscheidung in intrinsische und extrinsische
Motivation. Ein Verhalten wird als intrinsisch motiviert bezeichnet, wenn es, statt
Mittel zum Zweck, Selbstzweck-Charakter hat. Häufig wird eine Handlung als
intrinsisch bezeichnet, deren reiner Vollzug lustvoll ist, somit Valenzcharakter aufweist.
3 Vgl. ROSENSTIEL (2003), S. 225.
4 Vgl. KLINGER / COX (2004), S. 4.
5 Vgl. HUG / SPISAK (2003), S. 90.
6 Vgl. NERDINGER (2003), S. 3.
7 Anreize sind Merkmale der Situation, die Motive anregen und handlungsauslösend wirken können. 8 Vgl. ROSENSTIEL (2003), S. 226.
9 Vgl. ROSENSTIEL (2001), S. 5 f.
3
Die motivierende Wirkung geht folglich direkt von der Tätigkeit aus. 10 Im Gegensatz
dazu tragen bei der extrinisischen Motivation die Folgen oder Begleitumstände der Tätigkeit zur Befriedigung bei, was oftmals am Beispiel der Anreizentlohnung
verdeutlicht wird. 11 Während intrinsische Motivation von langfristiger Dauer ist, motiviert extrinsische Motivation hingegen nur kurzfristig. 12
Das in diesem Kapitel errungene Wissen ist Grundvoraussetzung für das weitere Vorgehen im Bereich der Motivationstheorien.
2.2 Motivationstheorien – Aufteilung und Einordnung
Die Grundlage des Prozesses, der Mitarbeiter motivierte und zielorientierte Handlungen durchführen lässt, ist in den Theorien der Arbeitsmotivation zu finden, in denen die
organisationspsychologischen Motivationsaspekten entwickelt werden. 13
Die gängige Aufteilung in der Literatur der Arbeitsmotivationstheorien erfolgt nach einem Vorschlag von CAMPBELL und PRITCHARD (1976) in zwei Klassen: Der Inhaltstheorie und der Prozesstheorie.
Die Gruppe der Inhaltstheorien, zu denen auch die Theorien von MASLOW (1954) und
HERZBERG (1959) gezählt werden, beschäftigt sich vor allem mit der grundsätzlichen
Spezifizierung eines inhaltlichen Ziels zur Verhaltenserklärung und dessen Erreichung, worauf das Handeln eines Individuums ausgerichtet ist. Folglich zentrieren sich die Analysen auf Bedürfnisse, Motive und Werte von Individuen und auf die Frage, welche spezifischen Faktoren den Menschen zur Arbeit motivieren. Trotz des Vorteils der Anschaulichkeit der Inhaltstheorien, spielten schwerwiegende Nachteile eine solch große Rolle, dass im Laufe der Zeit zu den sogenannten Prozesstheorien übergegangen wurde. Dadurch, dass die empirische Belegbarkeit nicht gegeben ist, bleibt die theoretische Erklärungskraft der inhaltstheoretischen Ansätze begrenzt.
Während sich die angesprochenen Inhaltstheorien mehr auf die konkreten Inhalte spezifizieren, verfolgen die Prozesstheorien die Absicht, kognitive Prozesse aufzudecken, die zur Entscheidung eines Handlungsziels führen. Zentrale Fragestellung ist folglich, wie ein bestimmtes Verhalten energiert, gerichtet, erhalten und beendet
wird. 14 Das Bernoulli-Prinzip, welches besagt, dass ein Ergebnis am
10 Vgl. GEBERT / ROSENSTIEL (1992), S. 52.
11 Vgl. COMELLI / ROSENSTIEL (2003), S. 12.
12 Vgl. NERDINGER (2003), S. 22.
13 Vgl. OECHSLER (1997), S. 104.
14 Vgl. NETTELSTROTH (2004), S. 102.
Arbeit zitieren:
Carsten Heckmann, 2005, V-I-E Theorie von Victor Vroom - Theoretische Erläuterung der Motivationstheorie mit praktischem Bezug zum Projektmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Prozessorientierte Theorien zur Arbeitsmotivation
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Referat (Ausarbeitung), 17 Seiten
Führung als Interaktion zwischen Situation und Führungsverhalten am Mo...
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Seminararbeit, 22 Seiten
Aktuelle Reformvorschläge für die Bundesagentur für Arbeit
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit, 16 Seiten
Motivationstheorien: Prozesstheorien
Wie können Führungspositionen ...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 36 Seiten
Selbstwirksamkeitserwartung und "bildungstheoretische Didaktik...
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Hausarbeit, 27 Seiten
Die innere Kündigung von Arbeitnehmern - empirische Daten, Phänomene, ...
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 35 Seiten
Blended Learning - Eine Lernmethode mit Erfolgsgarantie
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Studienarbeit, 15 Seiten
Bildung als gesellschaftlicher Auftrag: Subjektive und pädagogische Ve...
Studienarbeit, 38 Seiten
Das Bild im Unterricht: Bilder im Sprachkurs Deutsch 2
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Referat (Ausarbeitung), 14 Seiten
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Hauptseminararbeit, 21 Seiten
Zu: Niklas Frank - "Der Vater"
Ein literarischer Prozess
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hauptseminararbeit, 27 Seiten
Die Darstellung der Schizophrenie in Georg Büchners "Lenz"-E...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 29 Seiten
Von der Motivationstheorie zur Motivationspraxis
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Hausarbeit, 21 Seiten
Funktion und Wirkung des Risikostrukturausgleiches in der gesetzlichen...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Referat (Ausarbeitung), 27 Seiten
Sportmarketing und der FC St. Pauli - vom Kultclub zur Marke
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 47 Seiten
Fünf Thesen über das Verhältnis von Fußball und dem Begriff der Nation...
Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
Hausarbeit, 26 Seiten
Der Einfluss von Humor auf die Wirkung von Werbung
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Hausarbeit, 17 Seiten
Carsten Heckmann hat den Text V-I-E Theorie von Victor Vroom - Theoretische Erläuterung der Motivationstheorie mit praktischem Bezug zum Projektmanagement veröffentlicht
Carsten Heckmann hat einen neuen Text hochgeladen
Antinomien des Projektmanagements
Eine Arbeitsform zwischen Dire...
Peter Kalkowski, Otfried Mickler
Zur Relevanz qualitativer Fors...
Herbert Kalthoff, Stefan Hirschauer, Gesa Lindemann
W Liao
Angewandte Psychologie für das Projektmanagement
Ein Praxisbuch für die erfolgr...
Monika Wastian, Isabell Braumandl, Lutz von Rosenstiel
0 Kommentare