ii
Inhaltsverzeichnis
Bibliographische Beschreibung v
Abkürzungsverzeichnis vi
1 Ziel und Aufgabenstellung 1
2 Materialgrundlage 1
3 Methodologisches Vorgehen 1
4 Theoretische Ausgangsposition 3
4.1 Literarische Übersetzung 3
4.1.1 Spezifika der literarischen Übersetzung 3
4.1.1.1 Literarisches Übersetzen als künstlerischer Schaffensprozess 3
4.1.1.2 Kinderbuchliteratur 4
4.2.1 Textspezifika 4
4.2.2 Interpretationspotential 5
4.2.3 Unterschiede zwischen Original und Übersetzung 5
4.2.4 Friedrich Schleiermachers Theorien und Strategien 6
4.2.5 Einflussgrößen im literarischen Übersetzungsprozeß 7
4.2.6 Kategorien zur Klassifizierung der Übersetzung 9
5 Praktischer Bezug 10
5.1 Biografie Lyman Frank Baum 10
5.2 Biografien der deutschen Übersetzer/ innen 11
5.2.1 Sybil Gräfin Schönfeldt 11
5.2.2 Alfred Könner 11
5.2.3 Freya Stephan-Kühn 11
5.4 Die Übersetzungen im Vergleich 12
5.4.1 Einteilung der Kategorien 13
5.4.1.1 Hinzufügungen 13
5.4.1.2 Auslassungen 23
5.4.1.3 Redewendungen 29
5.4.1.4 Textmodifikationen 30
5.4.1.4.1 Umschreibungen mit und ohne Verlust der Information durch
Verstärkung oder Abschwächung 30
5.4.1.4.2 subjektive Entscheidungen 32
5.4.1.5 Kapitelübersetzung 33
Quellenverzeichnis 39
iii
Literaturangaben 42
iv
Bibliographische Beschreibung
Im Vergleich stehen das literarische Werk in englischer Originalsprache „The wonderful wizard of Oz“ von L. Frank Baum mit den Übersetzungen in die deutsche Sprache „Der Zauberer von Oz“ von Freya Stephan-Kühn, Sybil Gräfin Schönfeldt und Alfred Könner. Claudia Geistert – 2005 – 49 Seiten
Magdeburg, Fachhochschule Magdeburg, Fachbereich Fachkommunikation
Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, anhand eines Vergleichs der einzelnen literarischen Übersetzungen, die Interaktion verschiedener Einflussgrößen im Übersetzungsprozess sowie ihre Auswirkungen auf die sprachliche Gestaltung des Zieltextes aufzuzeigen und übersetzungskritisch zu bewerten.
Für die Untersuchung wurden drei Übersetzungen von Lyman Frank Baum „The wonderful wizard of Oz“ ausgewählt. Die in den Zieltext enthaltenen Veränderungen und Fehlleistungen wurden mit Blick auf die verschiedenen Einflußgrößen anhand einer Sammlung qualitativ und quantitativ ausgewertet.
vi
Abkürzungsverzeichnis
AK = Ausgangskultur/ausgangskulturell AlK = Alfred Könner AT = Ausgangstext bzw. = beziehungsweise FSK = Freya Stephan-Kühn Jh. = Jahrhundert LFB = Lyman Frank Baum SGS = Sybil Gräfin Schönfeldt ÜS = Übersetzung ZK = Zielkultur/zielkulturell ZT = Zieltext
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1 Ziel und Aufgabenstellung
Diese Arbeit untersucht das Bestsellerwerk „The wonderful wizard of Oz“ (1900), im Hinblick auf Hinzufügungen, Auslassungen, Redewendungen und subjektive Entscheidungen im Text. Hierzu stehen die deutschen Übersetzungen mit dem Original im Vergleich.
Die in der theoretischen Ausgangsposition angesprochenen Punkte in Hinblick auf die literarische Übersetzung, möchte ich mit Textbeispielen im praktischen Bezug aufzeigen und belegen.
2 Materialgrundlage
Auf der Grundlage des literarischen Werkes „The wonderful wizard of Oz“ von L. Frank Baum und den deutschen Übersetzungen von Freya Stephan Frank, Sybil Gräfin Schönfeldt und Alfred Könner untersucht diese Arbeit die in der Ziel-und Aufgabenstellung angesprochenen Probleme.
3 Methodologisches Vorgehen
Der in der Seminararbeit thematisierte Vergleich des literarischen Werkes „The wonderful wizard of Oz“ untersucht die deutschen Übersetzungen übersetzungskritisch. In der theoretischen Ausgangsposition werden die Spezifika der literarischen Übertragung näher erläutert und Übersetzungsstrategien genannt und erklärt. Die Untersuchungen, die im praktischen Teil der Seminararbeit vorgenommen werden, sind eng mit der theoretischen Ausgangsposition verknüpft.
Für die praktischen Untersuchungen wird das englische Original parallel zu den drei Übersetzungen gelesen, sodass erste Fehlleistungen erkannt werden können. Diese Fehlleistungen werden anschließend in verschiedene Kategorien eingeteilt, um einen genaueren Überblick zu bekommen, wo welche Übersetzungsfehler bzw. Unstimmigkeiten gemacht wurden. Durch die Einordnung in Kategorien kann eine bessere Auswertung der Fehlleistungen erfolgen. Die Auswertung wird wiederum in vier Analysethematika eingeteilt: Beispiel, Bedeutung, Wirkung und
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Kommentar. Die Bedeutung erklärt nicht bekannte Wörter oder übersetzt diese, die Wirkung beschreibt die Wirkung auf den Leser bzw. untersucht diese näher und der Kommentar beschreibt die eigene Meinung, gibt Verbesserungsvorschläge und bezieht Stellung zum Verlust oder Gewinnung des Informationsgehalts der Übersetzungen.
Abschließend werden verschiedene Punkte des praktischen Bezugs nochmal in einem Abschlusswort, dem Fazit, zusammengefasst. Es wird nochmals erläutert, welche Übersetzungsstrategie jeder Übersetzer gewählt hat und ob diese nachzu- vollziehen sind.
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4 Theoretische Ausgangsposition
4.1 Literarische Übersetzung
4.1.1 Spezifika der literarischen Übersetzung
4.1.1.1 Literarisches Übersetzen als künstlerischer Schaffensprozess
Die literarische Übersetzung wird als künstlerischer Schaffensprozess bezeichnet. Dieser grenzt sich jedoch von den anderen Kunstrichtungen ab, indem er sich an die jeweilige Sprache bindet. (vgl. SALEVSKY 2002:384)
Der Übersetzer muss demzufolge die Balance zwischen Einhaltung der Struktur des Ausgangstextes und Findung des eigenen Stils, ohne den Sachverhalt zu zerstören, schaffen. Laut Jiri Levy „weiß der Leser einer Übersetzung, dass er nicht das Original liest, aber er verlangt, dass die Übersetzung die Qualität des Originals beibehalte.“ (vgl. LEVY 1969:31) Weiterhin sollte darauf zu achten sein, dass die Informationen in die jeweilige Zielkultur mit allen künstlerischen Formen (Ästhetik des Textes, Harmonie der Schreibweise, Schöpferische Gestaltung) übertragen werden.
Nur so kann es eine neue künstlerische Schaffung des Originals geben, die den Leser gleichermaßen in seinen Bann reißt, wie auch schon der Ausgangstext.
Karl Dedecius (ein bekannter Übersetzer) denkt folgendermaßen darüber:
„Ein Künstler darf sich darauf beschränken, ein Ding, einen Zustand, eine Wirklichkeit zu kopieren – er muss es aber nicht. Ein Übersetzer muss das Kunstwerk kopieren, darf sich aber keinesfalls darauf beschränken, sonst schafft er nur eine leblose Kopie, aber kein Kunstwerk […] Beide Urheber arbeiten nach unterschiedlichen Vorlagen, aber mit den gleichen Mitteln. Und da sie nach gleichen Kriterien bewertet werden, sollte man ihnen fairerweise die gleichen Freiheiten und Rechte lassen.“ (DEDECIUS 1986:144, zit. n. Salevsky 2002:384)
Daraus lässt sich schließen, dass der Übersetzer bestimmten Regeln im literarischen Übersetzungsprozeß unterliegt. Jedoch ihm soviel künstlerische Freiheit gelassen wird, damit das Gesamtkunstwerk erhalten bleibt. Die inhaltliche und geistige Form wird dementsprechend in die Zielsprache/Zielkultur übertragen.
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4.1.1.2 Kinderbuchliteratur
Die Kinderbuchliteratur unterstützt die Entwicklung der Heranwachsenden. Es gibt für jede Alters- und Lesestufe didaktisch aufbereitete Literatur, die den Kindern- und Jugendlichen helfen soll die Umwelt besser zu verstehen. In den früheren Epochen entstand die Kinderliteratur durch mündliche Überlieferung von Generation zu Generation. Die ersten Werke für Kinder waren Lieder, Balladen und Reime. Im 16. Jh. Entwickelte sich eine spezielle Art des Kinderbuches: dieses Buch bestand aus einer bedruckten Seite und einer transparenten Hornauflage, auf einer Holzunterlage war ein Handgriff befestigt. Dies war unter anderem der Vorreiter der Fibel die zum Unterricht in der ersten Klasse genutzt wurde.
Mit der Kinderbuchliteratur kam es auch zur Einführung von Illustrationen. „Or- bissensualium pictus (Die sichtbare Welt in Bildern) wurde als erstes Sachbilderbuch in lateinischer Sprache 1658 von dem evangelischen Theologen und Pädagogen Johann Amos Comenius herausgegeben.“ (vgl. MICROSOFT ENCARTA EN- ZYKLOPÄDIE© 1993-2003Microsoft Corporation. Version 2004)
Im Rückblick auf die vergangenen Epochen stechen besonders große Schriftsteller wie Daniel Defoe, Johann B. Badedow, Gebrüder Grimm, Karl May, Wilhelm Busch, Hans Christian Andersen, Oscar Wilde, Mark Twain, Erich Kästner, Astrid Lindgren, J.R.R Tolkien, Franz Führmann, Michael Ende und Joanne K. Rowling hervor. Diese großartigen Menschen haben das Leseverhalten vieler Generationen geprägt und ihre Geschichten sind heute noch ein Grund die Bücher an nächste Generationen weiter zutragen.
4.2.1 Textspezifika
Ein Text soll die Funktion haben über eine bestimmte Sache zu informieren, aufzuklären, zum nachdenken anzuregen, zu belustigen und einen Interpretationsspielraum zu schaffen. Jeder Text spricht verschiedene Empfängerkreise in den unterschiedlichsten Kulturräumen an. Deshalb gliedert sich jeder einzelne Text auch in unterschiedliche Kategorien ein, der von den Empfängerkreisen unterschiedlich aufgenommen und verarbeit wird. Demzufolge beherrscht ein breites Spektrum an literarischen Texten unser heutiges Bewusstsein.
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Weiterhin ist zu sagen, dass die „Textfunktion in einem wechselseitigen Zusammenhang mit dem Text, mit der Sprache, den Adressaten bzw. Empfänger und mit der in einer konkreten Situation für einen bestimmten Empfängerkreis intendierten Wirkung.“ (vgl. LEVY 1969:19 zit.n. Salevsky 2002:386)
4.2.2 Interpretationspotential
Der literarische Text bzw. Übersetzung liefert ein bedeutend größeres Interpretationspotential als der Fachtext. Die Möglichkeit einen literarischen Text mehrmalig zu interpretieren ist enorm, da dieser Freiheiten zulässt. Es ist aber anzumerken, dass die ästhetische Form und die Einheit von Emotionen und Vernunft in der Übersetzung vorhanden sein müssen. Nicht zuletzt „ist das Übersetzen ein Freisetzen, in dem herauskommt, wie wir wirklich sind.“ (vgl. FIGAL 1996:111 zit.n. Salevsky 2002:389)
Klassische Werke bieten ein hohes Interpretationspotential und werden deshalb häufig immer wieder neu übersetzt. Der Vergleich zwischen Ausgangs- und Ziel-textorientiertheit sollte gegeben sein. Aktuelle Bezüge findet man bei Figal:
„Wer sich auf Texte einlässt, die eine andere Welt artikulieren, erprobt eigene Denkweisen und Erfahrungen in einem Spielraum, der fremd und trotzdem als übersetzter für die eigenen Denkweisen und Erfahrungen zugänglich ist.“ (vgl. FIGAL 1996:108 zit.n. Salevsky 2002:389)
Der Fachtext hingegen bietet eher weniger Möglichkeiten zur Interpretation, da diese sachlich geschrieben und der Tat-/Sachverhalt bedingt unveränderbar sind. Diese sehr fachlichen Texte (auch Gebrauchstexte) bedienen sich einer zieltext-orientierten Übertragung.
4.2.3 Unterschiede zwischen Original und Übersetzung
Der größte Unterschied zwischen einem Original und dessen Übersetzung ist, dass das Original ein Unikat ist. Dieses entstand zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, mit einer bestimmten Funktion für bestimmte Adressaten.
Quote paper:
Claudia Geistert, 2005, Vergleich des literarischen Werkes 'The wonderful wizard of Oz' mit den deutschen Übersetzungen von 'Der Zauberer von Oz', Munich, GRIN Publishing GmbH
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