SCHWENKGLENKS, EINHEIT IN DER MANNIGFALTIGKEIT – MOZARTS
KOMPOSITIONSWEISE IM HAUPTTHEMA DES ERSTEN STÜCKS DER
KLAVIERSONATE C-MOLL KV 457
Inhalt:
Notentext Seite 2
1. Vorbemerkung Seite 3
2. Der Aufbau des ersten syntaktischen
Hauptteils aus KV 457 Seite 5
3. Einheit in der Mannigfaltigkeit Seite 7
4. Anhang: zu Fußnote 9) Seite 11
Verwendete Literatur:
RATZ, Erwin, Einführung in die musikalische Formenlehre, Wien 1951
BUDDE, Elmar, in: Funkkolleg Musik, StBglBr.2
GÜMBEL, Martin, Harmonielehre in Stichworten, Arbeitsblätter zur Tonsatzlehre, Heft 2, Stgt.1968
RIEPEL, Joseph, Anfangsgründe der musicalischen Setzkunst, Frankfurt/Leipzig 1755
KOCH, Heinrich Christoph, Musikalisches Lexikon, Ffm. 1802
MOZART, Leopold, Versuch einer gründlichen Violinschule, Augspurg 1756
BAUER, W.A., DEUTSCH, O.E. u.a., Briefe MOZARTs in der Gesamtausgabe der Stiftung
Mozarteum Salzburg, Kassel usw. 1962-75
Noten:
MOZART, Klaviersonaten Bd. II, in der Henle-Urtext-Ausgabe, München/Duisburg 1955
Therese von Trattnern gewidmet
Komponiert in Wien wahrscheinlich 1784
Allegro molto Köcliel-Verz. 457 % $ %
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Manfred SCHWENKGLENKS
EINHEIT IN DER MANNIGFALTIGKEIT –
MOZARTS KOMPOSITIONSWEISE
IM HAUPTTHEMA DES ERSTEN STÜCKS 1)
DER
(revid. 2008)
1. Vorbemerkung 2) :
Ähnlich einem sprachlich formulierter Satz, der aus seinen Bestandteilen Subjekt, Prädikat,
Objekt, Adverbiale etc. besteht sowie in Satzteile wie Haupt- und Nebensätze, Relativsatz,
Einfügung usw. unterteilt werden kann, läßt sich ein musikalisches Thema oder Melodie aus
der MOZART-Zeit betrachten. Nach Heinrich Christoph KOCH ist ein musikalischer Satz
(„Satz im engen Sinne“) "jedes einzelne Glied eines Tonstückes, welches an und für sich
selbst einen vollständigen (sic!) Sinn bezeichnet". "Satz in erweitertem Sinne“, auch als
„interpunktischer Hauptteil“ bezeichnet) ist als ein Oberbegriff anzusehen, der unterteilt wird
in "Absätze" und einen (z.B. eine Sonatenexposition beschließenden) Schlußsatz, der stets mit
einer Kadenz beendigt wird. Immer dann, wenn der Zuhörer eine "Fortsetzung" erwartet, ist
ein "Absatz" gegeben, der - ebenso wie der Schlußsatz - eine bestimmte Endigungsformel
aufweist. Bei kurzen Musikstücken, wie etwa Menuetten, ist die Erwartung einer Fortsetzung
1) Nomenklatur "Stück" siehe Briefe MOZARTs (z.B. den vom 9.7.78 aus Paris) oder: Leop.MOZARTs Violinschule (z.B. 12.Hauptstück, Augsb.1756) oder: H.Chr.KOCH Lexikon ("Sonate", Ffm.1802). Leider hat nach Auffassung des Verfassers der "Satz" - Begriff im Laufe des 19.Jh. eher zu Verwirrungen beigetragen, wie im übrigen viele anderen moderneren Begriffe auch (beispielsweise "Periode"; s.u.). Die Frage ist, ob die heute gängige Titulierung nicht eher dazu geeignet erscheint, den Gedankengang des Komponisten, den er beim Erstellen seines Werks verfolgt haben mag, mißzudeuten als ihn durch den Gebrauch der zeitgenössischen Terminologie als musikalische Denkweise verständlich werden zu lassen. Weiteres hierzu siehe nächste Fußnote 2).
2) nach der zeitgenössischen Theorie des Oberösterreichers Joseph RIEPEL (1709-82), ausgeführt in "Anfangsgründe der musicalischen Setzkunst.", Teil 2: "Grundregeln zur Tonordnung insgemein", Frankfurt/Leipzig 1755 (das Buch war im Besitz Leopold MOZARTs, und nach diesem hat er wohl seinem Sohn Wolfgang das Komponieren beigebracht).
Citation du texte:
Manfred Schwenkglenks, 2008, Einheit in der Mannigfaltigkeit - Mozarts Kompositionsweise im Hauptthema des ersten Stücks der Klaviersonate c-moll KV 457, Munich, Editeur GRIN GmbH (SARL)
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