Inhalt
1. Einleitung 3
2. Der Mensch 4
3. Die Regierung 5
3. 1 Die gute Regierung 5
3. 2 Die schlechte Regierung 6
3. 3 Die echte Regierung 7
3. 3 1 Die Repräsentation 8
3. 3 2 Die Gewaltenteilung 8
4. Schluß 10
5. Quellen 11
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1. Einleitung
Was ist der Mensch? Welche Rechte hat er? Und wie soll er leben, allein und mit anderen? Diese und ähnliche Fragen haben sich im Laufe der Geschichte viele große und einflußreiche Geister gestellt und sind zu teils sehr verschiedenen theoretischen und praktischen Antworten gelangt, die die Welt bis heute vielfältig formen. Um diese Gegenwart zu verstehen, ist es nötig, ihre Vergangenheit zu kennen, wozu diese Arbeit einen Beitrag leisten soll, indem sie untersuchen wird, welche Antworten auf die obigen Fragen die englischen Philosophen Thomas Hobbes und John Locke gefunden und wie sie sich auf die politische Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika ausgewirkt haben. Die Arbeit bezieht sich dazu außer auf die Originaldokumente auf die im Quellenverzeichnis benannten Arbeiten von George Mace und Frank M. Coleman, die die Fragestellung ausführlicher behandeln, als es in diesem Rahmen nötig und geboten ist. Der an Vertiefung interessierte Leser sei daher auf ihre Bücher verwiesen. Den Abschluß der Arbeit bilden ein Fazit und ein kurzer Ausblick.
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2. Der Mensch
Was ist der Mensch? Wie ist er beschaffen? Das erste Gründungsdokument der Vereinigten Staaten, die 1776 verfaßte Unabhängigkeitserklärung, antwortet auf seine berühmte Art:
„We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.“ (Declaration 1776)
Hobbes hätte Thomas Jeffersons Worten voll zugestimmt: Bereits über hundert Jahre zuvor sind für ihn die Menschen fundamental, natürlich gleich an Fähigkeit und Recht und damit auch an Freiheit. Kein Unterschied an Geist und Körper sei so groß, daß ein Mensch deswegen einen Vorteil beanspruchen dürfe (vgl. Mace 1979: 33). Er nennt auch die „unveräußerlichen Rechte“: Kein Mensch kann gezwungen werden, das Recht auf die Verteidigung seines Lebens aufzugeben, da ihm dies nichts Gutes bringen könne. Ebenso verhalte es sich mit „Wunden“, „Ketten“ und „Gefangenschaft“. Doch nicht nur Leben und Freiheit seien durch „(keine) Worte, oder andere Zeichen“ veräußerlich, sondern auch alle „Annehmlichkeiten“ des Lebens, die jeder Mensch sich selbst ohne Gefahr oder Schaden für die Gemeinschaft beschaffe, womit auch geistige Güter gemeint sind (vgl. Mace 1979: 41 f).
John Locke erwähnt zwar ebenfalls ein natürliches Recht auf das Leben, dessen Unterhalt und die Freiheit, aber nicht ausdrücklich deren Unveräußerlichkeit (vgl. Mace 1979: 26 ff), und die Suche nach Glück beschränkt er auf die Ansammlung von materiellem Besitz, der unantastbar sei (vgl. Coleman 1977: 84). Hobbes steht damit deutlich näher an der Unabhängigkeitserklärung als Locke.
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Andreas C. Lazar, 2005, Hobbes, Locke und Amerika: Über die Ursprünge der US-Verfassung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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