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Inhalt Seite
1. Aufgabe und Ziel der Arbeit 3
2. Probleme bei der Leistungsbeurteilung 4
3. Vorraussetzungen für die Leistungsbeurteilung 5
4. Benotungsvorschlag von R. Langhammer 7
5. Richtlinien der KMK 10
6. Leistungsbeurteilung aus der Sicht anderer Autoren 12
7. Zusammenfassung und abschließende Gedanken 20
8. Literaturverzeichnis 21
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1. Aufgabe und Ziel der Arbeit
Im Rahmen des Seminars Benotung und Leistung im Deutschunterricht beschäftigten wir uns mit mündlicher Kommunikation und der Rechtschreibung und ihrer Überprüfbarkeit und Vergleichbarkeit im Schulalltag. Besonders bei der mündlichen Kommunikation in der Schule tauchen verschiedene Probleme auf, über die man sich als angehender Lehrer bzw. Lehrerin 1 bewusst werden sollte. Die Darstellungen von Ralf Langhammer, der sich mit der Thematik intensiv beschäftigt hat, wurden von mir für ein Referat aufbereitet und sollen nun noch ausführlicher betrachtet werden und in Verbindung zu anderer Literatur gesetzt werden. Zunächst werde ich auf die Probleme und Voraussetzungen der mündlichen Leistungsbeurteilung nach Langhammer eingehen, um anschließend seinen Notenstufenentwurf vorzustellen. Anschließend folgen die wichtigsten Aussagen zum Mündlichen im Deutschunterricht aus einigen Richtlinien, die dann wiederum kritisch in Bezug gesetzt werden zu Problemen und Vorschlägen der Leistungsbeurteilung aus der Sicht anderer Autoren.
1 Im Folgenden beschränke ich mich aus Gründen der Lesbarkeit auf die männliche Form.
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2. Probleme bei der Leistungsbeurteilung
Bei der Beurteilung von Schulleistungen im Bereich der mündlichen Kommunikation treten eine Reihe von Problemen auf, die Langhammer ausführlich darstellt. Ein Hauptproblem liegt darin, dass es wenig Literatur zur Bewertung mündlicher Leistungen gibt, die man dann als Hilfe in der Praxis verwenden könnte. Zwar wird in der Literatur viel Wert auf die sprachlichen Fähigkeiten der Schüler gelegt, jedoch der Benotung kaum Beachtung geschenkt. In der Forschung besitzt die betrachtete Thematik also wenig Bedeutung, so dass auch einheitliche Bewertungsgrundsätze bis heute nicht entstanden sind. Das Fehlen dieser einheitlichen Grundlagen führt in der Praxis dazu, dass der Lehrer sich nur an bestimmte Richtlinien halten muss, jedoch im Großen und Ganzen nach seinen eigenen Ansprüchen bewertet. Dies wird zusätzlich dadurch erschwert, dass es im Studium, also in der Lehrerausbildung kaum Vorbereitung auf die Benotungspraxis gibt. Weitere Probleme entstehen dann in der Unterrichtssituation, z. B. dadurch, dass nur wenig Unterrichtsbeiträge möglich sind bzw. diese auch noch stark gestreut sind. Fraglich ist hier dann auch, ob und wie der Lehrer Schweigen interpretiert, entweder als aufmerksames Zuhören oder eben als Nichtbeteiligung. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, müsste man die Validität (Gültigkeit) und die Reliabilität (Zuverlässigkeit) der Bewertung gewährleisten. Dies wäre jedoch nur möglich, wenn man jeden einzelnen Schüler immer wieder in bestimmten Gesprächssituationen beobachten würde und eine gleichmäßige Beobachtung durch Festlegung des zu beobachtenden Schülers sichern würde. Jedoch erkennt man an dieser potenziellen Problemlösung, dass es schwierig ist, diese Kriterien zu erfüllen. Ferner liegt eine Schwierigkeit in der Vergleichbarkeit der mündlichen Beiträge, die zusätzlich noch durch die Subjektivität des Lehrers beeinflusst wird. Die Objektivität wird durch die selektive Wahrnehmung und auch durch seine persönliche Beziehung zu dem jeweiligen Schüler deformiert und ist somit nicht gegeben. Langhammer sieht zudem Probleme darin, dass dem Schüler zu wenig Zeit für die mündlichen Beiträge zur Verfügung gestellt wird und mündliche Einzelleistungen, wie z. B. Referate, dann auch meist nur unzureichend vom Lehrer mit den Schülern vorbereitet werden und die Gewichtung zu stark auf dem Inhalt und nicht auf den kommunikativen Fähigkeiten liegt. Das jedoch wohl schwerwiegendste Problem bei der Bewertung mündlicher Leistungen liegt in der Flüchtigkeit der Bewertungsgrundlage, denn im Gegensatz zu dem Schriftlichen, das auf dem Papier bleibt, ist das gesprochene Wort
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schnell vorbei. So beeinflusst also auch dieser Aspekt die Vergleichbarkeit und generell
die Bewertung mündlicher Leistungen. 2
2 Vgl Langhammer: Sprechen S 20-39
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3. Vorraussetzungen für die Leistungsbeurteilung
Neben den zahlreichen Problemen, die bei der Beurteilung von mündlichen Leistungen auftauchen, führt Langhammer eine Reihe von Voraussetzungen auf, die Lehrer bei der Benotung beachten sollten, auch um damit den auftauchenden Schwierigkeiten sinnvoll begegnen zu können. Zunächst einmal sollten sich Lehrer ihrer Subjektivität bewusst sein und nicht für sich den Anspruch erheben immer gerechte und objektive Noten zu verteilen. Des weiteren muss man als Lehrkraft davon ausgehen, dass auch die eigene Leistung Einfluss auf die Leistung der Schüler hat. Dies bedeutet, dass die Art, wie die Lehrkraft ihren Unterricht gestaltet und wie die Gesprächsimpulse gesetzt werden, oft auch darüber entscheidet, welche Schüler sich wie am Unterricht beteiligen und so eine mündliche Leistung erbringen können. Deshalb ist es um so wichtiger, dass Lehrer ihre Aufgabenstellungen präzise formulieren, damit die Ergebnisse ihren Vorstellungen entsprechen und annähernd gerecht bewertet werden können. Weiterhin sollte ein „Leistungspositivismus“ 3 Grundsatz aller Bewertungen sein, das heißt, dass nur präsentierte Beiträge in die Bewertung mit einfließen, also Schweigen nicht interpretiert wird. Ferner wird von den Stärken des Schülers ausgegangen und beurteilt, was er kann, nicht, was er nicht kann. Hinzu kommt, dass der Lehrer auch Kontinuität oder Fortschritte mit in die Bewertung einbeziehen sollte, da Leistungen durchaus, beispielsweise auch themenbezogen, schwanken können. Ein anderer wichtiger Aspekt, den Lehrer bedenken und evtl. überdenken sollten, ist, dass die mündliche Note meist auch aus schriftlichen Teilen besteht. So wird z. B. häufig die Heftführung oder die Anfertigung der Hausaufgaben in die sogenannte mündliche Note mit einbezogen. Außerdem gibt es eine Reihe weitere wesentliche Aspekte bei der Bewertung des Mündlichen. Die Ansprüche betreffen neben den inhaltlichen Teilen auch die kommunikativen Fähigkeiten, was in der Bewertung leider meist kaum beachtet und gemeinsam bewertet wird, bzw. der Schwerpunkt auf die inhaltlichen Aussagen gelegt wird. Grundsätzlich müssen hierbei wie im Schriftlichen auch die drei Anforderungsbereiche Reproduktion, Transfer und Problemlösung abgedeckt werden, neben denen dann jeweils noch Qualität, Quantität und Kommunikationsfähigkeit eine Rolle spielen. Es wird also bewertet, was gesagt wird, wie oft etwas gesagt wird und wie es gesagt wird. Hierbei gilt zu beachten, dass gesprochene Sprache nicht „druckreif“ 4 sein muss, sondern der Schüler das situationsangemessene Sprechen und das Reagieren im Gespräch erlernen soll. Vor allem jedoch sollte der Lehrer den Schülern eröffnen, nach welchen Kriterien er die mündlichen Leistungen
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Langhammer: Sprechen, S. 32 linke Spalte oben
4 Langhammer: Sprechen, S. 36 linke Spalte oben
Arbeit zitieren:
Julia Feist, 2005, Benotungsvorschläge und -Vorschriften mündlicher Leistungen nach Langhammer, München, GRIN Verlag GmbH
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