1. Vorwort 1
2. Definitionen einiger Fachbegriffe. 1
2.1. Diaphasik, Diastratik, Diatopik - das Diasystem 1
2.2. Mündlichkeit, Schriftlichkeit 2
2.3. Gestik, Mimik, Proxemik. 2
3. Allgemeine Unterschiede zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. 4
4. Die historische Entwicklung der geschriebenen spanischen Sprache aus der
gesprochenen Sprache vom 12. Jahrhundert bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. 6
5.Die historische Entwicklung der geschriebenen spanischen Sprache aus der
gesprochenen Sprache vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 19.
Jahrhunderts 10
6 Zusammenfassung 14
1. Vorwort
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der geschriebenen und gesprochenen Sprache im Spanischen. Nachdem eingangs einige Fachbegriffe, die für dieses Thema wichtig sind, definiert werden, beschäftigt sich die Arbeit im weiteren Verlauf mit den allgemeinen Unterschieden zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. Das vierte Kapitel geht dann auf die historische Entwicklung der spanischen Schriftsprache aus der gesprochenen Sprache vom 12. Jahrhundert bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts ein. Da dies ein sehr weitläufiges Thema ist, wird das Kapitel nicht auf alle Aspekte immer genau eingehen können.
Nachdem im vorletzten Abschnitt die Entwicklung der spanischen Schriftsprache aus der gesprochenen Sprache vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahr-hunderts beschrieben wird - bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fanden die bedeutsamsten und meisten sprachwissenschaftlichen Reformen im Spanischen statt - werden die Ergebnisse der Arbeit am Ende zusammengefasst.
Bei der Beschreibung der Entwicklung der spanischen Schriftsprache wird diese Arbeit nicht auf politische Hintergründe eingehen, da dies zu umfangreich werden würde.
2. Definitionen einiger Fachbegriffe
In diesem Abschnitt werden Fachbegriffe definiert, die mit dem Thema der geschriebenen und gesprochenen Sprache zusammenhängen und nicht unerwähnt bleiben dürfen. Da diese Begriffe jeweils sehr nah beieinander stehen und nicht so einfach voneinander zu unterscheiden sind, werden sie in diesem Kapitel genauer erläutert.
2.1. Diaphasik, Diastratik, Diatopik - das Diasystem
Diastratik: die diastratische Dimension bezieht sich auf Unterschiede, die mit der Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen Schichten oder Gruppen zusammenhängen, also Soziolekten 1 (zum Beispiel caló). So unterscheidet die Diastratik beispielsweise die Sprache zwischen Arbeiterschichten und Beamtenschichten.
Diaphasik: Auf der diaphasischen Ebene beschäftigt man sich mit den stilistischen Unterschieden, die von Sprechsituationen abhängig sind. Diese Varietäten werden auch als Register bezeichnet. 2
1 Vgl. Bollée, Annegret/ Neumann-Holzschuh, Ingrid (2003): Spanische Sprachgeschichte, Stuttgart, S:
10
2 vgl. Koch, Peter / Oesterreicher, Wulf (1990): Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch,
Italienisch Spanisch, Tübingen, S. 13
1
Diatopik: Die Diatopik bezieht sich auf regionale Unterschiede, wobei man im Spani-
schen sowohl das regional gefärbte Spanisch als auch die Dialekte hinzuzählt. (z. B. Moganesisch auf Gran Canaria in Puerto de Mogan oder andaluz aber auch das español regional) 3 Der Unterschied ist hier beispielsweise, dass bei Wortbildungen, die mit “s” enden, dass „s“ oft nicht mitgesprochen wird, so heißt es im Hochspanischen buenos días in Puerto de Mogan hört man jedoch bueno día. 4
2.2. Mündlichkeit, Schriftlichkeit
Mündlichkeit: Diese ist einzuteilen in phonische Realisierung und mündliche Konzepti-
Schriftlichkeit: Diese wird gegliedert in graphische Realisierung und schriftliche Konzeption. 6
Diese Zuordnungen können allerdings nicht als ausnahmslos und eindeutig bezeichnet werden, da sie viel mehr den bevorzugten Beziehungen entsprechen, die jeweils zwischen Mündlichkeit und phonischer Realisierung und Schriftlichkeit und graphischer Verwirklichung bestehen. 7
Als Beispiele lassen sich für das Mündliche ein Interview (una entrevista), für das Schriftliche ein Zeitungsartikel (un artículo periodistico) angeben. Doch man kann das Interview auch ins Schriftliche übertragen und den Zeitungsartikel vorlesen, wodurch die Äußerungsformen in das jeweils andere Medium transferiert werden.
Es ist somit nicht möglich, eine scharfe Trennung zwischen mündlicher und schriftlicher Konzeption zu vollziehen, es existiert jedoch eine exakte Aufteilung zwischen phonischer und graphischer Realisierung. 8
2.3. Gestik, Mimik, Proxemik
Gestik, Mimik und Proxemik sollten bei dem Thema der Unterscheidung zwischen geschriebener und gesprochener Sprache nicht außer Acht gelassen werden, da sie natür-
3 Vgl.Bollée, Annegret/ Neumann-Holzschuh, Ingrid (2003): Spanische Sprachgeschichte, Stuttgart, S:
10
4 ebd.. S. 10, f
5 vgl. Koch, Peter / Oesterreicher, Wulf (1990): Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch,
Italienisch Spanisch, Tübingen, S. 5
6 ebd.. S. 5
7 ebd.. S. 6
8 vgl. Bollée, Annegret/ Neumann-Holzschuh, Ingrid (2003): Spanische Sprachgeschichte, Stuttgart, S: 10
2
lich nur in der gesprochenen Sprache zum Ausdruck kommen können. Dadurch ergeben sich in der gesprochenen, direkten Sprache mehr Möglichkeiten, um sich auszudrücken.
Gestik: Kommunikative Bewegungen, die sich vor allem mit den Armen und Händen
darstellen lassen. Diese kann in einer mündlichen Kommunikation entweder lautsprachersetzend als auch lautsprachbegleitend eingesetzt werden. Die Sprachwissenschaft hat die Gestik in den letzten zwanzig Jahren von der nonverbalen Kommunikationsforschung gelöst, da sie sich nicht mehr nur darauf konzentriert, die Gestik als affektiven Ausdruck von Gefühlen anzusehen, sondern sich nun auch mit Verhaltensforschung und Gebärdensprachenforschung beschäftigt. Man unterscheidet drei Arten von Gesten:
1. Zeigegesten wie beispielsweise mit dem Finger nach oder Kopf in eine Richtung deuten, um auf etwas hinzuweisen.
2. Lexikalisierte Gesten, die für Wörter stehen und als Symbole kennengelernt werden und kulturell abhängig sind ( zum Beispiel: den mittleren Finger zeigen, um jemanden zu beleidigen, die Faust ballen, um seine Wut zu äußern oder das Schulterzucken, um Planlosigkeit auszudrücken)
3. Ikonische Gesten, welche die Realität in irgendeiner Art abbilden, zum Beispiel das bekannte Nachzeichnen einer Wendeltreppe mit dem Finger in der Luft, um das reale Objekt dem Gesprächspartner geistig vorstellbar zu machen. 9
Mimik: Sichtbare Bewegungen der Gesichtsoberfläche, vor allem durch die beweg-
lichsten Teile des Gesichtes, den Augen und dem Mund, hervorgebracht. Die Funktionen der Mimik lassen sich in drei Bereiche aufteilen:
1. Ausdruck von Emotionalität, manchmal auch Intentionalität
2. Ausdrucks -und Appellfunktion und ist somit als erste Mitteilungsform zwischen Säugling und Eltern zu benennen.
3. Ausdruck von Eigenheiten eines Menschen 10
Proxemik: Gebiet der Psychologie und der Kommunikationswissenschaft, welches
Signale untersucht, die Menschen durch das Einnehmen einer bestimmten Distanz zu-einander austauschen. 11
9 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gestik am 14.08.2005
10 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mimik, am 14.08.2005
3
Arbeit zitieren:
Lisa Mülhausen, 2005, Geschriebenes und gesprochenes Spanisch, München, GRIN Verlag GmbH
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