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Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Die Theorie der Gerechtigkeit und der Utilitarismus 4
1. Utilitarismus. 4
2. Die Theorie der Gerechtigkeit nach John Rawls. 7
3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten 11
IV. Schluss. 13
V. Literaturverzeichnis 15
Die folgende Hausarbeit handelt von John Rawles’ Theorie der Gerechtigkeit, einer Sozialmoral, die er 1971 entwickelte. Sie richtet sich vor allem nach einer Grundordnung der Gesellschaft und unterstützt die Gerechtigkeit einer einzelnen Person. Um diese Theorie genau erklären zu können, muss auch der klassische Utilitarismus dargelegt werden, da Rawles seine Theorie der Gerechtigkeit als Antwort oder mehr noch, als Gegentheorie, entwickelt hat. Daher werde ich zuerst den Grundgedanken des klassischen Utilitarismus mit seinen inhaltlichen Teilprinzipien erläutern. Darauf folgt eine Darstellung von Rawles’ Theorie der Gerechtigkeit. Abschließend werden beide Theorien miteinander verglichen, um heraus zu stellen, wo ihre Unterschiede und wo ihre Gemeinsamkeiten liegen.
Die Wurzeln des Utilitarismus liegen bei den Hedonisten der antiken Ethik. Der Hedonismus, das Streben nach Sinneslust und Genuss, beurteilt den Wert einer Handlung nach ihren Folgen.
Utilitarismus und Hedonismus haben zwei gemeinsame Prinzipien. Zum Einen, daß das Handeln durch einen Endzweck gerechtfertigt sein muss, und zum Anderen, ist das einzige Telos des Menschen das Streben nach Glück. Beim Utilitarismus ist allerdings nicht das individuelle, sondern das allgemeine Glück der Endzweck des Handelns, wie es der christliche Universalismus beschreibt. Erst die Ethik des Christentums betonte den Zusammenhang zwischen dem ,,richtigen Handeln des einzelnen und dem Wohl des nächsten (der Gemeinschaft)’’ 1 . Der christliche Universalismus unterscheidet sich vom Utilitarismus jedoch darin, dass er zwar auf einem Altruismus aufbaut, sein Ziel aber nicht durch Entsagung, Askese oder Selbstverleumdung erreichen will, sondern durch Genuss.
Eine genaue und systematische Exposition des Utilitarismus wird erstmals 1789 von Jeremy Bentham (1748-1832) in seinem Werk ,,Einführung in die Prinzipien von Moral und Gesetzgebung’’ dargestellt. Er beschreibt das Prinzip der Nützlichkeit und erörtert das Problem der Beweisbarkeit dieses Prinzips. Obwohl seine Schrift nicht genau ausgefeilt war und es einige Erklärungslücken aufwies, wurde es in Großbritannien und auch in den Vereinigten Staaten ein großer Erfolg.
Otfried Höffe erklärt diesen Erfolg damit, dass der Utilitarismus ,,in einer Zeit politisch und philosophisch aktiv werden [konnte], als die Auskünfte der Religion, der Metaphysik oder einfach die der Tradition zu einem überindividuellen Sinneszusammenhang ihre generelle Anerkennung verloren.’’ 2
1 Engin-Deniz, Egon: ,,Vergleich des Utilitarismus mit der Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls’’,
Salzburg 1991, S. 13
2 Höffe, Otfried (Hrsg.): ,,Einführung in die utilitaristische Ethik’’, 2. Auflage, Tübingen 1992, S. 12
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Ohne auf die ,,fragwürdig gewordenen Autoritäten’’ (ebd.) zurückgreifen zu müssen, konnte man nach dem streben, was schon immer erstrebenswert war: Glück.
Während Benthams Werk moralphilosophisch ist, lenkt John Stuart Mill (1806-76) in seiner Schrift ,,Utilitarismus’’ das utilitaristische Prinzip eher in die wissenschaftliche und auch wirtschaftliche Richtung. Er betont, dass das Ziel des Utilitarismus ,,das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl von Menschen’’ sei. Jeder einzelne Mensch strebt nach seinem individuellen Glück, daher ist das Wohl aller Menschen besonders wichtig. Der Utilitarismus beschreibt, wie dieses Ziel erreichbar gemacht wird. Er ist eine normative Ethik im Sinne einer Untersuchung der Ziele und inhaltlichen Prinzipien moralisch richtigen Handelns. Inhaltlich stellt er Kriterien auf, nach dem sich menschliche Entscheidungen, Handlungen und Normen als moralisch richtig oder falsch beurteilen lassen sollen. Die moralische Richtigkeit einer Handlung wird an den zu erwartenden Folgen bemessen.
Die Kriterien des Utilitarismus werden in vier Teilprinzipien 3 aufgeteilt: 1. Das Konsequenzenprinzip: Handlungen und Normen sollen nicht für
2. Das Utilitaritätsprinzip: Der Maßstab für die Beurteilung der Folgen ist der Nutzen für das an sich Gute.
3. Das Hedonismusprinzip: Der Utilitarismus enthält eine wert-
4. Das Universal- oder Sozialprinzip: Ausschlaggebend ist das
3 Engin-Deniz, Egon: ,,Vergleich des…’’, S.15f
Arbeit zitieren:
Stefanie Hanten, 2002, John Rawls Theorie der Gerechtigkeit im Vergleich mit dem klassischen Utilitarismus, München, GRIN Verlag GmbH
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