I Einordnung der Elegien Schillers in die Tradition elegischer
Dichtung .............................................................................................. 1 I.1 Formgeschichtliche Entwicklung der Elegie ..........................................................1
I.2 Stoffgeschichtliche Entwicklung der Elegie ...........................................................1 II Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische
Dichtung“ ............................................................................................ 3 II.1 Entstehungsgeschichte ............................................................................................3
II.2 Inhaltsüberblick.......................................................................................................4
II.3 Begriffsbestimmung................................................................................................5
II.4 Einteilung der Dichter in vier Klassen....................................................................9
II.5 Weitere Differenzierungen innerhalb der Klassen................................................12
II.6 Schillers Begriff des Elegischen ...........................................................................15 III Beispiele aus der Geschichte der Idee eines Natur- oder
Urzustandes in der Philosophie ...................................................... 17 III.1 Bezug zu Schillers Naturbegriff.........................................................................19
III.2 Der Einfluß von Kants Ethik auf Schillers ästhetische Theorien.......................20 IV Interpretation der Elegie „Der Spaziergang“ ............................... 24 IV.1 Einführung .........................................................................................................24
IV.2 Formanalyse .......................................................................................................25
IV.3 Inhaltliches Gefüge der Ereignisse ....................................................................25
IV.4 Abschlußrésumée unter der Fragestellung: Entspricht Schillers Elegie „Der
Spaziergang“ seiner Vorstellung von elegischer Dichtung, wie er sie in seiner
Abhandlung konzipiert?.....................................................................................33 V Verzeichnis verwendeter Literatur ................................................ 34
V.1 Zeitschriftenaufsätze .............................................................................................34
V.2 Monographien .......................................................................................................34
V.3 Herausgeberschriften ............................................................................................35
V.4 Aufsätze in Herausgeberschriften .........................................................................36
V.5 Fotomechanische Nachdrucke ..............................................................................36
V.6 Multimedia ............................................................................................................36
I I i i n E E i n n d i i n n n o d d i o o r i i e r r d e e T d d n n n u T T r u u n r r a n n g a a d g g d d d i i i t d d e t t i e e r i i o r r E o o n n n e E E l l l e e e l e e g l l e g g i e e g i i e g g i e e n i i s n n S s s c c c h S S c h h e c c h e e r h h i r r i i l l l l l l e e e r r r s s s i I E D D i i i c c c h h h t t t u u u n n n g g g D
I.1 Formgeschichtliche Entwicklung der Elegie
Das griechische, antike zweizeilige elegeíon, also das elegische Distichon (welches nach heutigem Kenntnisstand im 7. Jh. v.u.Z. in Ionien, vermutlich durch Kallinos aus Ephesos 1 oder Archilochos 2,3 entstand) besteht aus Daktylen, die auf einen Hexa- und einen Pentameter aufgeteilt werden, wobei im Pentameter die daktylische Dreigliederung (Länge-Kürze-Kürze) auch durch einen zweigeteilten Versfuß, einen Spondeus (Länge-Länge), ersetzt werden darf. Da jedoch das antike quantitierende Versmaß seit Renaissance und Humanismus (besonders durch F. G. Klopstock) in die neuzeitlichen akzentuierenden Sprachen transponiert wurde und sich bei dieser Übertragung zwar der Daktylus problemlos übernehmen ließ (Hebung-Senkung-Senkung), jedoch die Umsetzung des Spondeus Schwierigkeiten aufwarf, weil akzentuierende Sprachen keine Wörter mit zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Betonungen aufweisen, wird hier der Daktylus (wenn überhaupt) durch zweiteilige Trochäen (Hebung-Senkung) ersetzt, um eine möglichst große Ähnlichkeit zum antiken Metrum herzustellen. Später, besonders in neuerer Zeit, trat dieser Anspruch zunehmend in den Hintergrund (Ronsard, Donne, Gray, Shelley), und das verwendete Versmaß spielte ab dem 17. Jahrhundert allenfalls noch eine untergeordnete Rolle. Im Idealfall setzt sich der Hexameter aus fünf Daktylen und einem Trochäus am Zeilenende, der Pentameter hingegen aus vier Daktylen (wobei nach dem zweiten und vierten Daktylus je eine Einzelhebung eingeschoben ist) zusammen; des weiteren findet sich häufig eine Zäsur, in der Regel nach der jeweils 3. Betonung des Hexa- bzw. Pentameters.
I.2 Stoffgeschichtliche Entwicklung der Elegie
Die Elegie ist eine Gedichtart, die ursprünglich zu Flötenmusik (aulos) vorgetragen wurde, besonders bei Symposien. In der Antike behandelte sie vorwiegend militärische (Tyrtaios), politische (Kallinos, Kallimachos, Solon), moralische (Archilochos) und philosophische Themenschwerpunkte, doch bald wurde dieses breite Spektrum redu- 1 vgl.:Encarta. Eintrag: Griechische Literatur - Frühzeit (2. Jahrtausend bis 6. Jahrhundert v. Chr.) -
Lyrik.
2 vgl.: Reallexikon. S. 430.
3 vgl.: Knörrich, Otto: Die Elegie. S. 58.
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ziert, und sie diente lediglich als Klagegedicht mit melancholisch-trauriger, wehmütigresignativer Grundstimmung, welches jedoch häufig konsolatorisch endigte. In letzterer Funktion als Klagegedicht wurde sie in der Neuzeit bedeutender, und dieser Inhalt gilt als eigentliches Kriterium für die Zuordnung eines Gedichtes zu der elegischen Gattung, nicht mehr ihre metrische Form ist entscheidend. Es ist daher schwierig, die Elegie als lyrische Gattung zu bestimmen, denn im Vergleich von antiken und neueren Elegien sind kaum Gemeinsamkeiten feststellbar. Neben der threnetischen Elegie (der Begriff geht auf Archilochos’ „Threnos“ zurück), die allgemein epicedischen Inhalts, also im weitesten Sinne eine Totenklage war, entstand mit den römischen Elegikern (Catull, Tibull, Properz, Ovid) ein zweiter Traditionsstrang, die römische Liebeselegie, welche um die Zeitenwende ihren Höhepunkt erreicht hatte. In ihr verschwanden (im Vergleich zu den griechischen Dichtungen) zunehmend Zweckbindung und Realitätsbezug, sie wurden fiktionaler und behandelten hauptsächlich drei Themenbereiche: servitium amoris (Liebesknechtschaft), foedus aeternum (ewiger Bund) und militia amoris (Kampf um/für die Liebe). Ihre neue Blüte erlangte die Elegie aber durch die Emanzipation des Gefühls gegenüber der Vernunft im 18. Jahrhundert durch die berühmte „Elegy written in a country churchyard“ (1751) von Thomas Gray 4 , welche den dritten elegischen Traditionsstrang der Graveyard poetry begründete. Im 19. Jahrhundert scheidet die Elegie allmählich „aus dem aktuellen Repertoire lyrischer Formen aus“ 5 und erscheint im ausgehenden 20. Jahrhundert nur noch „als Zitat im Titel ‚Elegie’ für die [...] politische Klage“ 6 (Brecht).
Friedrich Schiller hat insgesamt acht Gedichte geschrieben, die als „Elegien“ bezeichnet werden. 7 Diese tragen folgende Titel: „Die Sänger der Vorwelt“, „Der Spaziergang“, „Pompeji und Herkulanum“, „Die Geschlechter“, „Der Tanz“, „Der Genius“, „Das Glück“ und „Nänie“. Sie alle sind zwischen 1795 und 1799 entstanden und weisen, in Anknüpfung an die Antike, die äußere Versform reimloser Distichen auf. Inhaltlich sind sie am ehesten dem letzten der oben erwähnten Traditionsstränge zuzuordnen, da hier in erster Linie um Vergangenes und die allgemeine Vergänglichkeit der Dinge getrauert wird.
4 vgl.: Grundzüge der Literatur- und Sprachwissenschaft. S. 277.
5 Reallexikon. S. 431.
6 Ebd.
7 Diese Klassifizierung findet sich im Inhaltsverzeichnis von: Friedrich Schiller. Sämtliche Werke; 1.
Band. S. 1012.
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II.1 Entstehungsgeschichte
Doch was ist das spezifisch „Elegische“, das eine Dichtung als zu dieser Gattung gehörig ausweist? Schiller verstand unter dem Begriff nicht nur eine Gedichtart sondern auch eine bestimmte Form der Schreib- und Empfindungsweise, welche sogar den Dichter selbst zu einem elegischen, also zu einer Person elegischen Charakters, macht. Was ist es, das jene Dichter so grundlegend von anderen unterscheidet, daß man ihren ganzen Charakter dem ihm innewohnenden Prinzip des Elegischen unterordnen kann? In seiner Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“ 8 versucht Schiller, Antworten auf diese, sich ihm stellenden Fragen zu finden. Sie waren jedoch nicht der Auslöser für sein Verfassen der Schrift, vielmehr traten sie erst im Laufe seiner zunehmenden Beschäftigung mit derselben auf. Im September des Jahres 1794 begann er, an einem Aufsatz „Über das Naive“ zu arbeiten, welcher jedoch zunächst allein, im 11. Stück der „Horen“ am 24.11.1795 erschien 9 , denn die gesamte Abhandlung „ist nicht nach einem vorher genau konzipierten Plan, sondern aus Einzelfragen und Teiluntersuchungen im Rahmen seiner Beschäftigung mit der Ästhetik überhaupt entstanden“ 10 , und erwähnter erster Teil sollte ganz allgemein den Unterschied zwischen „Einfalt der Natur“ und „Cultur“ 11 behandeln. Doch im Zuge der weiteren Ausarbeitung seiner Gedanken kommt Schiller im Oktober 1795 zu der Frage, ob „neuere Dichter nicht besser thun, das Ideal als die Wirklichkeit zu bearbeiten?“ 12 Als zusätzliche Ursache der Beschäftigung mit diesem Thema wird gemeinhin angenommen, daß Schiller das dringende Bedürfnis verspürte, „sich selbst als sentimentalischen Dichter und Goethe als naiven zu verstehen“. 13 So folgte denn auch bald der zweite Teil der heutigen Fassung seiner Abhandlung, welcher ursprünglich den Titel „Die sentimentalischen Dichter“ trug und im 12. Stück der „Horen“ Ende 1795 veröffentlicht wurde 14 - dicht gefolgt vom dritten und letzten Teil, der in der folgenden „Horen“-Ausgabe als „Beschluß der Abhandlung
8 Ich werde mich im folgenden auf die Ausgabe seiner Abhandlung beziehen, die in: Schillers Werke.
Nationalausgabe. Band 20, Teil 1; Philosophische Schriften. Hg. v. Benno von Wiese. Weimar: Böhlaus
Nachfolger 1962. erschienen ist, und diese abkürzen mit: NA [Band], [Seite]([Zeile]).
9 entspricht NA 20, 413-436(8) der heutigen Fassung.
10 NA 21, 279.
11 NA 21, 279: Brief an Wilhelm von Humboldt vom 07.09.1795.
12 NA 21, 281.
13 Ebd.
14 Entspricht NA 20, 436(9)-473(12) der heutigen Fassung.
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über naive und sentimentalische Dichter, nebst einigen Bemerkungen einen charakteristischen Unterschied unter den Menschen betreffend“ am 22.01.1796 gedruckt wurde 15 . Ende August 1800 erschienen dann erstmals alle drei Aufsätze zusammen unter dem Titel „Über naive und sentimentalische Dichtung“ im zweiten Teil der Sammlung „Kleinere prosaische Schriften“ in Leipzig.
II.2 Inhaltsüberblick
Friedrich Schiller entwirft in seiner Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“ ein höchst komplex strukturiertes, auf einem durchgehend antithetischen Prinzip aufgebautes Raster, in welches er nacheinander sämtliche Dichtarten, Empfindungsweisen, Menschentypen, Dichter-charaktere und geschichtlichen Entwicklungsstadien der menschlichen Onto- wie Phylogenese einordnet. Um dieses Raster in all seinen kleinen Verästelungen und Ebenenwechseln einigermaßen angemessen wiedergeben zu können, wird es nötig sein, die antithetische Struktur beizubehalten. Der Übersicht zuliebe werde ich meine Darstellung aber nicht an der inneren Chronologie der Abhandlung sondern an der Gesamtstruktur des von Schiller entworfenen Rasters, wie es sich mir nach vollständiger Lektüre der Schrift präsentiert, orientieren. Dieses stellt sich (grob vereinfacht und nur auf die Dimension der Dichtung beschränkt) wie folgt dar:
15 Entspricht NA 20, 473(13)-503(20) der heutigen Fassung.
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Zunächst schildert Schiller dem Leser den allgemeinen Gegensatz Natur-Kultur/Kunst und bringt diesen mit den sich in dem jeweiligen Zustand befindlichen natürlichen, bzw. kultivierten, Menschen in Zusammenhang, indem er die beiden Zustände als phylogenetische Stadien begreift. Durch diese Vorgehensweise, Natur und Kultur also zueinander in zeitliche Distanz zu bringen, ergibt sich für Schiller eine Identifizierung dieser Stadien mit Epochen der Menschheitsgeschichte: Antike = Natur; Neuzeit = Kultur. Schiller betont jedoch an anderer Stelle, daß er diese Einteilung weniger rein zeitlich als vielmehr auf die zu der Zeit jeweils vorherrschende Gesinnung und Empfindungsweise der Menschen, verstanden wissen will. 16 Es gibt insofern auch durchaus in heutiger Zeit noch natürliche Menschen, sie waren nur in der Antike zahlreicher, weil sie damals keine Ausnahmen darstellten sondern der Regel entsprachen. Nachdem Schiller also die Menschheit in zwei Gruppen gespalten hat, bezieht er diese auf die Dichtung und konstatiert: Natürliche Menschen dichten naiv, kultivierte Menschen dichten sentimentalisch 17,18 . Es folgt - mit Hilfe einer Charakterisierung derselben - eine genauere Begriffsbestimmung.
II.3 Begriffsbestimmung
Jeder Mensch ist in der Lage, positive Gefühle für die Natur zu entwickeln, und zwar nur, weil das betrachtete Objekt wahre Natur (als das edle Subjekt der naiven Dichtung) und somit naiv (= den besseren Teil eines Kontrastes zur Kultur bildend) ist, sich also als ein Dasein, in dem die Dinge nur den naturgesetzlichen Notwendigkeiten unterworfen sind, zeigt 19 . Dieses positive Empfinden bei Konfrontation mit der Natur wird durch eine durch sie symbolisierte Idee (unserer aufs Höchste vollendeten Ideale) vermittelt, kommt also nicht unmittelbar aus der sinnlichen Anschauung. Folglich bewundern wir die Natur nicht aus ästhetischen sondern aus moralischen Interessen 20 , denn diese Idee erinnert uns an unseren natürlichen Urzustand. Auch der Anblick eines Kindes löst die-
16 vgl.:NA 20, 437-438(35): Anm.
17 vgl.: NA 20, 439(1-3).
18 W. Binder bemerkt hinsichtlich einer Begriffsbestimmung von ‚naiv’ und ‚sentimentalisch’, daß sie
transzendental-ontologisch gemeint sind: „Die Begriffe ‚naiv’ und ‚sentimentalisch’ bezeichnen zu-
nächst zwei allgemeinste Prinzipien. [...] Diese [...] lassen sich nur darum auf bestimmte Gegenstände
anwenden, weil sie nicht an Gegenständen hängen, sondern vorgegebene Formen der Betrachtung sind.
Nichts ist an sich naiv oder sentimentalisch, sondern es erscheint dem Subjekt im Horizont dieser Prin-
zipien und wird ‚naiv’ genannt, wenn es sich selbst genügt, und ‚sentimentalisch’, wenn es die reflektie-
rende Verallgemeinerung fordert.“: Binder, Wolfgang: Die Begriffe „naiv“ und „sentimentalisch“ und
Schillers Drama. S. 142-143.
19 vgl.: NA 20, 413(1-31).
20 vgl.: NA 20, 414(4-7).
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se Assoziationen in uns aus, und wir empfinden Rührung, weil phylogenetische Anlage und Bestimmung des Menschen in ihm ontogenetisch dargestellt sind. Es vergegenwärtigt das aufgegebene, von uns nicht erfüllte Ideal 21 , denn im natürlichen Menschen bilden Sinnlichkeit und Vernunft ein harmonisches Ganzes 22 , während im kultivierten Menschen das Gegenteil der Fall ist, und die Harmonie nur als Ideal (also als von allen Menschen zu erstrebendes Ziel, in welchem die Verbindung von Autonomie des menschlichen Willens und Heteronomie des Naturgesetzes verwirklicht ist) existiert 23 . Der natürliche Mensch erhält seinen Wert durch die absolute Erreichung einer endlichen Größe, während der kultivierte Mensch zwar sein Ideal aufgrund dessen Unendlichkeit nie erreichen kann, sich ihm aber (über die natürliche Vollkommenheit hinaus) unendlich annähert 24 . Hinsichtlich der beiden angestrebten Ziele zeigt sich, daß jenes, zu welchem der Mensch durch Kultur strebt, demjenigen, welches er durch Natur erreicht, übergeordnet ist, da es dem Ideal der Menschheit entspricht und der natürliche Mensch, um dasselbe zu erreichen, in einen kultivierten Zustand übergehen müßte, um sich seiner Endlichkeit entledigen zu können 25 .
Dasselbe läßt sich entsprechend auf die beiden Dichtertypen übertragen 26 , denn der naive Dichter beschränkt sich auf die bloße Nachahmung der Wirklichkeit 27 (wie sie schon Aristoteles postuliert hat 28 ) und reflektiert seine Anschauungen nicht. Durch diese Eindimensionalität von Dichtung kann der Leser zwar in verschiedener Stärke, aber nie verschiedenartig gerührt werden 29 . Naive Dichtung macht immer einen fröhlichen, reinen und ruhigen Eindruck, und der Leser genießt die Wahrheit und Gegenwart des Objektes in seiner eigenen Einbildungskraft 30 . Der sentimentalische Dichter dagegen erhebt die Harmonie zwischen der unendlichen Ideenwelt und der endlichen Wirklichkeit zum Ideal und stellt dieses dar, seine Anschauungen werden also reflektiert und zwar, indem der Gegenstand auf die Idee bezogen wird; dadurch erhält seine Dichtung eine zweite Dimension, in welcher die Rührung und das gemischte Gefühl gegründet sind, in die der Leser und der Dichter selbst versetzt werden 31 . Sentimentalische Dichtung
21 vgl.: NA 20, 416(14-29).
22 vgl.: NA 20, 487(20-22).
23 vgl.: NA 20, 438(6-8).
24 vgl.: NA 20, 438(6-11) & 474(25-32).
25 vgl.: NA 20, 438(14-30) & 477(26-32).
26 vgl.: NA 20, 439(1-3).
27 vgl.: NA 20, 437(20-21) & 440(26-28).
28 Dichtkunst ist Nachahmung: vgl.: Aristoteles: Poetik. S. 5.
29 vgl.: NA 20, 440(26)-441(7).
30 vgl.: NA 20, 441(28-32): Anm.
31 vgl.: NA 20, 441(8-18) & 452(31-38).
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Arbeit zitieren:
M.A. Kristina Wiethaup, 2004, Schillers ethische Naturkonzeptionen und deren theoretische (im Begriff des 'Elegischen') sowie praktische (exemplarisch in der Elegie 'Der Spaziergang') ästhetische Darstellung, München, GRIN Verlag GmbH
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