1. Einleitung 2
2. Von der Einwanderung bis zum aktuellen Nahostkonflikt. 3
3. Yassir Arafat und die Fatah 6
4. Die PLO. 7
5. Die israelische Gegen-Intifada 9
6. Die Hamas 9
7. Die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden 12
8. Der Palästinensische Islamische Jihad. 13
9. Fazit. 14
10. Literaturverzeichnis 15
1
1. Einleitung
Konflikte zwischen Völkern und Religionen sind leider so alt wie die Menschheit selbst. Der Nahe Osten und vor allem das Gebiet Palästinas war und ist Schauplatz vieler blutiger Schlachten um die Vorherrschaft im Nahmen der einzelnen Religionen oder Machtsphären. Das Judentum und der Islam sind dabei die Hauptkonfliktparteien und gleichzeitig Stellvertreter. In dieser Ausarbeitung geht es um die Einwanderung der Zionisten in das „gelobte“ Land und um die arabischen bzw. palästinensischen Gruppierungen, die sich bildeten um dem
Siedlungsbestreben der Zionisten entgegenzuwirken und die Autonomie Palästinas. Die Gruppierungen und Vereinigungen sind die PLO und Fatah so wie stellvertretend für alle weiteren terroristischen Vereinigungen die Hamas, die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden und der Palästinensische Islamische Jihad. Es geht vorrangig um die Entstehung und um das aktive bzw. aktuelle „Wirken“ im Kampf mit terroristischen Mitteln für die Freiheit Palästinas aber auch um die Autonomiebestrebungen und die friedlichen politischen Bemühungen.
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2. Von der Einwanderung bis zum aktuellen Nahostkonflikt
Im Jahre 1882 1 begann die erste Einwanderungswelle auch Alijah 2 genannt. In dieser Zeit emigrierten ca. 30000 vor allem russische Juden nach Palästina, denn das russische Zarenregime überzog das Land mit einer wahren Pogromwelle. Die Zahl der Juden im Kerngebiet betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 5 %. 3 Die Zeit der Jahre 1905-1914 waren geprägt durch europäische, aber vor allem durch russische Einwanderer, die das Zarenreich fluchtartig verließen. Schon 1896 schlägt der Wiener Journalist Theodor Herzl in seinem Buch „Judenstaat“ die Schaffung eines selbigen in Palästina vor 4 . Ein Jahr später findet in Basel der erste zionistische Kongress statt, dort wurde die Schaffung einer Heimstätte für das jüdische Volk zum Programm erhoben. Am 2. November 1917 5 ist es soweit, den Juden wird durch die britische Regierung eine nationale Heimstätte zugesagt. Diese Zusage erfolgte durch die Balfour Erklärung. In diesem Brief des Staatsmann Arthur James Balfour an Lord Edmont James Rothschild, welcher einer bekannter britischer Zionist war, stand: 6
„Verehrter Lord Rothschild,
ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.
Ihr ergebener Arthur Balfour “
1 vgl. Hornung, Klaus: Krisenherd Naher Osten, S. 77 ff.
2 Lüders, M. : Plo, S. 13 ff
3 BZfpB: Der israelisch-arabische Konflikt, S. 34
4 Hornung, Klaus : Krisenherd Naher Osten, S. 78
5 Hornung, Klaus : Krisenherd Naher Osten, S. 84
6 http://www.palaestinaonline.de/balfour.htm
3
Die Briten verfolgten dabei aber eigene kriegspolitische Ziele und brauchten die Unterstützung der finanzstarken jüdischen Gemeinschaft. 7 Großbritannien wollte sich damit geopolitisch einen Garanten und Verbündeten für ihre Einflusssphäre im Nahen Osten schaffen bzw. sichern. Damit ging auch das Außerkraftsetzen des Sykes/Picot Geheimabkommens zwischen Großbritannien und Frankreich einher, welches den vorderen Orient in kolonialistische Machtsphären aufteilte, denn die europäischen Großmächte sahen einen arabischen Staat in diesem Gebiet schon damals als illusorisch. Im Jahre 1919 8 schlägt Balfour erneut die Schaffung eines Judenstaates in Palästina vor. In unterstützte dabei die Zionistische Weltorganisation, vor allem deren Präsident Chaim Weizmann, der die Zuwanderung jährlich auf über 80.000 Juden erhöhen wollte, und zwar solange, bis „ Israel genauso jüdisch ist wie England englisch ist“. 9 Den Emigranten wurde dabei die Existenz einer einheimischen Bevölkerung verschwiegen bzw. wurde es von offizieller Seite geleugnet und ignoriert. 1922 10 besuchte Winston Churchill auf seiner Nah-Ostreise Palästina und er versicherte, dass er zur Balfour- Deklaration stehe, aber dass die Zionisten nie ein Mitspracherecht erhalten, so sagte Churchill: „Palästina wird nie so jüdisch wie England englisch ist“ 11 . Chaim W eizmann war auc h Vorsitzender der Jüdischen Agentur, die, die vor allem alle nicht-zionistische Juden in den USA dazu mobilisieren sollte, finanzielle Unterstützung zu leisten oder aber vor allem auch zur Ausreise nach Palästina zu bewegen. Bis zum Jahre 1935 wanderten immer mehr Juden aus Europa und vor allem den USA nach Palästina aus. Dort galt dann das Motto von Franz Oppenheimer, der 1903 schon sagte: „… um eine breite territoriale Basis zu erlangen müssen wir ein Netz aus Bauernkolonien über das Land verteilen, das wir erwerben wollen“ 12 . Getreu diesem Motto kauften viele wohlhabende jüdische Emigranten das Land vieler armer arabischer Bauern oder Großgrundbesitzer, dabei wurde der Arbeitsmarkt zusehends durch immer mehr und gut ausgebildete Zionisten besetzt. Dies führte zur Verdrängung und Verelendung der Araber. In diesen Jahren wird die Hagana als jüdische Militärformation und zum Schutz der Siedler gegründet. Auf Grund der überragenden finanziellen Unterstützung wurde sie sehr schnell und vor allem sehr modern ausgerüstet. Durch die radikale Siedlungspolitik kam es zu Notlagen, die Streiks und
7 Müller-Serten, G. : Palästinas feindliche Brüder , S. 126 f.
8 Lüders, M. : Plo, S. 13 ff
9 vgl. Lüders, M. : Plo, S. 13 ff
10 ebd. S.14
11 zit. Lüders, M. : Plo, S. 14
12 Lüders, M. : Plo, S. 13 ff
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Arbeit zitieren:
Magister Bildungsmanagement Heiko Wulschner, 2005, Israel und der Terrorismus im Nahen Osten, München, GRIN Verlag GmbH
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