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INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG Seite 3
2. MÄDCHENWELTEN Seite 3 - 16
a) Der Wandel des Bildes von Weiblichkeit
b) Die Folgen des Wandels
c) Verschiedene Verhaltensmuster von Jungen und Mädchen
d) Freizeitgestaltung von Mädchen
e) Die Bedeutung einer Jugendkultur für Mädchen
f) Mädchenarbeit heute
3. SCHLUSSWORT Seite 17
4. LITERATURVERZEICHNIS Seite 18
- Seite 3 - 1.EINLEITUNG
Mädchen und Jungen in einer Jugendkultur.
• Werden sie gleich behandelt?
• Sind die Geschlechterrollen verschieden definiert?
• Wodurch werden die unterschiedlichen Erwartungen hervorgerufen?
• Wie werden Mädchen in unserer Gesellschaft behandelt?
• Was wird von Ihnen erwartet?
• Was macht die Interessen der jungen Damen aus?
• Was ist bezeichnend für ihr Verhalten?
Diese und noch viele andere Fragen habe ich mir gestellt, als ich mich dazu entschieden habe, eine Studienarbeit über dieses Thema zu schreiben und mich dazu intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Wie ich schnell gemerkt habe, ist es dazu notwendig, sowohl soziale, pädagogische, als auch soziologische Aspekte zu betrachten und ebenso die Geschichte und den Wandel der Rollenzuschreibungen für das weibliche, wie auch männliche Geschlecht nicht außer Acht zu lassen.
Im Folgenden stelle ich nun die Ergebnisse meiner Recherchen vor.
2. MÄDCHENWELTEN
Wenn wir uns zurück erinnern, an die Zeit unseres Heranwachsen, kennen wir sicher alle die Phasen, in denen man als Mädchen plötzlich alle Jungs doof gefunden hat, genauso auch umgekehrt, die Jungs nicht mit den Mädchen spielen wollten. Diese Beobachtungen im Alter von etwa 8-11 Jahren zeigen Verhaltensweisen, in denen wir in eine Phase unserer Entwicklung kommen, in der es für uns elementar ist, unsere Rolle, unsere Identität als Junge beziehungsweise Mädchen zu finden.
- Seite 4 -Hierbei ist jedoch auch zu fragen, inwieweit ein solches Verhalten uns von unserem Umfeld auferlegt wird.
Frau Dr. Petra Focks stellt in ihrem Buch „Starke Mädchen , Starke Jungs“ 1 durch eine psychologische Untersuchung fest, dass „viele Menschen die Geschlechtszugehörigkeit (...) nicht aufgrund des tatsächlichen Verhaltens beurteilen (...) Vielmehr die angenommene Geschlechtszugehörigkeit ist entscheidend für die Verhaltens - und Eigenschaftenbeschreibungen“ 2
Dies verdeutlicht stark, dass unser biologisches Geschlecht die Erwartung beeinflusst, die von anderen an uns gestellt wird. Gleiche Verhalten von Jungen und Mädchen werden unterschiedlich wahrgenommen und bewertet.
a) Der Wandel des Bildes von Weiblichkeit
Wenn man den Wandel der pädagogischen Ansätze für Jugendliche anscha ut, stellt man fest, dass geschlechtsspezifische Jugendarbeit früher kaum praktiziert wurde. Ganz nach dem Motto „Was für Jungen gut ist, kann auch Mädchen nicht schaden“ ging man vor, ohne auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Geschlechts einzugehen. Hierbei kamen die Mädchen eindeutig schlechter weg, da sich die Angebote an den Jungen orientierten und die Mädchen somit mitlaufen mussten. Dies bringt Mädchen von klein auf in eine minderwertige Position. Es wird durch ein solches Vorgehen vermittelt „Ihr seid zweitrangig und unzulänglich“. Die besonderen Bedürnisse von Mädchen wurden schlicht übergangen. Ein traditionelles Bild wird vermittelt: Die Frau ist dazu da, den Mann in seiner Lebensgestaltung zu unterstützen und ihm zu dienen. Ebenso werden ihnen eher häusliche Tätigkeiten zugeschrieben, was sie gar nicht erst dahin fördert, eigene Hobbies zu entwickeln und Interessen auszuleben. Eigene Wünsche oder gar Selbstverwirklichung werden nicht erwünscht. Hinzu kommt, dass von Mädchen erwartet wird, stehts ein schönes Erscheinungsbild zu haben, sich anständig zu benehmen, möglichst nicht aus der Reihe zu tanzen und schön anzusehen zu sein.
Aus diesem Vorgehen ergibt sich für Mädchen und Frauen ein zurückhaltendes Auftreten. Sie fühlen sich herabgesetzt, immer an zweiter Stelle stehend und nicht gleich viel wert,
1 Vergleiche: Focks, Petra: „Starke Mädchen, Starke Jungs“, 2002, Seite 55 - 78, Zitat Seite 63
2 Zitat: Focks, Petra: „Starke Mädchen, Starke Jungs“, 2002, Seite 62
- Seite 5 -wie ihre männliche Artgenossen. Allerdings bringt der Rückzug der Mädchen in Zurückhaltung und Schüchternheit nur eines mit sich: Einen Kreislauf! Wenn Mädchen sich zurückziehen, provoziert das die Jungen dazu, dominant zu sein, die Dinge in die Hand zu nehmen. Dies fördert natürlich nicht, dass Mädchen aus ihrer Passivität herauskommen, im Gegenteil: Sie werden Opfer ihres eigenen Verhaltens, da sie noch mehr in den Hintergrund treten. 3
Mädchen waren in den Jugendkulturen immer nahezu unsichtbare Mitläufer. Zum Wandel dieser Bilder haben vorallem vier Phasen in den 60er Jahren beigetragen. Mitte der 60er Jahre kam es zu einer „weicheren“ Arbeiter- Subkultur, die Mod- Subkultur, die den Mädchen den Zutritt in ihre Groups offener und direkter gestaltete. Sie hatten zwar nach wie vor eine Stellung unter den Jungen, durften aber teilnehmen. Ein zweiter Schritt waren die darauffolgendesn Hippies ebenfalls in den 60er Jahren. Sie waren eine Kultur der Mittelschicht, in der Frauen und Mädchen eine sichtbare und aktive Rolle einnehmen durften.
Angeregt durch die Mods und Hippies entstand ein dritter wesentlicher Wandel: Unisex Kleidung, die für Mädchen und Jungen gleich entworfen wurde war nun Tre nd. Nebeneffekt war eine Verschmelzung von geschlechtstypischen Mode - Aspekten. Viertens kam die Pop- Kultur auf, die Männern ein sehr feminines Image vermittelte, was ebenso dazu führte geschlechtstypische Rollenerwartungen zu verwischen. 4
Ebenso das Bild der Mädchenpädagogik hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt.
Das Stichwort, dass hier einen großen Teil dazu beigetragen hat nennet sich „GENDER MAINSTREAMING“. Schon seit 1985 gibt es diesen Begriff nun, doch man meint, er sei gerade erst richtig im Kommen.
Die Definition 5 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (kurz:
3 Vergleiche: Schumacher, A.C. Michaela: „Leben(s)- Zeit- Räume von Mädchen“ (aus: Mädchenwelten, Mädchenpädagogik, 1996) Seite 35- 45
4 McRobbie, Angela, Garber, Jenny: „Mädchen in Subkulturen“ (aus: Jugendkultur als Widerstand, 1979) Seite 217- 237
5 aus: http://www.gender-mainstreaming.net/gm/definition.html Seite des BMFSFJ (Zugriff am 01.06.2005)
- Seite 6 -BMFSFJ) soll eine kurze Erklärung bieten, worum es geht:
Gender Mainstreaming
bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Gender
kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern.
Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar. Mainstreaming
(englisch für "Hauptstrom") bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird
Gender Mainstreaming hat vorallem zwei Hauptziele: Es soll Benachteiligung abbauen und Gleichberechtigung fördern und das in allen Bereichen des Lebens. Leitfragen von gender Mainstreaming sind vorallem:
Tragen Angebote zur Chancengleichheit bei? ?
Wie wirken sich Maßnahmen auf Mädchen, beziehungweise Jungen aus? ?
Gender Mainstreaming geht von unterschiedlichen Verhaltensmuster der Geschlechter und ungleichen Machtverhältnissen aus, die es auszugleichen und zu ändern gilt. Leider zeigt die Praxis jedoch, dass viele Jugendprogramme davon ausgehen, dass ihre Konzepte geschlechtsneutral sind. Gender Mainstreaming nennt ein solches Vorgehen „geschlechtsblind“ 6
Wie Eingangs schon erwähnt, wurde der Begriff des „Gender Mainstream“ schon Mitte der 80er Jahre das erste Mal vernommen, doch die Umsetzung in die Praxis funktioniert
6 Vergleiche: Richter, Ulrike: „Jugendsozialarbeit im Gender Mainstream“, 2004, Seite 9- 17
Arbeit zitieren:
Stefanie Braun, 2005, Mädchenarbeit in Jugendkulturen, München, GRIN Verlag GmbH
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