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Mädchenarbeit in Jugendkulturen

Title: Mädchenarbeit in Jugendkulturen

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Stefanie Braun (Author)

Social Work
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Wenn man den Wandel der pädagogischen Ansätze für Jugendliche anscha ut, stellt man fest, dass geschlechtsspezifische Jugendarbeit früher kaum praktiziert wurde. Ganz nach dem Motto „Was für Jungen gut ist, kann auch Mädchen nicht schaden“ ging man vor, ohne auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Geschlechts einzugehen. Hierbei kamen die Mädchen eindeutig schlechter weg, da sich die Angebote an den Jungen orientierten und die Mädchen somit mitlaufen mussten. Dies bringt Mädchen von klein auf in eine minderwertige Position. Es wird durch ein solches Vorgehen vermittelt „Ihr seid zweitrangig und unzulänglich“. Die besonderen Bedürnisse von Mädchen wurden schlicht übergangen. Ein traditionelles Bild wird vermittelt: Die Frau ist dazu da, den Mann in seiner Lebensgestaltung zu unterstützen und ihm zu dienen. Ebenso werden ihnen eher häusliche Tätigkeiten zugeschrieben, was sie gar nicht erst dahin fördert, eigene Hobbies zu entwickeln und Interessen auszuleben. Eigene Wünsche oder gar Selbstverwirklichung werden nicht erwünscht. Hinzu kommt, dass von Mädchen erwartet wird, stehts ein schönes Erscheinungsbild zu haben, sich anständig zu benehmen, möglichst nicht aus der Reihe zu tanzen und schön anzusehen zu sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MÄDCHENWELTEN

a) Der Wandel des Bildes von Weiblichkeit

b) Die Folgen des Wandels

c) Verschiedene Verhaltensmuster von Jungen und Mädchen

d) Freizeitgestaltung von Mädchen

e) Die Bedeutung einer Jugendkultur für Mädchen

f) Mädchenarbeit heute

3. SCHLUSSWORT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Mädchen innerhalb von Jugendkulturen und analysiert den historischen sowie sozialen Wandel von Rollenbildern und Erwartungshaltungen, um daraus Ansätze für eine zeitgemäße Mädchenarbeit abzuleiten.

  • Historische Entwicklung des weiblichen Rollenbildes und der pädagogischen Ansätze
  • Einfluss von Geschlechtsidentität auf das Verhalten in der Adoleszenz
  • Die Rolle und Bedeutung von Jugendkulturen und "Peer Groups" für Mädchen
  • Freizeitgestaltung und mediale Einflüsse auf junge Frauen
  • Konzepte der modernen Mädchenarbeit unter Einbeziehung von Gender Mainstreaming

Auszug aus dem Buch

a) Der Wandel des Bildes von Weiblichkeit

Wenn man den Wandel der pädagogischen Ansätze für Jugendliche anschaut, stellt man fest, dass geschlechtsspezifische Jugendarbeit früher kaum praktiziert wurde. Ganz nach dem Motto „Was für Jungen gut ist, kann auch Mädchen nicht schaden“ ging man vor, ohne auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Geschlechts einzugehen.

Hierbei kamen die Mädchen eindeutig schlechter weg, da sich die Angebote an den Jungen orientierten und die Mädchen somit mitlaufen mussten.

Dies bringt Mädchen von klein auf in eine minderwertige Position. Es wird durch ein solches Vorgehen vermittelt „Ihr seid zweitrangig und unzulänglich“. Die besonderen Bedürfnisse von Mädchen wurden schlicht übergangen. Ein traditionelles Bild wird vermittelt: Die Frau ist dazu da, den Mann in seiner Lebensgestaltung zu unterstützen und ihm zu dienen. Ebenso werden ihnen eher häusliche Tätigkeiten zugeschrieben, was sie gar nicht erst dahin fördert, eigene Hobbies zu entwickeln und Interessen auszuleben. Eigene Wünsche oder gar Selbstverwirklichung werden nicht erwünscht. Hinzu kommt, dass von Mädchen erwartet wird, stehts ein schönes Erscheinungsbild zu haben, sich anständig zu benehmen, möglichst nicht aus der Reihe zu tanzen und schön anzusehen zu sein.

Aus diesem Vorgehen ergibt sich für Mädchen und Frauen ein zurückhaltendes Auftreten. Sie fühlen sich herabgesetzt, immer an zweiter Stelle stehend und nicht gleich viel wert, wie ihre männliche Artgenossen. Allerdings bringt der Rückzug der Mädchen in Zurückhaltung und Schüchternheit nur eines mit sich: Einen Kreislauf! Wenn Mädchen sich zurückziehen, provoziert das die Jungen dazu, dominant zu sein, die Dinge in die Hand zu nehmen. Dies fördert natürlich nicht, dass Mädchen aus ihrer Passivität herauskommen, im Gegenteil: Sie werden Opfer ihres eigenen Verhaltens, da sie noch mehr in den Hintergrund treten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autorin legt die zentrale Fragestellung dar, ob Mädchen und Jungen in Jugendkulturen gleich behandelt werden und welche soziologischen Aspekte für die Identitätsfindung relevant sind.

2. MÄDCHENWELTEN: Dieses Kapitel analysiert den historischen Wandel des weiblichen Rollenbildes, den Einfluss von Peer-Groups, mediale Prägungen sowie spezifische Ansätze der Mädchenarbeit wie Gender Mainstreaming.

3. SCHLUSSWORT: Hier zieht die Autorin ein kurzes Resümee und hält fest, dass ihre Arbeit lediglich einen Einblick in die facettenreiche Thematik der Rolle von Mädchen in Jugendkulturen bieten konnte.

Schlüsselwörter

Mädchen, Jugendkulturen, Rollenbilder, Adoleszenz, Gender Mainstreaming, Sozialisation, Identitätsbildung, Peer Groups, Mädchenarbeit, Weiblichkeit, Jugendarbeit, Gleichberechtigung, Freizeitgestaltung, Pädagogik, Selbstverwirklichung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Mädchen in Jugendkulturen und untersucht, wie soziale und pädagogische Rollenzuschreibungen ihre Entwicklung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit deckt Themen wie den Wandel des Weiblichkeitsbildes, geschlechtsspezifische Verhaltensmuster, den Einfluss von Medien und Boygroups sowie die Prinzipien der modernen Mädchenarbeit ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen traditionellen Erwartungshaltungen an Mädchen und dem modernen Streben nach Selbstverwirklichung aufzuzeigen und Ansätze für eine parteiliche Mädchenarbeit zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Studienarbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert, um soziologische und pädagogische Konzepte zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungen, den Einfluss von Peer-Groups und Medien sowie konkrete pädagogische Leitlinien wie Parteilichkeit und Partizipation.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Kernbegriffe sind Mädchenwelten, Jugendkultur, Gender Mainstreaming, Identitätsfindung und Mädchenarbeit.

Wie hat sich die Rolle von Mädchen in Jugendkulturen historisch verändert?

Mädchen waren früher meist passive Mitläuferinnen, während sie heute aktiver am Geschehen teilnehmen, wobei sie sich dennoch oft noch in männlich geprägten Strukturen behaupten müssen.

Welche Bedeutung haben Boygroups im Kontext der Mädchensozialisation?

Boygroups dienen als Beispiel für eine eigene "Traumwelt" von Mädchen, in der Identität und romantische Vorstellungen erprobt werden können, allerdings bergen sie auch das Risiko, dass Mädchen sich in ihrer Fantasie verlieren.

Was bedeutet der Ansatz des "Gender Mainstreaming" in der Mädchenarbeit?

Er bedeutet, die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen bei allen Entscheidungen und Jugendprogrammen systematisch zu berücksichtigen, um bestehende Benachteiligungen abzubauen.

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Details

Title
Mädchenarbeit in Jugendkulturen
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen  (Berufsakademie Villingen Schwenningen)
Course
Soziologie der Lebensalter
Grade
1,8
Author
Stefanie Braun (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V54237
ISBN (eBook)
9783638494892
ISBN (Book)
9783656803515
Language
German
Tags
Mädchenarbeit Jugendkulturen Soziologie Lebensalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Braun (Author), 2005, Mädchenarbeit in Jugendkulturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54237
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