Verfasser I
Verfasser
Patrick Koops
Magister Artium
7. Fachsemester
Fächer: Politikwissenschaft (HF), Neuere Geschichte (NF), Neuere englische Literaturwissenschaft (SE), Text- und Mediengermanistik (SE)
Im Rahmen des Hauptseminars: „Care-Arrangements im deutschen Wohlfahrtsstaat im Kontext des demographischen Wandels“
Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Verfasser I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 Einleitung 6
2 Begriffsbestimmung: Sozialstaat Wohlfahrtsstaat 7
3 Typologie der Wohlfahrtsregime 8
3.1 Die drei Welten des Wohlfahrtskapitalismus nach Esping-Andersen 8
3.1.1 Dekommodifizierung 9
3.1.2 Stratifizierung 10
3.1.3 Staat Markt Familie 11
3.2 Wohlfahrtsregime nach Esping-Andersen 11
3.2.1 Liberales Modell 11
3.2.2 Konservatives Modell 12
3.2.3 Sozialdemokratisches Modell 12
3.3 Ausweitung der drei Welten des Wohlfahrtskapitalismus 13
3.3.1 Globalisierung 13
3.3.2 Private Haushalte 13
4 Deutschland und Dänemark 14
4.1 Historischer Vergleich 14
4.1.1 Die Anfänge des Wohlfahrtsstaates in Deutschland bis 1920 14
4.1.2 Die Anfänge des Wohlfahrtsstaates in Dänemark bis 1920 16
4.1.3 Wohlfahrtsstaatsentwicklung 1920 bis 1945 in Deutschland 17
4.1.4 Wohlfahrtsstaatsentwicklung 1920 bis 1945 in Dänemark 18
4.1.5 Wohlfahrtsstaatsentwicklung in der BRD ab 1945 18
4.1.6 Wohlfahrtsstaatsentwicklung in Dänemark ab 1945 19
4.2 Die Verankerung des Wohlfahrtsstaates im deutschen Grundgesetz 20
4.3 Die Verankerung des Wohlfahrtsstaates in der dänischen Verfassung 21
4.4 Politische Gestaltungsprinzipien 21
Inhaltsverzeichnis III
4.5 Pfadabhängigkeit 22
4.6 Der Machtressourcen-Ansatz 23
4.7 Social Policies Typologie der Versicherungsmodelle 24
4.7.1 Rentenversicherung 25
4.7.2 Krankenversicherung 26
4.8 Charakterisierung der Wohlfahrtsregime (D DK) 27
5 Fazit 30
Literaturverzeichnis 32
Internetquellen 33
Anhang 34
Abbildungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Typen und Dimensionen des Wohlfahrtsstaats 9
Abbildung 2: Rangreihe der Wohlfahrtsstaaten nach der Größe
des Dekommodifizierungsindex 10
Abkürzungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis
bzgl. bezüglich
bzw. Beziehungsweise
d. h. das heißt
et.al. et altera
ggf. Gegebenenfalls
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
o. g. oben genannte(n)
o. J. ohne Jahresangabe
S. Seite(n)
sog. so genannte(n)
u. a. unter anderem
u. U. unter Umständen
z. B. zum Beispiel
GG Grundgesetz
Einleitung 6
1 Einleitung
Seit den neunziger Jahren hat Gøsta Esping-Andersen (1990) sein Konzept der Wohlfahrtsregime entwickelt. Bis dahin war das Niveau der Sozialausgaben die gängige Variable zur Bestimmung der Wohlfahrtsstaatlichkeit. Esping-Andersen versucht die Auswirkungen der Wohlfahrtsregime auf die Bürger durch eine theoretisch-empirische Analyse zu veranschaulichen. Zu diesem Zweck charakterisiert er drei Wohlfahrtsstaatstypen, und zwar das liberale, sozialdemokratische und konservative Modell. In diesem Kontext ist Dänemark dem sozialdemokratischen Modell und Deutschland dem konservativen Modell zuzuordnen. Lessenich und Ostner (1998) jedoch bezeichnen beispielsweise das konservative Wohlfahrtsregime als einen bunten „Flickenteppich“ 1 , dem Esping-Andersen die Wohlfahrtsstaaten zugeordnet hat, die nicht zu den anderen beiden Modellen passten. Gegenstand dieser Arbeit ist es, die Typologie Esping-Andersens und die berücksichtigten Variablen bei dessen Bildung darzustellen. Wie lassen sich das dänische und deutsche Wohlfahrtssystem nach Esping-Andersen charakterisieren und typologisieren? Was sind die Unterschiede dieser beiden Wohlfahrtsstaaten? Inwiefern greift in diesem Zusammenhang Esping-Andersens These der Pfadabhängigkeit in Deutschland und Dänemark? 2
Um diese Fragen zu klären, wird sich diese Studienarbeit mit den Wohlfahrtsregimen in Deutschland und Dänemark aus einer historischen und vergleichenden Sicht beschäftigen. Methodologisch sollen der deutsche und dänische Wohlfahrtsstaat als Ganzes untersucht und verglichen werden, also ist die polity- Dimension vorherrschend. Doch auch die policy- Felder Rentenversicherung und Krankenversicherung in Deutschland und Dänemark
1 Lessenich, Stephan; Ostner, Ilona (1998): Welten des Wohlfahrtskapitalismus - Wandel der Wohlfahrtsstaatsforschung: Beiträge aus der ‘dritten Welt’, in: Stephan Lessenich, Ilona Ostner (Hrsg.): Welten des Wohlfahrtskapitalismus - Der Sozialstaat in vergleichender Perspektive. - 1.Auflage – Frankfurt/Main: Campus, S. 9 - 17, hier S. 13; im Folgenden zitiert: Lessenich.
2 Vgl. Lessenich, S. 9 - 17.
Begriffsbestimmung: Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat 7
sollen beispielhaft dargestellt und verglichen werden. Diese Darstellung soll nach dem Vorbild Esping-Andersens geschehen, der bei der Bildung seiner idealtypischen Wohlfahrtsregime versucht hat, die Dimensionen polity, politics und policy unter einen Hut zu bringen. 3
Zunächst wird die Typologie der von Esping-Andersen entworfenen Wohlfahrtsregime dargestellt. Die von Esping-Andersen berücksichtigten Variablen bei der Bildung seiner idealtypischen Wohlfahrtsregime werden näher erläutert, um dann die drei Wohlfahrtsregime selbst darzustellen. Anschließend wird auf die Weiterentwicklung dieses Modells durch Esping-Andersen aufgrund von aktuellen Entwicklungen, wie beispielsweise die Globalisierung, eingegangen. Auf die europäische Dimension des Wohlfahrtsstaates soll jedoch nicht weiter eingegangen werden. Im nächsten Teil werden der dänische und deutsche Wohlfahrtsstaat verglichen, sowohl nach ihrer Entwicklung, als auch nach Prinzipien bei deren Ausgestaltung.
2 Begriffsbestimmung: Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat
In der politischen Diskussion in Deutschland wird der Begriff „Sozialstaat“ verwendet, während in der Politikwissenschaft bei internationalen Vergleichsuntersuchungen der Begriff „Wohlfahrtsstaat“ (welfare state) vorgezogen wird. In Deutschland wird vor allem der Begriff „Sozialstaat“ verwendet, wenn vom Sozialstaatsprinzip des deutschen Grundgesetzes (Artikel 20 GG) die Rede ist. Wenn von den sozialen Regelungen und Leistungen in Dänemark die Rede ist, wird hierzulande oft der Begriff „Wohlfahrtsstaat“ verwendet. Die Begriffsunterscheidung zwischen „Sozialstaat“ und „Wohlfahrtsstaat“ wird bei der Abgrenzung der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland vom „Versorgungsstaat“ in Dänemark verwendet. 4
3 Vgl. Schmid, Josef (2002): Wohlfahrtsstaaten im Vergleich. - 2. Auflage - Opladen: Leske +
Budrich, S. 69 - 75; im Folgenden zitiert: Schmid.
4 Vgl. Pilz, Frank (2004): Der Sozialstaat. Ausbau - Kontroversen - Umbau. - 1. Auflage - Bonn:
Bundeszentrale für politische Bildung, S. 15 ff; im Folgenden zitiert: Pilz.
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Patrick Koops, 2006, Wohlfahrtsregime nach Esping-Andersen - Deutschland und Dänemark, Munich, GRIN Publishing GmbH
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