In Zeiten des immer schneller global wachsenden Wettbewerbs und der Dynamisierung von Märkten wird es für regionale sowie internationale Unternehmen immer notwendiger, die vorhandenen Unternehmens- und Umweltressourcen optimal herauszufiltern, zu bearbeiten und zu nutzen, um ein Maximum des vorhandenen Wertschöpfungspotentials (des Gewinns) abzuschöpfen. Da das Personalmanagement eine unterstützende Wertschöpfungsaktivität ist, muss sie zielgerichtet den Strom der primären Aktivitäten (physische Herstellung von Produkten, deren Verkauf, und Übermittlung an die Abnehmer sowie dem Kundendienst) der Wertschöpfungskette unterstützen1. Daher wird auch von einem wesentlichen Erfolgsfaktor bei der richtigen Besetzung von Positionen im Unternehmen gesprochen. Gerade in Deutschland ist es wichtig auf die Effizienz einer qualitativen und wirtschaftlichen Personalbeschaffung zu achten, um die immer stärker ausgeprägte Dienstleistungsgesellschaft wettbewerbsfähig zu halten. Zu den weiteren Einflussfaktoren der Personalbeschaffung gehört die alternde Gesellschaft, der fehlende Nachwuchs in Deutschland bzw. Europa und die abnehmende Anzahl an Zuwanderungen aus dem außereuropäischen Bereich. Es wird zunehmend schwieriger junge, motivierte und potentielle Nachwuchskräfte zu finden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Aktueller Bezug
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Begriffsdefinition
2.1 Personalbeschaffung
2.1.1 Interne versus externe Personalbeschaffung
2.1.2 Traditionelle versus realistische Personalbeschaffung
2.2 Personalcontrolling
2.2.1 Quantitative und qualitative Dimension
2.2.2 Operatives, taktisches und strategisches Personalcontrolling
3. Instrumente des Personalbeschaffungscontrolling
3.1 Kennzahlen
3.1.1 Darstellung
3.1.2 Kritische Würdigung
3.2 Personal-Portfolio
3.2.1 Darstellung
3.2.2 Anwendungsbeispiel anhand des Mitabeiterportfolios
3.2.3 Kritische Würdigung
3.3 Benchmarking
3.3.1 Darstellung
3.3.2 Anwendungsbeispiel anhand des Einstellungsprozesses
3.3.3 Kritische Würdigung
3.4 Szenario-Technik
3.4.1 Darstellung
3.4.2 Ablaufbeispiel der Szenarioentwicklung
3.4.3 Kritische Würdigung
4. Resumée
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Hausarbeit ist die Darstellung und Bewertung ausgewählter Analyseinstrumente des Personalcontrollings, um die Effizienz und Qualität der Personalbeschaffung in Unternehmen zu optimieren.
- Grundlegende Begriffsdefinitionen zur Personalbeschaffung und zum Personalcontrolling.
- Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen sowie operativen, taktischen und strategischen Controlling-Ansätzen.
- Einsatz von Kennzahlen zur Steuerung und Messung des Beschaffungserfolgs.
- Anwendung der Portfolio-Technik zur Analyse der Mitarbeiterstruktur.
- Benchmarking als Instrument zum Vergleich mit Best-Practice-Unternehmen.
- Szenario-Technik zur strategischen Zukunftsplanung im Personalbereich.
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Darstellung
Die reine Fortschreibung aktueller Entwicklungen im Bereich des strategischen Personalmanagements erweist sich als zunehmend weniger aussagekräftig. Gründe für die schwierige Einschätzung des Unternehmensumfelds liegen beispielsweise im Bereich der Personalbedarfsplanung, der technische Fortschritt, Entwicklung von Märkten, Entwicklung von Nachfragen, Angebot und Verhalten von Konkurrenten. Weiterhin sind unternehmensexterne Entwicklungen der Menschen, wie der demographische Trend, steigende Mobilität sowie den stärkeren Einsatz von Frauen in Führungsetagen zu berücksichtigen.
In einem Szenario werden zukünftige Situationen beschrieben, deren Eintreten nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann. Diese Technik geht von einer Ausgangssituation in der Gegenwart aus und bezieht sich auf komplexe Sachverhalte und Prozesse wie beispielsweise Marktpotentiale, Wettbewerbsintensität, Technologieentwicklungen und Bedürfnisentwicklungen von Bevölkerungen. Die Szenarien werden in einem Trichter dargestellt. Dabei befindet sich am engsten Punkt die Gegenwart (außer bei den unten genannten antizipativen Szenarien). Die Öffnung markiert den größten Zeithorizont und die Ränder symbolisieren jeweils ein positives und ein negatives Extremszenario. Die Ausgangsbasis für die Personalbedarfsplanung sind Informationen über strategische, taktische und operative Pläne zu Produkten, Märkten und Techniken, Analysen der Wettbewerbsvorsprünge sowie der eigenen Stärken und Schwächen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den aktuellen Bezug, insbesondere den globalen Wettbewerb und demografische Veränderungen, sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffsdefinition: Definiert die Grundlagen der Personalbeschaffung und des Personalcontrollings sowie deren unterschiedliche Dimensionen.
3. Instrumente des Personalbeschaffungscontrolling: Erläutert spezifische Werkzeuge wie Kennzahlen, Personal-Portfolio, Benchmarking und Szenario-Technik inklusive ihrer Darstellung und kritischen Würdigung.
4. Resumée: Zieht ein Fazit über die Notwendigkeit, qualitative Faktoren durch kontinuierliche Weiterentwicklung von Controllinginstrumenten in den dauerhaften Unternehmenserfolg zu integrieren.
Schlüsselwörter
Personalbeschaffung, Personalcontrolling, Personalplanung, Personalauswahl, Benchmarking, Szenario-Technik, Kennzahlen, Mitarbeiter-Portfolio, Wertschöpfungskette, Strategisches Personalmanagement, Operatives Controlling, Personalbedarf, Demografischer Wandel, Potentialsteuerung, Qualitätssicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Bewertung ausgewählter Analyseinstrumente des Personalcontrollings im Kontext der qualitativen Personalbeschaffung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Beschaffungsarten, die Definition des Personalcontrollings und die praktische Anwendung von Steuerungsinstrumenten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, mit denen Unternehmen ihre Personalbeschaffung effizienter und strategisch fundierter gestalten können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt primär eine Literaturanalyse, um bestehende Controlling-Instrumente darzustellen und durch eine kritische Würdigung deren Einsatzmöglichkeiten zu beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begriffen und die detaillierte Vorstellung der Instrumente Kennzahlen, Personal-Portfolio, Benchmarking und Szenario-Technik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Personalbeschaffungscontrolling, Personal-Portfolio, Benchmarking und strategische Potentialsteuerung.
Warum ist die Szenario-Technik für die Personalplanung relevant?
Sie ermöglicht es, unsichere zukünftige Entwicklungen abzubilden und so Handlungsspielräume für eine strategische Personalbedarfsplanung zu schaffen.
Welches Risiko birgt das Benchmarking laut Autor?
Ein Risiko ist der sogenannte "Vergleich von Äpfel mit Birnen" sowie die Gefahr, durch reines Kopieren den eigenen spezifischen Entwicklungspfad zu vernachlässigen.
- Quote paper
- Frederick Berger (Author), 2006, Ausgewählte Instrumente des qualitativen Personalbeschaffungscontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54312