II
I Inhaltsverzeichnis
I INHALTSVERZEICHNIS II
II ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS. VI
III ABBILDUNGSVERZEICHNIS VIII
IV TABELLENVERZEICHNIS X
1 EINLEITUNG 1
1.1 DEUTSCHE BUNDESBANK. 1
1.2 BEDEUTUNG DES BARGELDES 2
1.3 ZIELSETZUNG UND VORGEHENSWEISE 2
2 DARSTELLUNG DES IST - ZUSTANDS 4
2.1 PAPIERGELDFLUSS VON UND ZUR DEUTSCHEN BUNDESBANK 4
2.2 ZU MARKIERENDE BEHÄLTNISSE. 6
2.2.1 EINWEGVERPACKUNG 6
2.2.1.1 PÄCKCHEN 6
2.2.1.2 SAFEBAG 7
2.2.1.3 PAKET 8
2.2.1.4 KARTON 9
2.2.2 MEHRWEGVERPACKUNG 10
2.2.2.1 EUROPALETTE 10
2.2.2.2 GITTERWAGEN 11
2.2.2.3 P-BEHÄLTER 11
2.2.2.4 TRANSPORTWAGEN FÜR P-BEHÄLTER. 12
2.3 BMS - ELEKTRONISCHES BARGELDMANAGEMENTSYSTEM DER
DEUTSCHEN BUNDESBANK. 13
3 STRICHCODE 15
3.1 EINTEILUNG VON STRICHCODES NACH CODESTRUKTUREN 16
3.2 FUNKTIONSWEISE VON STRICHCODES 17
3.2.1 1D-STRICHCODE. 18
3.2.1.1 AUFBAU VON 1D-STRICHCODE AM BEISPIEL DES CODE 128. 19
3.2.1.2 EINSCANNEN VON 1D-STRICHCODES 23
I Inhaltsverzeichnis III
3.2.2 2D-STRICHCODE. 25
3.2.2.1 AUFBAU EINES STAPELCODES AM BEISPIEL DES PDF 417. 25
3.2.2.2 EINSCANNEN EINES STAPELCODES 29
3.2.2.3 AUFBAU EINES MATRIXCODES AM BEISPIEL DES MAXI CODE 30
3.2.2.4 EINSCANNEN EINES MATRIXCODES. 34
3.2.3 3D-STRICHCODE. 35
3.2.3.1 VERWENDUNG VON FARBEN 36
3.2.3.2 HOLOGRAPHISCHE METHODEN 37
3.3 LESEABSTAND ZWISCHEN STRICHCODE UND STRICHCODELESEGERÄT. 38
3.4 TRÄGERMEDIUM. 39
4 RFID 42
4.1 BESTANDTEILE EINES RFID-SYSTEMS 43
4.1.1 RFID-LESEGERÄT. 43
4.1.2 TRANSPONDER 45
4.1.2.1 PASSIVER TRANSPONDER 46
4.1.2.2 AKTIVER TRANSPONDER 47
4.2 FUNKTIONSWEISE VON RFID-SYSTEMEN. 48
4.2.1 INDUKTIVE KOPPLUNG 48
4.2.2 KAPAZITIVE KOPPLUNG. 49
4.2.3 BACKSCATTER-KOPPLUNG. 50
4.3 VERFAHREN ZUR DATENÜBERTRAGUNG 52
4.3.1 VOLLDUPLEXVERFAHREN 52
4.3.2 HALBDUPLEXVERFAHREN 53
4.3.3 SEQUENTIELLES VERFAHREN 54
4.4 LESEABSTAND ZWISCHEN TRANSPONDER UND RFID-LESEGERÄT. 55
4.4.1 CLOSE COUPLING. 55
4.4.2 MID RANGE. 55
4.4.3 LONG RANGE 56
4.5 GENUTZTE SPEICHERVARIANTEN 56
4.5.1 READ ONLY 56
4.5.2 WRITE ONCE AND READ MANY. 57
4.5.3 READ AND WRITE 57
4.6 FREQUENZBEREICHE 58
4.6.1 NIEDRIGFREQUENZ. 59
4.6.2 HOCHFREQUENZ. 59
4.6.3 ULTRAHOCHFREQUENZ 60
4.6.4 MIKROWELLE. 61
4.7 TRÄGERMATERIAL 61
I Inhaltsverzeichnis IV
4.8 UMWELTEINFLÜSSE AUF DIE LESUNG DES TRANSPONDERS. 62
4.8.1 DURCHDRINGUNG VON METALL UND FLÜSSIGKEITEN 62
4.8.2 NIEDERSCHLAG 62
4.8.3 ELEKTROMAGNETISCHE VERTRÄGLICHKEIT 63
5 VERGLEICH STRICHCODE UND RFID FÜR DEN EINSATZ IM BMS. 64
5.1 AUSGANGSSITUATION FÜR DEN VERGLEICH VON STRICHCODE UND
RFID. 64
5.2 EINFLUSSGRÖßEN AUF DAS ERFASSEN VON STRICHCODES 66
5.2.1 LESEABSTAND BEI DER STRICHCODE-TECHNOLOGIE. 67
5.2.2 ÄUßERE PHYSIKALISCHE EINFLÜSSE 67
5.2.2.1 DIREKTE SICHTVERBINDUNG ZWISCHEN STRICHCODE UND
STRICHCODELESEGER ÄT 67
5.2.2.2 LICHTVERHÄLTNISSE 67
5.3 EINFLUSSGRÖßEN FÜR DAS AUSLESEN VON RFID 68
5.3.1 LESEABSTAND BEI DER RFID-TECHNOLOGIE. 68
5.3.2 ÄUßERE PHYSIKALISCHE EINFLÜSSE 68
5.3.2.1 NIEDERSCHLAG 69
5.3.2.2 ELEKTROMAGNETISCHE VERTRÄGLICHKEIT 69
5.3.2.3 DURCHDRINGUNG VON METALLEN UND FLÜSSIGKEITEN. 69
5.4 TECHNOLOGIEUNABHÄNGIGE KRITERIEN. 70
5.4.1 WIEDERVERWENDBARKEIT 70
5.4.2 LESEGESCHWINDIGKEIT 71
5.4.3 SPEICHERKAPAZITÄT. 71
5.4.4 STANDARDISIERUNGSGRAD. 72
5.5 ERGEBNIS DER KRITERIEN. 73
5.6 EMPFEHLUNG DER ZU VERWENDENDEN TECHNOLOGIE FÜR JEDE
VERPACKUNG. 75
6 FAZIT. 76
V ANHANG XI
V.A UMLAUFENDE MÜNZEN (STAND 31. AUGUST 2005) XI
V.B UMLAUFENDE BANKNOTEN (STAND 31. AUGUST 2005) XII
V.C ÜBERSICHT DER PRODUKTIONSMENGE DER VERSCHIEDENEN
EURO -BANKNOTEN IN DEN VERSCHIEDENEN LÄNDERN IN 2005 XIII
V.D ASCII-TABELLE. XIV
V.E CODIERUNG DES STRICHCODES CODE 128 XVIII
I Inhaltsverzeichnis V
VI QUELLENVERZEICHNIS.................................................................................XXII VI.A GEDRUCKTE QUELLEN ................................................................................... XXII VI.B INTERNETQUELLEN........................................................................................XXVI
II Abkürzungsverzeichnis
• ASCII - United States of America Standard Code for Information Interchange • ASIC - Application Specific Integrated Circuit • BC - Byte Compaction Mode • BMS - Bargeldmanagementsystem der Deutschen Bundesbank • CCD - Charge Coupled Device • CW - Codewort • d.h. - das heißt • EEC - Enhanced Error Correction • EPC - Electronic Product Code • EZB - Europäische Zentralbank • FDX - Full Duplex • G&D - Giesecke & Devrient • GHz - Gigahertz • GS1 - Global Standard One • HDX - Half Duplex • HF - High Frequency • Hz - Hertz • ISM - Industrial-Scientifical-Medical • ITU - International Telecommunication Union • kHz - Kilo Hertz • LF - Low Frequency • LxB - Länge x Breite • LxBxH - Länge x Breite x Höhe • MHz - Megahertz • Mio. - Millionen • NC - Numeric Compaction Mode • NVE - Nummer der Versandeinheit • o.J. - ohne Jahr
II Abkürzungsverzeichnis VII
• o.S. - ohne Seite • o.V. - ohne Verfasser • P-Behälter - Papiergeldbehälter • PDF - Portable Data File • RFID - Radio Frequency Identification • SEC - Standard Error Correction • SEQ - Sequentiell • SHF - Super High Frequency • SSCC - Serial Shipping Container Code • TC - Text Compaction Mode • UHF - Ultra High Frequency • UPS - United Parcel Service • WTU - Werttransportunternehmen • z.B. - zum Beispiel
VIII
III Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Streifband
Abbildung 2 - Safebag.
Abbildung 3 - Paket.
Abbildung 4 - Karton.
Abbildung 5 - Europalette
Abbildung 6 - Gitterwagen
Abbildung 7 - P-Behälter.
Abbildung 8 - Transportwagen für P-Behälter
Abbildung 9 - eine Dimension des 1D-Strichcodes
Abbildung 10 - zwei Dimensionen des 2D-Strichcodes.
Abbildung 11 - schematischer Aufbau eines Code 128
Abbildung 12 - "TEST" mit Code 128 codiert
Abbildung 13 - Umwandlung des reflektierten Lichts in elektrische Signale.
Abbildung 14 - Übertragung der decodierten Signale an einen Computer
Abbildung 15 - "TEST" mit PDF 417 codiert
Abbildung 16 - schematischer Aufbau des Strichcodes PDF 417.
Abbildung 17 - maximal mögliche Schräglage der Abtastlinie
Abbildung 18 - Abtastlinie außerhalb des lesbaren Bereichs.
Abbildung 19 - "TEST" mit Maxicode codiert
Abbildung 20 - Hilfszellen des Maxicodes zur Lageausrichtung
Abbildung 21 - Color Ultra Code
Abbildung 22 - Reflektion des Lichts im optischen Datenträger mit
anschlie ßender Umwandlung in elektrische Impulse.
Abbildung 23 - Master-Slave-Prinzip zwischen der Applikation, dem RFID-
Leseger ät und dem Transponder
Abbildung 24 - Aufbau eines Transponders.
Abbildung 25 - induktive Kopplung.
Abbildung 26 - Funktionsweise eines Backscatter-Transponders.
Abbildung 27 - Datenübertragung nach dem Vollduplexverfahren
Abbildung 28 - Datenübertragung nach dem Halbduplexverfahren
Abbildung 29 - Datenübertragung nach dem sequentiellen Verfahren
III Abbildungsverzeichnis IX
Abbildung 30 - Matrix: empfohlene Technologie im Zusammenhang mit der Verpackungsart und deren Material...................................................... 74
IV Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 - Strichcode Code 128 mit "TEST" ................................................................ 22 Tabelle 2 - Zuordnung Codewort zu Symbolzeichen bei Strichcode PDF 417.............. 27 Tabelle 3 - Einteilung der Strichcodelesegeräte und deren Leseabstände...................... 39 Tabelle 4 - Ergebnisse des Vergleichs der Technologien Strichcode und RFID an Hand verschiedener Kriterien ................................................ 73 Tabelle 5 - Zuordnung der Verpackungsform zur empfohlenen
Markierungstechnologie........................................................................ 75
1 Einleitung
In der vorliegenden Diplomarbeit werden die Technologien Strichcode sowie RFID für den Einsatz im Bargeldmanagementsystem der Deutschen Bundesbank untersucht. Dazu wird der Schwerpunkt auf die Verpackungen im Papiergeldbereich gelegt.
1.1 Deutsche Bundesbank
Die Deutsche Bundesbank löste 1957 die Bank deutscher Länder ab. 1 Mit der Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 1. Juni 1998 gliederte sich die Deutsche Bundesbank dem Europäischen System der Zentralbanken unter. Zu dem Europäischen System der Zentralbanken gehören die EZB sowie die nationalen Zentralbanken. 2
Zu den Aufgaben der Deutschen Bundesbank zählen neben der Refinanzierung des deutschen Bankensystems, der Verwaltung der Währungsreserven der Deutschen Bundesbank, der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Mitwirkung und Umsetzung der Geldpolitik des Eurosystems, der Mitwirkung bei der Bankenaufsicht, der Beratung der Bundesregierung, dem Anfertigen von Statistiken auch die Bargeldversorgung und die Pflege des Bargeldumlaufs in Deutschland. 3 Dazu besitzt die Deutsche Bundesbank das alleinige Recht, Euro-Banknoten innerhalb Deutschlands auszugeben. 4 Dies wird als Banknotenmonopol bezeichnet. 5 Allerdings bedarf die Ausgabe bzw. der Druck der einzelnen Banknoten der Genehmigung durch die EZB. 6
1 Vgl. Deutsche Bundesbank; (1995); S. 14.
2 Vgl. http://www.ecb.int/pub/pdf/infobr/ecbbrde.pdf; Abruf: 10.10.2005; S. 11. 3 Vgl. http://www.bundesbank.de/aufgaben/aufgaben_aufgaben.php; Abruf: 07.10.2005. 4 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2002); §14. 5 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 13.
6 Vgl. http://www.ecb.int/ecb/orga/tasks/html/index.de.html; Abruf: 09.10.2005.
1 Einleitung 2
1.2 Bedeutung des Bargeldes
Das Bargeld dient als Zahlungsmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. 7 Die Hauptfunktion von Bargeld wird als Zahlungsmittel angesehen. 8 Dabei wird die Ware gegen das Bargeld getauscht. Anschließend kann das Bargeld wieder gegen andere Ware eingetauscht werden. Dies führt zu einer Vereinfachung von Tauschgeschäften, da hier auf den direkten Tausch von Ware gegen Ware verzichtet werden kann. Voraussetzung für den Tausch von Ware gegen Ware ist, dass die beiden Tauschpartner genau die Ware haben, welche der andere Partner zu diesem Zeitpunkt erhalten möchte. 9
Das Bargeld wird in Euro-Münzen und Euro-Banknoten unterscheiden. Euro-Münzen gibt es in der Stückelung 0,01; 0,02; 0,05; 0,10; 0,20; 0,50; 1,00 sowie 2,00 Euro. 10 Die Euro-Münzen sind geprägte Metallstücke, die eine bestimmte Wertangabe enthalten. Im Gegensatz zu den Euro-Banknoten werden sie in Deutschland mit Zustimmung der Deutschen Bundesbank von der Bundesregierung ausgegeben. 11 Die Euro-Banknoten hingegen sind in den Stückelungen 5; 10; 20; 50; 100; 200 und 500 Euro verfügbar. 12 Es handelt sich hierbei um Geldscheine, die einen bestimmten Betrag in Währung Euro enthalten. Die Euro-Banknoten sind das einzige Zahlungsmittel, das jeder Gläubiger unbeschränkt zur Erfüllung seiner Forderung annehmen muss. 13
Eine Übersicht, wie viele Euro-Münzen bzw. Euro-Banknoten am 31. August 2005 im Umlauf waren, ist im Anhang unter den Gliederungspunkten V.a und V.b dargestellt.
1.3 Zielsetzung und Vorgehensweise
Die dargestellten Mengen im Anhang unter den Punkt den V.a und V.b machen deutlich, dass die Bargeldversorgung und die Pflege des Bargeldumlaufs
7 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 11.
8 Vgl. Cezanne, W.; (2002); S. 390. 9 Vgl. Mankiw, N. G.; (2003); S. 95.
10 Vgl. http://www.euro.ecb.int/de/section/euro0.html; Abruf: 09.10.2005. 11 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 19.
12 Vgl. http://www.euro.ecb.int/de/section/testnotes.html; Abruf: 09.10.2005.
1 Einleitung 3
Anforderungen stellen, die durch moderne logistische Techniken unterstützt werden können. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird die mögliche Verwendung der Techniken Strichcode und RFID im Papiergeldbereich der Deutschen Bundesbank für die verschiedenen Verpackungseinheiten untersucht. Dabei sollen nicht die Prozesse, sondern allein die technische Nutzbarkeit im Vordergrund stehen. Der Papiergeldbereich wurde gewählt da, die umlaufenden Euro-Banknoten mit einem Wert von 527.438 Mio. Euro gegenüber einem Wert von 16.233 Mio. Euro bei den umlaufenden Euro-Münzen den größten Wert des Bargeldumlaufs ausmachen. 14 Zunächst wird der Fluss der Euro-Banknoten von und zur Deutschen Bundesbank sowie die verschiedenen Verpackungsformen dargestellt werden. Anschließend erfolgt die technische Darstellung der Technologien Strichcode und RFID. Bevor die Diplomarbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse abgeschlossen wird, werden die beiden Technologien für den Einsatz bei den verschiedenen Verpackungsformen im Papiergeldbereich der Deutschen Bundesbank untersucht.
13 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 13ff.
14 Vgl. http://www.ecb.int/bc/faqbc/figures/html/index.de.html; Abruf: 09.10.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands
Zunächst soll der derzeitige Zustand näher dargestellt werden. Dabei wird mit der Darstellung des Papiergeldflusses von und zur Deutschen Bundesbank sowie der einzelnen Verpackungsformen des Papiergeldes begonnen. An hand dieser Verpackungen erfolgt im Kapitel 5 ein Vergleich der Technologien Strichcode und RFID für den Einsatz im Bargeldmanagementsystem der Deutschen Bundesbank. Auf das Bargeldmanagementsystem der Deutschen Bundesbank wird unter dem Punkt 2.3 eingegangen.
2.1 Papiergeldfluss von und zur Deutschen Bundesbank
Die Euro-Banknoten werden in Deutschland im Auftrag der Deutschen Bundesbank von der Bundesdruckerei in Berlin sowie von G&D (Giesecke & Devrient) in München bzw. Leipzig gedruckt. 15 Anschließend werden die Euro-Banknoten an die Hauptverwaltungen bzw. an die Filialen der Deutschen Bundesbank geliefert. Von dort versorgen sich die Banken, Sparkassen und Genossenschaften mit den Euro-Banknoten. Diese werden im Allgemeinen auch als Kreditinstitute bezeichnet. Die Versorgung der Kreditinstitute mit Papiergeld wird dabei von den Werttransportunternehmen (WTU) übernommen. 16
Anschließend gelangt das Papiergeld z.B. über Geldausgabeautomaten zu den Unternehmen und den Haushalten. 17 Am 30. Juni 2005 standen dafür in Deutschland 47.867 Zweigstellen von Geschäftsbanken sowie 52.595 Geldausgabeautomaten zur Verfügung. 18
Die Euro-Banknoten werden von den Unternehmen und Haushalten entweder für Ausgaben oder als Einlage bei den Kreditinstituten genutzt.
15 Vgl. http://www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_faq_eurobanknoten.php; Abruf: 09.12.2005. 16 Vgl. http://www.gi-de.com/portal/page?_pageid=45,108700&_dad=portal&_schema=PORTAL; Abruf 16.12.2005.
17 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 16.
18 Vgl. http://www.ecb.int/bc/faqbc/figures/html/index.de.html; Abruf: 09.10.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands 5
Die Kreditinstitute nutzen einen kleinen Teil der eingezahlten Euro-Banknoten als Reserve für spätere Barauszahlungen. Den anderen Teil der eingezahlten Euro-Banknoten bringen sie zur Deutschen Bundesbank zurück, wo ihnen der Wert der eingezahlten Banknoten als Guthaben auf ihren Girokonten gutgeschrieben wird. 19 Die eingezahlten Euro-Banknoten werden von der Deutschen Bundesbank auf deren Qualität überprüft und ggf. als nicht umlaufsfähig deklariert und gegen neue Euro-Banknoten ausgetauscht.
Euro-Banknoten, die von der Deutschen Bundesbank als nicht umlaufsfähig angesehen werden, werden geschreddert. Zu den nicht umlaufsfähigen Euro-Banknoten zählt die Deutsche Bundesbank:
beschädigte Euro-Banknoten
beschmutzte Euro-Banknoten
beschriebene, bemalte oder bestempelte Euro-Banknoten Euro-Banknoten, deren Papierbeschaffenheit oder deren Fluoreszenzeigenschaft verändert ist (z.B. durch Waschen). 20
Ein geringer Teil der geschredderten Euro-Banknoten kann für die Herstellung von Spezialpapieren recycelt werden. Der Rest wird zu Briketts gepresst. Diese Briketts werden anschließend in Müllverbrennungsanlagen vernichtet. 21 Einen weiteren Papiergeldfluss bildet der Austausch von Euro-Banknoten mit anderen Europäischen Nationalbanken. Zum einen kann so der unterschiedliche Bedarf an Euro-Banknoten der einzelnen Europäischen Nationalbanken ausgeglichen werden. 22 Zum anderen stellt jedes Euroland lediglich bestimmte Stückelungen der Euro-Banknoten her. 23 Aus diesem Grund müssen die produzierten Euro-Banknoten mit Hilfe von Geldtransporten auf die übrigen Euroländer verteilt werden. Eine Übersicht
19 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 16.
20 Vgl. Deutsche Bundesbank; (1997); Abschnitt 22 01. 21 Vgl. Deutsche Bundesbank; (2004); S. 19.
22 Vgl. http://www.ecb.int/bc/faqbc/printing/html/index.de.html; Abruf: 16.12.2005. 23 Vgl. http://www.ecb.int/bc/faqbc/figures/html/index.de.html; Abruf: 09.10.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands 6
welches Land welche Euro-Banknoten druckt, befindet sich im Anhang unter dem
Gliederungspunkt V.c.
2.2 Zu markierende Behältnisse
Die Euro-Banknoten werden für ihren Transport in verschiedene Behältnisse verpackt.
Diese Behältnisse lassen sich in Einweg- und Mehrwegverpackungen einteilen. Im
weiteren Verlauf der Diplomarbeit soll dafür der Begriff Verpackungsart genutzt
werden. Die einzelnen Verpackungen werden unter dem Begriff Verpackungsform
subsumiert.
2.2.1 Einwegverpackung
In der Deutschen Bundesbank wird das Päckchen, der Safebag, das Paket sowie der
Karton als Einwegverpackung genutzt. Das heißt, dass diese Verpackungen nur
einmalig befüllt und anschließend verschlossen werden. Nach dem Öffnen werden diese
Verpackungen vernichtet.
2.2.1.1 Päckchen
Ein Päckchen ist die kleinste Verpackungsform von Papiergeld. Dabei werden für den
Geldverkehr mit der Deutschen Bundesbank jeweils 100 Euro-Banknoten mit Hilfe
eines Streifbands zu einem Päckchen zusammengefasst. 24
In der Abbildung 1 sind solche Streifbänder zu sehen.
24 Vgl. http://www.bundesbank.de/download/bargeld/richtlinien papiergeldpaeckchen.pdf
Abruf : 29 12 2005
2 Darstellung des Ist - Zustands 7
entnommen aus: http://www.herbertkoelsch.com/katimg/3501g.jpg; Abruf: 02.09.2005. Abbildung 1 - Streifband
Das Streifband besteht aus holzfreiem Papier und ist, wie aus der Abbildung 1 entnommen werden kann, mit einem Farbbalken versehen. 25 Der Farbbalken variiert entsprechend der Stückelung der Euro-Banknoten. 26
2.2.1.2 Safebag
Ein Safebag ist eine Sicherheitstasche für den Geld- und Dokumentenverkehr. Er besteht aus Polyethylen und ist in verschiedenen Größen erhältlich so z.B. mit den Maßen (LxB) 240 mm x 180 mm. Die Klappe zum Verschließen des Beutels selber ist in dieser Version noch mal 110 mm lang. 27 In der Abbildung 2 ist beispielhaft ein Safebag des Herstellers Kölsch abgebildet.
25 Vgl. http://www.bundesbank.de/download/bargeld/richtlinien_papiergeldpaeckchen.pdf; Abruf: 29.12.2005.
26 Vgl. http://www.herbertkoelsch.com/katalog/geldverpackung.html; Abruf: 25.08.2005. 27 Vgl. http://www.herbertkoelsch.com/katalog/sicherheitstaschen.html; Abruf: 25.08.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands 8
entnommen aus: http://www.herbertkoelsch.com/katimg/3780g.jpg; Abruf: 25.08.2005. Abbildung 2 - Safebag
In einem Safebag können neben Päckchen auch einzelne Euro-Banknoten transportiert
werden.
2.2.1.3 Paket
In einem Paket werden jeweils 10 Päckchen 28 , also 1.000 Euro-Banknoten, in einer Schrumpffolie eingeschweißt. Die Schrumpffolie besteht aus Polyethylen und ist 80 µm bzw. 100 µm stark. Je nach Stückelung der Euro-Banknote hat diese Schrumpffolie unterschiedliche Maße. Die Maße (LxB) reichen dabei von 260 mm x 190 mm bis 320 mm x 190 mm. 29
28 Vgl. http://www.bundesbank.de/download/bargeld/richtlinien_papiergeldpaeckchen.pdf; Abruf: 29.12.2005.
29 Vgl. http://www.herbertkoelsch.com/katalog/geldverpackung.html; Abruf: 25.08.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands 9
entnommen aus: http://www.gi-de.com/pls/portal/
maia.display_custom_items.DOWNLOAD_FILE_BLOB?p_ID=103269; Abruf: 11.12.2005. Abbildung 3 - Paket
Wie in der Abbildung 3 zu sehen ist, schmiegt sich die Schrumpffolie um die Päckchen. Dies geschieht auf Grund des erzeugten Vakuums beim Einschweißen. 30
2.2.1.4 Karton
In einem Karton werden jeweils 10 Pakete also 10.000 Euro-Banknoten zusammengefasst. Er besteht aus Wellpappe und hat je nach Stückelung unterschiedliche Abmessungen.
entnommen aus: http://www.umzugsbox.de/Kartonfritze.deShop2004/Umzug_Shop_04/Kartons/ Template01.aspx?aid=cc093551-265b-4958-8a54-36911bc74e48; Abruf: 20.12.2005. Abbildung 4 - Karton
30 Vgl. http://www.gi-de.com/pls/portal/
maia.display_custom_items.DOWNLOAD_FILE_BLOB?p_ID=103269; Abruf: 11.12.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands 10
2.2.2 Mehrwegverpackung
Als Mehrwegverpackungen werden in der Deutschen Bundesbank die Europalette, der Gitterwagen, der P-Behälter sowie der Transportwagen für P-Behälter genutzt. Die Abkürzung P-Behälter steht dabei für Papiergeldbehälter. Der Begriff Mehrwegverpackung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese Verpackungen nach dem Öffnen und Entleeren des Inhalts nicht vernichtet, sondern wieder befüllt werden können.
Diese Mehrwegverpackungen werden nun dargestellt werden.
2.2.2.1 Europalette
Bei den in der Deutschen Bundesbank genutzten Paletten handelt es sich um Europaletten. Wie auf der Abbildung 5 zu sehen ist, bestehen diese Europaletten aus Holz. 31 Sie haben die Maße (LxBxH) 1.200 mm x 800 mm x 144 mm. 32
entnommen aus: http://www.ilzhoefer-paletten.de/verkauf/europalette.htm; Abruf: 01.12.2005. Abbildung 5 - Europalette
Auf den Paletten werden die Kartons mit Geld gestapelt und anschließend versandt.
31 Vgl. http://www.ilzhoefer-paletten.de/verkauf/europalette.htm; Abruf: 01.12.2005. 32 Vgl. http://www.algepa.de/Europaletten_detail.htm; Abruf: 16.12.2005.
2 Darstellung des Ist - Zustands 11
2.2.2.2 Gitterwagen
In einem Gitterwagen werden neben losen Euro-Banknoten auch Päckchen, Safebags sowie Pakete transportiert. Diese Verpackungen werden in einen Korpus auf einem fahrbaren Unterbau aufbewahrt. Dabei kann der Korpus aus gelochtem oder ungelochtem Stahlblech bestehen. 33
entnommen aus: W. Latuske Technische Geräte; (2005a).
Abbildung 6 - Gitterwagen
Je nach Modell besitzen die Gitterwagen unterschiedliche Maße. In der Abbildung 6 ist beispielhaft ein Gitterwagen mit den Maßen (LxBxH) 1.100 mm x 630 mm x 1.250 mm dargestellt. 34
2.2.2.3 P-Behälter
Der P-Behälter dient der Aufnahme von Euro-Banknoten. 35 Dabei werden die Euro-Banknoten vorher in Päckchen, in Safebags oder in Pakete verpackt. Ein P-Behälter ist in der Abbildung 7 dargestellt.
33 Vgl. W. Latuske Technische Geräte; (2005e).
34 Vgl. W. Latuske Technische Geräte; (2005d).
35 Vgl. http://www.zarges.de/dienstleistungen_pbehaelter.php?chid=260; Abruf: 29.12.2005.
Arbeit zitieren:
Sandro Gertz, 2006, Darstellung und Vergleich der Technologien Strichcode und RFID für den Einsatz im elektronischen Bargeldmanagementsystem der Deutschen Bundesbank, München, GRIN Verlag GmbH
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