Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung Seite 02 - Seite 04
2. Die Grundzüge der sowjeti- Seite 04 - Seite 06
schen Außenpolitik in der spä-
ten stalinistischen Ära
3. Die Beziehungen der Seite 06 - Seite 08
UdSSR zu den USA nach
1945
4. Korea im Schnittpunkt der Seite 08 - Seite 09
sowjetischen Ostasienpolitik
4.1. Die Beziehungen zwi- Seite 09 - Seite 11
schen der Sowjetunion und
Nordkorea
4.2. Das chinesisch- Seite 11 - Seite 13
sowjetische Verhältnis wäh-
rend des Krieges
5. Die UdSSR und der Korea- Seite 13 - Seite 14
Krieg
6. Das Ende des Korea- Seite 14 - Seite 15
Krieges und die Folgen für die
UdSSR
7. Fazit Seite 15 - Seite 17
Literaturverzeichnis und Bild- Seite 17
quellenangabe
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1. Einleitung
Korea war für die Großmächte China, Russland, Japan und die USA seit geraumer Zeit von strategischer Bedeutung für den Einfluss in Nordostasien. Das gebirgige Land musste seit Beginn des 16. Jahrhunderts verschiedene politische Krisen überstehen. Das Interesse Russlands bestand nicht nur wegen der ungefähr 20 Kilometer langen gemeinsamen Grenze entlang des Tumen-Flusses (auch: Tumangan), sondern auch aus geopolitischen Gründen.
Japans Siege über China (1895)
Japan. Man kam damals überein,
dass die Truppen Stalins drei Monate nach der Niederwerfung Deutschlands bereitstehen sollte, um gegen Japan zu kämpfen.
1945 begannen sowjetische Truppen mit der „Befreiung“ Koreas von Norden her.
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Sie wurden von ein oder zwei koreanischen Divisionen, die in der UdSSR ausgebildet wurden, begleitet. Mit den von Süden anrückenden Amerikanern wurde der 38. Breitengrad unter rein militärischen Gesichtspunkten ohne längere Diskussion als Demarkationslinie festgelegt. Mit der Kapitulation Japans endete 1945 die japanische Besatzung Koreas. Die Besatzungsrechte gingen auf die Alliierten über. Bereits 1945/46 zeichnete sich eine Teilung des Landes ab, als die sowjetischen Behörden eine Aufhebung der Verkehrsbeschränkungen sowie eine wirtschaftliche und administrative Integration ablehnten. Die nordkoreanische Armee wurde bereits zu diesem Zeitpunkt von den Sowjets mit Kriegsgerät und Ausbildungshilfe unterstützt. In der südlichen Besatzungszone versuchten die USA eine Demokratisierung von unten. Im Norden gelang es den Kommunisten mit Hilfe der Sowjetunion alle politischen Gegner zu neutralisieren.
Im Januar 1948 begann eine UN- Kommission mit der Vorbereitung von Wahlen. Der Zugang zu den nördlichen Gebieten wurde jedoch verweigert. Syngman Rhee wurde im August 1948 als erster Präsident der Republik Korea gewählt. Die USA strebten den Aufbau eines Bündnispartners gegen China und die Sowjetunion an. Syngman Rhee war den Vereinigten Staaten positiv gegenüber eingestellt. Damit war ein Ziel der USA erreicht. Im Norden wurde im September 1948 mit Kim Il Sung ein Politiker Ministerpräsident, der ideologisch eng an die Sowjetunion gebunden war.
Anfang 1950 begann Kim Il Sung, die militärische Vereinigung Koreas zu planen und erhielt die Zustimmung von Mao Tse Tung und Stalin. Am 25. Juni 1950 übertraten nord-koreanische Truppen den 38. Breitengrad und begannen somit den Krieg. Nach dreijährigen Kämpfen kam im Juli 1953 ein Abkommen zwischen den Kriegsparteien zustande, das den Status vor Kriegsbeginn wiederherstellte. Nachdem Südkorea die Unterschrift verweigerte, bestand der Kriegszustand fort. Als Ergebnis des Krieges ist festzuhalten, dass die Trennung der beiden koreanischen Staaten von Dauer war. Der Ost-West Konflikt wurde durch den Krieg und seinen Ausgang verschärft.
Auf den folgenden Seiten soll nun die Position der Sowjetunion unter Beachtung der sowjetischen Außenpolitik, den Beziehungen zu den USA nach 1945 und dem Verhältnis zu China und Nordkorea betrachtet werden.
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2. Grundzüge der sowjetischen
Außenpolitik in der späten
stalinistischen Ära
„Das offizielle außenpolitische Leitmotiv der marxistisch-leninistischen Ideologie ist die revolutionäre Veränderung der Welt, die Weltrevolution.“ 1 Neben der ideologischen Komponente sind in der sowjetischen Außenpolitik jedoch starke pragmatische Elemente vorhanden, die auch von den innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken sollen.
Bevor Stalin in Korea einmarschierte, kam es zu verschiedenen Treffen mit den Alliierten. Dort wurden Zugeständnisse an Stalin gemacht, um ihn zum Einritt in den Krieg gegen Japan zu bewegen. „In China forderte er die Kontrolle über die mandschurische Eisenbahn, über Dairen und Port Arthur, zwei mandschurische Häfen am Gelben Meer. Da in China damals Bürgerkrieg herrschte, glaubte man, Stalin brauche nur die Kommunisten zu unterstützen, um weit mehr zu gewinnen, als er forderte.“ 2 Als der 2. Weltkrieg beendet war, hielt die Rote Armee die Mandschurei und Korea besetzt. Jenem Gebiet waren die Kurilen und die südliche Hälfte Sachalins, die man Japan genommen hatte, hinzugefügt. Moskaus Pläne wurden vom Erfolg des europäischen Wiederaufbaus und der amerikanischen Präsenz in Japan vorerst gebremst. Dadurch entwickelte sich aber der Gedanke, dass ein Sieg, der zum Greifen nahe war, errungen werden sollte. Auch wenn es sich dabei um Korea handelte. Die Vereinigten Staaten bekundeten mehrmals, dass Korea nicht im militärischen Schutzbereich Washingtons liege.
Arbeit zitieren:
Sebastian Lamotte, 2003, Die Position der Sowjetunion im Korea-Krieg, München, GRIN Verlag GmbH
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