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‘Das Arbeitsangebotsverhalten von Haushalten’
IOM Business School (Frankfurt) MBA International Financial Management Program
Modul: General Economics (M01) Dozent: Dr. Thomas Bürkle Semester: SS 2002
Student: Sven Brüninghaus
MBA International Financial Management / Frankfurt am Main Assignment M01
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Inhalt
Seite
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Haushalte
2.1. Die Nutzenfunktion eines Haushalts
2.2. Die Budgetrestriktion eines Haushalts
2.3. Nutzenmaximierung als das ökonomische Ziel eines 8
Haushalts
3. Das Arbeitsangebot eines Haushalts 9
3.1. Verhalten bei voll flexibler Einteilung der Arbeitszeit
3.1.1. Bestimmung der Menge der angebotenen Arbeit 10
3.1.2. Arbeitsmengenänderung bei Lohnerhöhung 12
3.1.3. Arbeitsmengenänderung bei Preiserhöhung 14
3.1.4. Arbeitsmengenänderung bei Erhöhung des
3.1.5. Die Arbeitsangebotskurve eines Haushalts 17
3.2. Verhalten bei Arbeitszeitbeschränkungen 18
3.2.1. Verhalten bei festen Arbeitszeiten 18
3.2.2. Verhalten bei festen Arbeitszeiten mit
Überstundenzuschlägen 20
3.3. Verhalten bei unterschiedlicher Besteuerung
3.4. Verhalten bei unterschiedlichen Arbeitsaufwendungen
4. Schlußbemerkung
Quellenverzeichnis 24
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Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1: Die Indifferenzkurve einer Nutzenfunktion
Abbildung 2: Die Budgetrestriktion eines Haushalts
Abbildung 3: Nutzenmaximum eines Haushalts
Abbildung 4: Nutzenmaximales Arbeitsangebot
Abbildung 5: Arbeitsmengenänderung bei Lohnerhöhung
Abbildung 6: Arbeitsmengenänderung bei Preiserhöhung
Abbildung 7: Arbeitsmengenänderung bei Erhöhung
des Nichtarbeitseinkommens 16
Abbildung 8: Arbeitsangebotskurve
Abbildung 9: Beschränkte Arbeitszeitregelungen
Abbildung 10: Auswirkungen von Überstundenzuschlägen 20
Abbildung 11: Auswirkungen von unterschiedlicher Besteuerung 22
Abbildung 12: Auswirkungen von unterschiedlichen Arbeits-
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Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, das Verhalten von Haushalten bezüglich
ihres Arbeitsangebotes auf dem Arbeitsmarkt zu beleuchten. Das
Arbeitsangebot hat mehrere Dimensionen (volkswirtschaftliche
Mengendimension, Verhaltensdimension
Qualitätsdimension und die Intensitätsdimension) 1 , doch soll sich hier nur
auf die Verhaltensdimension konzentriert werden. Es wird dargestellt,
welche Ziele Haushalte verfolgen, welche Kriterien das Arbeitsangebot
von Haushalten bestimmen und wie sich die angebotene Arbeitsmenge
von Haushalten bei Änderungen von Rahmenbedingungen und externen
Einflüssen verändert und wie Haushalte auf diese reagieren. Auf
Wechselwirkungen der Arbeitsangebotsmengen von einzelnen
Haushaltsmitgliedern bei Änderung von Rahmenbedingungen 2 soll hier
nicht näher eingegangen werden. Hier gilt die Definition von Haushalten
aus Punkt 2.
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Die Mikroökonomie versteht unter Haushalten „die kleinsten
wirtschaftenden Einheiten, die ein gemeinsames Budget verwalten und
einen gemeinsamen Plan für den Einkommenserwerb und den
Güterverbrauch aufstellen“. 3 Sie treffen also Konsumentscheidungen
basierend auf ihren Präferenzen für unterschiedlichste Güter 4 in
Abhängigkeit des ihnen zur Verfügung stehenden Einkommens. 5
Unabhängig von der Anzahl und dem Verhältnis der in einem Haushalt
lebenden Personen wird angenommen, daß die nach außen gerichteten
Aktivitäten (Güternachfrage, Arbeitsangebot) den gemeinsamen Willen der
Haushaltsmitglieder repräsentieren. Der Entscheidungsprozeß, wie es zu
2 Vgl. Franz, 1996, S.62ff.
3 Herberg, 1994, S.57f.
4 Vgl. Varian, 1995, S.32f.
5 Vgl. Herberg, 1994, S.60f.
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Präferenzen der Haushaltsmitglieder kommt, ist nicht Teil der mikroökonomischen Betrachtung. 6
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Alle Güter, die ein Haushalt konsumiert, stiften den Haushaltsmitgliedern einen bestimmten Nutzen. Dieser Nutzen hängt von den individuellen Bedürfnissen und den Präferenzen der Haushaltsmitglieder ab. Bei den Gütern handelt es sich um alle Konsumgüter, die ein Haushalt für den Konsum in Betracht zieht. 7 Freizeit kann ebenfalls als Gut aufgefaßt
werden und ist somit bei den Konsumentscheidungen des Haushalts mit inbegriffen. Der Nutzen eines Haushalts kann als Funktion von allen vom Haushalt präferierten und konsumierten Güter dargestellt werden. Hierbei bilden x1 bis xn die Mengen der unterschiedlichen Konsumgüter, z die Menge der konsumierten Freizeit und s die Menge des zur Verfügung stehenden Einkommens, welches der Haushalt spart. Somit läßt sich für einen Haushalt folgende Nutzenfunktion U darstellen: 8
U=(x1,...,xn,z,s)
Zur Vereinfachung und für die zweidimensionale graphische Darstellungs- möglichkeit lassen sich die Konsumgüter und das Sparen zum Güterbündel X zusammenfassen und somit ergibt sich folgenden Nutzenfunktion U:
U=(X,z)
Graphisch läßt sich der Nutzen eines Haushalts aus dem Konsum des Güterbündels X und der Freizeit z mittels der Indifferenzkurve I darstellen. Jeder Punkt auf der Indifferenzkurve I in Abbildung 1 stellt die Kombinationsmöglichkeiten der Menge des Güterbündels X und der Menge der Freizeit z mit gleichem Nutzenniveau für den Haushalt dar. Der
6
Vgl. Herberg, 1994, S.58
7
Vgl. Herberg, 1994, S.69ff.
8 Vgl. Franz, 1996, S.29
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Haushalt kann also die Menge des konsumierten Güterbündels verringern und mit höherem Freizeitkonsum substituieren, ohne daß sich sein Nutzen verändert. 9
Abbildung 1: Die Indifferenzkurve einer Nutzenfunktion
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Damit ein Haushalt Güter zum Konsum erwerben kann, benötigt er ein Einkommen. Das Einkommen eines Haushalts setzt sich zum einen aus dem Lohn, welchen er für angebotene Arbeit erzielt, und zum anderen aus Geldmittelzuflüssen (z.B. Zinsen, Dividenden, Mieten, Pensionen) zusammen. Es sei unterstellt, daß es sich beim Einkommen um das Nettoeinkommen des Haushalts handelt, also Steuer und Sozialabgaben schon abgezogen sind, und das Nettoeinkommen dem Haushalt zum Konsum des Güterbündels X zur Verfügung steht. 10
Da einem Haushalt pro Periode eine feste Anzahl an Stunden zur Verfügung steht, die er zwischen Arbeitszeit und Freizeit aufteilen kann, je nachdem wie viele Mitglieder ein Haushalt hat und je nachdem ob es gesetzliche Einschränkungen bezüglich des Anbietens von Arbeit gibt, läßt sich die Zeitaufteilung eines Haushalts mit folgender Gleichung darstellen:
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Sven Brueninghaus, 2002, Arbeitsangebotsverhalten von Haushalten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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