Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Rolle und Bedeutung des Entrepreneurship 3
3. Entwicklung eines Phasenmodells 5
3.1 Phase 1 „Chancen nutzen“ 5
3.2 Phase 2 „Geschäftsmodell aufbauen“ 6
3.3 Phase 3 „Ressourcenallokation und Gründungsmanagement“ 8
3.4 Phase 4 „Wachstum anstreben“ 10
3.5 Phase 5 „Überleben sichern“ 13
4. Gestaltung eines positiven Umfeldes für den Entrepreneur 17
5. Fazit 20
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 : Zusammenhang zwischen Entrepreneurship und Wirtschaftswachstum 3
Abb. 2 : Kapitalquellen zu den Finanzierungsphasen 9
Abb. 3 : Phasen des Wachstums 11
Abb. 4 : Wachstumsdimensionen 12
Abb. 5 : Strategische und finanzielle Optionen 15
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 : Risikofaktoren in der Unternehmungsentwicklung 14
Tab. 2 : Fünf Bereiche der KMU-Politik des Schweizer Bundes 18
Abkürzungsverzeichnis
KMU kleine und mittlere Unternehmungen
GEM Global Entrepreneurship Monitor
III
1. Einleitung
Neben der „Transformation von Input zu Output“ erklärt die definitorische Abgrenzung eines Prozesses, auch in Abwandlungen z.B. der Systemtheorie und Informatik, aus betriebswirtschaftlicher Sicht, eine „inhaltliche und sachlogische Folge von Funktionen, die zur Bereitstellung eines Objekts in einem spezifizierten Zustand notwendig ist“. 1 Ist diese prozessuale Orientierung nun vereinbar mit dem Unternehmergeist des Entrepreneurs, seinen risikobehafteten Ideen, seiner Kreativität und seinem innovativem Streben?
Noch vor wenigen Jahren als nicht lehrbar beschrieben, gilt Entrepreneurship gegenwärtig, im Sinne der Gründung eines Unternehmens, durch umfangreiche Erkenntnisse als gut erforscht. 2 Ziel der Managementlehre ist es, im Kontrast zur theoretischen Ökonomie, konkrete Handlungsanweisungen für die Praxis zu liefern. 3 An dieser Stelle setzt somit die aktuelle Literatur zur Beantwortung der erörterten Problematik an. Den zentralen Schwerpunkt der Entrepreneurship-Forschung stellt der marktorientierte, unternehmerische Handlungsprozess dar. 4 Unternehmergeist ist gleichzusetzen mit einer Denkhaltung, einer Art zu Handeln. 5 Es resultiert ein Prozess, „der organisiert, kontrolliert, gefördert, gelehrt und in praktisch jedem organisatorischen Kontext angewendet werden kann“. Ergänzend konkretisiert Schaller in seinen Ausführungen Entrepreneurship „als eine besondere Form des Handelns, einen innovativen und wertsteigerungsorientierten wirtschaftlichen Prozess“. 6
Es ist jedoch darzulegen, dass auf Basis einer Idee für ein neues Produkt oder eines neuen Service eine Einteilung in konkrete allgemeingültige Etappen einer Unternehmungsgründung schwierig erscheint und es somit einer kritischen Betrachtung im Sinne der Thematik bedarf.
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1 Vgl. Wikipedia (2005): Prozessdefinition. In: http://de.wikipedia.org/wiki/Prozess_%28 Begriffskl%C3%A4rung%29, vom 10.10.2005, o.S.
2 Vgl. Bygrave, W. D. (1998): Die einzelnen Stufen des Entrepreneurship. In: Faltin, G./ Ripsas, S./ Zimmer, J. (Hrsg.): Entrepreneurship - Wie aus Ideen Unternehmen werden, München, 1998, S.114.
3 Vgl. Ripsas, S. (1997): Entrepreneurship als ökonomischer Prozeß, Wiesbaden, 1997, S. 55.
4 Vgl. Ripsas, S. (1997): Entrepreneurship als ökonomischer Prozeß, a.a.O., S. 84.
5 Vgl. hierzu und im Folgenden Jenni, U. (2004): Unternehmerisch denken und handeln im Grundsatz. In: www.fh-htwchur.ch/files/newsletters/Newsletter_HTW_Chur_fuer_Juni_Juli__2004.pdf, vom
10.10.2005, 27 Seiten.
6 Schaller, A. (2001): Entrepreneurship oder wie man ein Unternehmen denken muß. In: Blum, B./ Leibbrand, F. (Hrsg.): Entrepreneurship und Unternehmertum, 1. Auflage, Wiesbaden, 2001, S. 29.
1
Entrepreneurship beschreibt die Entwicklung einer unternehmerischen Idee und ihre Umsetzung. Der Entrepreneur ist dabei Entdecker, Ideenentwickler und - realisierer, der sich selbst und Anderen Arbeit und Einkommen verschafft. Die vorliegende Arbeit soll in diesem Zusammenhang diskutieren, in welchen Phasen diese Entwicklung verläuft. Dabei ist zu untersuchen, wie sich der unternehmerische Prozess entwickelt, wann Marktakteure unternehmerisch aktiv werden und welches die Erfolgsdeterminanten für ihr Handeln sind.
In Kapitel 1 soll zunächst auf die Verbindung von Entrepreneurship und dem Gesichtspunkt der Prozessorientierung eingegangen werden. Dabei wird postuliert, dass es, im Sinne der Thematik, der Erarbeitung eines betriebswirtschaftlichen Handlungskonzeptes aus dem ökonomischen Prozess bedarf.
Daran anschließend wird in Kapitel 2 die aktuelle Stellung des Entrepreneurship diskutiert. In diesem Zusammenhang sollen Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sowie die Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmungen (KMU) betont werden.
Die umfassende Entwicklung eines Phasenmodelles im Sinne des bereits erörterten betriebswirtschaftlichen Handlungskonzeptes beschreibt Kapitel 3 der vorliegenden Arbeit. Hier sollen anhand von fünf Phasen, von der Nutzung von Marktchancen bis zur Sicherung der Unternehmung, Erfolgsfaktoren betrachtet und vereinzelt auf die fließenden Übergänge der einzelnen Etappen eingegangen werden.
Nachdem in Kapitel 4 auf Alternativen Bezug genommen wird, inwieweit man ein optimales Umfeld für Entrepreneure, im Sinne von Förderung und Rahmenbedingungen, schaffen kann, folgt im letzten Gliederungspunkt das Fazit. Hier soll kritisch hinterfragt werden, ob der Versuch dieser Arbeit, Entrepreneurship als einen mehrstufigen Prozess darzustellen, die erörterte Fragestellung beantworten kann.
2
2. Rolle und Bedeutung des Entrepreneurship
Den Ursprung für umfassende Diskussionen und Entwicklungen zum Verständnis des Entrepreneurship erörterte zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter. 7 Er lieferte eine moderne Definition des Unternehmers, der, u.a. durch Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen, das bestehende wirtschaftliche Gleichgewicht zerstört und schöpferisches Potenzial freisetzt. Laut Global Entrepreneurship Monitor (GEM), einem laufenden universitären Projekt zur Messung unternehmerischer Aktivitäten in 34 Ländern, sind im Jahr 2004 fast 73 Millionen Menschen an entsprechenden Neugründungsprozessen beteiligt gewesen. 8 Basis für einen Transfer von Innovationen aus ideengegebenen Institutionen sind somit, neben gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, kreative und wagemutige Entrepreneure, die Marktchancen erkennen und umsetzen. 9 In Abbildung 1 ist dazu ein Modell des GEM zur Erläuterung integrativer Zusammenhänge dargestellt.
Abb. 1: Zusammenhang zwischen Entrepreneurship und Wirtschaftswachstum
Quelle:
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7 Vgl. hierzu und im Folgenden Bygrave, W. D. (1998): Die einzelnen Stufen des Entrepreneurship. In: Faltin, G./ Ripsas, S./ Zimmer, J. (Hrsg.): Entrepreneurship - Wie aus Ideen Unternehmen werden, a.a.O., S. 114.
8 In eigener Übersetzung Vgl. Certo, T./ Certo, S. (2005): Spotlight on Entrepreneurship. In: Business Horizons, 48(2005), Nr. 4, S. 271.
9 Vgl. Malek, M./ Ibach, P. (2004): Universitäten als Kristallisationskern für Innovationsnetzwerke. In: www.hu-berlin.de/forschung/spektrum/malek_0204.pdf, vom 10.10.2005, 7 Seiten.
3
Noch vor zehn Jahren als altmodisch bezeichnet, nimmt Unternehmertum gegenwärtig einen zentralen Stellenwert ein. 10 Im Sinne von Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik erfahren dabei Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmungen (KMU) zunehmend Bedeutung. Bestätigt durch eine Mehrzahl empirischer Untersuchungen steht die Notwendigkeit ihrer Förderung für wirtschaftliches Wachstum, Innovation und entscheidender Impulse für neue Arbeitsplätze außer Frage. Dieses Interesse erhöht sich zunehmend vor dem Hintergrund von Globalisierung und steigendem Wettbewerb. 11 Aus psychologischer Sicht bilden erfolgreiche Unternehmer zugleich Vorbild und Ansporn für andere Leistungsmotivierte. Zudem führt die Förderung des Bewusstseins der Eigenverantwortlichkeit und Selbstverwirklichung zur Stärkung der demokratisch-liberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.
Entrepreneurship gilt als Voraussetzung für die Entstehung kleiner und mittlerer Unternehmungen und ist vor allem geprägt durch das innovative Element in der Gründungsphase. 12 In Deutschland nehmen KMU einen hohen Anteil am unternehmerischen Marktvolumen ein, sodass Unternehmertum eher Klein-Unternehmertum als „Big Business“ ist. Die Schaffung neuer Strukturen, als wichtigstes Merkmal des Entrepreneurship, muss somit zunehmend im Sinne des Mittelstandes erklärt werden und bietet Raum für Forschungsschwerpunkte, denen aktuell nationale sowie internationale Universitäten und Institute eine hohe Bedeutung beimessen.
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10 Vgl. hierzu und im Folgenden Bögenhold, D. (2002): Kulturelle und historische Momente der Entrepreneurship-Entwicklung. In: Braun, G./ Diensberg, Chr. (Hrsg.): Entrepreneurship im Ostseeraum, a.a.O., S. 29f.
11 Vgl. hierzu und im Folgenden Schaller, A. (2001): Entrepreneurship oder wie man ein Unternehmen denken muß. In: Blum, B./ Leibbrand, F. (Hrsg.): Entrepreneurship und Unternehmertum, a.a.O., S. 4.
12 Vgl. hierzu und im Folgenden Fueglistaller, U./ Müller, Chr./ Volery, T. (2004): Entrepreneurship, 1. Auflage, Wiesbaden, 2004, S. 88ff.
4
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Michael Meier, 2005, Betriebswirtschaftlicher Prozess des Entrepreneurship, Munich, GRIN Publishing GmbH
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