Andrea Fecher
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
Einleitung 3
1 Epidemiologie 5
1.1 Definition und Nutzen der Epidemiologie 5
1.2 Prävalenz 6
1.3 Inzidenz 6
1.4 Mortalität 8
1.5 Lebensqualität 9
2 Krankheitsbild 9
2.1 Definition 9
2.2 Risikofaktoren 9
3 Prävention 10
3.1 Definition und Dimensionen 10
3.2 Primärprävention 11
3.3 Sekundärprävention 12
3.4 Tertiärprävention 12
3.5 Informationsstand von Frauen 12
3.6 Das Health-Belief-Model 13
3.7 Subjektive Theorien von Frauen zur Krebsfrüherkennung 15
4 Behandlung 19
4.1 Disease-Management-Programm Brustkrebs 19
4.2 Brustzentren 21
4.3 Bedürfnisse der Brustkrebs-Patientin 22
5 Nachsorge 24
5.1 Das Programm 24
5.2 Bedürfnisse der Patientin in der Nachsorge 25
Ausblick 26
Literaturverzeichnis 28
Seite 1 von 29
Andrea Fecher
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1.1.1: Das Feld der Epidemiologie ……………………………….... 3 Abbildung 1.3.1: Schätzung der alterspezifischen Brustkrebsinzidenz in Deutschland …………………………………………………. 7
Abbildung 1.3.2: Anteil des Brustkrebses an allen Krebsneuerkrankungen von Frauen nach Alter ……………………………………… 7 Abbildung 2.2.1: Risikodeterminanten und Risikomodulatoren des Mammakarzinoms ………………………………………… 10
Abbildung 3.1.1: Präventionsmaßnahmen im zeitlichem Verlauf ………….. 11 Abbildung 3.5.1: Informiertheit über Brustkrebs in Abhängigkeit vom Alter ………………………………………………………… 12
Abbildung 3.6.1: Das Health-Belief-Modell ………………………………… 13 Abbildung 3.7.1: Heuristisches Modell der Einflussvariablen auf das Verhalten von Frauen im Krebsfrüherkennungsprogramm .. 15 Abbildung 3.7.2: Krebsfrüherkennungstypologie ………………………… 15
Abbildung 4.1.1: Programmziele des DMP Brustkrebs …………………… 18 Abbildung 4.1.2: Grundsätze der Therapie von Patientinnen mit Brustkrebs im DMP ………………………………………………… 19
Abbildung 4.2.1: Eusoma-Richtlinien: Anforderungen an zertifizierte Brustzentren …………………………………………… 20
Abbildung 5.2.1: Bedürfnisse der Brustkrebs-Patientin in der ambulanten
Andrea Fecher
Einleitung
Brustkrebs (Mammakarzinom) ist die häufigste bösartige Neubildung bei Frauen in Deutschland sowie auch weltweit. Durchschnittlich erkrankt jede 11. Frau im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Seit 1997 ist die Brustkrebsmortalität rückläufig. Trotzdem führt das Mammakarzinom hinsichtlich der Krebssterblichkeit immer noch die Todesursachenstatistik bei Frauen an (vgl. ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 7 f.).
Ziele der derzeitigen gesundheitspolitischen Aktivitäten in der Bundesrepublik in Bezug auf Brustkrebs sind die Verbesserung der gesamten Versorgungskette und der Qualitätssicherung, angefangen von der Früherkennung und der Therapie bis hin zur Nachsorge bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensqualität der betroffenen Frauen. Strukturierte Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programm, DMP Brustkrebs), sowie vielerorts entstandene zertifizierte Brustzentren sind Maßnahmen die zur Erreichung der Ziele beitragen sollen. Um eine adäquate, gezielte Verbesserung der Versorgungssituation für Frauen zu erreichen, geraten nachfolgende Fragen in das Blickfeld: Wie ist der Informationsstand der Frauen hinsichtlich Brustkrebs? Wo stehen Frauen innerlich? Welche Bedürfnisse haben sie in den konkreten Situationen? Wo und wie müssen sie, ggf. argumentativ, „abgeholt“ werden? Welche Maßnahmen sind ggf. kontraproduktiv? Werden frauen- und altersspezifische Konzepte bei den angewandten Präventionsstrategien, den Krebsfrüherkennungs-, Behandlungs-und Nachsorgeprogrammen hinreichend berücksichtigt und somit dem Bedarf, den Erwartungen und Belangen von betroffenen Frauen entsprochen? Dies sind Themen, die im Rahmen der Gesundheitswissenschaft mit ihrem Interesse an den medizinischen Versorgungsstrukturen der Bevölkerung und von Bevölkerungsgruppen, nachgegangen werden sollten.
Die Gesundheitswissenschaft orientierte sich lange an einem biomedizinischen Risikofaktorenmodell, dass, bei der Erklärung von Krankheitsentstehungs-, Gesundungs-, aber auch Gesunderhaltungsprozessen (im Sinne Antonovsky’s Theorie der Salutogenese), - wie man heute weiß - häufig zu kurz greift (vgl. ARBEITSKREIS FRAUEN UND GESUNDHEIT 1998, S. 10).
Seite 3 von 29
Andrea Fecher
Insgesamt besteht eine große Wissenslücke im Bereich der Versorgungsforschung, insbesondere in der Onkologie. Diese Arbeit möchte sensibilisieren für spezifische Situationen von Frauen zwischen Krebsfrüherkennung, Behandlung und Nachsorge von Brustkrebserkrankten und so einen Gedankenanstoß leisten zur Verbesserung der Versorgungssituation der Betroffenen.
Auf Grund des vorgegebenen Rahmens können nur einige Ansätze und Ideen weitergegeben werden. Einzelne angeführte Punkte haben einen weit größeren Umfang, als dass sie hier Platz finden könnten.
Seite 4 von 29
Andrea Fecher
1 Epidemiologie
1.1 Definition und Nutzen der Epidemiologie
„Die Epidemiologie (griechisch epi „über, innerhalb“, demos „Bevölkerung“, logos „Lehre“) ist die Lehre von der Verteilung der Gesundheitsumstände und ihrer Determinanten sowie der damit zusammenhängenden Ereignisse und Umstände in der Bevölkerung“ (GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 55). Die Epidemiologie wird versuchen Ursachen von Krankheiten zu identifizieren und Interventionen vorzuschlagen, die geeignet sind, die Gesundheit der betroffenen Gruppen zu verbessern (vgl. GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 55).
HURRELMANN und LAASER geben eine moderne Definition der Epidemiologie folgendermaßen an: „Epidemiologie ist die Bearbeitung von Fragen aus dem Bereich der Medizin, der Gesundheitssystemforschung und den Gesundheitswissenschaften mit Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik“ (HURRELMANN/LAASER 1999, S.232). Gesundheit hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Das nachfolgende Schema gibt einen umfassenden Überblick:
Abbildung 1.1.1: Das Feld der Epidemiologie: Gesundheit und ihre Einflussfaktoren (GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 57)
Seite 5 von 29
Andrea Fecher
Um einen Einblick in die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zu erlangen, entscheidungsfähig zu werden und eventuelle Innovationen einleiten und vorantreiben zu können, ist zunächst eine Beschreibung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung notwendig. „Wo Informationen regelmäßig eingeholt werden, um die Entscheidungen der Verantwortlichen des öffentlichen Gesundheitswesens zu erleichtern, wird von Gesundheitsstatistik gesprochen“ (GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S.61).
Die Gesundheitsstatistik bedient sich mehrer Methoden: Prävalenz, Inzidenz, Mortalität.
1.2 Prävalenz
Die Häufigkeit und Verteilung einer Krankheit verändert sich im Zeitverlauf. Die Beschreibung der Häufigkeit kann sich auf zwei Aspekte beziehen: • den Bestand an Kranken zu einem definierten Zeitpunkt • den Neuzugang an Kranken in einem definierten Zeitraum (vgl. HURRELMANN/LAASER 1998, S.240).
Die Prävalenz gibt den Anteil der in der Bevölkerung Erkrankten an:
Anzahl der Erkrankten
Prävalenz = __________________________ zu einem gegebenen Zeitpunkt Gesamtbevölkerung
Prävalenzen können auch für Untergruppen der Bevölkerung angegeben werden. (vgl. GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S.61)
1.3 Inzidenz
Häufig gilt das Interesse dem Auftreten neuer Krankheitsfälle in der Bevölkerung. „Die Inzidenz misst die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes neu auftretenden Krankheitsfälle in einer definierten Gruppe von Personen, die zu Beginn des Beobachtungszeitraumes frei von der untersuchten Krankheit waren. Die initial krankheitsfreie Gruppe wird auch Population unter Risiko genannt“ (SCHWARTZ, 2000, S.287).
Seite 6 von 29
Andrea Fecher
Anzahl der Neuerkrankten während des Zeitraumes
Inzidenz = ___________________________________________________ Gesamte Bevölkerung unter Risiko
(GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 62)
Schätzungen der Dachdokumentation Krebs des Robert Koch Institutes gehen von jährlich 47.500 Brustkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland aus. Somit hat Brustkrebs einen Anteil von 24% bei den Krebsneuerkrankungen. Das Erkrankungsrisiko nimmt u.a. mit fortschreitendem Alter zu. Der Anstieg der Inzidenzraten ist besonders auffällig zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Bei etwa 40% aller Erkrankten wird die Diagnose vor dem 60. Lebensjahr gestellt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 60 Jahren. Für Krebs insgesamt liegt das mittlere Erkrankungsalter von Frauen bei 67 Jahren (vgl. ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 8).
Abbildung 1.3.1: Schätzung der altersspezifischen Brustkrebsinzidenz in Deutschland im Jahr 2000, Erkrankungen pro 100.000 Frauen (ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 8).
Abbildung 1.3.2: Anteil des Brutkrebses an allen Krebsneuerkrankungen von Frauen nach Alter; Daten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen aus den Jahren 1999-2001 (ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 9)
Seite 7 von 29
Arbeit zitieren:
Andrea Fecher, 2006, Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Integration von Hardware und Software im OP-Bereich
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 59 Seiten
Zur Epidemiologie und Versorgungssituation von Herz- Kreislauferkrank...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 24 Seiten
Empirische Untersuchung der Mitarbeiterzufriedenheit im Bezug auf die ...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Seminararbeit, 44 Seiten
AIDS-Prävention in der schulischen Sexualerziehung
Eine Untersuchung anhand des H...
Vordiplomarbeit, 35 Seiten
Wittnebens Modell der multidimensionalen Patientenorientierung
Hausarbeit, 22 Seiten
Die Gestalttherapie als ein pädagogisches Konzept
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 23 Seiten
Darstellung und Auswertung der Studie "Pflegeschwerpunkte im Oper...
Hausarbeit, 23 Seiten
Psychosomatische Besonderheiten bei Krebserkrankungen
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Seminararbeit, 71 Seiten
Patientenorientierte Pflege als professionelle Dienstleistung in der p...
Qualitätskriterien im Hinblick...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 83 Seiten
Pädagogische Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort von an Brustk...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 75 Seiten
Epidemologie und Versorgungssituation von Frauen mit Herzinfarkt
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 34 Seiten
Krebserkrankungen und ihr Zusammenhang mit Immunsystem, Psyche und Spo...
Psychologie - Biologische Psychologie
Hausarbeit, 23 Seiten
Zur Epidemiologie und Versorgungssituation von zerebrovaskulären Erkra...
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Die Umverteilung knapper Ressourcen - eine unternehmensethische Entsch...
Seminararbeit, 25 Seiten
Andrea Fecher hat den Text Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs veröffentlicht
Andrea Fecher hat einen neuen Text hochgeladen
Werden Frauen und ihre Ängste ...
Franz Fischl, Andreas Feiertag
Brustkrebs: 100 Fragen - 100 Antworten
Eine Broschüre für Patientinne...
Oumar Camara, Jalid Sehouli
Pflegebedarf und Versorgungssituation bei älteren Menschen in Heimen
Demenz, Angehörige und Freiwil...
Ulrich Schneekloth, Hans-Werner Wahl
Biologie und Epidemiologie der Hormonersatztherapie - Biology and Epid...
Diskussionen zur Postmenopausa...
M. A. Lewis, M. Dietel, W. K. Raff, P. Scriba
Die Anleitung zur aktiven Pati...
Ursula Goldmann-Posch, Rita R. Martin
0 Kommentare