Universität Lüneburg, Lüneburg, März 2006
Seminar „Didaktik der Geometrie“
Dokumentation der Einführung von
Symmetrie in einer 2. Klasse
von: Anika Barton und Lukas Breul
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Beschreibung der Lerngruppe, der Räumlichkeiten und des Materials 3
3 Planung des Vorgehens/ der Aufgaben 5
3.1 Methodisch - didaktische Überlegungen 5
3.2 Differenzierung 6
3.3 Aufbau der Unterrichtseinheit 6
3.4 Beschreibung der Einführung 10
4 Beschreibung und Lernziele der Stationen 12
4.1 Beobachtungen und Probleme beim Bearbeiten der Stationen 15
5 Reflexion18
6 Literaturverzeichnis 20
1 Einleitung
Die Unterrichtseinheit zur Symmetrie wurde von uns an zwei Tagen, am 8. und 9. Februar 2006, zu je einer Doppelstunde in der Klasse 2c der Grundschule X. durchgeführt. Die niedersächsische Rahmenrichtlinie benennt für die erste und zweite Jahrgangsstufe „Vorerfahrungen zur Symmetrie“ als Ziel des Mathematikunterrichts1. Die Schüler der Klasse 2c machen im Rahmen dieser Einheit erste Erfahrungen im Analysieren und Herstellen von überwiegend achsensymmetrischen Figuren der Ebene. Im ersten Teil der Unterrichtseinheit lernen die Schüler in verschiedenen Arbeitsformen, die Besonderheit achsensymmetrischer Figuren der Ebene zu erkennen, sie einzuordnen und sich mit den Symmetriebegriffen sowie der Arbeit mit dem Taschenspiegel vertraut zu machen. Die sich anschließende Doppelstunde wird von einer Symmetrie-Stationenarbeit geprägt, in der die angebotenen Stationen in Partnerarbeit durchlaufen werden.
2 Beschreibung der Lerngruppe, der Räumlichkeiten und des Materials
Die Klasse 2c der Grundschule X. wird von 25 SchülerInnen, darunter 12 Mädchen und 13 Jungen, besucht und von der Klassenlehrerin Frau Tiedemann in den Fächern Anfangsunterricht (AU) und Sport unterrichtet. Den Mathematikunterricht erteilt Frau H., Musik unterrichtet Frau S.. Die Klasse besteht in dieser Konstellation seit dem 1. Schuljahr, also seit etwa einem Jahr, wobei einzelne Freundschaften zwischen Kindern durch nachbarschaftliche Verhältnisse und Kindergarten bereits länger bestehen. Zum Schuljahreswechsel sind zwei Mädchen neu in die Klasse gekommen, da sie das 2. Schuljahr wiederholen. Der überwiegende Teil der Schüler stammt aus weitgehend intakten Familien, wenige werden von einem Elternteil erzogen, zwei Schüler sind als Pflegekinder bei Pflegefamilien untergebracht. Es gibt keine Geschwisterpaare oder sonstige verwandtschaftliche Beziehungen in der Klasse.
Das Sozial- und Lernverhalten der Schüler kann insgesamt als positiv bezeichnet werden. Das Unterrichtsgeschehen wird interessiert und mit großer Beteiligung und Motivation verfolgt. Die Kinder sind Gruppen- und Partnerarbeit gewohnt und kooperieren auch in unterschiedlich zusammengesetzten Teams gut miteinander. Neuen Methoden gegenüber sind die Schüler aufgeschlossen. Im Hinblick auf die Konzentrationsfähigkeit ist die Klasse als heterogen einzuordnen. Die Leistungen im mathematischen Bereich sind jedoch nicht von dieser deutlichen Heterogenität geprägt.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war die Klasse relativ schnell mit unserer Anwesenheit während des Unterrichts und mit uns als LehrerIn vertraut. Wir hatten keinerlei Probleme, was die Akzeptanz der Schüler uns und unserer Rolle gegenüber betraf. Der im Rahmen der Einheit Symmetrie von uns gegebene Unterricht fand ausschließlich im Klassenraum der 2c statt. Neben der normalen Klasseraumeinrichtung, wie Tafel, Lehrertisch und Präsentationsflächen sowie den in Tischgruppen angeordneten Schülerplätzen befindet sich hier eine Lesecke mit Sofa und Bücherregalen und ein etwas abgetrennt untergebrachter Spielbereich mit Teppichen und Stauraum für Spiele. Schülerkreise werden regelmäßig genutzt, um die Sitzordnung aufzulockern. Hierzu stehen entweder leere Kunststoffeimer zur Verfügung, die leicht stapelbar sind und bei Bedarf zum Sitzen genutzt werden. Wesentlich leiser ist jedoch das Sitzen der Kinder auf „Teppichfließen“. Das sind quadratisch zugeschnittene Teppichreste, die als Sitzunterlage dienen. Mit Ausnahme der Taschenspiegel, die zur Sammlung der Grundschule X. gehören, wurde alles verwendete Material von uns für diese Unterrichtseinheit bereitgestellt. Hierzu gehören sämtliche Arbeitsblätter und die Hilfsmittel, die an den Stationen gebraucht wurden.
3 Planung des Vorgehens/ der Aufgaben
3.1 Methodisch - didaktische Überlegungen
Symmetrische Körper und Figuren sind den Kindern aus ihrer Umwelt bekannt, auch wenn diese noch nicht gezielt analysierend wahrgenommen werden. Der niedersächsische Lehrplan sieht für die Schüler der ersten und zweiten Klasse ein Legen und Fortsetzen von Grundmustern vor. Dabei sollen einfache Bandornamente mit Plättchen gelegt und ausgemalt werden. Bandornamente sollen in der Umwelt erkannt werden. Erst in der dritten und vierten Klasse sollen Bandmuster gezeichnet und aus einer Grundfigur erzeugt werden, wie wir es von den Schülern sowohl in der Einführung, als auch in der Stationenarbeit fordern. Auch bei den symmetrischen Figuren greifen wir teilweise mit unserer Unterrichtseinheit über das erste und zweite Schuljahr hinaus. Die Kinder sollen nicht nur spiegelgleiche Figuren durch Falten, Schneiden oder mit Hilfe eines Spiegels herstellen, wie für das erste und zweite Schuljahr gefordert, sondern auch Figuren zu achsensymmetrischen Figuren ergänzen bzw. auf einem Quadratgitter einfache, achsensymmetrische Figuren zeichnen und Teilfiguren zu einer symmetrischen Gesamtfigur ergänzen.
[...]
1 Der Niedersächsische Kultusminister (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für die Grundschule. Mathematik. Hannover: Schroedel, 1984, S. 63.
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Anika Barton, Lukas Breul, 2006, Dokumentation der Einführung von Symmetrie in einer 2. Klasse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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