Auswirkungen der IKT und die Doris Milletich 23 05 2006
Folgen eines Absturzes des Systems
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Definition IKT 4
3 Aktuelle Studien 5
4 Auswirkungen 9
4.1 Informations- und Kommunikationsgesellschaft 9
4.2 Alltagsleben 12
5 Folgen eines Absturzes des Systems 14
5.1 Bereits ausgefallene Systeme 14
5.2 „Das Paranetz - Zusammenbruch des Internets“ 18
5.2.1 Zusammenfassung 18
5.2.2 Experteninterview 24
5.2.3 Kritik 26
6 Schluss 30
Literaturverzeichnis 32
Abbildungsverzeichnis 33
Tabellenverzeichnis 33
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1 Einleitung
Der Fortschritt der Technologien nimmt rasant zu, was viele Veränderungen mit sich bringt: Unter anderem steigt die Abhängigkeit, man ist ein Leben ohne Technologien nicht mehr gewöhnt. Viele nehmen diese Veränderungen zwar wahr, sind sich den Auswirkungen aber nicht wirklich bewusst. Diese Arbeit soll der Veranschaulichung dienen. Deshalb soll diese Arbeit die Auswirkungen, sowie die Folgen eines Absturzes des gesamten Systems aufzeigen.
Das Thema dieser Seminararbeit sind die Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien und die Folgen eines Absturzes des Systems. Die Seminararbeit ist in zwei Bereiche gegliedert:
Zuerst wird geklärt, inwiefern insbesondere die Informations-und
Kommunikationstechnologien, aber auch andere Technologien die Gesellschaft, aber auch das individuelle Leben beeinflussen und verändern. Die Abhängigkeit von den Technologien ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, was zu einem Umbruch führt. Der Lebensstandard erhöht sich, die Kommunikation verändert sich, Information wird ein immer wichtigeres Gut, das sind nur einige wenige Veränderungen, die der steigende Einsatz der Technologien mit sich bringt.
Der zweite Teil behandelt die Folgen eines Absturzes des Systems. Was kann passieren, wenn das gesamte Computernetz und somit auch die Stromversorgung zusammen brechen? Durch den hohen Einsatz von Technologie vergrößert sich die Computerkriminalität, da ein Absturz schwere Folgen haben kann. Die Stromversorgung fiel ebenfalls in kleinen, aber auch größeren Gebiete für einen gewissen Zeitraum aus. Diese Zusammenbrüche haben ihre Auswirkungen. Neben dem Blick in die Vergangenheit, wird in dieser Arbeit die Zukunft betrachtet. Als Unterstützung hierfür, wird das Buch „Das Paranetz - Zusammenbruch des Internets“ von Hermann Maurer analysiert. Dieser Zukunftsroman zeigt die Folgen eines weltweiten Absturzes aller Systeme.
Die Forschungsfrage „Wie wirken sich die Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Gesellschaft und auf Individuen aus und was sind die möglichen Folgen eines Absturzes des Systems?“ soll in dieser Arbeit beantwortet werden. Durch eine genaue Internetrecherche und eine Buchanalyse wird die Forschungsfrage geklärt. Das Ziel
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dieser Arbeit ist die Aufarbeitung der Ist-Situation mit Hinblick auf die Vergangenheit und eine möglichen Zukunftsperspektive. Es soll auf die Veränderung der Gesellschaft aufmerksam gemacht werden und der Leser soll zum Nachdenken angeregt werden.
2 Definition IKT
Informations- und Kommunikationstechnologien (Abkürzung IKT, auch IuK-Technologie) sind Technologien im Bereich der Information und Kommunikation. Der zusammenfassende Begriff ist Anfang der achtziger Jahre entstanden, als begonnen wurde, die Fernsprechnetze zu digitalisieren. Teletext oder Bildschirmtext entstanden zu dieser Zeit ebenfalls. Die Informationstechnik und Kommunikationstechnik sind zusammen gewachsen. 1
Ein Informationssystem besteht aus Menschen und Maschinen, die Informationen erzeugen bzw. benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen verbunden sind. Die Information kann in einem solchen System erfasst, gespeichert, abgefragt und transformiert werden.
Kommunikation ist ein Dauerzustand und ein Normalzustand in dem sich Menschen immer befinden. Sie kommunizieren miteinander, mit ihrer Umwelt und mit sich selbst. Die Kommunikationstechnologien unterstützen die Kommunikation in der Hinsicht, dass man asynchron, also zu unterschiedlichen Zeitpunkten, und unabhängig vom Ort kommunizieren kann. Beispiele für eine asynchrone Kommunikation sind E-Mails oder Foren, eine synchrone Kommunikation sind zum Beispiel Chats oder Videokonferenzen.
Eine weitere Gliederung der Kommunikation neben der asynchronen und ortsunabhängigen sind die vier verschiedenen Kommunikationsarten, die Wahl -, Gruppen-, Individual- und Intimkommunikation. Bei der Wahlkommunikation gibt es eine Vielzahl potentieller Rezipienten, ein Beispiel hierfür sind Online-Bibliotheken und Datenbanken wie Wikipedia. Bei der Gruppenkommunikation kommunizieren mehr als 2 Individuen miteinander, wie beim Taxi-Funk und bei Videokonferenzen. Die Individualkommunikation ist eine Form, bei der zwei Personen miteinander kommunizieren. Das Telefon ist hierfür ein Beispiel. Als Intimkommunikation bezeichnet man in der Kommunikationswissenschaft einen Kommunikationstyp bzw. eine Kommunikationsform, bei der das Individuum mit sich selber oder nur in einem sehr
1 Vgl. IKT, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/IKT [Stand: 15.11.05]
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kleinen privaten Kreis kommuniziert. Typische Beispiele für Intimkommunikation sind Tagebücher und private Fotoalben. Öffentliche Tagebücher (Weblogs) und im Web veröffentlichte Fotogalerien sind keine Formen der Intimkommunikation mehr, sondern berühren aufgrund ihrer im Prinzip weltweiten Verfügbarkeit den Bereich der Massenkommunikation. 2
Der Schwerpunkt dieser Arbeit wird auf die Informations-und
Kommunikationstechnologien gesetzt, wobei das Internet ein sehr wichtiger Faktor ist. Allerdings erleichtert jede Art von Technologie das Leben. Zum Beispiel könnte man nicht mit Handys kommunizieren, wenn es keine Akkus gäbe. Die Technologien sind sehr breit gefächert, somit liegt der Schwerpunkt auf die IKT, man darf allerdings nicht die anderen Technologien aus den Augen verlieren.
3 Aktuelle Studien
Informations- und Kommunikationstechnologien steigen im Gebrauch. Dies soll an zwei Beispielen veranschaulicht werden, am Internet- und Handymarkt.
In der folgenden Grafik sieht man die Entwicklung des Internets, welches eines der wichtigsten Informations- und Kommunikationsmittel ist. Während Anfang der 90er Jahre der Internetmarkt noch recht bescheiden war, steigt er enorm ab der zweiten Hälfte der 90er. Das Internet wurde einerseits angeschafft, da für die Schule und Arbeit der Zugang langsam obligatorisch wurde und andererseits aus Privatvergnügen.
Untersucht wurden Österreicher ab dem 14. Lebensjahr. Es wird aufgezeigt, wie viele Österreicher Zugang zum Internet haben, Internet-Nutzer oder regelmäßige Nutzer sind. Alle drei Graphen sind am steigen.
2 Vgl.: Portal Kommunikation, URL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Wissen%2C_Information%2C_Kommunikation_und_Medien [Stand: 15.11.05]
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Abbildung 1: Entwicklung des Internet-Marktes 3
Durch den erhöhten Gebrauch steigt natürlich auch die Abhängigkeit. Ohne Internet wäre das heutige Leben unvorstellbar. Unternehmen bilden virtuelle Arbeitsgemeinschaften, Gleichgesinnte kommunizieren über Chats, Foren, Messenger, etc. Informationen werden häufig über das Internet eingeholt, da die Suche nach bestimmten Informationen extrem vereinfacht ist. Im Internet findet man jede Art von Diensten, hier ist alles möglich.
Genau wie der Internetmarkt ist der Handymarkt ebenfalls gestiegen. In der folgenden Grafik kann man erkennen, dass ab 1994 der Handygebrauch extrem steigt und ab 2003 eher stetig bleibt. Früher hatte kaum jemand in Österreich Handys. Bald erfreute sich ebenfalls eine neue Kommunikationsform großer Beliebtheit: die SMS (Short Message Service) - Kurznachrichten konnten vom Handy versendet werden. Heutzutage wird das Handy immer universeller, man kann selbstverständlich telefonieren und SMS schreiben, aber es kommen immer wieder neue Zusatzfunktionen, wie Videotelefonieren, ein MP3-Player, etc. dazu.
3 URL:
http://www.gfk.at/de/download/present/03_products/adhoc/media_research/GfK_Online_Monitor_3 _Qu_05.pdf [Stand: 15.11.2005]
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Handys erfreuen sich großer Beliebtheit, sie dienen nun nicht nur mehr der Kommunikation. Die oben genannten Zusatzfunktionen sind ebenfalls hohe Einflussfaktoren beim Kauf.
In der darauf folgenden Grafik sieht man eine Studie über die Internetnutzer in Europa. Das Ranking wird nach den Prozent der Internetnutzer erhoben. Die nördlichen Länder Europas liegen ganz vorne in der Internetnutzung. Österreich belegt den 9. Platz. Weltweit benutzen 957.750.000 Menschen das Internet, was eher ein geringer Anteil ist, da die Weltbevölkerung im Juni 2005 6,477 Milliarden Menschen beträgt. Das lässt sich daran erklären, dass die 3. Welt Länder kaum Möglichkeiten haben, an einen Internetzugang zu kommen.
4 Vgl. URL:
http://www.gfk.at/de/download/present/03_products/adhoc/telecommunication/marktentwicklung_H andy.pdf [Stand: 22.11.05]
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Abbildung 3: Internetnutzer in Europa 5
Der Fortschritt geht sehr schnell voran, nicht nur beim Internetgebrauch und beim Handymarkt. Die vorigen Grafiken veranschaulichen, wie schnelllebig die heutige Zeit ist. In der Zukunft wird Handy noch universeller, der Internetgebrauch wird noch mehr steigen.
5 URL: http://mediaresearch.orf.at/index2.htm?international/international_nutzer.htm [Stand:
15.11.2005]
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4 Auswirkungen
Der erhöhte Gebrauch der IKT und anderen Technologien hat seine Auswirkungen. Die Abhängigkeit steigt, die Technologien werden immer mehr in das Leben integriert. Heutzutage funktioniert nichts mehr im Haushalt ohne Strom, wenn man sich auf das Leben des Individuums beschränkt. Globaler gesehen, kann zum Beispiel kein Welthandel ohne Technologien erfolgen. Aber auch die Gesellschaft ändert sich aufgrund der IKT, es ist eine Informations- und Kommunikationsgesellschaft entstanden.
4.1 Informations- und Kommunikationsgesellschaft
Der Begriff Informationsgesellschaft bezeichnet das Leitbild einer auf Informations- und Kommunikationstechnologien basierenden Transformationsgesellschaft und Ökonomie. Der Prozess, durch den sich eine postindustrielle oder postmoderne Informationsgesellschaft bildet, wird als Informatisierung bezeichnet. 6
Je nach Schwerpunkt kann dabei unterschieden werden zwischen einer Informationsökonomiegesellschaft, die die wirtschaftlichen Veränderungen betont, einer Informationstechnologiegesellschaft, wo die IuK-Technologien ein wesentlicher Faktor sind und einer Informationsbenutzungsgesellschaft.
In der folgenden Grafik sieht man die Auswirkungen der Informationsgesellschaft. Durch die Informationsflut ist es heutzutage sehr schwer, die richtigen Informationen heraus zu picken. Diese Informationsflut, die ständig wächst, erfordert lebenslanges Lernen. Um lebenslang lernen zu können, muss man wissen, wie man richtig lernt. Weiters erfordert diese Informationsflut die geeignete Informationstechnik, was wieder zu der Informationsflut führt, da die Informationstechnik diesen Überfluss erst ermöglicht. Außerdem führt diese Informationsflut zu Extremismus und einer
Aufmerksamkeitsökonomie, weil man wissen und entscheiden muss, welcher Information man mehr oder weniger Beachtung schenkt. All diese Komponenten führen zu einem unheimlichen Stress, was natürlich das Lernen wiederum hindert. Wichtig ist, dass man in dieser Informationsgesellschaft eine gewisse Informations- bzw. Medienkompetenz besitzt, um mit der Informationsflut umgehen zu können.
6 Informationsgesellschaft, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsgesellschaft [Stand:
22.11.05]
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Doris Milletich, 2005, Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien und die Folgen eines Absturzes des Systems, Munich, GRIN Publishing GmbH
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