Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Geschichte des Radios 4
3. Das Radio als Medium der Jugend 7
3.1. Funktionen des Radios im Leben Jugendlicher 7
3.2. Nutzungsmotive für Jugendliche 10
3.2.1.quantitative Nutzung 10
3.2.2.qualitative Nutzung 11
4. Radio und Neue Medien in Konkurrenz um die
Aufmerksamkeit der Jugendlichen 14
5 F a z i t 1 6
6. Literaturverzeichnis 17
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Nutzungsentwicklung von Radio und Fernsehen 1964-1995 6
Abbildung 2: Mediennutzung Jugendlicher (14-19 Jahre) an Werktagen 12
Abbildung 3: Wichtigkeit von Radiobeiträgen bei Jugendlichen 1998 und 2002 13
Abbildung 4: Medienfunktionen 1998 und 2003 14
Abbildung 5: Nutzung audiovisueller Medien durch 14- bis 19-Jährige 15
Abbildung 6: Medienbindung Jugendlicher 16
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1. Einleitung
Das Massenmedium Radio ist mittlerweile zu einem selbstverständlichen Bestandteil im Alltag westlicher Kulturen geworden. Nach seinem Aufkommen in Deutschland in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte es bis heute vielfältige Entwicklungen durch. Propagandamedium, Primär- und schließlich Sekundärmedium - die Funktionen und Möglichkeiten des Radios sind mannigfaltig und wandelten sich in den einzelnen Epochen. Auch heute, mehr als 80 Jahre nach der ersten Sendung, ist das Radio bei weitem noch nicht verschwunden. Im Gegenteil, es ist aus vielen Situationen des alltäglichen Lebens nicht mehr weg zu denken. Allerdings wird sein Fehlen meist bewusster als seine Anwesenheit wahrgenommen. Egal ob am Frühstückstisch, im Supermarkt, bei der Autofahrt oder im Praxiswartezimmer - das Radio ist nahezu überall präsent und durchdringt die sonst anscheinend so unerträgliche Stille.
War in seinen Anfangsjahren das Radio für einen Großteil der Bevölkerung neben Tageszeitungen das einzige, im Vergleich zu ihnen jedoch bedeutend schnellere Medium um an Informationen zu gelangen, erhielt es im Laufe der Jahre und Jahrzehnte in Form des Fernsehens und seit neuestem auch des Internets immer mehr Konkurrenten.
Besonders jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, befindet sich die Medienlandschaft in Deutschland im Umbruch. Zwar betreffen diese Entwicklungen und technischen Innovationen alle Altersgruppen, besonders involviert sind jedoch die Jugendlichen. Im Gegensatz zur älteren Bevölkerung, die oft schwerfällig und notgedrungen versucht, sich mit medialen Neuerungen anzufreunden, lernt die Gruppe der 14-19-Jährigen deren Umgang als quasi selbstverständlichen Teil ihres Lebens kennen und zu schätzen.
Hier stellt sich nun die Frage, welche Rolle das traditionelle Medium Radio in der heutigen Zeit besonders für die junge Generation besitzt. Wählt sie aus dem vielfältigen und ständig wachsenden Medienangebot noch das „gute alte Radio“ aus? Wenn ja, aus welchen Beweggründen geschieht dies? Hat sich die Hörfunknutzung durch Jugendliche sowie deren Motive im Laufe der Zeit ebenso ge-wandelt wie die Rolle des Radios selbst?
Diesen Fragen soll nun im Folgenden auf den Grund gegangen werden.
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2. Geschichtlicher Abriss zur Entwicklung des Radios (mit Schwerpunkt Deutschland)
Im Jahre 1888 legte der deutsche Physiker Heinrich Hertz durch die Entdeckung elektromagnetischer Wellen den Grundstein für die Entstehung des Radios. Mit der dadurch eingeleiteten Entwicklung der Funktechnik begann das Zeitalter des Hörfunks.
In den USA, von wo die Entwicklung des Radios hauptsächlich ausging, wurde am Weihnachtsabend des Jahres 1906 bereits die erste Radiosendung ausgestrahlt. Damals konnte man auf den Schiffen, die im New Yorker Hafen lagen, klassische Musik und Bibelzitate empfangen. 1922 gab es in den Vereinigten Staaten bereits über 220 Rundfunkstationen und 2,5 Millionen Empfangsgeräte. Im Äther des damaligen Deutschen Reiches herrschte hingegen noch Funkstillesolange, bis alle Rechts- und Kompetenzfragen zwischen Behörden, Ministerien, der Reichspost und den Radioproduzenten geklärt waren. Nach zwei Jahrzehnten des Experimentierens und der Erprobung setzte sich 1923 der „Rundfunk-Vater“ (Faulstich 1995: 238) Hans Bredow mit seiner Idee eines öffentlichen Unterhaltungs- und „Erbauungs“-Hörfunks in Deutschland durch. So begann am 29. Oktober um 20 Uhr mit einer einstündigen Übertragung von Kammermusik aus dem Vox-Haus in Berlin auf Welle 400 Meter offiziell der deutsche Hörfunk als „Deutsche Stunde AG“, dessen Empfang bereits damals genehmigungs- und mit zwei Reichsmark pro Monat gebührenpflichtig war.
Die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eingeleitete Entwicklung des Radios zum Massenmedium ging auch im folgenden Jahrzehnt rasch voran. So waren zu Beginn der 30er Jahre bereits mehr als vier Millionen „als Rundfunkempfangsgeräte geeignete Hörstellen“, wie Radiogeräte im Rundfunk-Staatsvertrag definiert werden (vgl. Faulstich 1995: 235), angemeldet und das Hörfunkpublikum wuchs von zirka 100 000 Hörern im Jahr 1924 auf über 5 Millionen Rundfunkteilnehmer im Jahr 1934 an. Dieser sprunghafte Anstieg lag hauptsächlich an der Ausnutzung des Rundfunks als Propagandamedium durch die Nationalsozialisten. Allerdings wurde dadurch auch die technische Entwicklung des Radios erheblich vorangetrieben und staatliche Subventionen führten dazu, dass sich nahezu jeder Haushalt ein Radiogerät leisten konnte und die Anzahl der Rundfunkteilnehmer bis zum Ende des Krieges auf 15 Millionen anstieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland sage und schreibe über
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Arbeit zitieren:
Nicole Fleischmann, 2004, Jugendmedium Radio - Nutzungsmotive und Funktionen, München, GRIN Verlag GmbH
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