Friedrich-Schiller-Universität Jena
Hausarbeit
im Rahmen des
Wirtschaftstheoretischen Seminars
- Sommersemester 2001 -
Thema:
Der internationale Konjunkturzusammenhang
und das Mundell-Fleming-Modell
Name: Heiko Bubholz
Fachsemester: 6.
Jena, den 6. Februar 2002
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... II
Abbildungsverzeichnis ... III
Tabellenverzeichnis ... IV
1. Einleitung.....1
2. Die Zahlungsbilanz ... 1
2.1 Begriffe und Definitionen ... 1
2.2 Struktur und Mechanik der Zahlungsbilanz ... 2
2.3 Außenbeitrag und Sozialprodukt ... 3
2.4 Gesamtwirtschaftliches Sparen und Investitionen ... 4
3. Das Mundell-Fleming-Modell ... 5
3.1 Grundsätzliche Aussagen ... 5
3.2 System fester Wechselkurse ... 8
3.2.1 System fester Wechselkurse bei Neutralisierungspolitik ... 8
3.2.2 System fester Wechselkurse ohne Neutralisierungspolitik ... 9
3.3 System flexibler Wechselkurse ... 10
3.4 Wirkung von Geld- und Fiskalpolitik ... 11
4. Internationale Konjunkturtransmission ... 11
4.1 Realwirtschaftliche Betrachtung ... 12
4.1.1 System fester Wechselkurse ... 12
4.1.2 Beggar-my-neighbour-policy ... 13
4.1.3 System flexibler Wechselkurse ... 14
4.2 Realwirtschaftliche und monetäre Betrachtung ... 15
4.3 Wechselkurs-/Wähungsunion ... 16
5. Zusammenfassung ... 18
Bibliographie...V
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 3.1: Graphische Darstellung der Marktgleichgewichtskurven im Mundell-Fleming-Modell ... 7
Abbildung 3.2: Fiskalpolitik bei festen Wechselkursen und Neutralisierungspolitik ... 9
Abbildung 3.3: Fiskalpolitik bei festen Wechselkursen ohne Neutralisierungspolitik ... 10
Abbildung 3.4a: Flexibler Wechselkurs und relativ geringe Kapitalmobilität ... 10
Abbildung 3.4b: Flexibler Wechselkurs und relativ hoher Kapitalmobilität ... 10
Abbildung 4.1a+b: Konjunkturtransmission ... 12
Abbildung 4.2: Gleichgewicht und Parameteränderung im Unionsmodell ... 17
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2.1: Zahlungsbilanzsystematik ... 2
Tabelle 4.1: Vergleich der Geld- und Fiskalpolitik ... 11
Abkürzungsverzeichnis*
[...]
1. Einleitung
Die Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte in den letzten Monaten hat gezeigt, wie sensibel Volkswirtschaften auf tausende Kilometer entfernte Ereignisse und Änderungen ökonomischer Daten reagieren können. Neben einer großen Portion an psychologischen Faktoren beeinflussen aber auch handfeste, theoretisch begründbare Zusammenhänge solche Phänomene. Diese Arbeit soll sich daher in begrenztem Umfang der Problematik des internationalen Konjunkturzusammenhangs annehmen.
Vor nunmehr einhundert Jahren war in einer wirtschaftswissenschaftlichen Abhandlung zu lesen: „Die Vorstellung unserer Zeit, daß es ein gutes Zeichen sei, wenn die Handelsbilanz ‚günstig‘ ist, d.h. wenn die Ausfuhr größer ist als die Einfuhr, ist kaum auszurotten“1. Mit wenigen Abwandlungen kann diese Feststellung noch heute verwendet werden. Zunächst gilt es jedoch zu klären, was die Bilanz überhaupt ist, was sich dahinter verbirgt und wie besagter Aspekt tatsächlich zu beurteilen ist. Zur theoretischen Untermauerung soll hierzu das Mundell-Fleming-Modell herangezogen werden bevor im Einzelnen auf den internationalen Konjunkturzusammenhang eingegangen wird.
2. Die Zahlungsbilanz
2.1 Begriffe und Definitionen
Die monetäre Makroökonomie offener Volkswirtschaften unterscheidet sich von der monetären Analyse einer geschlossenen Wirtschaft durch den zu berücksichtigenden Güteraustausch und Kapitalverkehr mit dem Ausland 2. Hinsichtlich der Diskussion der Zahlungsbilanz muß zunächst festgehalten werden, daß es sich um ex-post Betrachtungen von Stromgrößen handelt. Der Begriff der Zahlungsbilanz eines Landes erfaßt die systematische Aufzeichnung aller wirtschaftlicher, monetärer und nicht-monetärer Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern über eine bestimmte Periode. Unter Transaktionen seien hier die Übertragung von Waren, Dienstleistungen und Ansprüchen bzw. Vermögenstiteln von wirtschaftlichen Subjekten einen Landes auf die eines anderen Landes verstanden. Wegen der unterschiedlichen Sozialproduktkonzepte muß zudem eine deutliche Abgrenzung zwischen In- und Ausländern vorgenommen werden. So besitzen im Sinne der Zahlungsbilanzmechanik auch im Inland wohnenden Arbeitnehmer ausländ ischer Nationalitäten Inländereigenschaften. Das Gleiche gilt für Wirtschaftsunternehmen in ausländischem Besitz im Inland 3. Die Transaktionen werden in einheimischer Währung zu den laufenden Wechselkursen und Preisen bspw. für Güter oder Wertpapiere bewertet4. Mögliche (kur zfristige) Wertveränderungen aufgrund von Preis- oder/und Wechselkursschwankungen werden nicht in der Zahlungsbilanzstatik berücksichtigt. Wie JARCHOW/RÜHMANN zu bedenken geben, mag der Begriff der Zahlungsbilanz zu Mißverständnissen führen, da mit der Zahlungsbilanz ein Zeitraum betrachtet wird und tatsächlich mehr als nur rein ökonomische Transaktionen erfaßt werden5.
2.2 Struktur und Mechanik der Zahlungsbilanz
Die Zahlungsbilanz ist bei Vernachlässigung von Rest- und Ausgleichsposten die Zusammenfassung von Leistungs-, Kapital- und Devisenbilanz6; sie stellt im eigentlichen Sinne lediglich eine Kurzfassung eines ganzen Bilanzwerkes wie das folgende dar7.
[...]
1 Arndt, Paul (1901): Zum Abschluß eines neuen deutsch-russischen Handelsvertrages, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik: Beiträge zur neuesten Handelspolitik Deutschlands, Schmoller, Gustav (Hrsg.), Leipzig, S. 1-46, hier: S. 6.
2 Gärtner, Manfred (1997): Makroökonomik flexibler und fester Wechselkurse, Berlin/Heidelberg/New York, S. 3.
3 Jarchow, Hans-Joachim (1988): Zahlungsbilanz. Theorie und Politik, in: Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW), Hrsg. v. Albers, Willi, Bd. 9, Stuttgart, S. 539-562.
4 Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2000): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, Wiesbaden, S. 671.
5 Jarchow, Hans-Joachim/Rühmann, Peter (2000): Monetäre Außenwirtschaft, Göttingen, S. 1f.
6 Behnke, Ernst-August (1994): Monetäre Außenwirtschaftstheorie, München/Wien, S. 8.
7 Jarchow/Rühmann (2000), S. 12ff.
Quote paper:
Heiko Bubholz, 2001, Der internationale Konjunkturzusammenhang und das Mundell-Fleming-Modell, Munich, GRIN Publishing GmbH
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