Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Unterrichtsstunde- Gottesbilder
2.1. Eigenes Gottesbild- Gott im eigenen Leben 3
2.2. Einbettung in den weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe 4
2.3. Arbeitsblatt: Verschiedene Antworten auf die Frage nach Gott S.4
2.4. Ziel der Unterrichtsstunde- Gott wird als wandelbar erfahren S.5
3. Unterrichtsstunde- Gottes Wesen ist Liebe
3.1. Ziel der Unterrichtsstunde 5
3.2. Kreatives Schreiben 6
4. Unterrichtsstunde- Theodizee I
4.1. Der Begriff Theodizee 7
5. Unterrichtsstunde- Theodizee II 7
6. Unterrichtsstunde- Verschiedene Formen des Wahrnehmens, Erlebens
6.1. Sinnesübung- Riechen 8
6.2. Eine Atemübung (nach E. Müller) 9
6.3. Atmung bei der Meditation 11
6.4. Gedanken bei der Meditation 11
6.5. Stilleübung 11
7. Unterrichtsstunde- Gott im Raum erfahren I 12
8. Unterrichtsstunde- Gott im Raum erfahren II S.13
9. Unterrichtsstunden in der tabellarischen Übersicht 14-21
10. Anhang Arbeitsblatt 22-23
11. Literaturverzeichnis 24
2
1. Einleitung
Die folgende Unterrichtsreihe, zum Thema „Gottesfrage“ für die Sekundarstufe II an Berufskollegs, wurde für den Bildungsgang „Erzieher/ Erzieherin“ konzipiert. Sie enthält einige Ü bungseinheiten, die die Schülerinnen und Schüler auch in ihrer späteren Berufspraxis, in der Arbeit mit Kindern, umsetzten können.
2. Unterrichtsstunde- Gottesbilder
2.1. Eigenes Gottesbild- Gott im eigenen Leben
Zunächst stellt die Lehrkraft die Frage:
• „Wie sieht Ihr eigenes Gottesbild aus? • Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie von Gott reden?“ (Zum Beispiel: In welchen Bildern und Symbolen sprechen Sie von Gott, hat sich eventuell Ihre Rede von Gott in unterschiedlichen biographischen Phasen verändert?)
Entsprechend des Lehrplans Evangelische Religionslehre für Berufskollegs 1 ist es hierbei wichtig „dem berechtigten Autonomieanspruch der Jugendlichen auch im Religiösen genügend Raum zu geben“, so dass ihre eigenen Vorstellungen und Gefühle zur Gottesfrage Raum bekommen können. Didaktische Überlegungen:
Die Schülerinnen und Schüler nehmen ihre eigenen Gefühle wahr und lernen sich in die Gefühle der Mitschülerinnen und -schüler einzufühlen. Mutmachende gemeinsame Lernerfahrungen werden somit ermöglicht. Auch im weiteren Unterrichtsverlauf liegt der Fokus auf dem Erfolg in kleinen Schritten. Dazu bedarf es
einer offenen, die Empathie fördernden Lernatmosphäre und Lerngruppen. 2
Methode: Brainstorming Unterrichtsgespräch Medien Tafel, Schülerkladde
1 Ministerium für Schule, Jugend und Kinder: Berufskolleg; Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung; Lehrplan Evangelische Religionslehre, S.11
2 Ministerium für Schule, Jugend und Kinder: Berufskolleg; Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung; Lehrplan Evangelische Religionslehre, S.10f
3
2.2. Einbettung in den weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe
Durch die Voranstellung des eigenen Gottesbildes setzen die Schülerinnen selbst thematische Schwerpunkte aus ihrem eigenen Erleben heraus. Dies wird für die weitere Gestaltung der Unterrichtsreihe aufgenommen. Auch s ich hieraus kristallisierende Ambivalenzen und Fragestellungen werden aufgegriffen und in den weiteren Verlauf miteinbezogen.
Ziel dieser Einheit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler über die eigenen Gottesvorstellungen nachdenken, sich an Gottesvorstellungen erinnern die sie als Kind hatten und erkennen, dass persönliche Gottesvorstellungen einem biographischen Wandel unterliegen. Ebenso wird die Kommunikationsfähigkeit und die Empathie, der Schülerinnen und S chüler gefördert, indem sie von Gottesvorstellungen anderer erfahren und sich mit ihnen austauschen.
Gottesbild in Alltag und Gesellschaft- „Gott sei Dank“ - Gott in der Alltagssprache entdecken Die Lehrkraft beginnt mit der Fragestellung: • „Ausgehend von Ihren eigenen Vorstellungen, welche Sprachmuster und Bilder zu Gott kennen Sie außerdem und begegnen Ihnen (im Alltag)?“ Didaktische Überlegungen:
Die Schülerinnen und Schüler werden sich ihren und anderen religiösen Gefühlen bewusst, die ihnen in der Alltagssprache, in Bildern, Symbolen und Bekenntnissen begegnen, und verbalisieren sie.
Hierzu wird in einer Gruppenarbeit gemeinsam eine Plakatwand gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler notieren ebenso ihre eigenen Gedanken und Bilder zu Gott.
2.3. Arbeitsblatt: Verschiedene Antworten auf die Frage nach Gott
Anhand einiger exemplarischer Bibelstellen, die biblische Rede von Gott widerspiegeln, wird das Bild Gottes in der Bibel näher beleuchtet. Hierzu bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Arbeitsblatt, das sie bis zur nächsten Stunde lesen
und bearbeiten sollen. 3
3 siehe 10. Anhang S.23
4
„Der Religionsunterricht kommt“ somit „zum eigenen Profil, wenn“ sich „die Pole Lebenserfahrung und Überlieferung“ gegenseitig bereichern und beleuchten können; auch indem sich diese beiden „Größen zu einer gemeinsamen Thematik wechselseitig infrage stellen und sich in einem dialektischen Prozess beeinflussen.“
4 (Dialogisches Prinzip/ Problemorientierter Unterricht).
2.4. Ziel der Unterrichtsstunde- Gott wird als wandelbar erfahren
Die Schülerinnen und Schüler gewinnen eine offene Einstellung gegenüber der Frage nach Gott. Sie wissen von der Vielfalt des Sprechens von Gott, wie es sich in der Dreieinigkeit Gottes und dem Leben aus der Rechtfertigung ausdrückt. Sie erfahren, wie Menschen heute verantwortlich von Gott sprechen, und finden Unterstützung bei der Suche nach einer eigenen Position.
3. Unterrichtsstunde- Gottes Wesen ist Liebe
Die Lehrkraft beginnt die Unterrichtsstunde mit der Frage: • „Wie zeigt sich die Liebe in Ihrem eigenen Leben? Was ist Ihnen wichtig, wenn sie von „Liebe“ sprechen? Wie verbinden Sie Gott und Liebe?“ Didaktische Überlegungen:
Auch hier äußern die Schülerinnen und Schüler zunächst eigene Erfahrungen zu der Fragestellung und kommen untereinander in ein Gespräch. Durch den zentralen Begriff ,,Liebe “ setzen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit ihrem eigenen Verständnis von Liebe auseinander, um dann im zweiten Schritt dieses eigene Verständnis von Liebe mit der Liebe Gottes zu vergleichen.
3.1. Ziel der Unterrichtsstunde
• über die persönliche Bedeutung von Liebe im eigenen Leben sprechen • über den Zusammenhang von Liebe und Gott nachdenken • den Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Liebe erkennen
Die Schülerinnen und Schüler werden an die Vorstellung herangeführt, dass göttliche Liebe nicht zwingt, sondern den Menschen lockt. Gott möchte uns zur Liebe und zum
4 Ministerium für Schule, Jugend und Kinder: Berufskolleg; Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung; Lehrplan Evangelische Religionslehre, S.12
5
Guten hinziehen, die Freiheit bleibt jedoch erhalten. Denn die Liebe ist stets gewaltlos und kann daher nicht zwingen.
3.2. Kreatives Schreiben
Dazu wird Ihnen ein Arbeitsblatt ausgeteilt, das den Anfang eines Gedichtes von
Matthias Claudius 5 ,,Die Liebe“ enthält.
sie ist ohne Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.
Nun werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert selbst ein Gedicht zur Liebe zu schreiben. Hierbei können sie einerseits das Gedicht von Matthias Claudius weiter schreiben oder eigenständig ein Gedicht verfassen. Am Ende der Stunde können diejenigen Schülerinnen und Schüler, die möchten ihr Gedicht vortragen. Die Lehrkraft sammelt am Ende der Stunde alle Gedichte ein, um sie in einer Gedichtsmappe zu sammeln. Hierfür schreibt sie die Gedichte mit dem Computer ab um eine Anonymität zu gewährleisten. Diese Gedichtsammlung verbleibt im Klassenraum und kann in anderen Unterrichtsreihen ergänzt werden.
Methode: Kreatives Schreiben Medien: Text des Gedichtes von Matthias Claudius
4. Unterrichtsstunde- Theodizee I
Zunächst fragt der Lehrer die Schülerinnen und Schüler nach Eigenschaften Gottes. Folgende Begriffe werden, wenn nicht durch die Schüler und Schülerinnen genannt durch den Lehrer ergänzt: - Liebe - Allmacht - Allwissenheit
5 Claudius, Matthias: Das Deutsche Gedicht, vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, S. 111
6
Arbeit zitieren:
Anja Klein, 2005, Unterrichtsreihe zum Thema 'Gottesfrage', München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtsstunde: Das Kastenwesen im Hinduismus
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Unterrichtsentwurf, 21 Seiten
Die Strukturen der Herkunftsfamilien weiblicher Transsexueller
Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Diplomarbeit, 144 Seiten
"Steine erzählen vom Leben - die Geschichte meines Steins": ...
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Unterrichtsentwurf, 11 Seiten
Die Relativierung des "höchsten Augenblicks" in Goethes &quo...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 23 Seiten
Inwiefern läßt sich in der Figur des Mephistopheles in Goethes 'Fa...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 21 Seiten
Der Weg zu Stille im Religionsunterricht
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Hausarbeit, 19 Seiten
Schneider, Balsam und die Folgen - was können Aufsichtsräte und Abschl...
Seminararbeit, 20 Seiten
Verschiedene Modelle des Aufarbeitens des Gleichnisses vom barmherzige...
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Die Arbeitswerttheorie des Karl Marx
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Wir lernen das 'D/d' - Einführung, Vertiefung und Festigung de...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 7 Seiten
Anja Klein's Text Unterrichtsreihe zum Thema 'Gottesfrage' ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Anja Klein hat den Text Unterrichtsreihe zum Thema 'Gottesfrage' veröffentlicht
Anja Klein hat einen neuen Text hochgeladen
Bioethische Urteilsbildung im Religionsunterricht
Theoretische Reflexion - Empir...
Monika E. Fuchs
B Bourgine
Behandlung von Colitis und Morbus Crohn
Praxisreihe Traditionelle Chin...
Barbara Kirschbaum, Josef Hummelsberger, Mazin Al Khafaji
Didaktische Handreichungen Englisch
Metamagical Themas: Questing for the Essence of Mind and Pattern
Douglas R. Hofstadter, Hofstadter
MISCELLANEA - I LIBER DE CAUSI
A Pattin
0 Kommentare