Inhaltsverzeichnis:
1 Die Stadt Freiburg um 1618 - 1648
1.1 Standortbestimmung Freiburgs S.3
1.2 Wie war die Stadt Freiburg Aufgebaut? S.3
2 Die zwei Phasen Freiburgs im Dreißigjährigen Krieg von 1618 - 1648
2.1 Die erste Phase: Freiburg von 1618 - 1632 S.4
2.2 Die zweite Phase: Die Schlacht um und bei Freiburg 1632 - 1645
2.2.1 Schnelle Machtwechsel in Freiburg S.4
2.2.2 Mercy erreicht die Stadt Freiburg S.5
3 Was hat der Krieg Freiburg gebracht S.7
Anhang S.8
2
Freiburg im Dreißigjährigen Krieg
1 Die Stadt Freiburg um 1618 - 1648
1.1 Standortbestimmung Freiburgs
Zu Kriegesbeginn befand sich Freiburg unter einer vorderösterreichischen Regierung, also in habsburgischer Hand, somit waren die Bürger katholisch. Da Freiburg habsburgisch war, hatte man durch die spezielle Lage der Stadt, potentielle Kriegsgegner, wie zum Beispiel der Nachbarstaat aus Frankreich, der als katholischer Staat mit den Habsburgern gleichgesinnt war, aber auf politischer Ebene mit Habsburg konkurrierte. Weitere Gegner waren die protestantischen Nachbarländer, wie zum Beispiel der Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach 1
1.2 Wie war die Stadt Freiburg Aufgebaut?
Die Stadt Freiburg war eine befestigte Stadt, welche man in Kriegssituationen über mehrere Tage verteidigen konnte. Die Altstadt war mit einer hohen, zinnenbewehrten Mauer umgeben, vor der sich ein breiter und trockener Graben befand. Die Mauer war von fünf Türmen überragt, von denen heute noch zwei vorhanden sind: Das Schwabentor und das Martinstor. Vor der Altstadt haben sich in der Ebene Vorstädte gebildet: Im Norden die Johanniter-Vorstadt, im Westen die Lehener- Vorstadt und Prediger- Vorstadt, im Süden, Richtung der Dreisam, die Schnecken- Vorstadt. Die Vorstädte besaßen auch Außenmauern, die von einem Wassergraben geschützt waren. Auch diese waren von Türmen überragt und darauf befanden sich abschnittsweise Halbrondelle. Im Osten befand sich dann noch der Schlossberg 2 .
1 Landkarte der habsburgisch besessenen Staaten ( s. Abb.3).
2 Freiburger Stadtkarte zur Verbesserung des Textverständnisses (s. Abb.4).
3
2 Die zwei Phasen Freiburgs im Dreißigjährigen Krieg von 1618 - 1648
2.1 Die erste Phase: Freiburg von 1618 - 1632
Als die Rebellion in Böhmen begann, hatte man zwar Angst in Freiburg, in einen Krieg hineingezogen werden zu können, doch war Böhmen von Freiburg so weit entfernt, dass man sagen kann, dass auch Freiburg von einem Krieg weit entfernt war. Von 1618 bis 1632 war Freiburg mit durchziehenden und belagernden verbündeten Truppen konfrontiert. Die Bürger Freiburgs mussten Quartiere und Lebensmittel für die Soldaten bereitstellen, was sich wirtschaftlich für sie schwierig darstellte, da sie selbst nicht viel besaßen. Ein Hauch von Kriegsgefahr war in Freiburg, als 1620 der protestantische Markgraf von Baden-Durlach seine Truppen in der Region verteilte, um den kaiserlichen Truppen den Weg durch Baden zu erschweren oder zu verhindern. Letztendlich zog sich der Markgraf von Baden- Durlach, Mitte 1620 wieder in das Badische Unterland zurück. Die zweite Gefahr für Freiburg war, als der protestantische Mansfeld 1621 in die Pfalz einrückte. Man befürchtete, dass er nun in den Breisgau eindringen würde, doch Mitte Juli 1622 verschob er das Kriegsgeschehen nach Norden. Letztendlich kann man sagen, dass die Bevölkerung Freiburgs in der befestigten Stadt sicher aufgehoben und bis 1632 am Kriegsgeschehen nicht direkt beteiligt war. Der Zeitzeuge Thomas Mallinger beschrieb in seinem Tagebuch, wie Truppen durch die Stadt zogen, weiterhin beschrieb er noch Kämpfe um Heidelberg und das Elsaß, doch erstaunlich war es, dass Freiburg von kriegerischen Maßnahmen bis 1632 verschont geblieben war 3 . Erstaunlich wegen Freiburgs Lage 4 .
2.2 Die zweite Phase :Schlacht um und bei Freiburg 1632 - 1645
2.2.1 Schnelle Machtwechsel in Freiburg
Der Krieg hat Freiburg sehr spät erreicht. Mit dem Eintritt der Schweden in den Krieg wurde auch Freiburg aktiv in Kriegsereignisse verwickelt. Einige Tage vor dem Weihnachtsfest 1932 erreichte der schwedische Kommandant Graf Gustav Horn die Stadt Freiburg und eroberte diese am 29.Dezember 1632. Als Oberwachmeister wurde Kanoffski von Langendorf eingesetzt. Kanoffski, der ein Protestant war, heiratete in seiner kurzen
3 (Mallinger, Thomas:)Thomas Mallingers Tagebücher. Von 1611-1660.Hg. von Franz Joseph Mone.
In: Quellensammlung der Badischen Landesgeschichte Bd.2, S. 528 - 620.
4 Dargestellt in Kapitel 1.1.
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Arbeit zitieren:
Alexander Kuhn, 2006, Freiburg im Dreißigjährigen Krieg, München, GRIN Verlag GmbH
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