Gliederung:
1. Einleitung 3
2. Die Studie im Verlauf 4
2.1 Ziele der PISA-Studie 4
2.2 Durchführung 5
2.3 Methoden 6
2.4 Ergebnisse 6
2.4.1 Definitionen der Kompetenzen nach PISA 7
2.4.2 PISA (international) 9
2.4.3 PISA-E (national) 13
3. Reaktionen / Kritik / Konsequenzen 16
4. Zusammenfassung 19
Literaturverzeichnis S. 20
2
1. Einleitung
Die Abkürzung PISA steht für „Programme for International Student Assessment“: Es ist also ein Programm zur internationalen Bewertung von Schülern.
Auftraggeber dieser bislang größten internationalen Bildungsstudie ist die OECD 1 (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in Paris. Weltweit beteiligen sich 32 Staaten an der Studie von denen 28 Mitglied der OECD sind. Alle Mitgliedsstaaten tragen und verantworten gemeinschaftlich die Studie.
Aus: OECD (Hrsg.): Knowlege and skills for life: First results from PISA 2000. Paris: OECD 2001. S 2. Alle drei Jahre misst PISA die Leistungen von 15-jährigen Schülern/-innen in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften. Darüber hinaus werden erweiternd in allen teilnehmenden Staaten nationale Ergänzungsstudien durchgeführt (PISA-E).
1 „OECD, Abk. für engl. Organization for Economic Cooperation and Development
(»Organisation für wirtschaftl. Zusammenarbeit und Entwicklung«), gegr. 1961, Sitz:
Paris; … Oberstes Organ ist der Rat der OECD. Zusammenschluss zu stetiger
Wirtschaftsentwicklung, Entwicklungshilfe und Ausweitung des Welthandels.“
(ANGER, E. (red. Leitung), SCHWACHULLA, W. …(red. Bearb.): Der Brockhaus: in einem
Band. 4. Aufl. Mannheim 1992. S. 630.)
3
Man kann also sagen: PISA ist ein Programm zur zyklischen Erfassung basaler Kompetenzen der nachwachsenden Generation.
Die Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland an dem Programm beruht auf einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder.
2. Die Studie im Verlauf
2.1 Ziele der PISA-Studie
PISA soll als Teil des Indikatorenprogramms der OECD den teilnehmenden Staaten regelmäßig vergleichende resp. vergleichbare Daten ü ber die Ressourcenausstattung, individuelle Nutzung sowie Funktions- und Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme zur Verfügung stellen. Diese Daten beziehen alle Ebenen des Bildungssystems ein, auch die Entwicklung der Einzelschule sowie alle Unterstützungssysteme von der Lehrerausbildung bis zur Schulberatung.
Die erfassten Stärken und Schwächen der Schüler/-innen sollen schließlich Auskunft darüber geben, wie gut die Jugendlichen auf die Anforderungen des Erwachsenenlebens in einer modernen Wissensgesellschaft vorbereitet sind. Dabei geht es nicht darum, den im Curriculum vorgesehenen Lehrstoff bzw. den Horizont der Allgemeinbildung zu vermessen, sondern in erster Linie um die Erfassung von Basiskompetenzen. Getestet werden die Lesekompetenz (Reading Literacy), mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy),
naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy) und fächerübergreifende Kompetenzen (Cross-Curricular Competencies). Zu den fächerübergreifenden Kompetenzen gehören im ersten Zyklus - wenn man einmal vom Leseverständnis als fächerübergreifender Basiskompetenz absieht - Merkmale selbstregulierten Lernens (Lernmotivation und Lernstrategien) und Vertrautheit mit Computern. Hauptaugenmerk liegt bei diesen Kompetenzen auf dem
Verständnis von Konzepten, der Beherrschung von Prozessen sowie der Fähigkeit, innerhalb eines Bereiches mit verschiedenen Situationen umzugehen. PISA will aber nicht nur den Ist-Zustand und Problembereiche ermitteln, sondern auch einen Schritt weiter gehen und mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungen in den Schulen aufzeigen. Politiker sollen dafür z.B. die aus der Studie hervorgehenden Indikatoren als einzigartiges Benchmarking-Instrument nutzen können.
2.2 Durchführung
PISA erstreckt sich über drei Projektzyklen in den Jahren 2000, 2003 und 2006. Im ersten Zyklus im Frühsommer 2000 stand die Erfassung der Lesekompetenz im Vordergrund, wobei Mathematik und die Naturwissenschaften zunächst nur Nebenkomponenten bildeten. Im Jahr 2003 wird der Schwerpunkt bei der Mathematik und 2006 bei den Naturwissenschaften liegen. Unter Lesekompetenz wird im Rahmen von PISA die Fähigkeit verstanden, geschriebene Texte unterschiedlicher Art zu verstehen, sie zu bewerten und in einen größeren Zusammenhang einordnen sowie für verschiedene Zwecke nutzen zu können.
Im Zeitraum Mai bis Juni 2000 nahmen weltweit rund 180.000 Schülerinnen und Schüler aus 32 Staaten an PISA teil. Das bedeutet eine getestete Schülerzahl von 4.500 bis 10.000 pro Land. Die Schüler/-innen wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. In jedem Teilnehmerstaat wurde eine für die Schulbevölkerung der 15-Jährigen repräsentative Stichprobe gezogen. In der Bundesrepublik besteht diese repräsentative Stichprobe aus etwa 5.000 Schülern aus insgesamt 219 Schulen, wobei im Durchschnitt 23 15-Jährige pro Schule untersucht wurden. Die Hauptuntersuchung erstreckte sich über zwei Tage mit jeweils etwas über drei Stunden Dauer. An Sonderschulen fanden die Tests nur an einem Testtag mit einer auf eine Stunde verkürzten Version statt. Schulkoordinatoren oder andere Lehrkräfte mussten anhand von Ablaufplänen für vergleichbare Durchführungsbedingungen zwischen den Schulen sorgen und lasen
Instruktionen aus einem Skript vor. Da der Test freiwillig war, mussten die
Eltern eine Einwilligungserklärung für die Teilnahme ihres/ihrer Kindes/Kinder
unterschreiben. Eltern und Schüler/-innen wurden vorab ausführlich über Ziele,
Inhalte und Verfahren der Studie informiert. Es wurde sehr viel Wert auf
Datenschutz gelegt. Unabhängige Beobachter des internationalen Konsortiums
besuchten unangemeldet 35 Schulen in Deutschland und bestätigten nach ihren
Qualit ätskontrollen eine ordnungsgemäße Durchführung der Studie in
Deutschland.
Im Rahmen der Erweiterungsstudie nahm das deutsche PISA-Konsortium die
M öglichkeit wahr, nicht nur die Kompetenzen von 15-Jährigen, sondern auch
von Neuntklässlern zu untersuchen, woraus sich zwei überlappende Stichproben
von 33.809 15-Jährigen und 33.766 Neuntklässlern aus insgesamt 1.460 Schulen
ergaben. Testzeitpunkt und die Testbedingungen von PISA-E waren identisch.
2.3 Methoden
Die Tests bestanden zu einem Teil aus „Multiple-Choice“-Aufgaben, den
anderen Teil bildeten Fragen, zu deren Lösung die Schüler/-innen eigene
Antworten schriftlich ausformulieren mussten. Neben den Testfragen
beantworteten die Schüler/-innen einen Fragebogen zu ihrem persönlichen
Hintergrund (ca. 20-30 Min.), und die Schulleiter beantworteten Fragen über ihre
Schule (ca. 30 Min.)
Die PISA-Studie ist also die erste internationale Bildungsstudie, die nach
Zusammenh ängen sozioökonomischer Aspekte mit dem Bildungsniveau sucht.
2.4 Ergebnisse
Die Ergebnisse des internationalen Vergleichs wurden im Dezember 2001, die
Ergebnisse der PISA-E-Studie Ende Juni 2002 veröffentlicht.
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Arbeit zitieren:
Nils Furkmann, 2002, Die PISA-Studie 2000: Verlauf, Ergebnisse, Reaktionen, Kritik und ihre Konsequenzen, München, GRIN Verlag GmbH
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