II
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis IV
1 Einleitung. 1
2 Organisation 2
2.1 Begriff, Aufgabe und Ziel der Organisation 2
2.2 Aufbau- und Ablauforganisation. 5
2.2.1 Aufbauorganisation. 5
2.2.1.1 Kerntätigkeiten der Aufbauorganisation. 5
2.2.1.2 Aufteilung durch Aufgabenanalyse 5
2.2.1.3 Zusammenführung durch Aufgabensynthese. 6
2.2.2 Ablauforganisation. 7
2.2.2.1 Allgemeines 7
2.2.2.2 Arbeitsablaufanalyse 8
2.2.2.3 Arbeitsablaufsynthese 8
2.2.3 Zentralisation - Dezentralisation 8
3 Zentralisation versus Dezentralisation in der Organisations-struktur
einer Krankenkasse 10
3.1 Persönliche Zentralisation und Dezentralisation 10
3.2 Sachliche Zentralisation und Dezentralisation 12
3.2.1 Verrichtungsbedingte Arbeitsteilung 12
3.2.2 Objektorientierung 15
3.3 Formale Zentralisation und Dezentralisation. 18
3.3.1 Entscheidungs(de)zentralisation 18
3.3.2 Phasenweise Aufgabengliederung 22
3.3.3 Bündelung der Verwaltung 24
3.4 Mittelzentralisation und -dezentralisation. 26
3.5 Raum- und Zeitzentralisation und -dezentralisation. 27
3.5.1 Aufgabenverteilung nach dem zeitlichen Moment 27
3.5.2 Regionale Aufgabenverteilung 28
3.6 Optimierungsansätze der Aufgabengliederung in einer
Krankenkasse 28
4 Schlussbetrachtung. 33
Literaturverzeichnis 34
III
Abkürzungsverzeichnis
BEK Barmer Ersatzkasse BIG BundesInnungskrankenkasse Gesundheit bzw. beziehungsweise d. h. das heißt ebd. Ebenda e. V. eingetragener Verein f. folgende ff. fortfolgende ggf. gegebenenfalls Hrsg. Herausgeber KG Krankengeld KUR stationäre Rehabilitationsmaßnahmen Nr. Nummer o. J. ohne Jahresangabe o. V. ohne Verfasser S. Seite TK Techniker Krankenkasse u.a. und andere u. E. Unseres Erachtens usw. und so weiter vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel ZE Zahnersatz
IV
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Stabliniensystem
Abbildung 2: Verrichtungszentralisation der oberen Leitungsebenen.
Abbildung 3: Verrichtungszentralisation der unteren Leitungsebenen.
Abbildung 4: Einliniensystem.
Abbildung 5: Mehrliniensystem.
Abbildung 6: Beispielhaft Aufbauorganisation einer Krankenkasse.
Abbildung 7: Organisationsstruktur des Marketing
1
1 Einleitung
Organisation wird umgangssprachlich für unterschiedliche Begriffsbestimmungen verwendet. So wird mal jemand aufgefordert, einen Bildschirm zu organisieren, eine Tagung zu organisieren, oder jemand teilt mit, dass er organisiert ist oder einer Organisation angehört. 1 Organisation aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist für ein Unternehmen nicht reiner Selbstzweck. Durch die Gestaltung von z. B. Hierarchien oder Geschäftsprozessen sollen Kosten eingespart werden, welche auch die Investition für das Organisieren decken müssen. 2 In dem folgenden Referat werden die Möglichkeiten einer Krankenkasse, mittels Zentralisation und Dezentralisation eine Optimierung der Aufgabengliederung zu erreichen, beschrieben. Bei der Thematik der Zentralisation und Dezentralisation als eine Form von Arbeitsteilung bzw. Bündelung oder Spezialisierung handelt es sich nicht um ein eigenständiges Gebiet. Vielmehr müssen diese Entscheidungsoptionen im Zusammenhang mit der Stellenbildung im Rahmen des Aufbaus bzw. des Ablaufs der Unternehmensorganisation gesehen werden. Um eine Basis für das gewählte Thema zu schaffen, werden vorab die Aufgaben und Ziele der Organisation sowie die Herangehensweise zur Stellenbildung erläutert.
Da eine Unternehmung in der Art einer Krankenkasse im Regelfall viele miteinander verflochtene Bereiche und Aufgaben beinhaltet, wirkt eine Gesamtbeschreibung auf den ersten Blick sehr komplex. Zur näheren Betrachtung werden die einzelnen Arten der Zusammenfassung oder Teilung von Aufgaben nach Gliederungsmerkmalen mit Vor- und Nachteilen verständlich dargestellt. Hierauf baut sich eine beispielhafte Herleitung von Optimierungsansätzen auf.
1 Vgl. Bokranz, R., Kasten, L., Organisations-Management in Dienstleistung und Ver-
waltung, 2003, S. 19.
2 Vgl. Olfert, K., Rahn, H.-J., Kompakt-Training Organisation, 2004, S. 18.
2
2 Organisation
2.1 Begriff, Aufgabe und Ziel der Organisation
In der Literatur finden sich mehrere unterschiedliche Definitionen für den Begriff der Organisation. Diese Umschreibungen lassen sich nach dem funktionalen, instrumentalen oder institutionellen Begriff gliedern. 3 Dem institutionellen Organisationsbegriff liegt das Begriffsverständnis Die Unternehmung ist eine Organisation. zugrunde. Eine Organisation wird dabei als soziales Gebilde verstanden, welches dauerhaft Ziele verfolgt und eine formale Struktur besitzt. Die Struktur dient dazu, alle Beteiligten bzw. Mitglieder auf das Erreichen der Ziele auszurichten und dauerhaft, zeitlich unbegrenzt wirksam zu sein. Misst man nach diesen Merkmalen, dann lässt sich feststellen, dass jede Institution, z. B. eine Krankenkasse, eine Organisation ist. 4
Der funktionale Organisationsbegriff versteht die Organisation als Tätigkeit und unterscheidet zwischen Planung und Organisation. Die Planung stellt dabei den Entwurf einer Ordnung dar, nach welchem sich der gesamtbetriebliche Prozess entwickelt. Die Organisation soll den Vollzug und die Realisierung dieser Ordnung erreichen. Durch generelle und fallweise Regelungen wird die Realisierbarkeit des Plans sichergestellt. Es handelt sich daher vom Grundsatz um eine führende Tätigkeit der Betriebs- und Geschäftsleitung, wobei die mit den dispositiven und ausführenden Aufgaben betrauten Personen in ihrem Ermessens-oder Entscheidungsspielraum eingeschränkt werden. Die Ordnung einer Krankenkasse ist deshalb nichts anderes als ein System von Regeln. Organisatorische Regeln sollen aber nicht nur eine zielorientierte, zweckmäßige Aufgabendurchführung sicherstellen, sondern auch unnötige Verwaltungskosten begrenzen und ein einheitliches Auftreten nach Außen gewährleisten. 5
3 Vgl. Kosiol, E., Organisation der Unternehmung, 1962, S. 15 und vgl. Schwarz, H.,
Betriebsorganisation als Führungsaufgabe, 1977, S. 19 f.
4 Vgl. Schwarz, H., Betriebsorganisation als Führungsaufgabe, 1977, S. 19 und vgl.
Picot, A. u.a., Organisation: Eine ökonomische Perspektive, 2002, S. 28.
5 Vgl. Schwarz, H., Betriebsorganisation als Führungsaufgabe, 1977, S. 20 und vgl.
Bühner, R., Betriebswirtschaftliche Organisationslehre, 2004, S. 2 ff.
3
Im Rahmen des instrumentalen Organisationsbegriffes werden die Regelungen verstanden, die als Mittel zur Zielerreichung des Unternehmens dienen. Solche Regelungen können dabei Aufgabenverteilungen, Kompetenzregelungen, Weisungsrechte, Arbeitsanweisungen oder Unterschriftsregelungen sein. Diese Regelungen richten sich auf die Aktivitäten der Organisationsmitglieder und grenzen deren Handlungsfreiräume ab. Zum instrumentalen Organisationsbegriff gehören die Aspekte der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation. Bei der Aufbau-organisation geht es um die Aufgabenverteilung und um die Hierarchieeinteilung, also um den Aufbau einer Krankenkasse. Bei der Ablauforganisation geht es um die Erfüllung der Aufgaben durch Arbeit und deren Ablauf in räumlicher und zeitlicher Hinsicht. 6 Das Begriffsverständnis Das Unternehmen hat eine Organisation, ist entsprechend die Grundlage des funktionalen und instrumentalen Organisationsbegriffs. Die Organisation wird bei dieser Betrachtungsweise, wie bereits beschrieben, als Teil des Unternehmens gesehen. Somit findet die Organisation neben den funktionalen Problemen der Beschaffung, der Produktion und des Absatzes eine eigenständige Berücksichtigung. 7 In einer Unternehmung dient diese regulierende Organisation der Mängelbeseitigung. Aufgrund von Knappheit ist es aus ökonomischer Sicht unerlässlich, dass Menschen wirtschaften, um die Knappheit zu verringern. Die Grundlage des Wirtschaftens bilden Arbeitsteilung und Spezialisierung im Betrieb auf der einen sowie Tausch und Abstimmung mit der Umwelt auf der anderen Seite. Sofern durch den arbeitsteiligen bzw. spezialisierten Einsatz das Produktivitätspotential nicht ausgeschöpft wird oder durch die Wahl von Abstimmungs- bzw. Tauschmechanismen Produktivitätsgewinne verloren gehen, besteht ein Mangel im Prozess des Wirtschaftens. 8
6 Vgl. Schwarz, H., Betriebsorganisation als Führungsaufgabe, 1977, S. 20 f. und vgl.
Grochla, E., Grundlagen der organisatorischen Gestaltung, 1995, S. 1 ff. sowie vgl.
Bühner, R., Betriebswirtschaftliche Organisationslehre, 2004, S. 2 ff.
7 Vgl. Bühner, R., Betriebswirtschaftliche Organisationslehre, 2004, S. 2 ff.
8 Vgl. Picot, A. u.a., Organisation: Eine ökonomische Perspektive, 2002, S. 1 ff.
4
Als Reorganisation wird jede Änderung der bestehenden Organisationsstruktur zur sicheren und ökonomischen Erreichung der Unternehmensziele bezeichnet, um das Leistungsvermögen an die Anforderungen von Außen anzupassen. Dieses beinhaltet eine Neustrukturierung des Kombinationsprozesses von Mensch, Aufgabe und Sachmittel in effizienter Weise. 9
Neben der Organisation bestehen des Weiteren kurzfristig die Möglichkeiten der Improvisation, als vorübergehende bzw. vorläufige Struktur und der Disposition, als fallweise, einmalige Entscheidung (ohne Struktur). Für die langfristige Erreichung der Unternehmungsziele ist es jedoch notwenig, dass bei gleichartigem Aufgabenanfall fallweise Regelungen von der Betriebs- bzw. Geschäftsführung durch generelle ersetzt werden. 10
Zur Koordination werden:
Aufgabeneinheiten (Stellen und Abteilungen) geschaffen, Kompetenzen (z. B. Weisungsbefugnisse) und Verantwortlichkeiten zugewiesen und
die Aufgabeneinheiten horizontal und vertikal verknüpft sowie Kommunikationssysteme zur Abstimmung eingerichtet. 11 Durch Kombination der Aufgabencharakteristika, welche aus Wiederholbarkeit und Vorhersehbarkeit der zu erfüllenden Aufgabe und den zur Erfüllung der Aufgabe eingesetzten Aufgabenträgern bestehen, bildet sich der Grad der jeweiligen Organisiertheit heraus. 12 Ziel einer Organisation ist:
die Entwicklung und Gestaltung von hierarchiebezogenen Organisationsstrukturen,
das Management von prozessbezogenen Organisationsstrukturen, die Förderung von Produktivität und die Sicherung der Qualität. 13
9 Vgl. Grochla, E., Grundlagen der organisatorischen Gestaltung, 1995, S. 24.
10 Vgl. Kosiol, E., Organisation der Unternehmung, 1962, S. 28.
11 Vgl. Krüger, W., Organisation der Unternehmung, 1994, S. 13 ff.
12 Vgl. Bühner, R., Betriebswirtschaftliche Organisationslehre, 2004, S. 9.
13 Vgl. Bokranz, R., Kasten, L., Organisations-Management in Dienstleistung und
Verwaltung, 2003, S. 32.
Arbeit zitieren:
Ralf Babuke, 2005, Organisation und Controlling in Krankenversicherungen - Zentralisation versus Dezentralisation, München, GRIN Verlag GmbH
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