Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis. III
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
1 Einleitung. 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit. 3
2 Elektronische Gesundheitskarte. 5
2.1 Bisherige Krankenversicherungskarte 5
2.2 Telematische Ausgestaltungsmöglichkeiten der elektronischen
Gesundheitskarte. 6
2.2.1 Vorbemerkung 6
2.2.2 Administrative Funktionen 6
2.2.2.1 Versicherungsdaten 6
2.2.2.2 Elektronisches Rezept. 7
2.2.3 Medizinische Funktionen. 12
2.2.3.1 Arzneimitteldokumentation 13
2.2.3.2 Notfalldaten 15
2.2.3.3 Elektronischer Arztbrief 17
2.2.3.4 Elektronische Patientenakte 19
3 Rahmenbedingungen. 21
3.1 Gesundheitsmodernisierungsgesetz 21
3.2 Ärztliche Schweige- und Dokumentationspflicht. 23
3.3 Datenschutz und Datensicherheit. 25
3.3.1 Verschlüsselung. 26
3.3.2 Heilberufsausweis 28
4 Finanzierung 30
4.1 Kosten 31
4.2 Einsparpotential 35
5 Fazit 38
Literaturverzeichnis 40
II
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise ca. circa (um, etwa, ungefähr) d.h. das heißt EDV Elektronische Daten Verarbeitung EHCR electronic healthcare record EHIC European Health Insurance Card etc. et cetera EWR europäischer Wirtschaftsraum
f. folgende ff. fortfolgende GKV gesetzliche Krankenversicherung i.V.m. in Verbindung mit Mio. Millionen Mrd. Milliarden o.J. ohne Jahresangabe o.V. ohne Verfasser PIN Personal Identification Number S. Seite SGB V Sozialgesetzbuch Fünftes Buch USA United States of America usw. und so weiter vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
III
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1 Laufzeiten von Rezepten ............................................... 8 Abbildung 2 Elektronisches Rezept Datenübermittlung per Kartenvariante ............................................................. 10 Abbildung 3 Elektronisches Rezept Datenübermittlung per Servervariante ............................................................. 10 Abbildung 4 Kommunikationsbeziehungen zwischen Ärzten und Krankenhäusern .......................................................... 17
Tabelle 1 Kosten der Testphase für die Beteiligten ..................... 32
Tabelle 2 Bundesgebiet............................................................... 33 Tabelle 3 Betriebskosten je Rahmenbedingung und
IV
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
„Gesundheit ist in der subjektiven und öffentlichen Wahrnehmung ein hohes, wenn nicht sogar das höchste menschliche Gut.“ 1
Durch Flexibilisierung der Arbeitswelt und Globalisierung der Wirtschaft ist die Gesellschaft mit dynamischen Veränderungen in Ihrer Umwelt geprägt. Je mehr Flexibilität der Bevölkerung abverlangt wird, umso bedeutsamer ist für die Menschen die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. Erst sozialer Schutz schafft Vertrauen und Sicherheit. Daher ist soziale Sicherheit ein wesentlicher Produktionsfaktor für moderne Gesellschaften. 2
Der Rückgang der Geburtenrate in Deutschland führt langfristig zu einem veränderten Altersaufbau der Bevölkerung. Das
Gesundheitswesen wird dennoch auch in Zukunft ein dynamischer Wachstumsmarkt sein. Um die Teilhabe aller Versicherten am Gesundheitswesen sicherstellen zu können, muss die Versorgung optimiert und die vorhandenen Mittel effektiver und effizienter eingesetzt werden. 3, 4
Die strikte Trennung von Versorgungsbereichen führt zu Behandlungen auf der falschen Versorgungsebene, die Erbringung medizinisch nicht notwendiger Leistungen sowie unzureichender Informationsprozesse. Kennzeichnend für die derzeitige Situation sind Überkapazitäten, Überdiagnostik und -therapie. Die Gesellschaft aber ist derzeit geprägt von einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und einem veränderten Rollenverständnis des Patienten. Die Patienten
1 Simon, M., Das Gesundheitssystem in Deutschland, 2005, S. 9.
2 Vgl. o.V., Forderungen der Ersatzkassenverbände zur Strukturreform, 2002
(Internet).
3 Vgl. Jähn, K., Nagel, E., e-Health, 2004, S. 2-3.
4 Vgl. o.V., Forderungen der Ersatzkassenverbände zur Strukturreform, 2002
(Internet).
1
können und wollen durch die eigene Mitwirkung Einfluss auf den Heilungsverlauf nehmen und werden somit zum Koproduzenten der eigenen Gesundheit. 5
In den vergangenen Jahren wurden bereits gewaltige Beträge im Gesundheitswesen eingesetzt. Besonders in den Bereichen der Computersysteme, Software und Netze erfolgten große Investitionen. Dennoch ist man von dem Ziel einer elektronischen Kommunikation weit entfernt. 6 Die Reformen im Gesundheitswesen setzen auf verbesserte Informations- und Kommunikationsprozesse. Dadurch soll die Versorgungsqualität, Transparenz und Effektivität gesteigert werden. Um dies zu erreichen, muss ein Institutionen übergreifender Datenaustausch erfolgen. 7
Dem deutschen Gesundheitswesen steht durch die Telematik noch eine Revolution bevor. Durch eine Vielzahl von Konzepten und Projekten kann die Bedeutung von Gesundheitstelematik für das deutsche Gesundheitswesen bereits abgeleitet werden. 8
Am 03.05.2002 wurde eine Einigung mit den Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen für ein gemeinsames Vorgehen beim Ausbau der Telematik erzielt. So wurde beschlossen, dass im Rahmen einer elektronischen Gesundheitskarte verschiedene Telematikmodule, z.B. elektronisches Rezept, usw. eingeführt werden sollen. Durch das GKV-Modernisierungsgesetz wurde am 17.10.2003 beschlossen, dass die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland zum 01.01.2006 eingeführt werden soll.
5 Vgl. o.V., Forderungen der Ersatzkassenverbände zur Strukturreform, 2002
(Internet).
6 Vgl. Klusen, N., Meusch, A., Gesundheitstelematik, 2002, S. 155.
7 Vgl. o.V., Telematik im Gesundheitswesen, 2005, S. 8.
8 Vgl. Klusen, N., Meusch, A., Gesundheitstelematik, 2002, S. 5.
2
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll die Erschließung vorhandener Wirtschaftlichkeitsreserven vorantreiben. Dabei darf es jedoch nicht vorrangig um Rationalisierung gehen, sondern vielmehr müssen bei der Qualität der Versorgung und der Wirtschaftlichkeit Fortschritte erzielt werden. Der Schutz sensibler Patientendaten muss dennoch erhalten bleiben. Spezielle Verfahren der Verschlüsselung bzw. Pseudonymisierung versichertenbezogener Daten müssen geschaffen werden.
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit der geplanten Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland. Zum Konzept dieser Studienarbeit gehört es, die verschiedenen Telematikmodule, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Ziele und Kosten der elektronischen Gesundheitskarte zu betrachten.
Der erste Abschnitt Elektronische Gesundheitskarte skizziert zunächst die möglichen Elemente einer elektronischen
Gesundheitskarte. Dabei werden die geplanten Pflichtbestandteile sowie spätere mögliche freiwillige Anwendungen dargestellt.
Der nachfolgende Teil Rahmenbedingungen steht vor dem Hintergrund, dass mit der Einführung der elektronischen
Gesundheitskarte Möglichkeiten für eine informationstechnologische Gesundheitskontrolle bestehen könnten. Die umfassendere
Datenverarbeitung muss haftungsrechtlich bewertet werden, da die externe Speicherung von Patientendaten Probleme in Verbindung mit der ärztlichen Schweige- und Dokumentationspflicht hervorruft. Daher werden das Gesundheitsmodernisierungsgesetz, als Grundelement der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die ärztliche Schweige- und Dokumentationspflicht sowie mögliche Datenschutz-und Datensicherheitselemente verdeutlicht.
3
Der Abschnitt Finanzierung befasst sich mit den Kosten und dem Einsparpotenzial der elektronischen Gesundheitskarte. Dabei werden die Einsparungseffekte verdeutlicht, welche durch die Gesundheitskarte hervorgerufen werden können. Im Bereich der Kosten werden die einzelnen Leistungserbringer im Gesundheitswesen zusätzlich betrachtet. Dadurch können Einsparungseffekte und Kosten für die einzelnen Leistungserbringer betrachtet werden und mögliche Problemfelder aufgedeckt werden.
Ziel der Studienarbeit ist es, die elektronische Gesundheitskarte als Medium der medizinischen Dokumentation mit den verschiedenen Elementen vorzustellen. Dennoch sind mit der Einführung der Gesundheitskarte verschiedene Probleme vorhanden. Diese
Hindernisse, wie Datenschutz und Kosten-Nutzen-Verhältnis werden verdeutlicht und es werden mögliche Lösungsansätze dargelegt.
4
2 Elektronische Gesundheitskarte
2.1 Bisherige Krankenversicherungskarte
Die Einführung der Krankenversicherungskarte im Jahr 1993/94 war für die damalige Zeit revolutionär und dient heute noch in vielen Ländern als Vorbild. Seit der Einführung erhielten in Deutschland rund 90% der Bevölkerung eine Versicherungskarte der GKV oder eine Karte der PKV. 9
Die Krankenversicherungskarte ist eine einfache Speicherkarte mit lediglich ca. 300 Bytes. Als Merkmale sind ▪ der Name und die Nummer der Krankenkasse, ▪ Titel, Name, Anschrift und Geburtsdatum des Versicherten, ▪ Versicherungsstatus und -nummer sowie ▪ das Ablaufdatum der Gültigkeit der Karte gespeichert. 10 Die Karte dient dabei den GKV-Versicherten als Legitimation für eine Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, Arzneimitteln oder Heil- und Hilfsmittel. Größtes Problem stellt jedoch das lange Gültigkeitsdatum der Karte dar. Da die Karte nicht, wie bei EC-Karten oder Kreditkarten, zentral gesperrt werden kann, macht es einen längeren unbefugten Gebrauch im Rahmen von Diebstählen, Verlust oder nach Versicherungswechsel möglich. 11
Seit der Einführung der Krankenversicherungskarte werden verschiedene Änderungsoptionen diskutiert. So fehlen auf der jetzigen Versicherungskarte jegliche Hinweise zu Geschlecht oder
Zuzahlungsstatus. Dadurch ließen sich einige Verfahrensabläufe innerhalb von Arztpraxen vereinfachen. 12
9 Vgl. Bertrand, U., Kuhlmann, J., Stark, C., Der Gesundheitschip, 1995, S. 114.
10 Vgl. Lehmann, T., Meyer zu Bexten, E., Handbuch der Medizinischen Informatik,
2002, S. 557.
11 Vgl. Noelle, G., Warda, F., Telemedizin und eHealth in Deutschland, 2002, S. 98.
12 Vgl. Noelle, G., Warda, F., Telemedizin und eHealth in Deutschland, 2002, S. 99
und vgl. Klusen, N., Meusch, A., Gesundheitstelematik, 2002, S. 166.
5
Mit der „Vereinbarung zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sowie der erforderlichen Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur gemäß § 291a SGB V“ wurde von den verantwortlichen Institutionen des Gesundheitswesen beschlossen, dass eine Erweiterung der Krankenversicherungskarte zur
elektronischen Gesundheitskarte zum 01.01.2006 erfolgt.
2.2 Telematische Ausgestaltungsmöglichkeiten der
elektronischen Gesundheitskarte
2.2.1 Vorbemerkung
Die elektronische Gesundheitskarte wird mit verschiedenen Funktionen ausgestattet. Dabei werden administrative (verpflichtende) Funktionen und medizinische (freiwillige) Funktionen unterschieden. 13
Nach der Einführung der Gesundheitskarte werden zunächst die administrativen Funktionen realisiert. Die Daten zur Beschreibung des Versicherungsverhältnisses sowie das elektronische Rezept stellen somit den Anfang der elektronischen Gesundheitskarte dar (vgl. § 291 Abs. 2 SGB V 14 i.V.m. § 291a Abs. 2 und 3 SGB V).
Nach erfolgreicher Einführung der administrativen Funktionen sollen die medizinischen Funktionen, wie Notfalldaten, Arzneimitteldokumentation, Arztbrief, Patientenakte usw. möglich sein.
2.2.2 Administrative Funktionen
2.2.2.1 Versicherungsdaten
Für die neue Krankenversicherungskarte ist geplant, dass neben der Unterschrift des Versicherten zusätzlich noch ein Lichtbild des Versicherten auf der Versichertenkarte erscheinen wird.
13 Vgl. o.V., Hintergrundinformationen zur Einführung der elektronischen
Gesundheitskarte in Deutschland, 2005 (Internet).
14 SGB V, BGBl. I 1988, S. 2477, zuletzt geändert durch Vierzehntes Gesetz zur
Änderung des Arzneimittelgesetzes vom 29.8.2005, BGBl. I S. 2570.
6
Arbeit zitieren:
Ralf Babuke, 2005, Einführung der Gesundheitskarte in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Elektronische Patientenakte - 'gläserner Patient' oder der Weg...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Studienarbeit, 33 Seiten
Die Gesundheitskarte - Datenerfassung im Gesundheitswesen
Hausarbeit, 12 Seiten
Der Einsatz von Kontraktlogistikdienstleistern in Supply Chains von In...
Beweggründe, Strategien, Aufga...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Diplomarbeit, 138 Seiten
Fallstudie Solarworld AG - Handlungsempfehlung für den institutionelle...
Hausarbeit, 25 Seiten
Planung und Kontrolle von Logistikkosten in verschiedenen Kostenrechnu...
Diplomarbeit, 77 Seiten
Schillers 'Verbrecher aus verlorener Ehre' - Beschäftigung mit...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Der gläserne Patient – Effizientes Behandlungsmodell oder: Welche Mög...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Seminararbeit, 21 Seiten
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Ausarbeitung, 16 Seiten
Die Gesundheitsreform - Erste Erfahrungen und Wertungen aus Sicht der ...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 26 Seiten
Bismarck und die Konstruktionsfehler der gesetzlichen Krankenversicher...
Politik - Politische Systeme - Historisches
Hausarbeit, 15 Seiten
Prozesskostenrechnung zur verursachungsgerechten Leistungszuordnung be...
Seminararbeit, 39 Seiten
Implementierung einer Prozesskostenrechnung am Beispiel eines Unterneh...
Masterarbeit, 96 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Kybernetik - Prothesen und Implantate, Funktion und Bedeutung für die ...
Facharbeit (Schule), 13 Seiten
Ralf Babuke hat den Text Einführung der Gesundheitskarte in Deutschland veröffentlicht
Ralf Babuke hat einen neuen Text hochgeladen
Elektronische Datenverarbeitung - Medizinische Fachangestellte
Lehr- und Arbeitsheft Arbeitsh...
Uwe Hoffmann
Elektronik 2. Bauelemente und Grundschaltungen der Mikroelektronik. Le...
Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an d. Universität Hannover
Elektronik 1. Prüfungsaufgaben. Elektrotechnische Grundlagen der Elekt...
Mit 474 Aufgaben und einem Lös...
Elektronik 1. Elektrotechnische Grundlagen der Elektronik. Arbeitsblät...
Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Universität Hannover.
Taschenbuch der Elektrotechnik und Elektronik
Helmut Lindner, Harry Brauer, Constans Lehmann
Auswirkungen der DRG-Einführung in Deutschland
Standortbestimmung und Perspek...
Ferdinand Rau, Peter Hensen, Norbert Roeder
Strategie 115. Studie zur Einführung einer behördenübergreifenden Serv...
Ausführliche Studienfassung
Harald Lemke, Horst Westerfeld
0 Kommentare