Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Vorgeschichte der Messenischen Kriege 3
3. Der 1. Messenische Krieg 4
4. Der Wandel in der Kriegstechnik nach dem 1. Messenischen
Krieg 6
5. Der 2. Messenische Krieg 8
6. Kurzer Ausblick auf weitere Messenische Kriege 9
7. Fazit 10
8. Literaturverzeichnis 12
2
1. Einleitung
In den Geschichtsbüchern, die sich mit der Geschichte Spartas befassen, werden die Messenischen Kriege oft als eine lakedaimonische Art der Kolonisation betrachtet. Dies kann man vor allem daran sehen, dass nur Tarent eine erfolgreiche Kolonisation außerhalb Griechenlands war und, dass nach der Eroberung Messeniens keine weitere Eroberung neuer Landstriche vorgenommen wurde. Nach der Eroberung Messeniens wandelte sich die lakedaimonische Politik von einer Politik der Expansion zu einer Politik der Konsolidierung der besetzten Gebiete. Auch sind die Messenischen Kriege für die Entwicklung der antiken Kriegsführung von großer Bedeutung. Die Kriege wurden auf sehr erbitterte Weise geführt. Es soll bei dieser Arbeit nicht nur der Verlauf der Messenischen Kriege betrachtet werden, sondern vor allem die Gründe für diese Kriege betrachtet werden. Ferner soll gezeigt werden, welche Folgen diese Kriege auf die Welt der Hellenen hatten. Es soll außerdem gezeigt werden, welche militärischen Veränderungen durch die Messenischen Kriege gemacht wurden. Aber es soll nicht nur gezeigt werden, wann diese Veränderungen eingeführt wurden, sondern auch ab welchem Zeitpunkt sie veraltet, bzw. verändert wurden. Abschließend soll auch deutlich gemacht werden, inwiefern man von einem 3., bzw. 4. Messenischen Krieg sprechen kann.
2. Vorgeschichte der Messenischen Kriege
Wenn man sich mit den Messenischen Kriege auseinandersetzt, sollte man die geographische Lage Messeniens nicht außer Acht lassen. Es ist direkt westlich an Lakonien, im Südwesten des Peloponnes, gelegen und diese beiden Gegenden werden nur durch das Taygetos-Gebirge getrennt. In Messenien ist auch der ca. 800 m hohe Berg Ithome, der die umliegende Gegend beherrscht. Direkt östlich davon liegt die fruchtbare Stenyklaros-Ebene. Bedeutende Städte waren das am Ithome gelegene Messene, die westlich gelegene Küstenstadt Pylos sowie die im Südwesten gelegene Stadt Methone. 1 Die Kenntnisse über die Bevölkerung Messeniens und der sozialen Bedingungen vor der Besetzung Spartas sind nur gering, wie die allgemeine Quellenlage für die Zeit der Messenischen Kriege
1 Hierzu die Karten siehe F.W. Putzger, Historischer Weltatlas, Bielefeld 99 1978, S. 9f.
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überhaupt. Auskunft geben kann hier vor allem der lakedaimonische Poet Tyrtaios, der auch als Heerführer im 2. Messenischen Krieg beteiligt war 2 , sowie das vierte Buch des Pausanias, der sich aber hier vor allem auf die Werke der Poeten Rhianos und Myron beruft.
3. Der 1. Messenische Krieg
Der wahrscheinlich bedeutendste Grund für den 1. Messenischen Krieg war eindeutig das damalig große Bevölkerungswachstum in ganz Griechenland im 8. bzw. 7. Jahrhundert v. Chr.. Während die anderen griechischen Stadtstaaten überseeische Kolonien im ganzen Mittelmeerraum, vor allem auf Sizilien, aufbauten, gründete Sparta in dieser Zeit nur eine Kolonie, das in Süditalien liegende Tarent. Diese griechische Kolonisation ging als die „Große Kolonisation“ in die Geschichte ein.
Die Gründung Tarents ist eigentlich auch nur eine Folge der Messenischen Kriege und eine Koloniegründung außerhalb Hellas war gar nicht geplant. Im 10. Jahr des Krieges beschwerten sich die Frauen der Lakedaimonier, dass sie des Krieges wegen keine Kinder mehr bekamen, da alle Männer im Krieg waren. Deswegen wurden die jüngsten und stärksten Lakedaimonier nach Hause geschickt, um Kinder zu zeugen. Diese Nachkommen wurden Parthenier genannt. Diese wurden dann nach dem Krieg weggeschickt um eine Kolonie zu gründen. Diese Parthenier gründeten schließlich die Kolonie Tarent. 3 Warum gab es außer Tarent keine Kolonien außerhalb Griechenlands? Es lässt sich eindeutig sagen, dass Sparta eher an Eroberungen in Griechenland selber interessiert war, um mit dem entstandenen Bevölkerungsüberschuss fertig zu werden. So musste man sich nicht auf Abenteuer begeben und konnte so auch vor allem die Heloten im Auge behalten, vor deren Aufständen die Lakedaimonier in ewiger Angst lebten. Es gibt aber auch einen legendären Grund für den 1. Messenischen Krieg. Pausanias nennt ihn in seinem 4. Buch. Hier beschreibt er zum einen den Grund der Messenier für den Krieg, als auch den der Lakedaimonier. Nach der Aussage der Lakedaimonier sollen lakedaimonische Mädchen an einem gemeinsam benutzten Schrein der Göttin Artemis Limnatis von Messeniern angegriffen
2 Die betreffenden Ereignisse schildert Strab. 8.4.10.
3 Die betreffenden Ereignisse schildert Strab. 6.3.3.
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Arbeit zitieren:
Burkhard Werner, 2003, Die Messenischen Kriege, München, GRIN Verlag GmbH
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