Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis............................................................................................................................ II
Abk ürzungsverzeichnis III
A. Einleitung 1
I. Allgemeine Einleitung 1
II. Historischer Überblick. 1
B. Hauptteil 2
I. Einzug und Aufenthalt in Memphis. 2
II. Gründung von Alexandreia (Alexandria in Ägypten) 4
III. Kyreneika 6
IV. Zug zum Ammon-Orakel in der Oase Siwa. 6
V. Neuordnung Ägyptens. 7
VI. Ergebnis / Beurteilung 10
C. Anhang. 11
Literaturverzeichnis. 11
I. Quellen und Quellenkommentare. 11
II. Sekundärliteratur 12
II
A. Einleitung
I. Allgemeine Einleitung
Obwohl bereits zu Lebzeiten Alexanders, und verstärkt nach seinem Tod, viele Darstellungen über ihn geschrieben wurden, ist die Quellenlage problematisch.
Kallisthenes - von dem nur noch Fragmente vorliegen - war Historiker im Gefolge Alexanders und ist daher nicht als „neutrale“ Quelle anzusehen, sondern als jemand der die Geschichte so aufschrieb, wie Alexander sie überliefert haben wollte. Das früheste - heute noch vollständig vorliegende - Geschichtswerk ist aus dem ersten Jahrhundert vor Christus im 17. Buch der „Bibliothéke historiké“ von Diodor erhalten. Die nach Auffassung zahlreicher Historiker beste und verlässlichste Behandlung stammt von Arrian, der aber erst im 2. Jh. nach Christus lebte - rund 400 Jahre nach Alexanders Tod. Die Quellen zu Alexander sind folglich mit großer Vorsicht zu behandeln und grundsätzlich immer kritisch zu hinterfragen.
Die moderne Literatur hat ebenfalls zahlreiche Werke zu Alexander III. - und auch dessen Aufenthalt in Ägypten - verfaßt. Allerdings gibt es ein deutliches Ungleichgewicht in den Thematiken. Während Alexanders Zug zum Ammon-Zeus-Heiligtum in der Oase Siwa sowie zu seinen Motiven für den Zug nach Ägypten häufig thematisiert wird, ist die Anzahl der Publikationen zur Neuordnung der Verwaltung sowie zu Kleomenes von Naukratis geradezu dürftig.
Diese Proseminararbeit soll untersuchen, warum Alexander die Besetzung Ägyptens - die von einigen Historikern als unverständlicher Umweg dargestellt wird 1 - als wichtigen Baustein seiner Eroberungspläne benötigte. Der Autor geht hierbei von der These aus, dass Alexander sowohl wegen finanziellen und militärischen Gründen als auch wegen dem Prestige Ägypten erobern musste.
II. Historischer Überblick
Nach siebenmonatiger Belagerung von Tyros sowie zweimonatiger Belagerung von Gaza -und deren Zerstörung - marschierte Alexander im Oktober des Jahres 332 v. Chr. in einem siebentägigen Wüstenmarsch nach Pelusion - der ägyptischen Grenzfestung. 2 Pelusion war der einzige Punkt, wo noch einmal Widerstand geleistet werden konnte und wo vorherige
1 M. Graf Yorck von Wartenburg, Kurze Übersicht der Feldzüge Alexanders des Großen. Berlin 1897, S. 31-32 zitiert nach: Seibert 1990, S. 109.
2 Curt. 4, 7, 2; Arr. an. an. 3, 1, 1.
1
Eroberer teilweise mit heftigem Widerstand empfangen wurden. 3 Dies war zwar durchaus ein schneller Marsch - ca. 200 km in sieben Tagen - aber nicht, wie in der älteren Literatur oft dargestellt, ein Gewaltmarsch. 4 Mit Wasser versorgt wurde die Truppe wahrscheinlich von der an der Küste entlang fahrenden Flotte. 5 Von Pelusion erfolgte der Weitermarsch über Heliopolis nach Memphis, der Hauptstadt Ägyptens.
Im wesentlichen besteht Alexanders Aufenthalt in Ägypten aus vier wesentlichen Themenkomplexen:
⇒ Einzug in Memphis und formelle Übernahme Ägyptens vom persischen Satrapen ⇒ Zug zum Ammon-Zeus-Heiligtum in der Oase Siwa ⇒ Gründung von Alexandreia (Alexandria)
⇒ Neuordnung der Verwaltung Ägyptens mit Einsetzung des Kleomenes von Naukratis als Oberfinanzdirektor
B. Hauptteil
I. Einzug und Aufenthalt in Memphis
Wie bereits oben unter A.II. dargestellt, leistete die Besatzung der Grenzfestung Pelusion, am östlichsten Nilarm keinen Widerstand, sondern empfing Alexander und seine Flotte freundlich. Eigentliches Ziel des Marsches war Memphis, die Hauptstadt Ägyptens.
Da die persischen Besatzungstruppen unter dem Satrapen Sauakes bei Issos mitgekämpft hatten 6 , hatte dessen Nachfolger als Satrap - Mazakes - nur noch geringe Truppenkontingente zur Verfügung 7 . Daher entschloss sich Mazakes zur Übergabe der Stadt und der Gelder. 8 Damit war Ägypten formell an Alexander gefallen.
Hauptsächlich Koenen hält es für erwiesen, Gehrke hält es nur für möglich, 9 dass Alexander formell nach ägyptischem Ritus als Pharao inthronisiert wurde. In den Quellen wird lediglich an einer Stelle im Alexander-Roman davon berichtet. 10 Die Inthronisierung nach ägyptischen
3 Bosworth 1995, S. 70.
4 Ebd., a.a.O..
5 Engels 1980, 60; Bosworth 1980, 216.
6 Arr. an. 2, 11, 8.
7 Ehrenberg 1965, S. 403.
8 Arr. an. 3, 1, 2 und Curt. 4, 7, 2.
9 Vgl. Koenen 1977, S. 30 - 31;Gehrke 2003, S. 17f..
10 Ps.Kall. 1, 34, 2.
2
Arbeit zitieren:
Thomas Keller, 2005, Alexander der Große in Ägypten, München, GRIN Verlag GmbH
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