Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Finanzielle Hilfen 4
2.1. Kreditprogramme 4
2.1.1. Förderung durch das Saarland 5
2.1.1.1. Startkapital-Programm des Saarlandes 5
2.1.1.2. Gründungs und Wachstumsfinanzierung 6
2.1.2. Förderung durch den Bund 8
2.1.2.1. StartGeld 8
2.1.2.2. Mikro-Darlehen 9
2.1.2.3. Unternehmerkredit 10
2.1.2.4. Unternehmerkapital ERP-Kapital für Gründung 11
2.2. Zuschussprogramme 13
2.2.1. Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit 13
2.2.1.1. Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) 14
2.2.1.2. Überbrückungsgeld 15
2.2.1.3. Einstiegsgeld 16
2.2.2. Förderung von Unternehmensberatungen 17
2.3. Beteiligungskapital 17
2.4. Bürgschaften 18
3. Nichtfinanzielle Hilfen 19
3.1. Erstellung von Unternehmenskonzepten 19
3.2. Existenzgründungsberatungen 20
4. Fazit 20
Literaturverzeichnis: 212
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Hausbankprinzip........................................................................................... 5
Abb. 2: Kombinierbarkeit der Fördermittel .............................................................. 12
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise
ca. cirka
EUR Euro
KfW Kreditinstitut für Wiederaufbau
Mio. Million
p.a. per anno
p.m. pro Monat
SIKB Saarländische Investitionskreditbank
z.B. zum Beispiel
3
1. Einleitung
Das Angebot an Existenzgründungshilfen in Deutschland ist sehr vielfältig und kann sich für einen Unternehmensgründer, der „Neuling“ in diesem Bereich ist, schnell als erste Hürde darstellen. Die Ursache für diese Unübersichtlichkeit resultiert daraus, dass es keine zentrale Anlaufstelle für Förderung von Existenzgründungen gibt.
Im Rahmen dieser Seminararbeit werde ich dem Leser einen ersten Überblick über die wichtigsten Existenzgründungshilfen in Deutschland vermitteln.
2. Finanzielle Hilfen
Die finanziellen Hilfestellungen für Existenzgründer in Deutschland sind sehr vielseitig und sehr verschieden. Die finanziellen Hilfen kann man in folgende vier Kategorien einteilen: Kreditprogramme, Zuschüsse, Beteiligungskapital und Bürgschaften. Des Weiteren besteht ein Unterschied zwischen Bundes- und Landesprogrammen.
2.1. Kreditprogramme
Öffentliche Förderprogramme werden vom Bund und den Ländern vergeben. Es gibt in Deutschland keine zentrale Stelle, die für die Vergabe von Fördermitteln zuständig ist. Allen Fördermitteln ist gemeinsam, dass sie nur einen begrenzten Umfang haben. Dies bedeutet, dass keine Förderung mehr bewilligt werden kann, sobald die dafür vorgesehenen Mittel erschöpft sind.
Für eine Finanzierungszusage müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen werden. Man muss bei der Hausbank einen detaillierten Businessplan vorlegen, der die Tragfähigkeit der angestrebten Existenzgründung belegt. Darüber hinaus muss der Antragsteller seine fachlichen und beruflichen Qualifikationen durch Lebenslauf und Darstellung seines beruflichen Werdegangs nachweisen.
Die Fördersystematik ist bei allen öffentlichen Kreditprogrammen ähnlich. Die Anträge werden bei der jeweiligen Hausbank gestellt (Hausbankprinzip). Diese leitet die Unterlagen weiter an die KfW-Mittelstandsbank bei Bundesprogrammen, bzw. an die SIKB (Saarländische Investitionskreditbank) bei Landesprogrammen.
4
Die KfW-Mittelstandsbank bzw. die SIKB sind auch für den Entscheidungsprozess verantwortlich und erteilen dementsprechend auch die Finanzierungszusage an die Hausbank.
2.1.1. Förderung durch das Saarland
Die Förderung von Unternehmensgründungen im Saarland wird mit Programmen der SIKB unterstützt. Die Fördermittel müssen ebenfalls nach dem Hausbankprinzip beantragt werden.
2.1.1.1. Startkapital-Programm des Saarlandes
Um Existenzgründungen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft sowie in Freien Berufen zu fördern, stellt die SIKB Startkapital in Form von langfristigen Darlehen zur Verfügung. 2 Kreditanträge im Rahmen des Startkapital-Programms des Saarlandes können Existenzgründer/innen innerhalb einer Frist von drei Jahren nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit stellen.
1 Rödel, S., Doll, M.: Finanzplanung und öffentliche Fördermittel, Seite 106 2 vgl.: Förderdatenbank – Suche: Startkapital-Programm des Saarlandes, http://db.bmwa.bund.de, vom 30.11.2005
5
Dies gilt auch, wenn diese Tätigkeit zurzeit nur nebenberuflich ist. Kreditlaufzeiten von bis zu zehn Jahren bei zwei tilgungsfreien Anlaufzeiten sind möglich. Die Kreditsumme beläuft sich zwischen 2.500,- EUR und 25.000,- EUR. Bei Existenzgründungsvorhaben, deren Finanzierungsbedarf 50.000,- EUR nicht übersteigt, kann der Finanzierungsanteil bis zu 80% des Gesamtfinanzierungsbedarfs betragen. 3
Der Antragsteller haftet persönlich für diesen Kredit. Der Kreditnehmer braucht für den Kredit keine Sicherheiten zu stellen. Die bankübliche Absicherung des Kredits erfolgt durch eine Bürgschaft des Saarlandes. Das Saarland fördert die Existenzgründung ebenfalls durch die Übernahme der Zinsen für die ersten 24 Monate der Kreditlaufzeit.
Bei Antragstellung ist eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 200,- EUR fällig. Der Kredit wird zu einem festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit zur Verfügung gestellt. Momentan beträgt der Effektivzinssatz 7,34%. Die Auszahlung des Startkapitals erfolgt zu 100%. Nach zwei tilgungsfreien Jahren ist das Darlehen in vierteljährlichen Raten zurückzuzahlen. 4
2.1.1.2. Gründungs- und Wachstumsfinanzierung
„Im Rahmen der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung sollen wettbewerbsfähige kleine und mittlere Unternehmen im Saarland geschaffen bzw. gesichert sowie Freiberufler unterstützt werden.“ 5
Gefördert werden Existenzgründungen, die einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen, sowie die Finanzierung von Betriebsmitteln. Im Gegensatz zum Startkapital-Programm werden bei der Gründungs- und Wachstums- finanzierung nur Unternehmensgründungen gefördert, die eine Haupterwerbs- grundlage darstellen.
3 vgl.: Merkblatt: Startkapital-Programm des Saarlandes, SIKB, April 2005
4 vgl.: Förderdatenbank – Suche: Startkapital-Programm des Saarlandes, http://db.bmwa.bund.de, vom
30.11.2005
5 Förderdaten – Suche: Gründungs- und Wachstumsfinanzierung; http://db.bmwa.bund.de, vom 30.11.2005
6
Quote paper:
Andreas Schmitt, 2005, Das Angebot an Existenzgründungshilfen in Deutschland, Munich, GRIN Publishing GmbH
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