Inhalt
1. Einleitung 3
2. Quellenlage 4
3. Forschungsstand 6
4. Das 15. Jahrhundert - Zeit der Spätscholastik 7
5. Vorgeschichte der Justification: Die Ermordung Ludwigs von Orléans und ihre
Hintergr ünde 8
6. Die Rechtfertigung - Justification du duc de Bourgogne 9
6.1 Einleitendes/Aufbau 9
6.2 Der Obersatz. 10
6.2.1 Beistandspflichten der Menschen. 10
6.2.2 Der 1. Artikel - das Pauluszitat. 10
6.2.3 Der 2. Artikel - das Majestätsverbrechen 10
6.2.4 Der 3. Artikel - Verräter in der Bibel 11
6.2.5 Der 4. Artikel - die acht Wahrheiten 11
6.3 Untersatz. 13
6.4 Conclusio. 14
6.5 Beurteilung 14
7. Exkurs: Der Tyrannenmord bei Aristoteles, Johannes von Salisbury und Thomas von Aquin
16
7.1 Aristoteles. 16
(griechischer Philosoph 384 v. C. - 322 v.C.) 16
7.2 Johannes von Salisbury 16
(Scholastiker und politischer Theoretiker 1115/20-1180) 16
7.3 Thomas von Aquin (Dominikaner und Scholastiker 1224- 1274) 16
8. Reaktion auf die Rechtfertigungsschrift 17
9. Pariser Synode 18
9.1 Äußerer Ablauf. 18
9.2 Die Argumentationen/Äußerungen der Gersonisten 19
9.2.1 Zielsetzung und Vorgehensweise bei Untersuchung der Äußerungen. 19
9.2.2 Allgemeine Diskussionsebene. 19
9.2.3 Vorannahme hinsichtlich der einzelne Aussagen. 20
9.2.4 Tyrannenmord aus göttlicher Inspiration zulässig 20
9.2.5 Aristoteles: Gewalt gegen Tyrannen erlaubt. 21
9.2.6 Peter von Auvergne: berechtigter Grund zum Aufstand 22
9.2.7 Alexander von Hales und Augustinus: Gerechtigkeit 23
9.2.8 Defensive Tötung kein Mord 24
9.3 Zusammenfassung. 24
10. Erklärungsansätze für die unterstützenden Äußerungen 27
10.1 Natur der scholastischen Methode 27
10.2 „Unantastbarkeit“ des französischen Königs 28
11. Fazit 29
12. Quellen 30
13. Literatur 30
2
1. Einleitung
Im Zusammenhang mit dem irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein trat in den letzten Jahren und Monaten immer wieder ein Fragenkomplex auf: Ist Saddam Hussein ein Tyrann? Darf er getötet werden? Unter welchen Voraussetzungen ist der Widerstand gegen einen Tyrannen zulässig oder sogar verdienstvoll und - wie wird der Tyrann überhaupt definiert? 1 Die Diskussionen zu diesem Thema sind keine Besonderheit unserer Zeit. Schon seit der Antike setzen sich Philosophen, Juristen, Staatstheoretiker und Politiker mit der Frage nach der Zulässigkeit des Tyrannenmordes auseinander. Im Spätmittelalter herrschte zum Beispiel über Jahrzehnte hinweg ein Streit über die „Tyrannenmordtheorie“ des Pariser Universitätstheologen Jean Petits, die Justification du duc de Bourgogne. In der Justificaton rechtfertigt Jean Petit den Mord an dem Herzog Ludwig von Orléans, welcher auf Betreiben seines rivalisierenden Cousins Johann von Burgund am 7.11.1407 begangen wurde, als Tyrannenmord. In der heutigen Forschung ist man sich darüber einig, dass diese Ermordung nicht als Tyrannenmord qualifiziert werden kann. 2 Unter den Zeitgenossen Petits herrschte hierüber und über die gesamte von Petit entwickelte Theorie jedoch kein Konsens. Es gab sowohl Befürworter, als auch Gegner der Theorie und demnach wurde sie zum Gegenstand etlicher Diskussionen. So wurde in Paris im Jahr 1413 sogar eigens eine Synode zur Prüfung der Rechtfertigungsschrift einberufen. 3 Die Äußerungen und Argumente, die die Gegner Petits dort hervorgebracht haben, sollen Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Hierbei möchte ich folgender Fragestellung nachgehen:
Unterstützten die Gersonisten 4 mit einigen der Äußerungen, die sie während der Pariser Synode gegen Petits Tyrannenmordlehre vorbrachten, diese Theorie, deren Verurteilung sie doch eigentlich intendierten? Wenn ja, wie lässt sich das erklären?
1 Vgl. www.ZDF_de - Tyrannenmord.htm, Zusammenfassung der Sendung „Frontal 21“ vom 25.02.03
2 vgl. u.a. Spörl 1972, S.109f., Frenken 1993, S.181f., Turchetti 2001, S.320f.
3 vgl. Turchetti 2001, S. 321ff.
4 Im folgenden werden die Gegner der Tyrannenmordtheorie Petits oft als Gersonisten bezeichnet, denn die Initiative zur Prüfung der Richtigkeit dieser Tyrannenmordlehre ging von Jean Gerson, dem Kanzler der Pariser Universität aus. Ihm war die Verdammung der Sätze Petits ein großes Anliegen. Seine Anhänger werden demnach auch in der Forschung dementsprechend häufig „Gersonisten“ genannt - vgl. z.B. Schoenstedt 1938
3
Dementsprechend werde ich nun zunächst Petits Theorie in ihren wesentlichen Grundzügen vorstellen und im Anschluss daran auch beurteilen. Daraufhin folgt ein kurzer Abriss der Ereignisse bis zur Pariser Synode und eine Beschreibung des äußeren Verlaufs derselben. Auf der Basis dieser Kenntnisse werde ich dann einige Äußerungen der Gersonisten untersuchen und ansatzweise Gründe dafür bieten, woran es liegen mag, dass selbst die Gegner die Theorie in gewisser Weise unterstützten.
2. Quellenlage
Für die Fragestellung der vorliegenden Arbeit ist sowohl eine Untersuchung der Justification du duc de Bourgogne als auch der Verhandlungen auf der Pariser Synode 1413-1414 notwendig.
Die komplette Justfication des Jahres 1408 findet sich in französischer Sprache in der Chronik des Enguerran de Monstrelet. 5 Dieser lebte von 1395-1453 in Frankreich, war Sympathisant Burgunds und hatte eine „gemäßigte“ parteiliche Haltung. Sein Werk, das er aus eigenem Antrieb ohne speziellen Auftrag verfasste, beschreibt in zwei Bänden die Jahre 1400-1444 und gilt als die bedeutendste burgundische Chronik. Monstrelets Ziel war es wohl, das Werk Froissarts 6 fortzusetzen. Nach eigenen Angaben verwertete er in seiner Chronik sowohl mündliche Zeugnisse von „rois d’armes, hérauts et poursuivants“ und „plusieurs nobles hommes et autre notable personnes“, als auch offizielle Dokumente, deren Wortlaut er wiedergibt. Als ein solches offizielles Dokument fand auch die Justification du duc de Bourgogne Eingang in sein Werk. 7 Monstrelet stützt sich bei der Darbietung der Justification „ auf ein einzelnes Exemplar jener Handschriften, die Petit selbst bald nach der Sitzung vom 8. März (...) einem Dutzend Studenten und Magister in die Feder diktiert hatte.“ 8
5 Monstrelet, E., La Chronique d’Enguerran de Monstrelet. En deux livres avec pièces justificatives 1400-1444, Paris 1857 (ND. New York 1966)
6 Jean Froissart (ca. 1337 - ca. 1410) verfasste die französischen Chroniques über die Jahre 1370-1400, die das
älteste französischsprachige historiografische Werk darstellen.
7 vgl. Vielliard 1993, S.772
8 Schoenstedt 1938, S.12f.
4
Coville beurteilt Monstrelets Wiedergabe des Rechtfertigungsschrift als sehr fehlerhaft 9 , doch laut Schoenstedt ist der theoretische Teil der Justification, der für diese Arbeit maßgeblich ist, ohne größere Fehler. 10 Die lateinische Version der Justification du duc de Bourgogne findet sich desweiteren im 5. Band der Werke Gersons, in der Edition des Ellies du Pin aus dem Jahre 1706. 11 . Diese Edition wird vielfach kritisiert:
„Dupin verglich und verbesserte theilweise den Text von Neuem, fügte noch mehrere bisher unbekannte Reden und Tractate Gersons, so wie die Abhandlungen Langensteins, D’Aillys u.a. bei und gab eine vollständige Aktensammlung für die Angelegenheiten Jean Petits. Seine „Gersionana“ sollte der Schlüssel zum leichteren Verständnis des Ganzen sein. Demungeachtet sind in dem Text noch sehr corrupte und bedenkliche Stellen (...).“ 12
Ebenso beschreibt Coville die Edition Du Pins als fehlerhaft 13 und auch in der Bibliotheca historica medii aevi wird Du Pin als „kritikloser Nachbeter“ bezeichnet 14 . Obwohl ja nun sowohl an Monstrelet als auch an Du Pin Kritik geübt wurde, stütze ich meine Untersuchungen im Folgenden auf die Wiedergabe bei Monstrelet, denn dieser bietet die Justification im französischen Text, und damit in der Sprache des Verfassers, und nicht in lateinischer Übersetzung. Hiermit folge ich dem Beispiel Schoenstedts.
Über die Pariser Synode geben die „Acta Concilii Parisiensis“ Aufschluss. Diese Akten sind in der lateinischen Handschriftensammlung der französischen Nationalbibliothek enthalten, und zwar in der Aktensammlung Nr. 1486. 15 Veröffentlicht wurden sie 1706 von Ellies du Pin, der sie in den 5. Band seiner Edition der Werke Gersons aufnahm. Wie bereits erwähnt wurde diese Edition Du Pins vielfach bemängelt, dennoch diente sie fast allen Historikern, die sich mit der Pariser Synode beschäftigten, als Quelle. 16 Meines Wissens existiert auch keine weitere vollständige Wiedergabe der Akten des Pariser Glaubenskonzils. Zwar enthält auch der 10. Band der von Glorieux herausgegebenen Edition der Werke Gersons ein Kapitel mit dem Titel „Autour de tyrannicide. Affaires Petits et Falkenberg“, doch präsentiert dieses nur einige der „Acta Concilii Parisiensis“ , und nicht die Konzilsakten in ihrer Gesamtheit. 17
9 vgl. Coville1932, S. 8
10 vgl. Schoenstedt 1938, S.13
11 Gerson, Opera Omnia V, ed. Ellies du Pin , Antwerpen 1706 (ND. Hildesheim u.a. 1987)
12 Schwab 1858, S.796
13 vgl. Coville 1932, S.9
14 vgl. Potthast 1957, S.504
15 vgl. Coville 1932, S. 9
16 vgl. u.a. Bess 1892, Kamm 1912,Coville 1932, Schoenstedt 1938
17 Gerson, Oeuvres complètes. Volume X. L’œuvre polémique, ed. Glorieux, Paris 1973, S. 164 - 284
5
Dementsprechend stützen sich meine Untersuchungen auf die Edition Du Pins. Ich nehme trotz der angeführten Zweifel an, dass die hier veröffentlichten Konzilsakten für die Bearbeitung meiner Fragestellung brauchbar sind.
3. Forschungsstand
Die Zahl der Forscher, die sich mit der Tyrannenmordtheorie Jean Petits intensiver beschäftigt hat, ist nicht all zu hoch. Am Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts war die Justification du duc de Bourgogne Thema einiger Aufsätze und Monographien, doch im modernen Schrifttum fand die Angelegenheit Petit nur sehr geringen Niederschlag:
„Nur wenige Forscher befassten sich eingehender mit der Thematik als Ganzes bzw. herausgelösten Aspekten; umfassende Spezialstudien blieben infolgedessen eine Rarität. Dies dürfte Wohl in der Sache selbst begründet liegen. Der Fall Petit war mehrschichtig angelegt; er hatte eine theologische, eine rechtliche und eine politische Dimension. Die damit verbundenen Schwierigkeiten in der Bearbeitung mögen manchen Forscher von einer intensiven Beschäftigung mit diesem Thema abgeschreckt haben.“ 18
Der meiner Kenntnis nach neueste Beitrag zum Thema der Justification du duc de Bourgogne stammt von Mario Turchetti. Dieser widmet im Rahmen seiner
Gesamtdarstellung „Tyrannie et tyrannicide de l’Antiquité à nos jours“ ein Kapitel der Tyrannenmordtheorie Jean Petits. Der Inhalt der Rechtfertigungsschrift und die Pariser Synode werden hier jedoch auf vier Seiten abgehandelt, so dass diese Veröffentlichung mir im Hinblick auf meine Fragestellung nicht all zu viel bringt. 19 So bin ich in erster Linie auf die älteren Forschungsarbeiten angewiesen. Als besonders wertvoll betrachte ich hier die Studie von Friedrich Schoenstedt. Dieser geht unter anderem auch der Frage nach, auf welcher Grundlage die Entwicklung der Theorie Petits überhaupt möglich war und wie die Zeitgenossen über dieselbe dachten. 20 Diese Problemstellung bringt es mit sich, dass er auch die Pariser Synode beschreibt. Diese wird des weiteren auch von Bess 21 , Coville 22 und Kamm 23 thematisiert.
18 Frensken 1993; S.184
19 vgl.Turchetti 2001, S.319-334
20 vgl. Schoenstedt 1938, Fensken 1993, S.192
21 vgl. Bess 1892, S. 72-91
22 vgl. Coville 1932, S. 439-503
23 vgl. Kamm 1912
6
Während die Darstellung bei Bess relativ kurz gehalten ist und Coville den Schwerpunkt auf den äußeren Verlauf des Prozesses legt, bietet Kamm, dessen gesamte Arbeit sich mit dem Konzil in Paris beschäftigt, auch eine Paraphrasierung der Aussagen der Teilnehmer und somit Material, das für mich von großem Interesse ist.
Ich könnte nun noch weitere „Petit-Forscher“ anführen, doch würde das den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Diejenigen, die für meine Fragestellung relevante Inhalte darlegen, sind genannt.
4. Das 15. Jahrhundert - Zeit der Spätscholastik
Die Justification du duc de Bourgogne und die Pariser Synode fallen in die Zeit der Scholastik. Der Begriff „Scholastik“ beschreibt eine bestimmte Denkform, die sich zwar schon in der Spätantike findet, jedoch im Mittelalter ihren Höhepunkt erreichte und vom 9. bis 16. Jahrhundert die Wissenschaft dominierte. 24 Sie zeichnete sich dadurch aus, dass theologische Themen nicht nur anhand der Bibel, sondern lehrbuchartig aufbereitet wurden. Ziel der Scholastik war es also, die unanfechtbaren Wahrheiten des Glaubens mit den Mitteln der Vernunft; Ordnung, Systematisierung und Widerlegung von Gegensätzen zu begründen und verstehbar zu machen. 25 Entsprechend dieser Zielsetzung wurde an den Universitäten, die nun den Platz der Kloster- und Domschulen übernahmen, die
„scholastische Methode“ entwickelt.
Die scholastische Methode wird kontrovers beurteilt , vereinfacht formuliert bestand sie darin, die Aussprüche der vorangegangenen Denker und der Bibel selbst zu den verschiedenen Punkten der Dogmatik zu sichten und zu vergleichen und eine Synthese aus all dem zu ziehen . Die mittelalterliche Gelehrsamkeit war demnach auf das tradierte Wissen der Autoritäten, also der Bibel, der Kirchenväter und der Philosophen, angewiesen. Dabei ergaben sich Schwierigkeiten, wenn die Autoritäten mehrsinnig oder nicht kompatibel zu sein schienen. Der scholastische Lehrer entwickelte in diesen Fällen einen eigenen Lösungsvorschlag, der jedoch nicht mit dem der Autoritäten gleichzusetzen war - die Aussprüche der Autoritäten waren immer höherrangig. Als bedeutendster Vertreter der Scholastik gilt gemeinhin Thomas von Aquin, der im 13. Jahrhundert an der
24 vgl. Matz 1981, S. 73
25 vgl. Schönberger 1995, S. 1521ff
7
Pariser Universität unterrichtete und die Hochscholastik entscheidend prägte. 26 So ist es nun nicht verwunderlich, dass zu Anfang des 15. Jahrhunderts der Pariser Universitätstheologe Jean Petit die Rechtmäßigkeit der Ermordung Ludwigs von Orléans in scholastischer Tradition zu beweisen versuchte und auch die Diskussionen um die Rechtfertigungsschrift in scholastischer Art und Weise geführt wurden.
5. Vorgeschichte der Justification: Die Ermordung Ludwigs von Orléans
und ihre Hintergründe
Am 23.11.1407 wurde der Herzog Ludwig von Orléans, der jüngere Bruder König Karls VI., in Paris auf Anstiften seines Vetters Johann von Burgund brutal erschlagen. Zwischen den Häusern Burgund und Orléans herrschte schon lange ein großer machtpolitischer Konflikt. Dieser beruhte unter anderem auf dem Umstand, dass König Karl VI. seit dem Jahr 1392 unter einer Geisteskrankheit litt und zwischenzeitlich immer wieder regierungsunfähig wurde. In den Zeiten seiner Anfälle regierte die Verwandtschaft, vor allem sein Bruder Ludwig von Orléans. Dieser verfolgte kirchenpolitisch und außenpolitisch andere Ziele als sein Onkel Philipp von Burgund. Als Philipp von Burgund am 27.4.1404 starb, wurde sein inzwischen 32jähriger Sohn Johann sein Nachfolger. Zu dieser Zeit nahm Ludwig die leitende Position in der Regierung ein und besetzte wichtige Staatsämter mit seinen Anhängern. Er sorgte dafür, dass die Subventionierung des burgundischen Staatshaushaltes aus der königlichen Kasse unterbrochen wurde und die Steuern zur Finanzierung seiner eigenen Projekte erhöht wurden. Zudem ließ er sich zum Königsstellvertreter für die Guyenne, die Picardie und die Normandie ernennen. Dies stieß natürlich auf Protest der Parteigänger Burgunds am königlichen Hof. So marschierte Johann von Burgund im August 1405 mit seiner Armee in Paris ein und versetzte Frankreich damit fast in den Zustand eines Bürgerkriegs. Zwar kam es am 16. Oktober zu einem Friedensschluss, doch hatte Johann in Wahrheit keinen Frieden mit Ludwig geschlossen. Dies zeigte sich als er seinen Cousin im November 1407 gewaltsam umbringen ließ. Nachdem er sich zu der Tat bekannt hatte floh er zunächst aus der Stadt. Am 8. März 1408 ließ er dann schließlich im königlichen Stadtpalast in Paris durch den Universitätstheologe Jean Petit die öffentliche Rechtfertigung seiner Tat vortragen. Das Auditorium setzte sich aus den politischen Führungskräfte zusammen. Anwesend waren
26 vgl. Elders 1995, S.1526ff, Schmidt 1969, S.74
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Birgit Lüke, 2003, Die Kritik an der Tyrannenmordtheorie Jean Petits auf der Pariser Synode 1413/1414, München, GRIN Verlag GmbH
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