Hobbes Staatsphilosophie
von Anna Eckert
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG 4
Thomas Hobbes 4
HOBBES MENSCHENBILD..2
DER NATURZUSTAND 6
Naturrecht (jus naturale) 6
Naturgesetz (lex naturale) 7
Der Staat..8
Leviathan, der Hobbessche Friedensstaat 13
Begründung eines Welt-Leviathans 15
Schlussbemerkungen 17
Bibliographie..17
EINLEITUNG
Der Themenbereich und seine Bedeutung
In meiner Hausarbeit setze ich mich mit Hobbes und mit seiner Staatsphilosophie auseinander. In diesem Zusammenhang werde ich zum einen Hobbes implizite und explizite Theorie der internationalen Politik, zum anderen Hobbes und den Realismus (bzw. die Hobbesianische Tradition) betrachten.
Bei den Betrachtungen werde ich auf die für Hobbes typischen und wichtigen Begrifflichkeiten, wie auf den Naturzustand und auch Naturrecht und Naturgesetz verweisen. Für die Betrachtung hobbesscher Staatsphilosophie ist natürlich auch die Betrachtung seines Menschenbildes von besonderer Bedeutung. Im Verlauf meiner Hausarbeit werde ich auch darauf eingehen. Abschließend werde ich mich darum bemühen, die Frage, ob sich mit Hobbes die Forderung nach einem Welt-Leviathan begründen lässt, zu beantworten.
Hobbes Staatsphilosophie ermöglicht eine Betrachtung der internationalen Beziehungen. An dieser Stelle schließt sich die Frage nach der Begründung eines Welt-Leviathans an.
Thomas Hobbes
Wurde am 05.04.1588 in Westport (England) geboren, und starb am 4.12.1679 in Hardwick Hall bei Chesterfield. Die Kriegswirren seiner Zeit (Dreißigjähriger Krieg, 1618-1648 und der Englische Bürgerkrieg 1642-1648) prägten sein Menschenbild enorm. Hobbes wurde stark von Thukydides Schriften über den Peloponnesischen Krieg, die er ins Englische übersetzte, beeinflusst. In seinem Hauptwerk "Leviathan" geht er vor allem auf sicherheitspolitische Aspekte ein, die auch für die Internationalen Beziehungen eine große Rolle spielen.
In Hobbes Philosophie nimmt die physische Sicherheit einen hohen Rang ein. Seine Philosophie arbeitet mit dem ökonomischen oder rational-choice-Ansatz, wie wir ihn heute in den Sozialwissenschaften nennen würden. Er versucht aufgrund der Annahme, dass Menschen immer nur ihr eigenes Interesse verfolgen, herzuleiten, wie sich die Menschen tatsächlich in Staat und Gesellschaft verhalten, aber auch wie ihre sozialen und politischen Institutionen beschaffen sein sollten.
Die vertragstheoretische Begründung seines Staates (oder der Vorstellung von einem solchen, und nicht notwendigerweise einer Autokratie), liefert er indem er anführt, dass der Mensch vor einem Leben bewahrt werden soll, welches er als einsam und kümmerlich, roh und kurz bezeichnet.
HOBBES MENSCHENBILD
Die Gleichheit der menschlichen Fähigkeiten
Für Hobbes liegen die Wurzeln der unter den Menschen herrschenden Zwietracht eindeutig in der relativen Gleichverteilung ihrer Fähigkeiten. Er vertritt die Ansicht, dass es trotz der bestehenden Unterschiede, sowohl im körperlichen, als auch im geistigen Bereich, möglich ist diese zu nivellieren.
"Denn was die Körperstärke betriff, so ist der Schwächste stark genug, den Stärksten zu töten - entweder durch Hinterlist oder durch ein Bündnis mit anderen, die sich in derselben Gefahr wie er selbst befinden."
Geistige Fähigkeiten des Menschen bewertet er, was ihren Ausgleich untereinander anbetrifft, noch höher. Durch Gebrauch von Sprache, aber auch die Kenntnis der Wissenschaft, also erlernte Fähigkeiten, lassen sich Unterschiede besonders gut nivellieren, da ihre Aneignung prinzipiell allen offen steht.
Nüchtern betrachtet besteht jedoch nur relative Gleichheit der Grundkonzeption geistiger und körperlicher Anlagen, was schließlich zu einem Wettstreben nach größtenteils ähnlichen oder gleichen Zielen und unweigerlich, da durch das Naturrecht legitimiert, zum Krieg aller gegen alle führt.
Dies lässt sich auch als ein anarchistisches, chaotisches, vorbürgerliches Dasein des Menschen bezeichnen, in dem keine übergeordnete Staatsmacht Garant für Sicherheit und Ordnung ist.
[...]
Arbeit zitieren:
Anna Eckert, 2001, Hobbes Staatsphilosophie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtsstunde: Die Zelle, Grundbaustein des Lebens
Unterrichtsentwurf, 20 Seiten
Über Hannah Arendts "Macht und Gewalt"
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Seminararbeit, 20 Seiten
Die Begriffe Macht und Gewalt bei Hannah Arendt mit vergleichender Per...
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Hauptseminararbeit, 32 Seiten
Deutsche Strophen in den Carmina Burana
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hauptseminararbeit, 24 Seiten
E.T.A. Hoffmann - Die Elixiere des Teufels
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 18 Seiten
Brecht: Struktur und Leistung der Parabel am Beispiel des guten Mensch...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hauptseminararbeit, 34 Seiten
Spiegel des Chaos. Friedrich Dürrenmatts Theorie der Komödie und ihre ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 19 Seiten
Thomas Hobbes - Naturzustand und Staatstheorie im Leviathan
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 17 Seiten
„Homo homini lupus“ - Die Staatstheorie des Thomas Hobbes
Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
Zwischenprüfungsarbeit, 31 Seiten
Theorie der Macht bei Niklas Luhmann
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hausarbeit, 23 Seiten
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte: Hobbes Staatsphilosophie ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Anna Eckert hat den Text Hobbes Staatsphilosophie veröffentlicht
Anna Eckert hat einen neuen Text hochgeladen
Hobbes' politische Wissenschaft und zugehörige Schriften - Briefe
Leo Strauss, Heinrich Meier, Wiebke Meier
Human Resource Management, Personalauswahl und Theorien industrieller ...
Interaktionskulturen aus einer...
Susanne König
Historizität und Medialität in...
Fabio Crivellari, Kay Kirchmann, Marcus Sandl, Rudolf Schlögl
0 Kommentare