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1. Einleitung 3
2. Definitionsansätze 3
3. Grundaussagen 4
4. Paradigmenwechsel und Empowerment 5
5. Empowerment und Schule 6
6. Quellenangaben 9
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1. Einleitung
Als ich den Begriff „Empowerment“ zum ersten Mal las, wusste ich nicht recht was ich darunter zu verstehen hatte. Das aus dem Englischen stammende Wort bedeutet ursprünglich ‚Ermächtigung oder Bevollmächtigung’, im Bezug auf den Umgang mit Menschen mit einer Behinderung gibt es also vielfältige Anwendungs - und Erklärungsversuche. Bei meinen Recherchen bin ich daher auch auf keine eindeutige Definition gestoßen, sondern habe zahlreiche Definitionsvorschläge gefunden, welche im Folgenden kurz dargestellt werden. Anschließend stelle ich einige Grundaussagen des Empowermentkonzeptes zusammen und gebe einen kurzen Überblick. Um das Prinzip Empowerment auch praktisch darzustellen, gebe ich einen Einblick in den Schulalltag mit dem Empowermentkonzept.
2. Definitionsansätze
Die wörtliche Übersetzung des Begriffs ,,Empowerment“ bedeutet ,,Bemächtigung“. Dieser Begriff bezeichnet Entwicklungsprozesse in der Dimension der Zeit, in deren Verlauf Menschen die Kraft gewinnen, der sie bedürfen, um ein nach eigenen Maßstäben buchstabiertes `besseres Leben` zu leben“. (Herriger 1997, S. 11). Bei der Lektüre zahlreicher Bücher bin ich auf verschiedene Interpretationsansätze des Begriffes ‚Empowerment’ gestoßen. Dabei ist sehr auffällig, dass die verschiedenen Autoren sich nie auf eine bestimmte allgemeingültige Definition festgelegt haben. Dies liegt wahrscheinlich zum einen darin, dass jeder das Empowermentkonzept in einem anderen Kontext anwendet, also zum Beispiel in der Schule, in der Werkstatt oder in einem Wohnheim. Zum anderen könnte diese Vielfältigkeit auch darin begründet sein, dass die Umsetzung und Anwendung von „Empowerment“ immer individuell auf die jeweilige Person zugeschnitten sein muss und somit keine allgemeingültige Definition dafür existieren kann.
Trotzdem habe ich drei mögliche Definitionsansätze gefunden, die alle drei das Empowermentkonzept gut beschreiben und einen Einblick in die Materie geben. Empowerment steht für einen Prozess, in dem Betroffene ihre Angelegenheiten
selbst in die Hand nehmen, sich dabei ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst werden,
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eigene Kräfte entwickeln und soziale Ressourcen nutzen. Leitperspektive ist die
selbstbestimmte Bewältigung und Gestaltung des eigenen Lebens.
(THEUNISSEN/PLAUTE, 1995, S. 12)
Empowerment bezieht sich ... auf die Möglichkeiten und Hilfen, die es
Individuen oder Gruppen erlauben, Kontrolle über ihr Leben und ihre sozialen
Zusammenhänge zu gewinnen, und die sie darin unterstützen, die dazu
notwendigen Ressourcen zu beschaffen. (STARK, 1996, 17f) Empowerment meint alle Möglichkeiten und Hilfen, die es Menschen in einer
eher machtlosen Situation ermöglichen, Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen,
indem sie eigene Stärken im Austausch mit anderen erkennen und sich
gegenseitig ermutigen, ihr eigenes Leben und ihre soziale Umwelt zu gestalten.
(LEBENSHILFE, 1994, 4 f.).
3. Grundaussagen
Das Empowermentkonzept entstand innerhalb der US - Amerikanischen Bürgerbewegung in den 60er und 70er Jahren. Wie bereits gezeigt wurde, kann der Begriff „Empowerment“ mit ‚Prozess’ oder ‚Entwicklung’ umschrieben werden, dieser kann ‚Prozesse der Selbstbemächtigung’ beinhalten. Es steckt die Idee dahinter, dass jeder Mensch oder jede Gruppe ihr Leben in die eigene Hand nehmen soll, mit folgenden Zielen:
− eigene Ressourcen finden und mobilisieren − Kompetenzen der Selbstgestaltung aufdecken und wieder finden − Prozess der Gestaltung und Gestaltbarkeit sozialer Lebensräume − Wachstum persönlicher, kollektiver, emotionaler und kognitiver Kompetenzen
− Transformation einer gegebenen Situation in eine neue Gestalt. Empowermentprozesse erfordern Gemeinschaft und finden im sozialen Kontext statt, sie erfordern eine besondere Form der Wahrnehmung: das Erkennen eigener und gemeinschaftlicher Stärke. Es sind meist andauernde zielgerichtete Prozesse im Rahmen lokaler Gemeinschaften. Sie haben des Weiteren keine bestimmten Ergebnisse oder die Erreichung von Normen zum Ziel. Insbesondere beinhalten diese
Empowermentprozesse wechselseitige Achtung und Fürsorge, kritische Reflexion und Bewusstwerdung der jeweiligen zu bewältigenden Probleme. Durch Empowerment bekommen die betroffenen Personen oder Personengruppen, das Potential und die Fähigkeit, das eigene Leben und soziale Zusammenhänge gemeinsam zu gestalten.
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Arbeit zitieren:
Silvana Lehmann, 2005, Hauptsache es ist gesund - Aspekte psychosozialer Beratung und Begleitung von Familien mit einem geistig behinderten Kind, München, GRIN Verlag GmbH
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