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1 Gezielte Beeinflussung von negativen Meinungsbildern 4
1.1 Brainstorming an der Tafel festhalten. 4
1.2 Verstärkung von Meinungen per Videofilm 4
1.3 Verstärkung von Meinungen per Zeitungsheadlines 5
1.4 Vergleich und Zwischenzusammenfassung 5
2 Geschichte und Entwicklung von Desintegration am Beispiel Belm 6
3 Stigmatisierung 8
3.1 Gründe für Stigmatisierung und Ausgrenzung von Aussiedlern. 9
3.1.1 Selbstschutz, Überfremdung und Unwissenheit 9
3.1.2 Medien 11
3.2 Wirkung von Stigmatisierung auf Aussiedler 11
3.3 Negativkreislauf. 12
3.4 Zahlen, Daten, Fakten. - keiner kann genaue Angaben machen 13
4 Veränderung von Sichtweisen in Bezug auf Meinungsbilder 15
4.1 Film: „Das andere Belm “ 15
4.2 Positive Headlines. 15
4.3 Zusammenfassung eines Interviews mit einem Polizisten aus Belm und einem
Mitarbeiter der JGH des LK OS. 15
4.4 Einfangen von Stimmungen und Meinungen 16
5 Möglichkeiten der Annäherung 17
5.1 Annäherung von Aussiedlern an Deutsche 17
5.1.1 Welcome-Angebote 17
5.1.2 Sprache. 17
5.1.3 Familien und Gruppen 18
5.1.4 Glauben und Kultur 19
5.1.5 Beruf 19
5.2 Annäherung von Deutschen an Aussiedler 20
5.3 Schnittstellen und Ressourcen 20
5.4 Ressourcenorientierte Arbeit (Schnittstellenvergrößerung) 21
6 Fazit 23
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7 Anhang. 27
7.1 Folien / Abbildungen 27
7.2 7.2. Medien. 27
8 Quellennachweis 28
8.1 Literatur. 28
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• Die Idee für die folgende Einheit basiert auf dem Taschenbuch „Die Welle“ von Morton Rhue und soll im kleinen Rahmen verdeutlichen, wie Meinungen durch gezielte Manipulation beeinflußt werden können.
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• An der Tafel werden Stichpunkte zu den Assoziationen „Belm(ograd)“ und Aussiedler festgehalten. Vorrangig wird die Meinung der sich im Raum befindenden Personen durch gezielte Kommentare immer wieder auf typische, negative Ansichten und Eigenschaften von / über Aussiedler(n) gelenkt. Zu diesem Zweck werden wir zuvor einen Maulwurf einweihen, der diese Aufgabe unterstützt, um das Eis zu brechen und die negativen Äußerungen regelmäßig neu anzuheizen und zu provozieren.
• Das Bild vom Grenzdurchgangslager Friedland (Folie 1) soll als zusätzliche Unterstützung aufgelegt werden, mit der Intention, die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten des Bildes bewußt zu machen.
• Witze über Aussiedler, z.B.: Was ist ein russischer Triathlon? - Zu Fuß zum Schwimmbad, eine Runde schwimmen und mit einem Fahrrad zurück!
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• „Belm, wie es alle kennen!“
• Dieser Film soll zur Untermauerung der zuvor gesammelten negativen Äußerungen dienen. Er enthält ausschließlich Bilder, des Sanierungsgebietes (Hochhäuser). Hierdurch wird ein gezielt einseitiges Bild von Belm wiedergegeben.
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• Negative Zeitungsheadlines (Folie 2)
• „ Zeitungsmeinungen, die alle kennen und die typisch für Aussiedler sind!“
• Intention der Vorgehensweise: s.o.
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• Stimmen der StudentInnen (bzw. dem vorangegangenen Brainstorming) wiederholen, aufgreifen und abschließend bündeln.
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Ursprünglich war Belm eine Wohngegend, die für gutsituierte Personen interessant und reizvoll gewesen ist. Anwälte, Richter, Geschäftsleute... zog es früher nach Belm. Seit den 60er Jahren, gibt es aufgrund der für die englischen Soldaten errichteten Hochhäuser und Massenbauten ein Imageproblem, da sie wie ein Fremdkörper in den Ortskern von Belm gesetzt wurden. Durch die Konzentrierung und Separation der englischen Bevölkerung kam es zu mangelnden Kontakten mit der einheimischen Bevölkerung, aufgrund der absehbaren zeitliche Begrenzung des Aufenthaltes der Soldaten und ihrer Familien in der BRD und somit auch in Belm, bestand für die Briten weder die Verpflichtung noch das Interesse, ihr soziales Umfeld wie auch ihre Wohnungen zu pflegen. Nachdem die englischen Soldaten nach und nach die Gemeinde Belm verließen, blieben als „ Erbe“ die sich in einem schlechten Zustand befindenden Hochhäuser zurück.
Zeitgleich mit dem Abzug der britischen Soldaten, begann Ende der 80er Jahre der Zuzug von Aussiedlern aus dem Grenzdurchgangslager in Bramsche / Hesepe. Da die Hauseigentümer keine Sanierungsinteressen hatten, solange sie die Wohnungen trotz der katastrophalen Zustände vermieten konnten, schlugen jegliche Bemühungen der Gemeinde Belm, für eine gemischte Wohnbevölkerung, zu sorgen fehl. Bis zum inkrafttreten des Wohnortzuweisungsgesetzes 1996, verlief der Zuzug in die Gemeinde weitgehen ungesteurt. Aus diesem Grund gehört die Gemeinde Belm bis heute noch zu den Kommunen in Deutschland, mit einem überdurchschnittlichen Aussiedleranteil.
Anfang der 90er Jahre haben Belmer Bürger noch Patenschaften für die Neubürger übernommen, sie kümmerten sich um sie, zeigten ihnen ihren neuen Wohnraum und versuchten, sie in die Gemeinde zu integrieren. Mit ansteigender Zuzugszahl der Aussiedler nahm diese Akzeptanz jedoch spürbar ab und tendierte gegen Null. Gründe hierfür waren Überfremdungsängste und latente Unsicherheitsgefühle seitens der 6HLWHYRQ
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Belmerurbevölkerung, dies führte zu Integrationsproblemen und
Stigmatisierung, wie z.B. zu der Bezeichnung „ %HOPRJUDG“ .
Durch die unfreiwillige Konzentration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen bzw. Problemhaushalten in bestimmten Quartieren, kommt es zu einer sozialen und sozialräumlichen Spaltung in der Stadt und es führt zu einer erzwungenen Isolation und Ausgrenzung der in dieser Siedlung lebenden Menschen.
Die Problemgruppe umfaßt, entgegen der landläufigen Meinung, nicht nur Aussiedler, sondern auch sozial schwache einheimische Familien (Folie 3). Unklar hierbei ist, ob die als einheimisch bezeichneten Personen wirklich Einheimische sind, oder ob sie nach einem Zeitraum von 5 Jahren (nach der Einreise) aus dem Status „ Aussiedler“ in den Status „ Einheimische“ übergegangen sind und nicht mehr unter „ Aussiedler“ erfasst werden.
Aufgrund der schlechten Wohnqualität ziehen die Aussiedler derzeit verstärkt weg und an ihre Stelle treten Ausländer und sozial schwache Menschen und Familien. Bedingt durch den weiter vernachlässigten Pflegezustand (Verschmutzung und Zerstörung) der Wohnungen und Gebäude, kommt es aber zu einer erschwerten Vermietbarkeit und somit zu einem Leerstand von derzeit ca. 10% der Wohnungen.
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Arbeit zitieren:
Thorsten Klötzel, 2002, Von der Stigmatisierung zur Integration von Aussiedlern, München, GRIN Verlag GmbH
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