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Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Wirtschaftliche Entwicklung 2
2. Ablauforganisation 3
2.1. Merkmale 3
2.2. Ziele 5
3. Neue Formen 6
3.1. Business Reengineering 6
3.2. Gruppenarbeit 9
4. Praktische Erfahrungen 12
5. Zukunftsperspektiven 14
Literaturverzeichnis 15
2
1. Wirtschaftliche Entwicklung
Durch die immer stärker werdende Konkurrenzsituation und die laufende Erhöhung der Personalkosten stehen deutsche Unternehmen vor einer großen Herausforderung. Die Globalisierung, die Öffnung der Märkte und die rapide Technisierung und Automatisierung erzwingen erhebliche Veränderungen sowohl im Fertigungs- als auch im Verwaltungsbereich. So müssen alte Hierarchien und arbeitsteilige Strukturen durch flexibel und schnell reagierende Organisationsformen ersetzt werden. Dabei sucht man nach neuen Konzepten. Zum einen müssen diese die wirtschaftlichen Ziele von Unternehmungen berücksichtigen. Zum anderen müssen sie aber auch die 1 Gerade in der Gestaltung der Bedürfnisse des arbeitenden Menschen einbeziehen.
Ablauforganisation eröffnet sich noch ein breites Feld von Möglichkeiten zur Optimierung der Aufgabenerfüllung. Die folgende Darstellung zeigt kurz die Schwachstellen und Gestaltungsmöglichkeiten. Sie lassen sich auf nahezu alle Unternehmensbereiche beziehen.
1 Vgl. Coenen (1996), S. 3.
2 Vgl. Coenen (1996), S. 4.
3
Eine Neugestaltung unserer Unternehmen ist erforderlich und unvermeidbar. Diese These mag manchem extrem erscheinen, es gibt aber bereits Konzepte, mit denen herausragende Unternehmen inzwischen Erfolge erzielt haben. Einige sind in den weiteren Ausführungen näher erläutert.
2. Ablauforganisation
2.1. Merkmale
1 bildet das institutional Gestaltete eines Unternehmens. Es Die Aufbauorganisation
sind langfristige Entscheidungen über Art und Anzahl der im Betrieb einzusetzenden Subjekte und Arbeitsmittel zu treffen. Gleichzeitig regelt sie die Beziehungen zwischen diesen Elementen. Beispiele hierfür sind:
• Aufgabenverteilung
• Festlegung von Produktionsformen (z.b. Werkstatt- oder Fließfertigung)
• langfristige Standortentscheidungen.
Während in der Aufbauorganisation die Aufgaben den Ausgangspunkt der Betrachtung bilden, ist der Gegenstand der Ablauforganisation die Arbeit. Sie beschreibt die Abläufe, Prozesse und Verfahren der Aufgabenerfüllung. Die Ablauforganisation legt fest, „... wer (Person, Stelle), was (Arbeitsinhalt), wann (Zeit), wo ( räuml. Ordnung) mit welchen Mitteln zu tun hat.“ 2 Der Aufgabenträger,"Mensch", muss wissen, was er zu leisten hat, und wann und wo er seine Aufgaben bestmöglich erfüllen kann. Die von der Aufbauorganisation geschaffenen Strukturen bilden hierfür in Form von Vorgaben oder Daten einen gewissen Rahmen. Trotz zwei verschiedener Definitionen ist nicht von zwei getrennten Organisationsteilen ausgehen, eher von zwei verschiedenen Blickwinkeln auf die Organisation. Gegenstand der Ablauforganisation ist so- 3 mit die Untersuchung und Gestaltung folgender vier Beziehungsarten:
(1) Gruppierungsbeziehungen
(2) Raumbeziehungen und Zeitbeziehungen (3) Arbeitsbeziehungen.
1 Die weiteren Ausführungen orientieren sich an Domschke / Scholl / Voß (1997), S. 24.
2 Schreiber (1987), S. 9.
3 Vgl. Küpper/Helber (1995), S. 3.
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Zu (1): Bildung von Gruppen von Elementen (Objekte, Subjekte, Arbeitsmittel) mit gemeinsamen Merkmalen. Z. B. die Festlegung der Losgrößen und Gangfolgen. Losgrößen sind die Anzahl gleichartiger Objekte, die der Arbeitsträger ohne Umrüstung nacheinander fertigt.
Gangfolgen sind die Menge aller Verrichtungen, die eine Person oder Maschine an gleich- oder verschiedenartigen Objekten vollzieht.
Zu (2): Räumliche und zeitliche Beziehungen zwischen Subjekten, Objekten, Arbeitsmitteln und Verrichtungen sind Kernproblem der Ablauforganisation. Zu betrachten sind die zeitlichen Reihenfolgen der Verrichtungen an den Objekten, also welche gleichzeitig und welche nacheinander durchzuführen sind. Zugleich ist die räumliche An- und Zuordnung von Elementen sowie die räumliche Ausgestaltung von Bewe-gungsvorgängen (z.b. Transporte) festzulegen.
Zu (3): Da an einem Objekt meist nacheinander verschiedene Verrichtungen von unterschiedlichen Subjekten bzw. Arbeitsmitteln auszuführen sind, ist es von einem Arbeitsplatz zum nächsten weiterzugeben. Es entstehen Transport- und Kommunikationsbeziehungen zwischen den unterschiedlichen Subjekten und Arbeitsmitteln. Um diese ablauforganisatorischen Beziehungen zu gestalten, ist eine Analyse der Arbeitprozesse erforderlich. 1 So muss erkennbar sein, welche Beziehungen etwa zwischen den Aufgabenkomplexen (-stellen) „Montieren“ und „Installieren“ bestehen. Die sogenannte “Arbeitsanalyse“ untersucht, in welche Teile sich eine Arbeit zerlegen lässt. Daher ist es auch von Arbeitsteilung zu sprechen. Es erfolgt eine Zerlegung nach den Merkmalen:
• Verrichtungsart ( z.B. erforderliche Körperbewegungs-, Seh- und Denkvorgänge)
• Objekt (an welchen Gegenständen werden innerhalb eines Arbeitsprozesses Verrichtungen durchgeführt?)
• Phase (zu einem Arbeitsprozess gehörende Planungs-, Durchführungs- und Kontrollvorgänge) und
• Zweckbeziehung (Beziehung von Verwaltungsaufgaben zur Produkterstellung).
Je tiefer und genauer die Zerlegung des Arbeitsprozesses erfolgt, um so deutlicher sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Organisation des Arbeitsablaufes. Sowohl
1 Vgl. Küpper/Helber (1995), S. 6.
Arbeit zitieren:
Diplom-Betriebswirtin Sylvia Berghänel, 2002, Neuere Formen der Ablauforganisation, München, GRIN Verlag GmbH
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