Inhalt
1. Einleitung 3
1.1 Thema der Arbeit 4
1.2 Problemstellung 5
2. Das letzte Lebensjahr von Phillip II 6
2.1 Die Pixodarusaffäre 9
2.2 Phillips Tod 11
3. Die Nachfolge Alexanders 16
3.1 Alexanders Machtantritt 16
3.2 Maßnahmen zur Herrschaftssicherung 17
4. Schlusswort 19
Quellenverzeichnis 21
Literaturverzeichnis 21
1. Enleitung
Phillip II war König der Makedonen von 360- 336 V. Chr., dabei war er faktisch gesehen nur der Vormund des eigentlichen königlichen Erben, seines Neffen Amyntas, der minderjährige Sohn des Perdikkas.
Phillip starb jung im Alter von 47 Jahren. Zu der Zeit befand er sich auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn als König, hatte er doch in den 24 Jahren seiner Regentschaft viel erreicht. 1
Zu seinen größten Verdiensten zählten die Einigung Makedoniens, die Neuordnung des makedonischen Heeres 2 und die Bündnisse mit seinen Gegnern. 3 Zu Phillips sorgsam bedachten Maßnahmen gehörte auch die Erziehung seines Thronfolgers. Phillip hatte überwiegend aus politischen und taktischen Gründen sieben Frauen geheiratet, von denen ihm aber nur zwei beinahe gleichaltrige Söhne geschenkt wurden.
Alexander, der 356 von Olympias geboren wurde, wurde als Thronfolger seinem Bruder Arrhidaios vorgezogen, da dieser retardiert war. 4 Alexander wurde von nun an zu seiner Rolle als Thronfolger erzogen, wobei sein Lehrer Aristoteles eine wichtige Rolle einnahm. 5
1 Wirth, Phillip II, S. 169
2 Das Heer wurde nun mit Schilden und langen Speeren, den Sarissen, ausgestattet. Eine neue Einheit „Phalanx“ wurde gegründet, die ein Fußheer darstellten.
3 Phillip hatte die Absicht, die Griechen zu einer Gemeinschaft mit den Makedonen zu gewinnen. Durch die Aneignung griechischer Zivilisation erreichte er eine griechisch- makedonische Integration. Damit läutete er den Hellenismus ein. Vgl. Wirth, Phillip II, S.10 4 Gehrke, Geschichte des Hellenismus, S. 7. Olympias stammte aus dem Geschlecht der Molosser in Epirus ab. Phillips Ehe mit ihr besiegelte ein Bündnis mit Olympias Bruder, dem epirotischen König Alexander.
5 Ebd. S, 8. Alexander war zu der Zeit schon 15 Jahre alt und von Akarnane Lysimachos erzogen worden. Aristoteles studierte zwei Jahre mit Alexander wichtige Mythen und Ansätze geographischer und physischer Phänomene.
1.1. Thema der Arbeit
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Übergang von der Herrschaft Phillips II von Makedonien zur Regierung Alexanders des Großen. Im Wesentlichen werden das letzte Lebensjahr Phillips mit den besonders hervorhebungswürdigen Geschehnissen und der Machtantritt Alexanders beleuchtet.
Die Pixodarusaffäre und die Umstände von Phillips Tod nebst möglicher Drahtzieher des Mordes sind Gegenstand des zweiten Kapitels. Da sich die Forschung nicht sicher ist, ob es neben dem getöteten Pausanias, dem Mörder Phillips, noch andere Hintermänner gab, werden in 2.2 unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert.
Alexanders Nachfolge folgt im dritten Kapitel. Neben seiner Machtübernahme werden dort auch die Maßnahmen seiner Herrschaftssicherung besprochen. In Kapitel 3.2 wird der Umgang Alexanders mit möglichen Anstiftern des Mordes an seinem Vater dargestellt.
Abschließend wird im Schlusswort eine kurze Diskussion und Stellungnahme der Verfasserin zu finden sein.
1.2. Problemstellung
Bei dem Anfertigen einer Hausarbeit zum Thema Alexander und Phillip stellt sich die Problematik der Quellenlage. Die Quellen sind meist aus zweiter oder dritter Hand und sind aus diesem Grund der Verfremdung und Verzerrung ausgesetzt. Quellen von Zeitgenossen sind nicht vorhanden und so muss versucht werden aus den unterschiedlichen Quellen den gemeinsamen Kern heraus zu filtern. Obwohl Iustin nur bedingt glaubhaft ist, da er verschiedene Quellen zusammenfasste und sich des Tyrannentypos bei Alexander bediente, ist er für die Ermordung Phillips II nicht ganz auszuklammern, da es keine anderen Quellen zu diesem Thema gibt.
In der folgenden Arbeit werden Quellen von Iustin, Diodor, und Plutarch benutzt. Die Ermordung Phillips stellt eine Problematik in der Forschung dar. Es ist nicht feststellbar, ob sein Mörder Pausanias Ausführer eines Mordkomplotts war, oder ob er eigenmächtig und aus persönlichen Gründen gehandelt hatte. Die Foschung gibt hier eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Spekulation, die in dieser Arbeit ausführlich vorgestellt werden.
War es Olympias, die verstoßene Ehefrau und Mutter Alexanders, die ihren Ehemann tot sehen wollte? Oder war es auch der makedonische Adel oder Alexander selbst, der den Mord Phillips in Auftrag gab?
2. Das letzte Lebensjahr von Phillip II
In seinem letzten Lebensjahr erreichte Phillip II von Makedonien eines seiner größten Ziele. Die Vereinigung der griechischen Staaten in einem Bund. Dieser Bund, bekannt als der griechische oder korinthische Bund, wurde im Frühjahr 337 von den griechischen Staaten anerkannt. 6
Es wurde ein Bundesrat eingerichtet, der eine souveräne Körperschaft bildete. Hammond schreibt dazu:
„(...)der korinthische Bund [war] dem makedonischen Staat, was die Stärke der einsetzbaren Truppen anging, deutlich überlegen. Der Rat hatte disziplinäre. Juristische und finanzielle Befugnisse, durch welche die Mitgliedstaaten gebunden 7 waren.“
Phillip befand sich zu der Zeit schon im Kriegszustand mit Persien. Ihm war es nun wichtig, den Rat für sich zu gewinnen und ein militärisches Bündniss zwischen dem korinthischen Bund und Makedonien zu erwirken. Ende 337 erklärte der Rat Persien den Krieg und Phillip wurde zum Hegemon gewählt. 8
Im Frühjahr des Jahres 336 schickte Phillip eine Vorhut der zusammengestellten Streitkräfte nach Asien unter der Führung dreier makedonischer Generäle. Phillip sollte mit seinen Truppen im Herbst gleichen Jahres folgen.
6 Hammond, Alexander der Große, S. 40. Der korinthische Bund wurde beschlossen, um den Frieden zu bewahren und die bestehenden Verfassungen beizubehalten. Es wurde vereinbart sich gegen jeden zusammenzuschließen, der dem allgemeinen Frieden zuwiderhandelte. 7 Ebd. S. 40
8 Ebd. S, 40. Philllips Befugnisse waren durch den Titel „Hegemon“, den er im Rahmen des Bundes tragen durfte, genau festgelegt. Er sollte die Truppen anführen und war somit der Befehlshaber der gemeinsamen Streitkräfte des Bundes.
Arbeit zitieren:
Jasmine Weimann, 2004, Die Ermordung Philipps II. und Alexanders Nachfolge, München, GRIN Verlag GmbH
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