Die Schritte der Existenzgründung und die persönlichen
Eignungen und Voraussetzungen als Unternehmer
von: Katja Dreißig
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schritte der Existenzgründung
2.1 Entscheidung
2.2 Planung
2.3 Finanzplan
2.4 Marketing
2.5 Gründung
3. Persönliche Voraussetzungen und Eignungen
4. Quellen
1. Einleitung
Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Krise entstehen in der BRD immer mehr neue Firmen als pleite gehen. Den Traum sein eigener Chef zu sein, haben sich inzwischen schon mehr als 3.6 Millionen Menschen erfüllt. Schließlich gibt es auch gute Gründe, welche die Selbstständigkeit immer attraktiver machen, zumal das Angestelltendasein durch die Krise im Arbeitsmarkt immer riskanter geworden ist. So ist die Existenzgründung zu einer guten Alternative zur Arbeitslosigkeit geworden, mit der sich viele auch einfach nur ihren ganz persönlichen Traum verwirklichen, indem sie ihre eigene Geschäftsidee umsetzen. Die Motive sind ganz individuell, aber größtenteils handelt es sich um den Wunsch Unabhängigkeit zu erleben, mehr Erfolgserlebnisse genießen zu wollen, die berufliche Frustration beenden, den beruflichen Aufstieg selbst in die Hand nehmen bzw. ein höheres Einkommen zu erarbeiten. Außerdem zeigt so eine Gründung Mut und ist somit, auch wenn man scheitert, ein Plus im Lebenslauf. Ungeachtet dessen leisten diese Start-ups einen erheblichen Beitrag zur deutschen Wirtschaftsleistung, denn der Großteil der neuen Arbeitsplätze wird durch Gründungen bis zu 100 Mitarbeiter geschaffen. Die Statistik verrät auch aufbauende Aussichten, da nur 30% der Firmengründungen in den ersten 4 Jahren scheitern, wobei das Erste das Kritischste ist.
Natürlich ist klar, dass so eine Existenzgründung in den wenigsten Fällen glatt verläuft, aber durch eine gründliche und solide Planung kann man die Gefahr zu scheitern deutlich geringer halten. Und das es gar nicht unbedingt so schwer ist seinen ganz persönlichen Traum zu realisieren, werde ich nun im weiteren zeigen.
2. Schritte der Existenzgründung
Wie schon gesagt durch eine genaue und detaillierte Vorbereitung kann man die Angst vor der Pleite reduzieren, denn Flexibilität und Euphorie alleine reichen nun mal nicht aus um erfolgreich zu werden. Man sollte vorher unbedingt schon alle Widrigkeiten und Risiken einplanen, um im Fall aller Fälle darauf eingestellt zu sein und bestmöglich reagieren zu können. Somit kann man auch weniger schnell aus der Bahn geworfen werden. Für noch Unsichere gibt es da auch die Chance einer „Schnuppergründung“, wobei man mit geringem Kapitaleinsatz erst mal in Form eines Beraters oder als Nebentätigkeit den Markt erforscht. Genauso gut sollte man einschätzen können, wann eine Aufrechterhaltung des Unternehmens keinen Sinn mehr hat. Dass heißt das Unternehmen schließen, solange es noch liquide ist, aber keine Perspektive mehr bietet. Schließlich nützt es im Endeffekt nichts immer mehr Kredite aufzunehmen und so kann man unbelastet einen neuen Versuch starten. Bevor man überhaupt erst seine Firma eröffnen kann, liegt ein langer Weg vor einem, den man im wesentlichen in 4 Schritte gliedert: die Entscheidung, die Planung, der Finanzplan und letztendlich die Gründung.
2.1 Die Entscheidung
Zu Beginn der Selbstständigkeit sollte man sich wirklich genau überlegen, ob man ein Unternehmertyp ist. Dazu gehören neben ausreichend fachlichen und unternehmerischen Kenntnissen auch die Bereitschaft große Verantwortung tragen zu wollen, nicht nur für sich sondern auch bezüglich des Produkts, der Mitarbeiter, den Umsatz sowie Kunden- und Zahlungszuverlässigkeit. Wichtig ist auch die Arbeitseinstellung, beispielsweise dass man in der Lage ist Tagesabläufe diszipliniert zu gestalten, Arbeiten pünktlich, unter Druck zu erledigen und Führungswille zu haben. Ebenso sollte die Familie nicht ungefragt gelassen werden. Es ist von enormer Bedeutung, dass diese einem den Rücken freihält und bereit ist die Belastungen, den Stress, das unsichere Einkommen und die deutlich wenigere Freizeit mitzutragen. So beruhen 30% aller Insolvenzen von jungen Unternehmen auf familiären Problemen. Um sicherzugehen, ob man wirklich für alles gerüstet ist, existieren zahlreiche Selbsttests, ob man ein Gründertyp ist (zum Beispiel unter: www.ebsgruendertest. de, www.startup-initiative.de).
Darüber hinaus ist es von Vorteil sich sowohl bei allen Aspekten der Planung, aber auch nach der Firmengründung, einen geeigneten Berater zu Rate zu ziehen, der sich in der Branche auskennt, da die zweithäufigste Pleite-Ursache Informationsmängel sind. Damit können Unsicherheiten hinsichtlich der persönlichen Eignung, dem Finanzbedarf, der Geschäftsidee, den Marktaussichten und -einschätzungen aus dem Weg geräumt werden. Zudem erhält man eine neutrale und kompetente Aussage darüber, ob sich das Risiko lohnt. Dieser Berater sollte trotzdem nur Entscheidungshilfe bleiben und nicht die gesamte Planungsarbeit übernehmen, da man sonst schnell den Überblick über das eigene Unternehmen verliert. Weiterhin sollte man sich als Gründer neben den oft ausreichend guten fachlichen Know-how auch selbst die nötigen kaufmännischen Kenntnisse bezüglich Strategischen Management, Finanzplanung, rechtliche und steuerliche Grundlagen aneignen, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Die Bereitschaft zur Weiterbildung ist ein Muss für jeden Gründer und Institutionen wie die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Volkshochschulen, Arbeitsämter und Berufsverbände bieten dahingehend Gründerworkshops und Seminare an.
2.2 Die Planung
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Katja Dreißig, 2003, Die Schritte der Existenzgründung und die persönlichen Eignungen und Voraussetzungen als Unternehmer, Munich, GRIN Publishing GmbH
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