Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 5
1.1 Problemstellung 5
1.2 Gang der Untersuchung 6
2. Grundlagen 7
2.1 Begriffliche Abgrenzungen. 7
2.2 Wachstum, Konjunkturzyklus und technischer Fortschritt. 8
3. Technischer Fortschritt in ausgewählten Modellen. 10
3.1 Klassifikation des technischen Fortschritts. 10
3.2 Das Solow-Modell (ein neoklassisches Modell) 11
3.3 Messung des technischen Fortschritts nach Solow 15
4. Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. 16
4.1 Ansätze zur Erklärung der Wirkungen neuer Technologien auf
die Beschäftigung. 16
4.2 Bewertung der theoretischen Sichtweisen und
weiterf ührende Betrachtung 21
5. Schlußwort 26
Literaturverzeichnis. IV
Verzeichnis der Internetquellen VI
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Kapitalakkumulation und Wachstum (ohne technischen Fortschritt)
Abb. 2: Wirkung des technischen Fortschritts auf das Wachstum.
Abb. 3: Zerlegung des Produktionswachstums.
Abb. 4: Outputwachstum und Solow-Residuum in Deutschland.
Abb. 5: Die Erhöhung der Arbeitsproduktivität.
Abb. 6: Rationalisierung oder neutrale Wirkung des technischen Fortschritts auf
die Beschäftigung.
Abb. 7: Wirtschaftswachstum und Beschäftigung
3
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Abs. Absatz bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise d. h. das heißt f., ff. folgende, fortfolgende gem. gemäß ggf. gegebenenfalls i. H. v. in Höhe von Hrsg. Herausgeber i. A. im Allgemeinen i. d. R. in der Regel insb. insbesondere i. R. im Rahmen MEZ Mitteleuropäische Zeit m. H. mit Hilfe o. V. ohne Verfasser S. Seite/n sog. sogenannte/r u. a. unter anderem/und andere v. a. vor allem vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel
4
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Der Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt auf der einen und wirtschaftlichem Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftlichem Wandel auf der anderen Seite ist in der zweihundertjährigen Geschichte der modernen Volkswirtschaftslehre immer wieder Gegenstand der verschiedensten Theorien gewesen. Der technische Fortschritt wird und wurde dabei vor allem in der Wachstumstheorie und in der Theorie des strukturellen Wandels als ein wichtiger Einflußfaktor anerkannt. 1 So sieht die Wirtschaftswissenschaft den technischen Fortschritt mehrheitlich als eine sehr positive Erscheinung und gesteht ihm einen großen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung bis in die heutige Zeit zu. 2 Aber gerade in Zeiten anhaltend hoher Arbeitslosenzahlen und ständiger Automatisierung in Deutschland breitet sich gerade bei den Betroffenen, eine eher negative Haltung gegenüber dem technischen Fortschritt aus. Aus (verständlicher) Angst um den eigenen Arbeitsplatz wird daher nicht selten der technische Fortschritt als permanent auftretende Erscheinung für den Rückgang der Beschäftigung verantwortlich gemacht. Auf der anderen Seite appellieren die deutschen Politiker immer wieder an die Unternehmen, in neue Erfindungen zu investieren um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes aufrechtzuerhalten. Es müssen also noch andere Wirkungen mit technischem Fortschritt verbunden sein.
In dieser Arbeit soll auf grundlegende Zusammenhänge eingegangen und versucht werden, einen umfassenden Überblick über das Wesen des technischen Fortschritts zu vermitteln. Dazu wird auf verschiedene Fragen einzugehen sein: Was ist überhaupt technischer Fortschritt und wie äußert er sich? Welche Rolle spielt technischer Fortschritt für das Wirtschaftswachstum? Wie wird technischer Fortschritt in die verschiedenen Wachstumsmodelle integriert und wie kann er gemessen werden?
Wirkt technischer Fortschritt auf die Beschäftigung und wenn ja, in welcher Art und Weise?
Kann Wachstum zur Erklärung der Arbeitslosigkeit herangezogen werden?
1 Vgl. o.V., wirtschaftliche Entwicklung, online im Internet.
2 Vgl. Ebenda.
5
1.2 Gang der Untersuchung
Um diese Fragen beantworten zu können, wird zunächst im grundlegenden 2. Kapitel der Begriff des technischen Fortschritts von vielen umgangssprachlich verwendeten Synonymen abgegrenzt und in einem nächsten Schritt, werden für diese Arbeit wichtige Begriffe und ihre Zusammenhänge erläutert. Im daran anschließenden Kapitel 3 gilt es den technischen Fortschritt aus theoretischer Sicht zu betrachten. Es wird gezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, ihn grafisch zu veranschaulichen und ihn meßbar zu machen. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei dem Solow-Modell zu.
Das 4. Kapitel zielt auf die Darstellung der unterschiedlichen Ansichten über die Beschäftigungswirkungen des technischen Fortschritts ab. Es soll gezeigt werden, daß der Zusammenhang durchaus differenziert betrachtet werden muß. Weiterhin wird die Beziehung zwischen technischem Fortschritt und Beschäftigung einerseits und Wachstum und Beschäftigung andererseits diskutiert.
6
2. Grundlagen
2.1 Begriffliche Abgrenzungen
Ist in der Ökonomie von Produktionsfaktoren die Rede, werden in erster Linie Arbeit und Kapital angeführt. Dabei ist es gerade das nötige technische Wissen, was die erstgenannten so effizient erscheinen läßt und in beiden enthalten ist. 3 Das technische Wissen selbst ermöglicht einen bestimmten Stand der Technologie. Letztere wird m.H. der Technik konkret umgesetzt und angewendet. 4 Somit kann der Begriff der Technologie als die Gesamtheit aller Verfahren zur Produktion (Technik) von Gütern und Dienstleistungen, die einer Gesellschaft bereitgestellt werden können (technisches Wissen) definiert werden. 5 Ähnlich wie die andern Produktionsfaktoren, ist auch das technische Wissen je nach Entwicklungsstand und Möglichkeiten einer Volkswirtschaft in unterschiedlichem Maße vorhanden. Das bedeutet, je höher das technische Wissen (und somit die Technologie) ist, desto größer werden die Produktionsmöglichkeiten, die Produktivität und somit auch die Kostenersparnisse in dieser Volkswirtschaft ausfallen. 6 Wie erhöht sich nun dieses notwendige technische Wissen? In der Innovationsökonomie werden die Begriffe der Invention, der Innovation und der Diffusion unterschieden. Mit der Invention (bzw. der bloßen Erfindung oder einem Patent) erweitert sich das bestehende technische Wissen z. B. bezüglich der Kenntnis neuer Produktionsverfahren 7 - diese Erweiterung eines bestehenden technischen Wissens wird als technologischer Wandel bzw. Fortschritt bezeichnet. Zur erfolgreichen Umsetzung der Invention bedarf es zusätzlich der Innovation, d. h. der technologische Fortschritt wird durch die Innovation zu einem technischen Fortschritt, vorausgesetzt es kommt auch zu einem tatsächlichen Einsatz der neuen Produktionsmethoden. 8
Die Innovationen können hierbei auf zwei Arten erfolgen: zum einen durch Produkt-und zum anderen durch Prozeßinnovationen. 9 An dieser Stelle sei darauf
3 Vgl. Siebert, H., Einführung in die Volkswirtschaftslehre, S. 52 f.
4 Vgl. Zahn, E., Innovation, Wachstum, Ertragskraft, S. 3.
5 Vgl. o.V., Begriff Technologie, online im Internet.
6 Vgl. Ebenda oder auch Vgl. Lederer, E., Technischer Fortschritt und Arbeitslosigkeit, S.
18.
7 Vgl. Siebert, H., Einführung in die Volkswirtschaftlehre, S. 49.
8 Vgl. o.V., Innovation, online im Internet.
9 Erstere ermöglicht die Herstellung neuartiger Produkte, entfaltet somit qualitative
Wirkungen. Durch letztere können bekannte Produkte mit neuen Verfahren vielfältiger
und i. d. R. kostengünstiger produziert werden, d. h. eine Prozeß- bzw. Produktions-
verfahreninnovation ist quantitativer Art (Vgl. Hanusch, H., Kuhn, T. und Cantner U.,
Volkswirtschaftslehre 1, S. 418).
7
hingewiesen, daß die Unternehmen die Innovationen mittels ihrer Investitionstätigkeit realisieren. 10
Der Begriff der Diffusion ist schließlich die massenhafte Verbreitung der umgesetzten Invention. 11
Die drei erläuterten Begriffe sind vor allem auf Schumpeter 12 zurückzuführen. Nach Schumpeter sind es vor allem die Großunternehmen, die in ihrem Streben nach Marktmacht, den technischen Fortschritt durch ihre Innovationstätigkeit hervorbringen und vorantreiben. 13 Für Schumpeter konnte dieser „Prozeß“, von der Erfindung bis zur Verbreitung, erfolgreich (durch weiteres Imitierungen anderer Unternehmen) oder zum Scheitern verurteilt sein. Der Gesamteffekt auf die Wirtschaft (Multiplikatoreffekt 14 ) würde dabei umso größer ausfallen, je größer die Akzeptanz der Innovationen in der Wirtschaft sei. 15 Heute wir die Annahme, Großunternehmen seien die treibende Kraft für technischen Fortschritt, infrage gestellt. Unter zur Hilfenahme empirischer Untersuchungen verteilt sich heute der Anteil an neuen Entwicklungen auf mehrere Schultern. 16
2.2 Wachstum, Konjunkturzyklus und Technischer Fortschritt
Trotz wesentlicher Verflechtungen unterscheiden sich die Begriffe Wachstum und Konjunktur in ihrer zeitlichen Dimension.
Das Wachstum in einer Wirtschaft ist ein Jahrzehnte andauernder Prozeß 17 , der auf die langfristige Entwicklung der Angebotsseite (Produktionspotentials bzw. der Produktionskapazität 18 ) der Volkswirtschaft abstellt. 19 Ein Konjunkturzyklus hingegen beläuft sich auf einen Zeitraum von i. d. R. drei bis acht Jahren 20 und zeigt die mehr oder weniger regelmäßig auftretenden Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, gemessen im tatsächlichen
10 Vgl. o.V., Innovation, online im Internet.
11 Vgl. Ebenda.
12 Joseph Schumpeter (1883 - 1950), Vgl. o.V., Schumpeter, online im Internet.
13 Vgl. Schmidt, E.M., Innovation im Mittelstand, online im Internet.
14 Vgl. Rose, K., Grundlagen der Wachstumstheorie, S. 3.
15 Vgl. Zahn, E., Innovation, Wachstum, Ertragskraft, S. 3.
16 Hier sind zu nennen: staatliche- und private Forschungsinstitutionen sowie einzelne
Menschen, die zusammen in einem Netzwerk arbeiten und durch ihre Interaktionen das
Entstehen von Innovationen ermöglichen (Vgl. Schmidt, E.M., Innovation im
Mittelstand, online im Internet).
17 Vgl., H., Einführung in die Volkswirtschaftlehre, S. 406.
18 Das Produktionspotential bezeichnet die maximal mögliche Produktion bei
Vollauslastung der gegebenen Produktionsfaktoren (Vgl. Siebert, H., Einführung in die
Volkswirtschaftslehre, S. 253).
19 Vgl. Suntum, U., Die unsichtbare Hand, S. 138.
20 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung S.84
8
Arbeit zitieren:
Sebastian Sohn, 2005, Technischer Fortschritt, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, München, GRIN Verlag GmbH
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