INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 5
1.1 PÄDAGOGISCHER UND FACHDIDAKTISCHER NUTZEN DES OSP
5
1.2 KURZPORTRAIT DER PRAKTIKUMSSCHULE: SCHULPROFIL UND SCHULPROGRAMM
DES BISCHÖFLICHEN GYMNASIUMS ST. X. 6
1.3 MEIN SCHULPRAKTISCHES ARBEITSFELD WÄHREND DER HOSPITATION 7
1.4 BESCHREIBUNG UND BEGRÜNDUNG DER GEWÄHLTEN BEOBACHTUNGSAUFGABE:
PERS ÖNLICHE PRÄFERENZ DES HANDLUNGSORIENTIERTEN UNTERRICHTS 9
2 DAS KONZEPT DES HANDLUNGSORIENTIERTEN UNTERRICHTS:
HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND KONSTITUTIVE MERKMALE 11
3. HANDLUNGSORIENTIERUNG ALS DIDAKTISCHES UND
THEORETISCHES LEITPRINZIP IM DEUTSCHUNTERRICHT 13
3.1 DIE HANDLUNGSORIENTIERTE METHODE AM FALLBEISPIEL EINER
UNTERRICHTSEINHEIT 14
3.1.1 DIE SECHS PHASEN DES HANDLUNGSORIENTIERTEN UNTERRICHTS AM
BEISPIEL DER PROJEKTBEZOGENEN UNTERRICHTSEINHEIT 'ENTWURF EINER EIGENEN
WERBEKAMPAGNE '
17
3.1.2 STUFEN UND FORMEN DER HANDLUNGSORIENTIERUNG IN DER
UNTERRICHTSSEQUENZ DES FALLBEISPIELS 18
3.2 DIE POSITIVEN KOMPONENTEN DES HANDLUNGSORIENTIERTEN LERNENS
23
3.3 KRITISCHE BETRACHTUNG DES HANDLUNGSORIENTIERTEN UNTERRICHTS 24
3.4 DIE DIDAKTISCHE KONZEPTION DES DEUTSCHUNTERRICHTS VON HERRN X.
26
4 FAZIT 27
LITERATURVERZEICHNIS 28
1 Einleitung
1.1 Pädagogischer und fachdidaktischer Nutzen des OSP
Im Rahmen des Erziehungswissenschaftlichen Studiums meiner
Lehramtsausbildung an der RWTH X. habe ich im Zeitraum vom 01. bis zum 29. März 2006 am Bischöflichen Gymnasium St. X. in X. das Orientierende Schulpraktikum (OSP) absolviert.
In Verbindung mit dem bereits im SS 2005 belegten Vorbereitungsseminar habe ich das OSP zunächst lediglich als einen obligatorischen Ausbildungsbestandteil des Grundstudiums begriffen, der in erster Linie der Berufsorientierung dienen und meine ganz persönliche Kompetenz und Eignung für eine Tätigkeit in der Lehre kontrollieren und kritisch hinterfragen sollte. Da ich bereits vor dem Antritt meines vierwöchigen Blockpraktikums in unterschiedlichen Institutionen (Lehrkraft bei den Nachhilfeorganisationen 'Schülerförderung' und 'Schülerhilfe', Tutorin am Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH X., Norwegisch- und Linguistik-Dozentin bei der VHS Heinsberg) eigenverantwortlich als Dozentin gearbeitet habe und auch zur Zeit noch in der Lehre beschäftigt bin, konnte ich meine didaktischen Vorerfahrungen in der Unterrichtspraxis gewinnbringend einsetzen und darüber hinaus noch eine Reihe von wichtigen pädagogischen und fachdidaktischen Erkenntnissen gewinnen.
Im Rahmen des OSPs konnte ich mir einen Einblick in die ganz spezielle Unterrichts- und Berufspraxis des Gymnasiallehrers verschaffen und die unterschiedlichen Berufsanforderungen dieser Arbeitswelt aus nächster Nähe kennen lernen.
Ich habe versucht, die vier Wochen meiner schulpraktischen Studien in pädagogischer und fachdidaktischer Hinsicht so optimal wie möglich zu gestalten. Vor diesem Hintergrund war ich bemüht, neben den Studien und Auswertungen zu meiner eigentlichen Beobachtungsaufgabe auch sehr schnell
Assistenzaufgaben wahrzunehmen und nach Absprache mit dem jeweiligen Fachlehrer auch eigene Unterrichtsprojekte (mindestens drei Unterrichtseinheiten pro Woche) selbständig zu planen und durchzuführen. Besonders interessant war
in diesem Kontext der dynamische Wechsel von der Beobachter- in die Lehrerrolle, der von den Schülern erfreulicherweise angenommen und konstruktiv begleitet worden ist.
1.2 Kurzportrait der Praktikumsschule: Schulprofil und Schulprogramm
Das Bischöfliche Gymnasium St. X. ist ein privates Gymnasium für Mädchen und Jungen, das seit dem 1. August 1978 unter der Trägerschaft des Bistums X. steht und vom Land Nordrhein-Westfalen als 'Ersatzschule' akkreditiert worden ist. Im Vergleich zu den meisten 'öffentlichen' bzw. staatlichen Schulen ist das Gymnasium St. X. traditionsreich und weist eine facettenreiche Historie auf. Das Gymnasium wurde 1856 von der Gemeinschaft der X. als eine „Höhere Töchterschule“ in X. gegründet.
Zurzeit unterrichten und betreuen 78 Lehrer und Lehrerinnen eine Schülerschaft von insgesamt 1000 jungen Heranwachsenden in Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Schulprogramm
Das Bischöfliche Gymnasium St. X. ist in erster Linie dem christlichen Erziehungsziel verpflichtet, was sich in unterschiedlicher Weise in der Unterrichtspraxis manifestiert. So sind der wöchentliche Besuch der Schulmesse, das morgendliche Gebet als Unterrichtseinstieg, die Beibehaltung des Fachs Religion bis zum 13. Schuljahr, die so genannten 'Besinnungstage' und Exerzitien sowie die jährliche Wallfahrt nach Trier zentrale und obligatorische Komponenten der Unterrichtswirklichkeit, die wesentlich zur Gestaltung des Schullebens auf St. X. beitragen.
Die Unterrichts- und Erziehungsarbeit und der Bildungsauftrag dieser Schule erfolgen auf der Grundlage des christlichen Welt- und Menschenbildes, das einem Fehlverhalten von Lehrer und Schüler grundsätzlich mit dem Prinzip der Nächstenliebe begegnet.
Die Erziehungsarbeit und das stark leistungsorientierte Lernangebot von St. X. richten sich darauf aus, die Schüler und Schülerinnen zu staatbürgerlicher Verantwortung zu motivieren und zu verpflichten.
Im Fokus des Erziehungsauftrages stehen dabei die Kultivierung von Rechtsgefühl, von Selbstbeherrschung und Disziplin, von Frustrationstoleranz und Empathie und die Vermittlung von Toleranz, Solidarität und Verantwortlichkeit. Diese fundamentalen Leitgedanken sind integrale
Bestandteile der Erziehungsarbeit, die an den Kindern und Jugendlichen auf St. X. geleistet wird.
1.3 Mein schulpraktisches Arbeitsfeld während der Hospitation
Während meiner Praktikumszeit habe ich schwerpunktmäßig die Fachlehrer meiner eigenen Studienfächer begleitet und unterstützt, wobei ich insgesamt 18 Unterrichtseinheiten (UE) Deutsch und 12 Geschichtsstunden absolviert habe. Darüber hinaus konnte ich das Praktikum aber auch dazu nutzen, einen Einblick in die Unterrichtspraxis anderer sprachwissenschaftlicher Fächer wie Griechisch (1 UE), Latein (9 UE) und Französisch (2 UE) zu gewinnen. Weiterhin habe ich die pädagogische Praxis in den für den Erziehungsauftrag des Bischöflichen Gymnasiums St. X. sehr bedeutenden Fächern wie Katholische Religion (7 UE) und Pädagogik (5 UE) kennen gelernt und den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Mathematik (1 UE), Chemie (1UE) und Bio-Chemie (1 UE) verfolgt.
Meine Hospitanz absolvierte ich schwerpunktmäßig im Unterricht der Mittel- und Oberstufe, wobei sich meine eigene Lehrtätigkeit auch in diesem Bereich vollzog. Außerdem habe ich regelmäßig an den außerschulischen Aktivitäten und Initiativen der 'Big Band AG' und der 'Theater AG' teilgenommen und viermal die Schulmesse besucht. Dies trug dazu bei, dass ich das sozial-pädagogische Handeln und die Schüler-Lehrer-Interaktion auch jenseits des Unterrichtsalltags verfolgen und bilanzieren konnte.
In der nachfolgenden Tabelle findet sich eine exemplarische Übersicht über den Stundenplan meines OSP. Den Stundenplan habe ich mit der
Praktikumsbeauftragten der Schule abgesprochen und koordiniert. Alternierend habe ich zwischen den 'verschiedenen Angeboten' gewählt und meine Tätigkeiten innerhalb der Hospitanz systematisch darauf ausgerichtet.
Arbeit zitieren:
Andrea Elisabeth Schildgen, 2006, Die Relevanz des Handlungsorientierten Unterrichts in der alltäglichen pädagogischen Praxis am Bischöflichen Gymnasium St. X. - Handlungsorientierung als didaktisches und theoretisches Leitprinzip im Deutschunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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