Inhaltsverzeichnis
I. Abbildungsverzeichnis
II. 1. Einleitung 1
2. Technologiefrüherkennung 2
2.1 Begriff und Wesen der Technologiefrüherkennung 2
2.2 Ziele und Aufgaben der Technologiefrüherkennung 3
2.3 Technologiefrüherkennung als Teilprozess des
Technologiemanagements 4
2.4 Monitoring und Scanning als zentrale Methoden der
Technologiefr üherkennung 5
2.5 Organisatorische Verankerung von Technologiefrüherkennung 6
2.6 Grenzen der Technologiefrüherkennung 8
3. Roadmapping als Methode der Technologiefrüherkennung 9
3.1 Roadmapping - Definition und Grundlage 10
3.2 Die Generierung von Roadmaps 11
3.3 Einfaches Roadmapping 12
3.4 Produkt- und Technologie-Roadmapping 13
3.5 Unterstützung der Technologiefrüherkennung 15
3.6 Grenzen des Roadmappings 16
4. Fazit und Ausblick 18
III. Literaturverzeichnis 20
II
I. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Technologiemanagement-Prozess .………………………...……….………….5
Abb. 3: Elemente einer Roadmap……………………………………………………...11 Abb. 4: Vorgehen beim einfachen Roadmapping……………………….……………..13 Abb. 5:
II. 1. Einleitung
Aufgrund der hohen Dynamik heutiger Märkte sind kurze Entwicklungs- und Produktlebenszykluszeiten sowie zunehmende Globalisierung die zentralen Herausforderungen der Unternehmen. 1 Um solch schnell veränderlichen Umweltbedingungen gerecht werden zu können, müssen die Unternehmen neueste marktfähige Technologien möglichst vor ihren Wettbewerbern entwickeln und einsetzen. Aufgabe der Unternehmensführung muss es sein, durch den Einsatz einer systematischen und methodisch fundierten Technologiefrüherkennung, Diskontinuitäten frühzeitig zu erkennen und die eigene Wettbewerbsposition zu erhalten und auszubauen. 2
Vor dem Hintergrund eines beschleunigten Technologiewandels haben Entscheidungen in einem solchen Umfeld weit reichende Folgen und hohe Investitionsaufwendungen bereits in einem frühen Stadium. 3 Gleichzeitig sind diese Technologien mit großen Unsicherheiten behaftet, so dass fundierte Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Technologie erschwert werden.
Die sich hieraus ergebenen Fragen, die sich den Unternehmen stellen, betreffen das Potential bestehender und zukünftiger Technologien, die Suche nach Technologien für zukunftsfähige Produkte und Prozesse, die Höhe der finanziellen Mittel der Technologien hinsichtlich der Forschung und Entwicklung sowie der Einsatz bestehender Technologien für die Generierung innovativer Produkte und Verfahren. 4 Um derartige Faktoren adäquat berücksichtigen zu können, benötigt eine systematische Technologiefrüherkennung eine methodische Unterstützung, welche das Roadmapping bietet. 5
Mittels Roadmapping lassen sich technologische Trends und das Wissen über technologische Entwicklungen abbilden. Durch den Einsatz eines Technologie-Roadmapping können konkrete Ansatzpunkte für die derzeitige Technologieplanung und -entwicklung abgeleitet, für bestimmte Technologiefelder die Entwicklung von technologischen Anforderungen veranschaulicht, unter Berücksichtigung des zeitlichen Verlaufs den Zusammenhang von Einzeltechnologien dargestellt sowie die zur Herstellung von Produkten notwendigen Technologien aufgezeigt werden. 6
1 Vgl. Scholz-Reiter (2000), S. 3
2 Vgl. Specht/Mieke (2004a), S. 36
3 Vgl. Kuhn (2004), S. 150
4 Vgl. Specht/Frischke/Behrens (2002), S. 69
5 Vgl. Specht/Mieke/Behrens (2003), S. 71
6 Vgl. Geschka et. al. (2002), S. 105
1
Die Erstellung von Technologie-Roadmaps unterstützt folglich durch ein systematisches Vorgehen bei der Zukunftsprognose und der Veranschaulichung, zukünftige Technologienetwicklungen vorherzusehen und das Unternehmen hierauf rechtzeitig vorzubereiten. 7 Die vorliegende Arbeit behandelt nicht die Fragestellung, was ein Unternehmen in der Zukunft tun will, sondern vielmehr, was es jetzt tun muss, um in Zukunft seine Ziele zu erreichen. 8 Hierzu werden zunächst in Kapitel 2 neben dem Begriff und Wesen der Technologiefrüherkennung, deren Ziele und Aufgaben dargelegt. Auf einer zweckmäßigen Arbeitsdefinition des Begriffs Technologiefrüherkennung aufbauend, wird weiter die Einbindung der Technologiefrüherkennung im Rahmen des Technologiemanagements erklärt. Darüber hinaus beschreibt das Kapitel mit Monitoring und Scanning zwei wesentliche Methoden der Technologiefrüherkennung sowie dessen organisatorische Verankerung. Der Abschnitt endet mit einer kritischen Auseinandersetzung hinsichtlich der Probleme und Grenzen der Technologiefrüherkennung. Das nächste Hauptkapitel beschäftigt sich mit dem Roadmapping als Methode der Technologiefrüherkennung. Nachdem Grundlagen und Schritte des Roadmappings aufgezeigt werden, bildet die Technologie-Produkt-Roadmap einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit, um eine konkrete Verbindung zwischen der Technologiefrüherkennung und dem Roadmapping herzustellen. Ebenfalls erfolgt in diesem Abschnitt eine Aufzeigung der Grenzen des Roadmappings. Im abschleißenden Fazit und Ausblick werden nochmals die wichtigsten Punkte des Themas herausgegriffen sowie mögliche zukünftige Entwicklungen präsentiert.
2. Aufgabenbereiche und Methoden der Technologiefrüherkennung
2.1 Begriff und Wesen der Technologiefrüherkennung
Unter dem Begriff Technologie wird das naturwissenschaftlich-technische Wissen über Lösungswege zur technischen Problemlösung verstanden, welches als Grundlage für Produkte und Prozesse dient. 9 Eine Technologie kann vor allem durch die Kriterien Technische Leistungskennzahlen, Verbreitungskennzahlen sowie qualitative Beschreibung charakterisiert werden. 10 Mittels Technologien sollen folglich die Unternehmen den schärferen Wettbewerbsbedingungen mit kürzeren Produktlebenszyklen bei gleichzeitig längeren Entwicklungs- 7 Vgl.Specht et. al. (2000), S. 42
8 Vgl. Pohlmann (2004), S. 63
9 Vgl. Specht et. al. (2002), S. 68
10 Vgl. Geschka et. al. (2002), S. 108
2
zeiten entgegentreten. 11
Die Technologiefrüherkennung „umfasst neben dem frühzeitigen Erkennen von Risiken und Chancen sowie dem Beurteilen ihrer strategischen Bedeutung zunehmend auch Aktivitäten der Maßnahmenentwicklung und -planung zur Vermeidung der Risiken und zur Realisierung der Chancen.“ 12 Sie beinhaltet also die Erfassung und Beurteilung wichtiger künftiger Technologien. Diese sollen hinsichtlich der Entwicklung ihrer Einsatz- und Leistungsfähigkeit sowie ihrer Wechselwirkungen bewertet werden. 13 Des weiterem sollen Zeitkorridore berücksichtigt werden, um bestimmte technologische Entwicklungen strukturieren zu können. Der Zweck der Technologiefrüherkennung liegt in dem rechtzeitigen Erkennen und Deuten „schwacher Signale“, welche auf mögliche Veränderungen hinweisen. 14 Auf der Basis von technologieorientierten Unternehmensanalysen, kann das technologische Unternehmensumfeld lokalisiert, die relative technologische Position des Unternehmens bestimmt, Stärken und Schwächen aufgedeckt und technologische Erfolgspotentiale ausfindig gemacht werden. Die Technologiestellung ergibt es dabei aus der Nutzung von technologischen Ressourcen und Wissen sowie dem aktuellen Leistungsniveau bei Schrittmacher- und Schlüsseltechnologien. Die Technologiefrüherkennung soll auf der Grundlage der Unternehmensanalyse, die für das Unternehmen entscheidenden zukünftigen Technologien identifizieren und bewerten. Da in der Literatur oftmals ähnliche Begriffe, wie „Technologiefrühwarnung“, „Technologiefrüherkennung“ und „Technologiefrühaufklärung“ verwendet werden, erscheint es zweckmäßig, diese nach dem kommunikationstheoretisch interpretierbaren Ausmaß der Information zu differenzieren. 15 Danach umfasst der Begriff der „Frühwarnung“ das Aufgreifen eines relevanten Signals (Ebene der Syntax), der Begriff der „Früherkennung“ eine beurteilende Einschätzung des Signals (semantische Deutung) und der Begriff der „Frühaufklärung“ beinhaltet darüber hinaus Einblicke in die möglichen Entwicklungen der Wettbewerbssituation durch das wahrgenommene Signal (Ebene der Pragmatik).
2.2 Ziele und Aufgaben der Technologiefrüherkennung
Im Wesentlichen verfolgt die Technologiefrüherkennung die folgenden drei Ziele: 16 - Expansion der derzeitigen Geschäftstätigkeit durch technologische Neuerungen; - Erschließung von neuem technologischen Wissen zur Entwicklung neuer Geschäfts- 11 Vgl.Specht/Mieke (2004b), S. 95
12 Specht/Mieke (2004b), S. 95
13 Vgl. Specht et. al. (2003), S. 71
14 Vgl. Mieke (2005), S. 11
15 Vgl. Koller (2002), S. 344
16 Vgl. Bürgel et. al. (2002), S. 23
3
- felder;
- Frühzeitiges Erkennen von technologischen Diskontinuitäten sowie globalen Veränderungen, um nicht vom Wettbewerb überholt zu werden.
Um diese Ziele erreichen zu können, muss die Technologiefrüherkennung bestimmte Kernaufgaben erfüllen:
- Identifikation von neuen und langfristigen Nutzungsmöglichkeiten; 17 - Identifikation von Technologien in den unterschiedlichen Bereichen; 18 - Bewertung der Vernetzungstiefe zwischen verschiedenen Technologien; - Beurteilung der zeitlichen Einsatzmöglichkeit der Technologie im Untenehmen; - Auf- und Ausbau technologischer Kompetenzen; 19 - Intensive Zusammenarbeit zwischen FuE und Marketing; - Aufbau eines Technologienetzwerkes mit Kooperationspartnern; - Einsatz eines Roadmapping als dominierende Methode der Technologiefrüherkennung;
- Intensive Beobachtung von Wettbewerben und externen FuE-Einrichtungen; 20 - Identifikation von „schwachen Signalen“;
- Globale Suche nach neuen Technologietrends, welche für das Unternehmen relevant sein könnten;
- Zusammenspiel zwischen Technologiefrüherkennung und strategischer FuE-Planung.
2.2 Technologiefrüherkennung als Teilprozess des Technologiemanagements Technologiemanagement beinhaltet die Planung, Organisation, Führung und Kontrolle der technologiebezogenen Prozesse im Unternehmen. 21 Es hat die Funktion, Technologiebrüche, Trendwechsel und Substitutionstechnologien rechtzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ebenso gilt es, das Nutzungspotential beherrschbarer Technologien in Produkte und Prozesse umzusetzen.
Auf der Basis von technologischen Analysen hat das Technologiemanagement die Aufgabe Technologiestrategien zu entwickeln und einzusetzen, um die Stellung des Unternehmens im Wettbewerb verbessern zu können. 22 Dazu bedarf es einer Unternehmens- und Umfeldanalyse, um erkennen zu können, welche technologischen Entwicklungen für das Unternehmen in
17 Vgl. Schuh et. al. (2006), S. 24
18 Vgl. Möhrle/Isenmann (2002), S. 3
19 Vgl. Schröder (2005), S. 313
20 Vgl. Bürgel et. al. (2002), S. 23 f.
21 Vgl. Behrens (2006a), S. 1
22 Vgl. Specht/Mieke (2004b), S. 95
4
Arbeit zitieren:
Patrick Bloch, 2006, Einbindung des Roadmapping in die Technologiefrüherkennung, München, GRIN Verlag GmbH
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