Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung S.3
2 Biographie S.3
2.1 Jugend und Anfänge seiner pädagogischen Laufbahn S.3
2.2 Literarische Hauptwerke S.3
2.3 Erziehungspädagogischer Höhepunkt und Lebensabend S.3
3 Historische Einordnung S.4
4 Pestalozzis Erziehungskonzept S.4
4.1 Das sittliche Leben S.4
4.2 Naturgemäße Entwicklung von Kräften und Anlagen S.5
4.2.1 Herzenskräfte S.5
4.2.2 Geistige und physische Kräfte S.5
4.3 Entfaltung der Kräfte S.6
5 Körperliche Erziehung S.7
5.1 Literarische Grundlagen S.7
5.1.1 „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“ S.7
5.1.2 Briefe an James Pieroint Greaves S.7
5.1.3 „Über Körperbildung“ S.8
5.2 Elementargymnastik S.8
5.2.1 Beschreibung der Übungen S.8
5.2.2 Wirkung auf Zeitgenossen S.9
5.2.3 Pestalozzis Lehrhinweise S.9
5.2.4 Praxis und Resultat der Leibesübungen S.9
6 Eigene Gedanken S.9
Literaturverzeichnis S.11
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1 Einleitung
Pestalozzi ist vielen ein durchaus geläufiger Name - Schulen und Kindergärten sind häufig nach ihm benannt. Selten gehen jedoch die Kenntnisse über seinen Namen hinaus. Dass sein Erziehungskonzept nicht nur für die Erziehungswissenschaften sondern auch für die Sportpädagogik viele wichtige und aufschlussreiche Grundlagen, Gedanken und Erkenntnisse beinhaltet, ist fast niemandem bewusst. Doch gerade weil er in seinen pädagogischen Erziehungsmethoden auf eine ganzheitliche Menschenbildung abzielt, ist sein Konzept natürlich nicht ohne den sportpädagogischen Aspekt vorstellbar.
2 Biographie
2.1 Jugend und Anfänge seiner pädagogischen Laufbahn
Johann Heinrich Pestalozzi wurde am 12.1.1746 in Zürich als Sohn einer italienischen Kaufmannsfamilie geboren. Von 1751 bis 1769 besuchte er in Zürich die Elementarschule und die Lateinschule, sowie die Hochschule „Collegium Carolinum“. Seine Liebesbeziehung zu Anna Schultheß, die er 1769 auch heiratete, und seine Begeisterung für Rousseaus Physiokratismus bewogen ihn zum vorzeitigen Verlassen dieser Hochschule. Im Jahre 1769 erwarb und bewirtschaftete er das Gut Neuhof auf Birrfeld bei Brugg. Aufgrund zweier Fehlernten stützte er den Betrieb durch Weiterverarbeitung von Baumwolle; dazu zog er auch verarmte Kinder der Umgebung heran. 1774 wandelte er den Hof in eine Armenanstalt um, die er jedoch 1780 wieder aufgeben musste.
2.2 Literarische Hauptwerke
In den folgenden Jahren schrieb er einige seiner wichtigsten Werke, darunter „Lienhard und Gertrud“ (1781-1787), welches 1792 der Anlass für seine Ernennung zum französischen Ehrenbürger war. Fünf Jahre später schrieb er sein philosophisches Hauptwerk „Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwicklung des Menschengeschlechts“. Als 1798 die Französische Revolution auch auf die Schweiz übergriff, beauftragte ihn die neue Zentralregierung, in Stans zur Betreuung der Waisenkinder eine Armenanstalt einzurichten, die allerdings nach sieben Monaten wieder geschlossen wurde.1801 veröffentlichte er „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“ - ein literarischer Meilenstein seiner Pädagogik, in dem er Müttern Anleitung geben will, ihre Kinder selbst zu erziehen.
2.3 Erziehungspädagogischer Höhepunkt
seiner In Burgdorf eröffnete er 1800 ein Erziehungsinstitut, das 1804/05 nach Yverdon verlegt wurde; es entwickelte sich dort für etwa zwei Jahrzehnte zu einem pädagogischen Zentrum Europas. Nach dem Tod seiner Frau 1815 und langjährigen internen Streitigkeiten
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löste er 1825 die Anstalt auf, und zog sich auf den Neuhof im Birrfeld zurück.Am 17.2.1827 verstarb er; bezeichnend für sein Leben ist auch die Innschrift auf seinem Grabstein „Retter der Armen auf Neuhof, Prediger des Volkes in Lienhard und Gertrud, zu Stans Vater der Waisen, zu Burgdorf und Münchensee Gründer der neuen Volksschule, in Yverdon Erzieher der Menschheit, Mensch, Christ, Bürger, alles für andere, für sich nichts! Segen seinem Namen!“ (vgl. Zeller 1986, S.1152; Müller 1973, S.270).
3 Historische Einordnung
Pestalozzi ist in das Zeitalter der Aufklärung und des daraus entstandenen Philanthropismus hineingeboren, und erkennt die daraus einhergehende Trennung von Wissen und dem Zentrum der Persönlichkeit, das Überhandnehmen des Rationalismus. Die Basis seines Gedankenguts bildet das rousseausche Menschenideal; aber auch mit den Ideen des Neuhumanismus und des deutschen Sturm und Drang der klassischen Denker und Dichter steht er in engem Bezug. Er übt - stärker noch als Rousseau - scharfe Kritik an der Gesellschaft und lehnt - einig mit den Humanisten - eine Erziehung, die den Menschen auf ein außer ihm liegendes Ziel vorbereiten will, ab. Sein Ziel ist eine Herausarbeitung einer Erziehung zur Humanität. Seine Gedanken stehen oft denen von Kant und Fichte sehr nahe, so zum Beispiel in seinem Erkennen der psychologischen Tiefe, dass alles Lernen nicht ein Empfangen, sondern ein Gestalten von inneren Kräften ist; ebenso in der Abhängigkeit der einfachsten Anschauung von den drei geistigen Elementarkräften: Formkraft, Zahlkraft und Wortkraft, woraus er später die grundlegenden Schulfächer Zeichnen und Schreiben, Mathematik, Gesang und Sprachunterricht ableitet. Somit hat er die Ambivalenz des Philanthropismus kennen gelernt, ist von den klassischen Denkern der Zeit beeinflusst, doch seine Pädagogik ist von seiner humanistischen Weltanschauung geprägt (vgl. Prestel 1935, S.2-3).
4 Pestalozzis Erziehungskonzept
4.1 Das Sittliche Leben
Mit dem Ziel der allgemeinen Menschenbildung strebt Pestalozzi mit seiner Erziehungsidee den sittlichen Menschen an, welcher sich nach dem Guten und der Liebe sehnt, tief gläubig ist und den Egoismus einzudämmen versucht. Pestalozzi weiß um die Schwierigkeit, als sittlicher Mensch zu leben, weil die menschliche Natur im Spannungsverhältnis zwischen sinnlicher, tierischer Natur, die sich durch Triebe und Egoismus ausdrückt, und höherer, ewiger, göttlicher Natur, die sich im Gewissen und der besseren Einsicht widerspiegelt, steht. Es ist eine der grundlegendsten Überzeugungen Pestalozzis, dass es dem Einzelnen nur durch
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Arbeit zitieren:
Daniel Bohé, 2005, Pestalozzis Leitideen und ihre Bedeutung für die Sportpädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
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