Inhaltsverzeichnis
1. Was ist Gewalt ? ( Definition ) Seite 3
2. Verschiedene Formen von Gewalt Seite 4
3. Gewalt- und Aggressionsfördernde Ursachen Seite 5-8
3.1. Familie
3.2. Medien
4. Wie sieht die Gewalt an Schulen aus? Seite 9-10
4.1. Die Schule als Ursache von Gewalt ?
5. Wie kann die Schule und wie können LehrerInnen und Pädagogen diesem
Problem entgegenwirken? Seite 10-12
6. Welche Präventionsmaßnahmen sind sinnvoll und nötig Seite 12-14
6.1. Spiele gegen Gewalt
Literaturverzeichnis
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1. Was ist Gewalt ? - Kurze Definition des Gewaltbegriffes
Gewalt wird heute als etwas durchweg negatives bewertet. Doch wenn man sich genauer damit beschäftigt, muss man feststellen, dass der Begriff Gewalt eine lange und durchaus nicht immer negative Tradition hat. Im Grundgesetz Artikel steht geschrieben : “Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.” 1 In diesem Fall leitet sich der Gewaltbegriff vom althochdeutschen Wort “waltan” ab, und bedeutet herrschen. Hier wird der Gewaltbegriff also durchaus nicht negativ betrachtet. Viele Staaten der Welt werden durch Gewaltenteilung regiert. Der Gewaltbegriff wurde erst zur Zeit der Aufklärung anders definiert. In diesem Zusammenhang sei auf die prinzipielle Gleichheit aller Menschen hinzuweisen. Früher war es nur legitim, dass der Hausherr seine Frau und seine Kinder, züchtigte. Ein tiefgehender Wandel hat sich seit den 70er Jahren entwickelt. Den Kindern wurden Rechte zugeschrieben, und diese von dem Staat gefestigt und überwacht. Man gründete eine Vielzahl von Betratungsstellen in Erziehungsfragen. Gewalt gegen Kinder wurde verächtet.
Die Kinderschutzbewegung der 70er Jahre hat folgende Definition gegeben : “Die Misshandlung von Kindern umfasst die Gesamtheit der Lebensbedingungen, der Handlungen und Unterlassungen, die dazu führen, dass das Recht der Kinder auf Leben, Erziehung und wirkliche Förderung beschnitten wird. Das Defizit zwischen diesen Rechten und ihrer tatsächlichen Lebenssituation macht die Gesamtheit der Kindesmisshandlung aus.” 2 Gewalt definiert jeder für sich selbst. Manche sehen einen “Klaps” als Gewalt an, wobei andere diese Handlung für keinen Gewaltakt empfinden. Jeder Mensch eine andere Definition von Gewalt hat. Deshalb ist es auch schwierig eine einheitlich, für jeden vertretbare Definition von Gewalt zu finden.
Sowohl der Begriff “Gewalt” als auch der Begriff “Aggression” sind unfassbare Sammelbegriffe “für ein großes Spektrum von Gefühlsäußerungen und Verhaltensweisen.” 3 Gewalt und Aggression sind aber nicht gleichzusetzen. Aggressionen müssen nicht immer Auslöser für Gewaltakte sein. Aggressivität wird oft “als innerer Zustand eines Menschen verstanden, als Reaktion auf eine bestimmte Situation, in der der Betroffene sich unsicher fühlt.” 4
1 Grundgesetz
2 Verena Sommerfeld : Umgang mit Aggressionen, Luchterhand Verlag GmbH Neuwied, Kriftel, Berlin 1996, S.48
3 Verena Sommerfeld : Umgang mit Aggressionen, Luchterhand Verlag GmbH Neuwied, Kriftel, Berlin 1996, S.55
4 Andreas Kuhlmann : Faustrecht - Gewalt in der Schule und Freizeit, Köln 1998, S. 40
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2. Formen von Gewalt
Es gibt verschiedene Formen von Gewalt.
a.) Die physische, oder auch körperliche Gewalt genannt. Der Begriff der physischen Gewalt umfasst die körperliche Gewalt gegen Personen (Gewalttätigkeiten) und Sachen (Vandalismus). Gewalt gegen Personen bezieht sich vor allem auf vorsätzliche und bewusst herbeigeführte Körperverletzungen. Hier zählen leichte Rempeleien genauso dazu, wie schwere Schlägereien und auch sexuelle Übergriffe.
Gewalt gegen Sachen, auch Vandalismus genannt, tritt in der Schule auf. Man redet von Vandalismus, wenn in intentionaler, schädigender und normverletzender Weise gegen Schul-und Lehrereigentum, Gewalt verübt wird. In den meisten Fällen richtet sich die Gewalt gegen Schuleigentum, welches von SchülerInnen beschädigt und zerstört wird.
b.) Psychische / verbale Gewalt :
Hierzu zählen verbale Aggressionen wie z. B. Beleidigungen, üble Nachrede, ironische Bemerkungen und Bloßstellungen. Aber auch Drohungen mit Gewalt gegen Personen oder Sachen, insbesondere wenn Menschen erpresst werden. Auch Diskriminierung ist eine Art von psychischer und verbaler Gewalt. Diese Formen von Gewalt können auch in kombinierter Form vorkommen, denn körperliche Gewalt schließt die verbale Gewalt nicht automatisch aus.
2.1. Gewalt in der Schule
Wenn man bei diesem Phänomen von Hurrelmann ausgeht, dann lässt sich sagen, dass Gewalt in der Schule als “das gesamte Spektrum von Tätigkeiten und Handlungen, die physische und psychische Schmerzen oder Verletzungen bei den im Bereich der Schule handelnden Personen zur Folge haben oder die auf die Beschädigung von Gegenständen im schulischen Raum gerichtet sind.” 5 Geht man von Herrn Galtung aus, so muss der Gewaltbegriff um ein weiteres erweitert werden. Er spricht hierbei von der sogenannten strukturellen Gewalt. Damit geht er auf die in der Gesellschaft herrschende soziale Ungleichheit der Menschen aus. Auch diese Tatsache der sozialen Ungleichheit trägt Konflikte mit sich.
Konflikte lassen sich in der Regel nie ganz vermeiden, sie gehören einfach zu unserem Alltag dazu. Die Kunst liegt aber darin, die Konflikte gewaltfrei zu lösen, und es zu ermöglichen, dass beide Seiten ihren Wünschen und Vorstellungen als berücksichtigt ansehen.
5 Hurrelmann 1990, S.365 : In : Jamie Walker : Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Sekundarstufe I, Frankfurt
am Main 1995, S 19
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3. Gewalt- und Aggressionsfördernde Ursachen
Gewalt und Aggressionen haben ihren Ursprung oft schon in der heutigen Gesellschaft. Unsere heutige Ellenbogengesellschaft setzt sich immer mehr durch. Die Kinder und Jugendlichen wachsen mit einer “doppelten Botschaft” auf. Zum einen wird ihnen vor allem in der Schule Toleranz gegenüber anderen, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Teamfähigkeit vermittelt, zum anderen erfahren sie, dass diese Eigenschaften sich nicht immer lohnen und gedankt werden. Von zu Hause bekommen die Kinder und Jugendlichen auch des öfteren gelehrt, sich durch zusetzten, sich nichts gefallen zu lassen und immer zu schauen, dass man für sich das Beste rausholt. Frei nach dem Motto : “Jeder ist sich selbst der Nächste”. Dieser Konflikt, mit dem wir heute leben müssen, ist für Kinder und Jugendliche nicht einfach zu verstehen. Oft werden sie auch von vielen Seiten manipuliert und kommen mit den sich widersprechenden Aussagen nicht zurecht.
In anbetracht dieser Umstände müssen sich auch Pädagogen verstärkt Gedanken darüber machen, was sie den SchülerInnen lehren wollen. Dabei müssen sie auch immer von den gegebenen Familiensituationen ausgehen.
3.1. Ursachen in der Familie
Wenn die Kinder in der Schule oder im Kindergarten verhaltensauffällig sind, werden die Ursachen meist immer zuerst in der entsprechenden Familie gesucht. In den meisten Fällen kann man auch tatsächlich davon ausgehen, dass das aggressive und gewalttätige Verhalten ihre Ursachen in der Familie hat. Häufige Ursachen sind z.B. :
Arbeit zitieren:
Miriam Englert, 2001, Gewalt an Schulen und mögliche Präventionen, München, GRIN Verlag GmbH
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